"Bald zieht ein Hund ein!" - Der Wartezeit - Laberthread

  • Ich bin beim Thema der Eislauf-Muttis ganz auf der Seite der Leute, die sagen "kommt eben drauf an".
    Klingt für viele doof, aber meine Hunde hier ziehen schon für den Sport ein. Wenns nicht klappt, klappts eben nicht. Aber grundsätzlich suche ich meine Hunde danach aus, dass sie auch für den Hundesport passen. Ich suche nicht nur den netten Alltagsbegleiter und Sofakuschler, sondern eben auch den, der zusammen mit mir Spaß an der Arbeit hat.


    Und deswegen arbeiten wir auch vom ersten Tag an spielerisch zusammen.
    Bei Rhydian habe ich fast zu viel gespielt, der fand gemeinsames Arbeiten so schon geil, dem hätte ich es nicht noch mehr schmackhaft machen müssen xD
    Viele Sachen haben wir aber zB lange nicht trainiert, weil ich unsicher war wie ich es am besten anfange und nichts falsch machen wollte.


    Der nächste Hund wird nun ein gutes Stück "planmäßiger" aufgebaut und profitiert einfach von den Erfahrungen mit den anderen dreien.


    Dass bei allem die Ruhe und der Alltag nicht zu kurz kommen sollte ist klar.
    Ehrlich gesagt finde ich, dass Sporthund sogar noch alltagstauglicher sein müssen als Begleithunde, mit denen man eben Spaß auf dem Spaziergang hat. Denn sie sind ständig auf Hundeplätzen und Turnieren, also in großen Menschen- und Hundegruppen unterwegs, müssen abschalten können wenn andere arbeiten dürfen usw.


    (Und nein!! Ich will hier die Leistungen von Hunden, die nicht im Sport geführt werden, nicht schmälern!! So manches Alltagstraining kam bei Rhydian wirklich auch einen kleinen Ticken zu kurz)

  • So, da wache ich auf (an meinem Geburtstag), freu mich wie blöd, dass wir gleich losfahren Richtung Welpen und was ist: Stromausfall! Also lieg ich jetzt am Boden und putz die abgetaute Tiefkühltruhe....
    Stimmung ist trotzdem nur semi-getrübt! Heute um 16:00 gibts Puppies!!!! :hurra: :hurra: :hurra: :applaus: :applaus: :applaus:

  • Ich mache mit Lucca noch nichts ausser Alltag und stubenrein werden ( :mute: 15 Wochen alt, seit der 8.Woche wirklich konsequent geübt aber in der Beziehung stellt er sich ECHT doof an)


    ich mache ja selbst seit vielen Jahren Hundesport mit meinen Hunden. Früher war ich ehrgeiziger und deshslb kann ich verstehen wenn man "früher" anfängt. Habe ich mit den anderen Hunden auch gemacht.


    nur ist mir das heute egal und ich möchte in alllererster Linie sein ruhiges Wesen erhalten. Mit Leni hab ich schon nen Adrenalinjunkie und Caya ist ein reiner Hundeplatzhund mit sehr fragwürdiger Tendenz im Alltag. Bei denen hab ich mir das aber nicht ausgesucht und bei Lucca brauche ich definitiv nicht noch so ein Exemplar.


    Ich plane mit ersten Übungen so mit 4-5 Monaten anzufangen und "Sportübungen" für UO und Agility irgendwann im Herbst/Winterk

  • Mein Zwerg bietet soviel an , das es dumm wäre es nicht zu nutzen. Er mag mit mir in Interaktion sein und er hat Spaß am lernen. Er schaut sich viel bei den Großen ab warum soll ich also ein angebotenes "Sitz" ablehnen statt ihm einen Keks zu geben.


    Mit seinen 9 Wochen kann er schon "Sitz" und "Hier" recht zuverlässig. Habe ich in dem Sinne nicht geübt sondern einfach belohnt wenn er es angeboten hat und mit dem Wort belegt. Er freut sich einfach tierisch wenn ich mich freue und er durchschaut was ich klasse finde.


    Er bietet auch aktiv verschiedenes Verhalten an wenn Beispielsweise irgendwas was er haben möchte auf dem Tisch liegt und er möchte das ich es ihm gebe.


    Ich habe nicht das Gefühl eine Helikoptermutter zu sein nur, weil mein Welpe ein paar Dinge kann die er klar noch nicht können muss aber die absolut praktisch sind.

  • ich gehöre ja auch zu den Eiskunstlaufmuttis, die schon gleich von Anfang an mit ihrem Welpen trainiert haben. Aber Ares ist nunmal auch schlicht und ergreifend für den Hundesport eingezogen. Ohne Hundesport wärs kein Mali geworden.


    Er hat im Prinzip vom ersten Tag an bei mir angefangen zu trainieren. Am Anfang natürlich ganz einfach, der Futterhand folgen und Futtertreiben. Dann die verschiedenen Positionen und so weiter und so weiter.
    Immer in ganz kleinen, kurzen Einheiten mit viel Spiel und Spaß.


    Alltagstauglichkeit hat er natürlich auch gelernt. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Und ich finde auch, gerade auch Hunde im Hundesport müssen noch mal ganz andere Sachen 'aushalten' können..
    Wenn für andere Hundebesitzer mit Hunden im gleichen Alter wie Ares schon eine einfache Hundebegnung ein regelrechtes Drama ist, so ist es für Ares ganz normal auf einem Turnier mit 150 startenden Hunden (und etlichen Hunden mehr, die einfach nur dabei sind) zu sein. Ohne zu jedem Hund hin zu wollen, ohne zu pöbeln, einfach nur friedliche Koexistenz.


    Ich habe mit ihm aber auch ganz gezielt geübt, dass nicht immer Action ist, dass man bei arbeitenden Hunden auch einfach nur zuschauen kann. Genauso wie er gelernt hat, andere Hunde (auf dem Hundeplatz) zu ignorieren und sich mir zu widmen, weil man mit mir eh den größten Spaß hat.
    Was einem auch wieder im Alltag nützt. Für mich profitiert wirklich das eine vom anderen, ich finde, man kann das gar nicht so isoliert sehen.

  • Ich glaube auch, dass die Genetik bzw. das Individuum da viel mitspielt.
    Frodo ist so wie Cole (zumindest der Beschreibung nach) und bietet die Mitarbeit einfach in jeder Form an. Natürlich hab ich das weiter gefördert und nicht im Sand verlaufen lassen, wäre ja blöd, aber ich glaube nicht, dass man einen extrem nach außen fokussierten Hund auf die gleiche Ebene bringen kann, wenn man nur genug mit ihm arbeitet und trainiert. Es hat schon seine Gründe, warum man manche Rassen/Hundetypen nicht im Hundesport findet.


    Ich habe Frodo auch früh gefördert, denn eigentlich ist er ja auch eingezogen, weil ich einen Hund für den Sport wollte. Er hat den Clicker und ein Markerwort kennengelernt, ich habe viel freeshaping gemacht, damit er lernt selbst Lösungen zu finden (war ja lange überhaupt nicht seine Stärke), er hat den Elefantentrick gelernt, Positionswechsel, ich habe sehr viel mit ihm an mir dran gespielt (zergeln hat er schon mit 9 Wochen angeboten), er hat gelernt hochzudrehen und wieder runterzufahren, ruhig zu bleiben, wenn ich daneben mit Finya was mache oder andere Hunde rumrennen und sich auch bei viel Ablenkung auf mich zu konzentrieren.
    Und selbst jetzt, wo wir keinen wirklichen Hundesport (zumindest nicht am Platz oder turniermäßig) machen, finde ich das alles für den Alltag unglaublich praktisch und würde es beim nächsten Hund wieder so machen (an den Welpen angepasst halt). Einzig was das Ruhe halten angeht, würde ich von Anfang an schauen, was ihm da am meisten hilft. Bei Frodo kam mir die Erkenntnis mit dem Laufstall ja erst sehr sehr spät. Das finde ich immer noch schade. Es hätte uns viel Kummer erspart, wenn ich den früher gehabt hätte.

  • Der nächste Welpe wird für den Hundesport einziehen und dementsprechend auch ab Woche 8 anfangen damit.


    Ich bin mittlerweile auch der Meinung, dass das eine das andere nicht ausschließt, wenn man weiß was man tut. Und vieles lässt sich in der Tat verbinden. Ein Anfänger ist nach wie vor i.m.A. besser beraten, sich nur auf den Alltag zu konzentrieren. Wenn er den mit Kommandos haben möchte, ist einiges davon ja auch nicht unähnlich.

  • Natürlich habe ich Cole nicht in den Keller gesperrt und ignoriert - aber die Dosis macht das Gift.


    Für mich sind es die Grundsäulen, die ich im Welpenalter lege - nicht die spezielle Ausarbeitung von irgendwas. Heißt: Ich fördere dass der Hund mir Verhalten anbietet, indem ich ihn dafür Lobe was für grandiose Ideen er da hat - oh du siehst nen Napf und legst dich hin - was für eine großartige Idee! Da ist ein Baumstamm und du traust dich drauf - wie coool!
    Aber halt ohne Hintergedanken oder Ziel.


    Dann ist mir wichtig, dass er einfach mal mit dabei ist auf dem Hundeplatz und da was mit mir macht. Völlig egal was - ich nehme irgendwas von dem, was er mir halt schonmal angeboten hat oder albere ein bisschen rum.
    Ich möchte einfach nur, dass er was mit mir macht. Und dass er sich traut Dinge auszuprobieren.


    Er soll einfach Spaß mit mir haben, sich trauen etwas auszuprobieren und keine Angst vor "Fehlern" haben.


    Ansonsten soll er Welpe sein - ganz frei und ohne irgendein konkretes Ziel.


    Ich möchte Hundesport machen und das soll auch vernünftig sein und gut aussehen. Aber das ist für mich einfach nicht alles.

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