Alte Zuchthunde abgeben
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Weiß nicht, für mich macht das ein Züchter eben aus, das In-Generationen-Denken. Aber wie soll das funktionieren, wenn man nur eine einzige oder evtl. 2 hat und nie darüber hinaus kommt? Ich finds schwierig. Deshalb sind diese Züchter ganz bestimmt nicht schlecht (wie gesagt, mein eigener Hund kommt aus so einer Zucht! Und er ist super!) oder haben gar böse Absichten - aber ich sehe einen erfahrenen Züchter, der seine Hunde seit X Gernationen kennt, halt durchaus als Vorteil. Grade wenn man einen Zuchthund sucht. Man muss bei der Zucht ja nicht mehr Lotto als nötig spielen, aber das ist wohl Einstellungssache.
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Nein, @Nebula, ich bin da grundsätzlich voll bei dir. Ich möchte als Welpenkäufer (egal ob mit Zuchtgedanken oder für mich als Privatmensch) auch wissen, was ich potentiell bekommen könnte. Ich wollte jetzt auch nicht den Eindruck erwecken, dass ich gegen Züchter wäre, die mehrere Hunde haben. Auch habe ich gesagt, dass ich eine Abgabe aus genannten Gründen absolut verstehen kann, es aber für mich nicht in Frage käme.
Ansonsten denke ich, ist das hier einfach OT geworden. Es soll hier im Thread ja nun nicht darum gehen, wer welche Zuchtform gut oder schlecht findet und warum, sondern darum, was man davon hält, das alte Zuchthunde abgegeben werden, wenn sie nicht mehr in der Zucht verbleiben.
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Ein guter Züchter hat auch ein Plätzchen für seine Senioren.
Klar. Platz ist oft weniger das Problem, Geld auch nicht.
Leider hat auch ein Züchtertag nur 24 Stunden und viele Züchter haben noch nen echten Job. Und nein, es ist absolut nicht sinnvoll mal eben zig Jahre auszusetzen mit der Zucht bis die alten Hunde tot sind.Ein Züchter steht doch nicht allein da.
Also was in Züchterkreisen da manchesmal abgeht.. Da ist oft mehr Krieg als Frieden.
Oder wenn andere Züchter, nämlich die mit den vielen Hündinnen und eigenen Deckrüden, die seit zig Jahren sehr viel Aufwand betreiben, das Niveau für dein Zuchtziel schon sehr hoch angesetzt haben und Du nur noch darauf ein bischen aufbauen musst.
Yep, das isses nämlich!
Wir haben doch heute bei vielen Rassen ein breit gefächertes, aber dennoch hohes Niveau. Das fiel aber nicht vom Himmel, nein, das haben die Züchter mit vielen Hunden erarbeitet!
Vor 15 Jahren hat da noch kein Hahn nach gekräht wenn der Züchter 10 Hunde und mehr hatte, heute kauft da dich kein Mensch mehr weil alle total verblendet in sachen "Wie unmoralisch und auslastung und überhaupt!" sind und erwarten das der Züchter Raum und Zeit biegt, für jeden Welpen immer massig Zeit hat, nur wenige Hunde hat und bitte trotzdem gleichzeitig ein hohes Niveau.
Die eierlegende Wollmilchsau halt.
Realistisch? Nö. Mit der Realität im Zuchtgeschehen will sich der geneigte Käufer/Forumsuser nicht beschmutzen...-----------
Ich hatte ne ausgediente Zuchthündin. Kontakt entstand durch eine Züchterin hier in der Nähe.
Von der Hauptstadt bis nach Frankfurt sozusagen "Frei Haus" geliefert, der Fahrerin noch Geld fürs Benzin aufgenötigt, für den Hund garnix bezahlt.
Löle war traumhaft, eine Zicke ohne Ende und sie war für uns einfach perfekt. Sie hat hierhergepasst als wäre sie schon immer hiergewesen. Es ist ihrer Züchterin nicht leichtgefallen sie wegzugeben und wir hatten sehr viel Kontakt in der Zeit die Löle hier lebte.
Löle hat sich nach der üblichen Eingewöhnung hier sehr wohl gefühlt. Wir alle vermissen sie immer noch schmerzlich und sind dankbar das wir sie haben durften.
Sollte ich je wieder den Wunsch nach einem Papillon verspüren wird ihre Züchterin meine erste Anlaufstelle sein.
Und wer weiß, vielleicht habe ich dann wieder das Glück einen "ausgedienten" Hund zu bekommen. Einen Hund der sein Leben lang schon geliebt wurde, der ein großes Stück Herz vom Züchter mitnimmt.
Eine kleine Kostbarkeit die im alten Zuhause schmerzlich vermisst werden wird, deren Züchter sich aber der Verantwortung der Generationen stellt und darum sein geliebtes Herzblut auf gute Plätze gibt.Verwerflich ist daran nichts.
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Habe vor Jahren mal ein krasses Gegenbeispiel erlebt:
Bekannter Colliezüchter, an die 80 Jahre alt, hatte LHC, KHC, Shelties und Ziervögel.
Weil er keine seiner "alten" Hündinnen abgeben wollte, saß er mit 30 erwachsenen Hunden plus Welpen da!
Man kann sich vielleicht vorstellen, wie es dort aussah!
Da lobe ich mir einen Züchter, der seine Möglichkeiten realistisch einschätzt und sich auch mal von einem Hund trennt! -
Zitat von Sammaja
Ich finde halt ganz ehrlich, dass man ein Zuchtziel genau so auch mit einer einzigen Hündin (zu einer Zeit) verfolgen kann. Natürlich kommt man dann nicht so schnell voran als wenn man mehrere Generationen bzw. Hündinnen hat, aber muss man das denn immer, damit man "der Rasse etwas bringt"?Es geht in der Rassehundezucht mMn nicht um Geschwindigkeit. Und der Rasse etwas Gutes tun und ein entsprechendes Zuchtziel verfolgen (z.B. was das Ausdünnen von Erbkrankheit betrifft) kann ich auch, wenn ich keine 4-5 Hündinnen habe.
Naja, aber irgendwann ist das Sofa nunmal voll. Und wenn man dann mit dem züchten immer wartet, bis genug Althunde und gegebenenfalls nicht zuchttaugliche jüngere Hunde weggestorben sind, das man wieder mal einen behalten kann, den man dann im besten Fall (aber auch lange nicht sicher) zuchtfähig kriegt, dann sind eventuell irgendwann die eigenen Nachzuchten aus dem zuchtfähigen Alter wieder raus, bevor man nen Wurf machen konnte.Mit jedem Wurf praktisch wieder ganz neu beginnen zu müssen ist ja auch nicht Sinn und Zweck von Zucht (in meinen Augen).
Zitat von SammajaWarum muss man denn als Züchter ein super-duper hoch gestecktes Zuchtziel haben, um "etwas Relevantes zur Zuchtgeschichte beizutragen"? Muss jeder immer direkt die Welt verändern wollen, um nicht als Züchter abgewertet zu werden?
Das ist nämlich das Gefühl, das ich bei Beiträgen dieser Art bekomme.
Züchtet denn jeder gute Züchter dann nur, weil er etwas verändern will das er nur über mehrere Generationen ansatzweise erreichen kann?
Das die Rassen ständig im Wandel sind ist mir schon klar, aber es liest sich ständig so, als sei jemand, der sich als Zuchtziel steckt die Gesundheit der Rasse zu verbessern oder zu erhalten und einen bestimmten (gesunden) Typ der Rasse aus seiner Zucht hervor zu bringen direkt weniger Wert als jemand, der einen revolutionären Zuchtgedanken hegt. Und diese Sicht auf die Dinge gefällt mir überhaupt nicht.
Ich weiß nicht ob das mit der jeweiligen Rasse zusammen hängt. Vermutlich ist es das. Denn wie viel Aufwand hinter so einem Zuchtziel steckt hängt ja nunmal auch immer - wie du schon sagst - mit der Basis zusammen die man innerhalb der Rasse bereits hat.Naja, Gesundheit und konstanter Typ sind ja nun keine Kleinigkeiten! Um das überhaupt zu erhalten, geschweige denn zu verbessern, arbeiten viele Leute schon recht hart über ziemlich viele Hundegenerationen, ganz ohne den Wunsch ihre Rasse dabei noch revolutionär umzuformen.
Dafür allein muss man uU schon mehr machen, als nur alle Jubeljahre mal einen Wurf und dann wieder 5 Jahr nix und dann nach weiteren 6 Jahren wieder mal nen Wurf mit ner zugekaufte Hündin (weil die eigene Nachzucht, die man behalten hatte, dann doch gesundheitlich nicht ok war...) usw usf_______________________________________________________
Ich selber würde das nicht so schwarz/weiß sehen was da ok ist und was nicht, es gibt bei dem Thema jede Menge Graustufen.
Es ist mir schon wichtig, dass der Züchter, wo ich einen Hund kaufe, mir auch menschlich einigermaßen sympathisch ist. Man muss nicht bff's sein, aber zumindest sollte man auf den Menschen nicht herabsehen müssen oder sich nur über ihn aufregen oder so.Jemand, der ne Hündin nach erreichen der Altersgrenze nach der Maximalanzahl an Würfen an den ersten vertickt, der an der Tür klingelt, das wäre nicht meine Adresse.
Jemand, der nach ein oder zwei Würfen mit einer Hündin sagt, dass die Nachzucht genau das ist, was er für die Weiterzucht wollte, er aber mit den Nachwuchshündinnen und den schon vorhandenen Senioren einfach zu viele Hunde hat, die auch noch alle viel besondere Aufmerksamkeit haben müssen (Junghunde und Seniore halt), und sich deshalb entschließt, für die aktuelle Zuchthündin besser ein neues Zuhause zu suchen, solange sie noch im besten Alter ist und es einfach ist, jemand für sie zu finden... kann ich voll verstehen.
Würde ich wahrscheinlich selber nicht über's Herz bringen, aber ich find's bei anderen auch nicht schlimm, solange da genauso sorgfältig nach Käufern gesucht wird wie bei nem Welpen. Ich kenne einige Leute, die so an wunderbare Hunde gekommen sind und wo auch immer noch ein freundschaftlicher Kontakt zum Züchter besteht.
Wie bordy schon sagte, man kann kann ja nicht einerseits den Leuten empfehlen "Du, wenn du einen erwachsenen Hund einer bestimmten Rasse willst, frag doch mal bei Züchtern nach, ab und zu sind mal erwachsene Hunde oder Junghunde mit kleinen Fehlern abzugeben!" und so weiter, aber dann die Züchter verurteilen, die diese tollen Hunde abgeben...
Außerdem bin ich ein großer Freund von Zuchtmiete und Miteigentümerschaft (das wäre z.B. im obigen Fall eher meine Lösung, ich würde wohl versuchen, Co-Owner für die Junghündinnen zu finden statt die Mutti abzugeben).
Die Züchterin von meinem Rüden macht das viel - sie kann sich (genau wie ich wahrscheinlich) auch von keinem ihrer Hunde trennen und hat auch noch zwei Hunde mitlaufen, die nie zur Zucht gedacht waren bzw aus gesundheitlichen Gründen nicht geeignet sind, will aber trotzdem ihre Zucht mit ihren eigenen Nachzuchten fortführen.Bei meinem Rüden hat sie den Vater zusammen mit einer anderen Person aus dem USA nach Skandinavien importiert.
Die Mutter war aus eigener Zucht und stand im Mitbesitz (nach dem einem Wurf, so war es vertraglich vereinbart, geht die Hündin vollständig in den Besitzer der Miteigentümerin über).
Aus dem Wurf, wo mein Hund raus ist, sind... puh... ich glaub 4 von 6 Welpen in Mitbesitz, aus dem davor 2 von 4. Behalten hat sie jeweils keinen - Platzmangel, zu viele Senioren im Haus...Es wird natürlich nicht aus jedem dieser Welpen auf jedem Fall Nachzucht geben, sondern man muss nunmal erst abwarten, wie die sich entwickelt und auch, wo es dann letztlich zwischenmenschlich zu dem Zeitpunkt, wo es ernst werden würde, immer noch alles stimmt. Miteigentümerschaft ist ja leider auch sehr tricky in der Hinsicht und genau deswegen kann ich eben auch den Züchter verstehen, der seinen Nachzucht lieber im eigenen Haus behält und, wenn er schon einen weggeben will/muss, die erwachsene Hündin abgibt. Denn wenn die Miteigentümer blocken, dann geht gar nix mehr und man hat uU viel, viel Geld und jahre-/bzw generationenlange Zuchtarbeit im Nix versenkt.
Aber mit Zuchtmiete haben dann ja viele auch wieder ein grundsätzliches Problem.
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ch muss @Quebec recht geben.
Ich bin gerne romantisch.
Und mir ist auch einfach das "Zucht voranbringen" nicht wichtig.JEDEM hier sollte das "Zucht voranbringen" wichtig sein. Das ist doch genau das, wofür man für einen Welpen vom Züchter bezahlt. Jeder, der bei einem "verantwortungsvollen" Züchter kauft wünscht sich doch einen gesunden Hund, und wenn jemand einen Hund aus "Leistungslinien" will dann muss doch an irgendeinem Punkt auch auf Leistung selektiert werden.
Gutes Züchten ist für mich in erster Linie das Voranbringen der Rasse. Ein Züchter muss ein Zuchtziel haben und dann streng danach auswählen. Die Auslese ist fast der wichtigste Teil der Zucht, und das geht mit 1 oder 2 Hündinnen, die man ihr Leben lang behält, einfach nicht. Und da ist noch nicht mal mitgedacht, dass ja auch irgendjemand die Rüden haben (und bis an ihr Lebensende behalten) muss. Eine vernünftige Zuchtauswahl und alle Hunde behalten, das passt irgendwie einfach nicht.
Das heisst ja nicht,dass man als Züchter nicht "besondere" Hunde, die einen grossen Einfluss auf die Linie hatten, bis ans Lebensende behält.Was, wenn ein junger Hund nach der Aufzucht nicht das ist, was sich der Züchter versprochen hat? Oder wenn ein Hund einen oder zwei Würfe hatte und der Züchter mit der Nachzucht nicht zufrieden ist? "Qualifiziert" sich nicht jeder Hund, den man aufnimmt, für einen Lebensplatz?
Mir persönlich ist es lieber, ein Züchter hat ein gutes Konzept, versteht was von Genetik und wählt seine Hunde sorgfältig aus, als dass er Alles behält.
Für Leute, die in erster Linie einen Familienhund fürs Leben wollen, aber evtl auch gerne mal Welpen hätten gibt es genug Platz. Viele Züchter wären z.B. froh drum, wenn sie vielversprechende Hunde mit einer Zuchtvereinbarung abgeben können, die sie dann (falls sie sich gut entwickeln) weiter für ihr Programm nutzen können. M.Mn. wäre das der bessere Weg, als der Versuch mit 1-2 Hündinnen ein Zuchtprohramm aufzustellen.
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Ich persönlich präferiere übrigens zwischen Züchtern die Hunde sammeln und solchen die Hunde regelmäßig abgeben noch eine ganz andere Möglichkeit.
Man platziert Hunde die interessant sind bei zuverlässigen Bekannten bei denen man sie im Blick hat, hat selbst eine Hundeanzahl der man auch gerecht wird und nimmt die andern dann in Zuchtmiete.
Das wäre auch meine bevorzugte Variante.Prinzipiell habe ich kein Dilemma damit, wenn man Zuchthunde abgibt, sei es weil sie sich anders entwickelt haben als erwartet (evtl. sogar zuchtuntauglich) oder wenn man einen jungen gesunden Hund nach ein, zwei Würfen abgibt.
Wo es für mich aufhört ist, wenn jeder Wurf bis zum Stichtag aus der Hündin rausgequetscht und dann nur die "Produktionsmaschine" ausgetauscht wird, um keinen nutzlosen Fresser im Haus zu haben.
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Bin ich voll bei der, @Marula. Auch bei mir wird mit Sicherheit irgendwann eine Nachzucht meiner Zuchthündin bleiben. Wobei das ja alles noch Zukunftsmusik ist und noch zu weiten Teilen in den Sternen steht.
Ich gehe auch davon aus, dass sich meine Sicht auf die Zucht verändern wird, wenn es dann bei mir auch "ernst wird" und ich weiß natürlich noch nicht einzuschätzen, in wieweit meine Sicht auf die Hundehaltung an sich sich dann ggf. ebenfalls verändert.
Ich habe ja auch mehrfach gesagt, dass ich per se überhaupt nichts dagegen habe, wenn ein Züchter eine nicht zutaugliche Hündin abgibt. Ich bin ja auch keiner der Menschen, die sofort aufschreien, wenn sich jemand von seinem Hund trennt, weil es für alle Beteiligten das Beste so ist.
Ich bin einzig und alleine kein Fan davon, wenn alte Zuchthündinnen nach Ende ihrer Zuchtlaufbahn einfach abgegeben werden. Ich habe ja mit keinem Wort erwähnt, dass das üblich wäre. Ganz im Gegenteil. Ich kenne persönlich keinen einzigen Züchter der das tut und ich denke auch nicht, dass das irgendwo die Regel ist.
Genau so wenig denke ich in Schwarz/Weiß. Wobei ich mich da jetzt auch nicht angesprochen gefühlt habe.Nichtsdestotrotz hinterlässt es einfach einen bitteren Nachgeschmack, das hier sehr viel nicht nur gerechtfertigt sondern sogar lobpreist wird, weil es halt "einem Zuchtziel dient, dass die Zuchtgeschichte relevant beeinflusst".
Es gibt sowohl "große" Züchter mit vielen Hunden, die aber auch kein revolutionäres Zuchtziel verfolgen als auch kleine Züchter mit wenigen Hunden, die etwas verändern wollen. Zumindest es das bei "meiner" Rasse der Fall. Nur weil ein Züchter viele Hunde hat, ist er nicht automatisch Gold wert für die Zucht und weiß genau was er da tut und züchtet.
Natürlich kann ich mit einer einzigen Hündin nichts wahnsinniges verändern. Das ist mir absolut bewusst. Aber warum muss ich das, um "züchten zu dürfen"?Ich werde meine persönlichen Zuchtziele hier jetzt nicht ausbreiten. Gehört hier ja auch gar nicht hin. Aber das Argument: "Ich will als Welpenkäufer halt wissen was ich kriege." ist auch irgendwie... na ja... mau? wenn es im gleichen Atemzug aber heißt: "Na ja, auf die Stammbäume kann man ja nichts geben, muss ja nicht heißen, dass die Welpen dann auch typisch sind."
Ja, eben. Aber dann bringen mir auch zig Generationen beim Züchter selbst genau gar nichts, weil der Welpe eben trotzdem ganz untypisch für die Linie sein kann.
Ich verstehe absolut wo das her kommt. Ich möchte auch wissen was ich bekomme, wenn ich mir einen Hund vom Züchter hole. Aber gerade wenn ich Zuchtgedanken habe schaue ich mir doch die Vorfahren der Hunde an. Und ich kenne kaum einen Züchter der mehr als 3 Generationen der selben Linie unter einem Dach hat. Und dann ist das meistens auch ausschließlich die Seite der Mutterhündin und immer nur ein einziger Hund aus den entsprechenden Würfen. Für die Geschwisterhunde usw. usf. muss ich dann "suchen" um auch Feedback von ihnen zu bekommen. Denn da wären wir wieder dabei: Wie viel sagt denn ein einziger Hund aus einem Wurf darüber aus, was die jeweilige Hündin eventuell an ihre Welpen vererbt?Ich will hier überhaupt nichts schlecht reden oder Züchter verteufeln oder verurteilen, die eben auch mal einen Hund aus gewissen Gründen abgeben. Das tue ich auch bei Privatleuten nicht, schließlich gibt es einfach Gründe, da ist es für alle Beteiligten das Beste, wenn der jeweilige Hund ein tolles, neues Zuhause bekommt. Stehe ich absolut zu. Aber dieser Gedanke einen Hund auszurangieren wenn er zu alt ist für die Zucht, damit eine andere Hündin nachrücken kann, gefällt mir einfach nicht. Das mag ja jeder sehen wie er will, da will ich auch gar keinem reinreden. Aber meine persönliche Art wäre es einfach nicht. Und wenn das bedeutet, dass ich ein schlechter Züchter wäre, weil ich im Zweifelsfall (!) meine Linie aufgeben müsste, damit ich keinen meiner Hunde (und ja, die gehören für mich als Hunde zur Familie) abgeben muss, weil ich mir einfach nicht mehr Hunde erlauben kann, dann ist das so. Ich stelle meine Zuchtziele nicht über das Wohl meiner Hunde. Wenn ich dann in den Augen einiger Menschen ein schlechter Züchter bin, dann ist das so. Aber alleine anhand dieses Aussage von mir direkt auf meine Zuchtziele und -gedanken zu schließen und mir vorherzusagen, dass ich meiner Rasse so mehr oder weniger nur ein Klotz am Bein wäre, ist schlichtweg Unsinn. Das hat auch überhaupt nichts mit romantischen Ansichten zu tun.
Edit:
Regula: "Mir persönlich ist es lieber, ein Züchter hat ein gutes Konzept, versteht was von Genetik und wählt seine Hunde sorgfältig aus, als dass er Alles behält." - Aber genau das ist doch der Punkt: Das schließt sich für mich in keinster Weise aus. Warum soll jemand mit wenigen Hunden gleich weniger Ahnung von der Materie haben?Aber gut, wie gesagt, dass gehört hier nicht her. Entsprechend ist das auch mein letzter Text hier zu diesem Thema. Vielleicht diskutieren wir zu gegebener Zeit mal an einer anderen Stelle weiter. Vielleicht habe ich bis dahin auch etwas andere Ansichten und eigene Erfahrungen gemacht und kann dann auch einige Ansichten besser verstehen.
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Hm, ich dachte eigentlich, dass bei einem Züchter eine gewisse Fluktuation üblich ist. Wie will er denn züchten, wenn er alles behält, was er gekauft und selbst gezüchtet hat? Auch bei Katzenzüchtern kenne ich das so, dass sie ein, zwei Senioren haben und was aus der Zucht sonst so rausfällt, wird kastriert und abgegeben. Etwa solche, die sich als Einzeltiere erweisen oder auch solche, die sich aus genetischen/medizinischen Gründen nicht eignen. Oder man stellt auf eine andere Farbe/Linie um und gibt einige Zuchttiere an befreundete Züchter. Oder man hat aus zuvielen Würfen ein Jungtier behalten und hat Platzmangel.
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Das einzige, was ich an einem Züchter, der nur begrenzt Platz für seine Hunde hat und keinen Althund abgibt, kritisieren würde ist die Tatsache, dass die eine Hündin,die man behält dann meistens auf Teufel komm raus zuchttauglich sein muss, einfach weil es eben die einzige Chance auf Weiterzucht ist, auch wenn evtl. eine andere Hündin besser geeignet wäre, man die aber abgegeben hat.
Andersherum hat es für mich einfach irgendwie einen fahlen Beigeschmack, wenn die ehemaligen Zuchthunde dann abgegeben werden, auch wenn sie einen guten Platz bekommen, ich denke da zu sehr als Hundehalter schätze ich. -
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