Immer mehr Kinder/Jugendliche mit panischer Angst vor Hunden?!

  • ich hab's mit denen nicht so und stell mich da auch etwas an, habe keine Ahnung, wie man was kindgerecht sagt, wie man mit denen redet... und im Zweifel würde ich wsl zu grantig und böse sein.

    klingt ganz nach mir :pfeif:


    Ich find das aber etwas verantwortungslos von der Mutter.
    Klar hättest du es ihr gleich erklären können, aber die Mutter genau so

  • Einmal nicht hingeguckt, einmal versucht der Hund, die Brezel zu haschen- schwupp, ist es ein bissiger Hund...
    Ich hätte die Mutter schon darauf hingewiesen.

  • Einmal nicht hingeguckt, einmal versucht der Hund, die Brezel zu haschen- schwupp, ist es ein bissiger Hund...
    Ich hätte die Mutter schon darauf hingewiesen.

    Jo, vor allem könnte es bei Mia tatsächlich sein, dass auch paar kleine Kinderfinger dabei sind. :D Also natürlich nicht im Sinne von absichtlich beißen, aber beim Breze schnappen mal mit dem Zahn streifen... dann ist das Geheule groß...


    Die Mutter hat dann ja eben zu ihrem Kind gesagt, es soll den Hund nicht ärgern. Wegdrehen hat's in dem Fall also auch getan. :D
    Meistens bin ich einfach nicht in der Laune, mich mit solchen Menschen groß zu unterhalten... auch wenn's vielleicht richtig wäre... :ka:

  • Für mich hat sich bewährt mit Kindern ähnlich zu kommunizieren wie mit Hunden xD Also kurze, klare, einfache Sätze. Keine Fragen sondern eindeutige Anweisungen und bei korrektem Ausführen, verbales Lob :D

  • Ich hab grad mal überlegt, wann ich überhaupt mal Kinder mit Angst vor den Hunden hatte. Und dass ich das überlegen muß, sagt ja eigentlich schon alles. Ich bin sicher, es kam mal vor, aber an ein spezielles Ereignis kann ich mich nicht erinnern. Von immer mehr und häufig kann also überhaupt nicht die Rede sein.
    Ich erinnere mich an deutlich mehr Kinder, die aufgeschlossen und kontaktfreudig sind. Und leider auch an mehr Kinder, die ohne Bedenken, die Hunde regelrecht ärgern (wollen).

    so unterschreib ich das für hier auch.

  • In meiner Kindheit gabs einige ziemlich üble "Dorfhunde" - und entsprechend viele Kinder mit ausgeprägt Schiss. Ich erlebe es also umgekehrt.
    Bei Migrantenkindern schlägt manchmal noch die Kultur und Erziehung der Eltern/Großeltern durch, die Hunde oft halt eklig oder gefährlich finden. So wie meine Mutter das als Kind auch noch gelernt hat, nach dem Krieg auf dem Dorf in Deutschland. Da waren Hunde auch noch keine lieben Haustiere. Meine Mutter fand den Gedanken an einen Hund im Haus auch völlig absurd (bis wir dann dank mir einen hatten).
    Ich selbst hatte nach einem Beissvorfall als Kind extreme Angst vor Hunden, bis die angeborene Hundeliebe sich dann durchsetzen konnte. Allerdings nahm damals kein Hundehalter Rücksicht drauf. Inkl der mit dem Hund, der mich gebissen hat.


    Also: Früher war nicht alles besser, meine Meinung. Kein Stück.




    Ansonsten: Kinder sind auch Menschen, mit den meisten kann man ganz normal kommunizieren.

  • Hier haben wir beides und ich denke das kommt auch viel auf die Erfahrungen an die Kind und Erwachsene gesammelt haben. Negatives prägt sich jedem Menschen besser ein als Positives.


    Wenn ich an meine Kindheit zurück denke hat die Hundedichte definitiv zugenommen in der Stadt und neben den verantwortungsvollen Haltern gibt es auch immer noch die anderen.


    Wir hatten von Kindern die wie patschende Zombis auf uns zugelaufen sind bis zu welchen die auf die andere Seite gegangen sind alles dabei.


    Und wenn ich mir das hier im Park anschaue wo regelmäßig Hunde die Spaziergänger belästigen, Hunde kleine Kinder umbolzen weil sie an den Fußball wollen, oder die Enten jagen die gerade von den Kindern gefüttert werden, Hunde die Kinder auf ihren Rollern verfolgen (und sei es nur ein paar Meter aus neugier),... sind das einfach schlechte Erfahrungen die da gesammelt wurden.


    Hier bei uns ist das also recht ausgeglichen, richtig panische Angst haben wir hier nie erlebt, selbst mit Maulihund nicht, aber bei einigen doch deutlichen Respekt. Genausoviele waren aber auch sehr offen von unverschämt bis ganz nett.


    Bei den Jugendlichen war ganz klar ein Unterschied zu erkennen ob das Pilzchen seinen Maulkorb auf hatte oder nicht. Während die Mädels meist Mitleid mit dem "armen Tier" hatten, haben viele der Jungs sie wirklich geärgert und wollten sie mit Knurren und Bellen provozieren (halt auf dicke Hose machen). Hätte sie den Mauli nicht aufgehabt, hätten die das ganz sicher nicht getan.


    Und tatsächlich haben wir viele Mütter getroffen, die ihren Kindern erklärt haben das man erst vorher fragt und einen fremden Hund nicht einfach anlangt. Die haben dann nett gefragt und wenn Sunny wollte hat sie sich von denen durchpuscheln lassen, wenn nicht habe wir ihnen das erklärt und dann war auch gut. Aber halt auch die Mütter die ihre Kinder einfach zu uns geschickt haben, so nach dem Motto geh mal patschen.


    Ich erlebe hier beides als sehr ausgeglichen und würde das eher auf das individuelle Wesen des Kindes, und die gemachten Erfahrungen (ob nun positiv oder negativ) von Kind und Eltern zurückführen. Wie auch bei Spinnen,... dürfte sich die Angst von Eltern durch ihre Erfahrungen oder Nichterfahrungen auch auf die Kinder übertragen.


    Und wenn man das hier so sieht müssen die Nichthundehalter in der Stadt schon ziemlich tolerant sein, wenn man sich die täglichen Schauspiele die sich hier so ereignen ansieht.

  • Das ist nicht in den letzten Jahren schlimmer geworden. Ich bin als Kind vor über 30 Jahren gern mit unserem Boxer im Dorf spazierengegangen. Allein. Und habe mich darüber amüsiert, wie viele Kinder und Jugendliche außerhalb der direkten Nachbarschaft herzhaften Respekt hatten und vor uns geflüchtet sind.
    Das war natürlich arschig von mir und unverantwortlich von meinen Eltern, mich überhaupt mit dem nicht leinenführigen, keuchenden Riesenhund rauszulassen, aber so war es.

    Heute bin ich verantwortungsvoll mit einem nett aussehenden, gelben Labrador unterwegs und erlebe ab und an, dass ein Kind Angst hat. Die sind dann aber meist in einem Alter, in dem sie das Prinzip Leine noch nicht verstehen. Und haben IMMER Eltern dabei, die locker und informativ mit der Situation umgehen: "Keine Angst, der tut Dir nichts. Guckstu, der kriegt sogar einen Keks von der Frau, weil er so brav ist!"

  • Ich habe bisher immer die Erfahrung gemacht, dass es an der Erziehung durch die Eltern lag.


    Manche Kinder kommen und fragen ob sie streicheln dürfen, die Eltern sind entspannt, der Hund ist entspannt...alles super!
    Mit Kollegen war ich essen und hab Sheela dabei, kommt eine 7-Jährige und fragt ob sie streicheln darf.. klar los gehts... ihre Familie hatte wohl selbst zwei Hunde und so war sie den Rest des Abends bei uns am Tisch gesessen, hat sich zwischendrin auch mal die Leine geschnappt und ist seelenruhig mit Sheela durchs Lokal auf- und abmarschiert (nach meiner Einweisung) und hat mit ihr trainiert.
    (Natürlich würde ich das jetzt nicht mit jedem Kind machen und ich hatte die beiden auch immer im Blick, aber da hat es gepasst, die Kleine hatte Spaß und Sheela auch)


    Ein anderes Mal laufe ich mit angeleinter Sheela unsere Gassirunde, kommt mir eine Frau entgegen mit Kinderwagen und Kleinkind (Tochter) an der Seite, bleibt sofort stehen und spricht hektisch in strengem Ton mit der Kleinen, sie soll sofort hinter die Mutter gehen und stehenbleiben. Die Tochter erschrickt und bekommt Angst und versteckt sich hinter der Mutter... Hausgemachter Blödsinn, so wird die Angst eben anerzogen. Finde ich ganz furchtbar, sage aber grundsätzlich nichts, weil mich die Erziehung der anderen (egal ob Hund oder Kind) nichts angeht. Das muss ja jeder selbst wissen.


    Ich kann da keine Tendenz erkennen... es gibt halt solche und solche. Und wir nehmen´s wie´s kommt :smile:

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