Der "Hunde arbeiten am Vieh" - Quatsch-Thread

  • So...dann schneie ich hier auchmal wieder rein...nach längerer Online-Abstinenz: Wenig Zeit und auch nicht so richtig Lust. :ops:


    Töchterlein und ich haben getrialt. xD


    Kopiere das mal aus meinem Thread hierher:



    Die Punkte habe ich aus den Ergebnislisten abgeschrieben :D , die wusste ich nicht mehr auswendig....merkt sich ja auch keiner.


    Letztlich ist das so ne Art Schmankerl obendrauf. Nach wie vor ist es uns am Wichtigsten, dass es daheim gut klappt. Und da haben besonders Töchterlein und Smile richtig tolle Fortschritte gemacht. Smile ist Ende April ja erst zwei geworden und hat praktisch erst mit über einem Jahr angefangen Interesse am Hüten zu zeigen. Vorher: "Schafe? Jo....ein Schaf! Und?" |)
    Als ich in den Osterferien 14 Tage mit meinen Jüngsten und einen Teil der Hunde im Urlaub war, hat Emily sich komplett alleine um die Schafe kümmern müssen. Das war super! Und hat toll geklappt, natürlich mit Smiley. Mein Mann war auch daheim (zusammen Urlaub geht wg. Hof und Firma nicht), aber es war eben Töchterleins "Job". Hat sogar zwei Lammungen "geschafft". :applaus: Sie hat dann zwar dennoch meinem Schäferfreund Bescheid gesagt, er kam vorbei und hat ihr "nur" erklärt, dass sie alles super gemacht hat. :applaus:



    Orca und ich hatten bisher ja noch nicht so recht "unsere Mitte" beim Hüten gefunden....mittlerweile sind wir nah dran. Ich habe ein paar Sachen geändert, manches ist deutlicher geworden (er ist ein Psycho...neigt zu Verhaltensstörungen, erinnert mich an Erzählungen über BCs), lässt sich dennoch -mit Umsicht- händeln.
    Und beim Hüten ist es für ihn ganz wichtig den Druck weg zu lassen bzw. klein zu halten (also von Mensch auf Hund, nicht Hund aufs Vieh) und -so blöde das klingt- so wenig Kommandos wie möglich zu nutzen. Er hat sofort ne extrem schräge Erwartungshaltung, sobald was kommandomäßiges kommt, deswegen steckten wir etwas fest. Mittlerweile klappt das alles richtig gut, er ist genial, ein mordsmäßig guter Arbeiter, sehr selbständig (ist ihm auch wichtig) und hat einen extrem guten Sinn fürs "arbeit erledigen ohne Ansage". Er "sieht", was ich will und macht es einfach. Das erinnert mich sehr an seine Mutter....auch wenn man ihr mal was sagen konnte. Und sie natürlich von Grund auf sehr sauber ausgebildet wurde. Bei ihm nutze ich eben ein paar Umwege, so dass es klappt bzw. Alltagsarbeit ist super. Das macht er einfach gut.
    Insgesamt ist er aber einfach kein "easy-going"-Hund. So toll er arbeitet und für mich zwar auch relativ leicht im Alltag händelbar ist (der Wohnlage sei Dank! :gott: )....ich denke, viele würden so einen nicht geschenkt haben wollen. Er ist schon
    manchmal ein bissel anstrengend. |)

  • @Nathy Das klingt ja toll!







    Von uns gibt es nicht viel zu berichten.
    Wir trainieren regelmäßig und machen immer wieder kleine Fortschirtte und dann wieder Rückschritte |)
    Sammeln fleißig gemeinsam Erfahrung und versuchen uns irgendwie zu einem Miteinander hinzuarbeiten.
    Richtige Arbeiten mache ich alleine, da Mori mir da leider noch nicht helfen kann, auch wenn ich es mir sehr wünsche.
    So sammel ich natürlich auch fleißig Erfahrung im Umgang mit den Schafis (betreue durch die Arbeit gerade drei kleine Herden), was mir ja auch zu Gute kommt. Ich kann sie schon schön entspannt vor mit her balancieren :D



    Letzte Woche haben wir das erste Mal an einer Truppe Bocklämmer von diesem Jahr trainiert. Coburger-Suffolk Mixe vom Betrien aus dem Januar. Die sind vielleicht schwergängig, Halleluja :dead:
    Das hat natürlich so seine Vor- und Nachteile ...
    Ein paar Handyfotos hab ich gemacht, die kann ich ja mal zeigen.
    Ansonsten bleiben wir weiter dran ...



  • Spock hat gestern die Lotte - ja, gerettet, muss man sagen:


    In der Herde hatte eine Kuh auf der Koppel verkalbt, Fötus vielleicht 6 Monate alt, noch nicht lebensfähig, und die Kuh stand wohl ziemlich bedröppelt dabei, so ziemlich in der hintersten Ecke der Koppel, nicht zu sehen vom großen Wiesenteil, so ähnlich wie auf dem von flying-paws eingestellten Maisstoppelacker-Video.


    Die Lotte hatte aber bemerkt, da ist noch was, und zockelte los zum Sammeln.


    Die Kuh muss wohl wie eine Furie auf den Hund losgegangen sein und drückte ihn in die Brombeeren und halb in einen Graben; Herrchen sah hinterher das Hundefell in den Dornen.


    Aber die Rettung mit spitzen Ohren war zum Glück gleich zur Stelle, obwohl er eigentlich selber ein gutes Dutzend Tiere aus dem Stück hinter dem Graben rausgeholt hatte und dazwischen Gebüsch, Draht, Graben, nochmal Draht und Brombeeren waren.


    Mein Freund erzählte hinterher, er hätte keine Ahnung, wie das Spitzohr so schnell zur Lotte gekommen war.


    Das ist typisch für ihn: zack, ist er da, schwupps, ist er weg.


    Caterina

  • Nicht sehr spektakulär sondern normaler Alltag, wenn man aktive Schafe, schlechtes Futter und nen Zaun mit wenig Saft drauf hat: Die Schafe stehen manchmal an völlig anderen Orten als man sie abgestellt hatte.


    Und wenn man einen Hund dabei hat, kann man das ganz entspannt sehen und die Mädels und Jungs auch ohne Leine fürs Leitschaf und Futtereimer zum Locken zurückbringen (wie noch bei unserem Umtrieb neulich).


    Langsam werde ich bequem - hat man mal nen Hund für sowas, will man es nicht mehr anders haben :D


    [Externes Medium: https://youtu.be/oi8hspmo8pE]
  • Mal wieder was von der "anderen" Arbeit am Vieh, der Bequemlichkeit halber als Zitat aus meinen Foto-Thread:



  • Hallo zusammen


    Ich hoffe ich bin hier mit meiner Frage nicht völlig falsch, da sie aber schon Hüti-spezifisch ist hab ich mir gedacht dass passt hier besser als im Welpen- oder Vollzeitarbeitsthread.


    Und zwar was ich so mitbekommen habe schreiben hier ja auch einige mit die die Arbeitshunde für zu Hause auf dem Betrieb haben. Nun wollte ich fragen wie ihr das in der Welpenzeit gemanagt habt mit Arbeit auf dem Hof und dem Welpi? War der von Anfang an überall dabei? Wie macht man dass das es ihm nicht zu viel wird?


    Hintergrund ist dass ich nun doch noch eine Hündin aus meiner Wunschzucht haben könnte. Zuerst schien dies für diesen Wurf nicht möglich da es schön genügend Resevierungen gab als ich mich erkundigte. Weswegen ich jetzt in der Zwischenzeit einem Job für den Herbst angenommen habe.
    Nun könnte ich Mitte Oktober den Welpen abholen, müsste dann aber mehr oder weniger direkt arbeiten, jedoch nur für 3 Wochen (Ablammsaison), danach hätte ich bis Anfang/Mitte Dezember alle Zeit der Welt, da ich dann höchstens mal ne Wochenendvertretung mache bis es dann wieder mit der Wanderherde losgeht.


    Nun ist es kein Problem sie da während dem arbeiten dabei zu haben. Nur macht es mir etwas Sorgen ob es ihr dann zu viel wird mit so vielen Schafen und allem und wäre darum sehr froh darum mal zu hören wie das andere so gehändelt haben.


    Vielen Dank fürs lesen und helfen :)

  • @Cherubina vielen Dank für Deine Antwort.


    Diese Möglichkeit ziehe ich natürlich auch in Betracht. Ebenfalls habe ich mich schon unter anderem bei der Züchterin erkundigt wie ich die Zeit möglichst stressfrei für den Welpen gestalten könnte falls ich sie doch vorher holen sollte. Und ich hatte gehofft mir hier durch die Erfahrung von anderen ein besseres Bild zu machen ob es machbar (und sinnvoll) wäre mit Welpe im Stall oder nicht.

  • Klar ist Welpe im Stall machbar, aber wenn du da wirklich arbeiten musst brauchst du einen "Parkplatz". Man kann ja nicht ständig darauf achten was der Pups macht und aufpassen dass er nicht unter die Räder oder Viehfüße gerät.
    Sumi hat sich beim einfach Mitlaufen nen gehörigen Stoß von nem Schaf eingefangen und die Schafe danach wochenlang gemieden. Besser man kann solche Erlebnisse vermeiden. Das bedeutet dann eben, dass man den Welpen auch mal wegpacken können muss, wenn die eigene Aufmerksamkeit woanders ist. Wenn du dort dein Geld verdienst, wird das ja eher die Regel, als die Ausnahme sein.


    Viel hängt dann aber natürlich auch von der Stallgestaltung ab. Kommt der Welpe nicht so ohne weiteres in die Buchten, kann weniger passieren. Steht das Stalltor immer offen muss man den Welpen im Auge haben. Beim Umtreiben, Muttern mit frischen Lämmern in die Stizbucht bringen etc. muss Welpe dringend aus den Füßen.


    Ach ja und dann bleibt die Frage, wie sehr sich der Kleine in der Umgebung hochpusht. Den ganzen Tag Schafen Auflauern tut nicht gut.

  • Danke für die ausführliche Antwort.
    Vom Stall her wäre es eher weniger ein Problem, es liesse sich sehr gut einen Bereich einrichten in dem sie nicht im Weg wäre und ich keine Angst haben müsste dass sie unter ein Schaf kommt.
    Das mit dem Hochpushen ist eigentlich meine grösste Sorge und auch dass ich da ja eigentlich auch ohne Welpen schon genug Arbeit habe.
    Darum habe ich mich entschlossen sie erst danach abzuholen, 3 Wochen mehr Vorfreude werde ich wohl auch noch überstehen :)

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