Immer mehr Kinder/Jugendliche mit panischer Angst vor Hunden?!
-
-
Ich möchte hier mal noch die Perspektive eines Elternteils mit hundeängstlichem Kind beitragen
.
Mein Sohn hatte ca. zwischen dem 3. und dem 6. Lebensjahr eine sehr starke Hundephobie. Vermutlich ausgelöst durch einen Kratzer unserer Katze, das hat er vermutlich auf Hunde übertragen. Er hatte dann eine zeitlang Angst vor allen möglichen Tieren. Niemand von uns Eltern hat Angst vor Hunden, unsere Tochter hatte nie Angst vor irgendwelchen Tieren. Soviel zu "es liegt an der Erziehung".Wir leben in der Großstadt und der Anteil schlecht erzogener Hunde liegt meiner bescheidenen Meinung nach bei mindestens 50%. Mit schlecht erzogen meine ich: ungefragt an meinem Kleinkind hochspringen, es anschnüffeln, es abschlabbern, auf das Kind in vollem Galopp zurennen, Kindern auf dem Roller oder dem Fahrrad hinterherrennen und nach den Füßen schnappen
. "Nett" sind auch Hunde auf Spielplätzen oder auf explizit verbotenen Flächen oder natürlich unangeleinte Tutnixe, die auf mein Kind zugerannt kommen. Klar, die tun nix, außer halt angerannt kommen, aber das will ich eben auch nicht und es hilft kein bisschen, dem Kind die Angst zu nehmen.
Das erlebt man nämlich auch sehr, sehr oft. Und ich finde, es ist kein Wunder, wenn Kinder dann Ängste entwickeln. Für ein Kleinkind ist ein mittelgroßer Hund so groß wie eine Kuh für einen Erwachsenen. Und jeder, aber auch jeder Tutnix-Halter glaubt, dass ausgerechnet sein Fiffi die Hundeangst des Kindes heilen könnte. Ich habe außerdem eine Freundin mit einem autistischen Sohn, der eine sehr ausgeprägte Hundeangst hat. Man glaubt nicht, wer sich da alles berufen fühlt zu therapeutischen Ratschlägen.
-
- Vor einem Moment
- Neu
Hi
Schau mal hier: Immer mehr Kinder/Jugendliche mit panischer Angst vor Hunden?!* Dort wird jeder fündig!
-
-
Ich möchte hier mal noch die Perspektive eines Elternteils mit hundeängstlichem Kind beitragen
.
Mein Sohn hatte ca. zwischen dem 3. und dem 6. Lebensjahr eine sehr starke Hundephobie. Vermutlich ausgelöst durch einen Kratzer unserer Katze, das hat er vermutlich auf Hunde übertragen. Er hatte dann eine zeitlang Angst vor allen möglichen Tieren. Niemand von uns Eltern hat Angst vor Hunden, unsere Tochter hatte nie Angst vor irgendwelchen Tieren. Soviel zu "es liegt an der Erziehung".ich hatte auch Angst vor Hunden, meine Schwester dagegen war total hundeverrückt
-
Ja, es ist sicher nicht IMMER anerzogen.
Wenn es danach ginge, müsst ich zB echt Schiss vor Hunden haben... meine Mama hatte ja früher echt Angst vor Hunden, auch vor kleinen, lieben... und sie fand es entsprechend sehr uncool, wenn ich mit Hunden Kontakt hatte.
Trotzdem war ich schon quasi von Geburt an hundeverrückt und hab sehr gern Zeit mit dem Bernhardiner-Schäfer-Mix und dem Dobi-Schäfer-Mix von meinem Onkel verbracht, wo meine Mutter am liebsten eine Kontaktsperre verhängt hätte.Ich kenn zB auch eine, die Schiss hat vor Hunden, weil ihr Bruder als Kind mal gebissen wurde - er liebt Hunde dennoch, sie hat Panik.
Also ich denk mal, oft ist es Erziehungssache, teilweise aber auch einfach die Persönlichkeit des Kindes selbst.
-
Also ich denk mal, oft ist es Erziehungssache, teilweise aber auch einfach die Persönlichkeit des Kindes selbst.
Ja, ich denke auch - zudem übernimmt jeder die Ängstlichkeit der Elter anders. Das merke ich ja auch bei uns, wer was von unseren Eltern übernommen hat, je nach eigenem Charakter
-
Ich glaube, ich habe es irgendwann schon mal hier im Forum erzählt, weil mich die Situation total umgehauen hat:
Spuk (angeleint und direkt neben mir) und ich gingen auf einem schmalen Bürgersteig entlang, der Hund interessierte sich kein bisschen für seine Umgebung, denn die Einkaufsgasse interessiert ihn nicht sonderlich. Uns entgegen kam ein türkischer Mann, etwas hinter ihm liefen seine Frau und drei Kinder (zwischen sechs und zwölf Jahren, schätze ich). Der Vater sah Spuk, rief den Kindern auf Türkisch etwas zu und im selben Moment fingen sie alle drei an zu kreischen, fuchteln und heulen, sprangen vom Bürgersteig weg auf die Straße und klammerten sich an ihre hinterherspringende Mutter.
Ich war komplett überfordert mit der Situation und dachte nur, wenn da jetzt ein Kind unters Auto gekommen wäre, hätte ich wahrscheinlich durch die bloße Anwesenheit meines Hundes eine Anzeige am Hals.
Ein solches Verhalten kenne ich von früher nicht, wobei ich das wahrscheinlich gar nicht beurteilen kann, denn "früher" hatte ich einen reinrassigen Langhaarcollie in Lassie- Optik, dem eher alle Menschen, ob groß oder klein, um den Hals gefallen sind.Aber wenn ich darüber nachdenke, doch, ich erlebe meistens die zwei Extreme im Umgang von Kindern und Jugendlichen mit meinem Hund:
Entweder man hat panische Angst; diese wird z.T. durch kreischen und wegrennen zelebriert, oder man muss unbedingt an den Hund ran, anfassen, hinrennen, anbellen, sei es aus Interesse oder um ihn als Mutprobe zu ärgern. Einen total neutralen Umgang mit Hund erlebe ich bei Kindern so selten, dass ich in diesen wenigen Fällen die anwesenden Eltern anerkennend darauf anspreche.
Ich lebe übrigens in einer Kleinstadt. -
-
Hm. Dass Kinder aus dem Süden ängstlich oder panisch auf Hunde reagieren ist mir bisher null aufgefallen.
Eher das Gegenteil - die Jungs von der Dönerbude spielen fast täglich auf dem Kirchplatz Fußball, einer ist total verliebt in Hunde, aber weil die Dicke eh nicht so gerne angefasst wird, muß ich leider seinen Wunsch ablehnen sie streicheln zu dürfen und kann nur ein "tut mir Leid Blick" auf seinen sehnsüchtigen Blick erwidern.Auch die ganz kleinen Buggykinder mit (und auch ohne) Kopftuch Mama machen die -haben will- Geste mit ihren kleinen Händchen in Richtung Chili. Die Mütter und ich, wir lächeln uns meistens kommentarlos zu und jeder geht seiner Wege.
Junge Männer mit südländischen Wurzeln allerdings
...sie sehen doch oft etwas angespannt aus und ihre Mimik ist ganz lustig. Der Gang wird zwar aufrechter, aber die Augen zucken zwischen Hund und Frauchen hin und her, das sie einen Bogen um uns laufen fällt aus unserer Perspektive mehr auf, als dem jungen Mann wohl lieb ist hihi.
-
Der Kleine einer guten Freundin (2 Jahre alt) hat auch Angst vor Hunden. Bei ihm lag es daran, dass mal ein Hund ungestüm auf ihn, als er im Sandkasten am Spielplatz saß, zugerannt und ihm Essen aus der Hand geschnappt hat. Seitdem ist´s vorbei mit Hunden und er hat richtig Panik.
Lacky und er kommen aber recht gut zurecht. Lacky mag kleine Kinder eigentlich nicht so, und der Kleine eben keine Hunde. Dadurch, dass beide auf Distanz waren, haben sie die Angst voreinander verloren. -
Ich kenne zurückhaltende Kinder (die mag ich übrigens am liebsten), aber panisch und hysterisch schreiend heulende sind mir in den letzten dreißig Jahren HH noch nicht begegnet. Ob es unbedingt an der Umgebung liegt, kann ich so nicht bestätigen. Ich habe sowohl in der Großstadt gelebt, in der Kleinstadt und auch auf dem Dorf und das in verschiedenen Bundesländern.
Ich glaube vielmehr es liegt auch daran, wie man mit so einer Situation umgeht. Da ich nicht möchte, das Kinder auf meinen Hund zurennen und auch nicht umgekehrt, wechsel ich die Straßenseite oder gehe einen großen Bogen. Meine Tochter ist mit Tieren, vom Hasen bis zum Hund aufgewachsen, trotzdem habe ich ihr Respekt vor anderen Hunden beigebracht. Ist ein Unterschied, aber ein wichtiger. Sie hatte nie Angst vor Tieren, war aber zurückhaltend.
Viele Kinder wachsen mit multimedialer Überforderung in Sagrotan-Haushalten auf, da hat man weder Zeit noch Lust auf Tiere, die Arbeit und Dreck machen. Logisch, dass die mit Hunden nix anfangen können, aber deshalb hysterisch ausrasten? Nö, hab ich bisher nicht erlebt.
-
Ich habe bis jetzt kaum Kinder getroffen die richtig Angst hatten, ich gehe meistens aber Kinder auch aus dem Weg und wir wohnen auch im Dorf, hier haben viele Hunde und hier gehen auch viele Familien im Wald spazieren.
Obwohl Amy ein Maulkorb trägt finden viele Kinder sie sehr süss.
Ich habe mehr Probleme mit Eltern einige ziehen ihre Kinder sofort weg ,oder machen blöde Kommentare warum ich den mit einem Hund der einen Maulkorb trägt da lang gehen muss.
Allgemein habe ich mehr Erwachsene als Kinder getroffen die Angst haben ,auch mit den Hund von meine Schwiegereltern habe ich keine schlechte Erfahrungen gemacht ,ausser das manche Eltern auch panisch wurden obwohl Shaggy noch nicht mal geguckt hatte. -
Entweder man hat panische Angst; diese wird z.T. durch kreischen und wegrennen zelebriert,
Da ist aber auch viel Show (oder Ironie?) dabei. "Huch, ich hab ja solche Angst (*kicher kicher*)."
-
- Vor einem Moment
- Neu
-
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!