Alte Zuchthunde abgeben
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Hach ja... wie immer und überall ist eben nicht alles schwarzweiß, es gibt immer Grauzonen. Letzten Endes muss jeder für sich selbst abwägen, bei welchem Züchter er kauft.
Ich persönlich finde, man muss auf jeden Fall den Charakter des Hundes dabei betrachten. Für den Großteil der Hunde gilt sicher, was hier schon erwähnt wurde: Wenn er in ein neues liebevolles Zuhause kommt, gewöhnt er sich um. Aber es gibt auch Individuen, die das nicht tun. Das sind die Hunde, die ihre Familie über Meilen hinweg suchen, die wochenlang nur trauern und quasi dahin siechen ohne ihre Bezugsperson. Von ersterer Art gibt es zweifelsohne mehr Hunde als von der zweiten. Aber ich muss meinen Hund kennen, um zu wissen, ob ich ihm mit einer Abgabe einen Gefallen tue.
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Ich muss auch sagen, es ist für viele Menschen ja auch ein Gewinn einen erwachsenen Hund vom Züchter zu bekommen. Hier zieht garantiert kein Welpe mehr ein und ich kenne auch andere denen es so geht.
Da kann es doch ein Mehrgewinn für beide Seiten und auch den Hund sein, wenn ein neues Zuhause gefunden wird.Solange nicht die Einstellung 'Hauptsache weg' besteht, habe ich damit wirklich nicht so ein großes Problem.
Ich selber könnte es nicht, würde aber auch nicht pauschal verurteilen.
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Erst kürzlich selbst erlebt im Bekanntenkreis :
Nachzuchthündin gekauft , laut Gentests absolut gesund, erster Wurf mit drei... alle Welpen aus unerklärlichen Gründen mit schweren Augenfehlbildungen geboren.Sehe ich nichts verwerfliches daran, sich als Züchter von so einem Tier zu trennen.
Interssant ist ja immer dass es vollkommen in Ordnung ist Hunde abzugeben, weil sie Aufgaben nicht erfüllen, die die Kritiker selbst für wichtig halten.
Der FamilienHund der Frauchen oder die Kinder nicht mag , darf weggegeben werden und es wird zu dem mutigen Schritt nich beglückwünscht. Gibt der Züchter den zuchtuntauglichen Hund weg oder der Jäger den ungeeignet Jagdhund, ist das herzlos und zu verachten.Und bevor das Argument wieder kommt, ich rede wie schon einmal gesagt, nicht von denen, die mit Hunden mit Minimalzuchtstandard so viele Würfe produzieren wie möglich und dann ihre Produktionsmaschine auswechseln.
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Hauptsächlich deshalb, weil irgendwer daher kommt, nur den Eingangsbeitrag gelesen hat und dann schreibt, wie schrecklich eine Abgabe von Zuchthunden ist.
Ich finds ja amüsant...
Vielleicht lesen diese Leute ja den ganzen Thread und vertreten trotzdem eine andere Meinung.
Das Forum lebt von unterschiedlichen Sichtweisen. Wenn wir alle einer Meinung wären, bräuchten wir derartige Diskussionsthreads nicht. -
Ich wundere mich ein wenig wie emotional die Meinungen hier zu dem Thema sind.
Aus meiner Sicht hat Rassezucht ganz andere und viel größere Probleme als das Züchter ihre alten Hündinnen abgeben.Wenn man bei solchen Details mit Moral kommen will müsste konsequenter Weise die ganze Rassezucht ablehnen. Zumindest in der Form wie sie in der Regel bei Mode- und Familienrassen angelegt wird. Da geht es überwiegend nur noch um Anatomie und Fellfarbe. Gesunde, wesensfeste Tiere werden aus der Zucht ausgeschlossen weil sie optisch der Schöneitelei des Meschen nicht in den Kram passen. Dies verringert unnötig den Genpool und erhöht den Inzuchtskoeffizienten. Rassetypische Krankheiten sind deswegen vorprogrammiert und auch in fast jeder Rasse zu finden.
Aus völlig falschen Idealen und sicher oft auch absolutem Unwissen über gentische Vorgänge verbieten die Vereine dann Fremdeinkreuzungen obwohl man dadurch die Gesundheit wesentlich leichter erhalten könnte. Alles muss genormt und vorgeformt sein - der Hund von der Stange quasi . Und bitte möglichst "reinrassig" - was auch immer das heißen soll, ein wissenschaftlicher Begriff ist es jedenfalls nicht.
Die Dinge auf die es eigentlich ankommen sollte - Wesen und Gesundheit - nehmen viel zu oft auf dem Rücksitz platz und genau das macht die Zucht der meisten Showlinien und Familienhunden für mich ablehnenswert und nicht kompatibel mit meinem Tierschutzgedanken.
Dagegen empfinde ich die Abgabe einzelner Tiere - zumindest wenn man dabei auch die Interessen des Tieres beachtet - weniger problematisch.
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Ich hab bisher auch den gesamten Thread gelesen und bleibe trotzdem bei meiner Meinung.
Genmaterial, Ausschuss, Zuchtgedanke, Zuchtziele usw hin oder her. Wer regelmäßig seine ausrangierten Hündinnen abgibt, weil die nicht mehr gedeckt werden dürfen oder können und wer seine Hunde als Pflasterstein auf dem Weg zu hehren Zielen ansieht, von dem kaufe ich keinen Hund. Da weiche ich auch nicht von ab, egal wie hochtrabend so mancher Züchter seine Ziele definiert und was er ja alles auf diesem Weg zum perfekten Hund opfert.Ich hole mir den Hund da, wo er in erster Linie Familienmitglied ist und wo ich weiß, dass die Hunde auch in der Zeit, in der sie nicht zur Zucht benutzt werden, genauso gehalten werden, wie es meiner Haltung entspricht. Da ist es mir recht egal, ob ich damit nicht das Ziel fördere "meine" Rasse zu verbessern und zu fördern und was weiß ich. Ich kriege doch als normaler Halter eh nur den Ausschuss-Welpen
Wer meint, allein die Welt verbessern zu können, scheint eh nicht so ganz auf dem richtigen Weg zu sein. Ein Züchter allein kann natürlich nur was drehen, wenn er am Stück produziert und eine große Zahl Hunde und dementsprechend eine hohe Fluktuation hat. Dann können wir aber auch gleich wieder Puppymills etablieren, das geht am schnellsten.
Wenn ein Züchter nicht in einer Gemeinschaft verkehrt, die sich unisono für ein bestimmtes Zuchtziel ausspricht, steht man so oder so auf recht einsamen Posten da.
Vielleicht sollte man deswegen auch einfach von dem Gedanken abkommen, dass man als Züchter den nonplusultra-Hund erschaffen kann, wenn man nur genug Geld, Mühe und "Genmaterial" in möglichst kurzer Zeit investiert, um seine "Ziele" möglichst immer weiter voran zu treiben.Ich finde es immer sehr befremdlich, wenn man sagt: Züchter leben nicht für das Individuum, sondern für die Rasse und möchten diese voranbringen.
Vielleicht sollte man dann überlegen, wieso man überhaupt noch Hunde hat. Denn mit meinem Bild von Tierhaltung geht das einfach nicht einher. Wenn sich wirklich nichts verändert, außer dass die Hündin nicht mehr werfen darf, und nur DAS der Grund ist, um einen Hund wegzugeben, dann möchte ich von dieser Person kein Tier haben.Insbesondere auch in der Hinsicht, dass Züchter auch Interessenten sehr gern jede mögliche Lebenssituation ausfragen und genau wissen möchten, was man tun würde, um den Hund dann nicht abzugeben und ob es einen Plan B gibt. Das fände ich zu scheinheilig.
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[...]
Einen jungen Hund abzugeben, also auch einen mit 5, 6, 7 Jahren finde ich bei einem Züchter nicht so bedenklich, wie einen Hund abzugeben, der schon 12 oder 13 ist. [...]Ich kenn zum Glück keinen, der Senioren in dem Alter ohne wirkliche Not (schwere Krankheit des Züchters oder eines Familienmitgliedes z.B.) umplaziert. Die Fälle, wo ich es im weiteren Bekanntenkreis mitbekommen hab, da ging es überall entweder um Junghunde, wo noch vor dem Zuchteinsatz irgendwas nicht gepasst hat, oder um Hunde im besten Alter, so zwischen 3 und 6 Jahren ungefähr.
Die Charaktereigenschaft fällt ja nicht einfach so auf einmal weg. Wenn, dann hatte so ein Hund/Welpe bereits einen merkbaren Mangel: ein Kenner/Züchter der Rasse behält bei bester Schönheits-Veranlagung keinen wesensschwachen Welpen und führt ihn zur Zucht ran, oder nimmt so was in die Zucht auf.
Ein Züchter sollte so viel Sachkenntnis haben, dass er seinen Welpen zielsicher aussuchen kann und im Alter von 12 Wochen Mängel erkennen sollte.
Züchter, die ihre Würfe tagtäglich verfolgen, sich mit den Welpen beschäftigen, sind durchaus urteilsfähig.
Sorry, aber das ist doch utopisch. Ganz davon abgesehen, dass schon allein die "einfache" Exterieurbeurteilung schwierig sein kann und sich nicht immer der Welpe zum schönsten Erwachsenen auswächst, der mit 8-10 Wochen am vielversprechendsten aussieht und das sich auch das Wesen noch erheblich verändern kann, haben andere ja schon einige Beispiele dafür genannt, was bis dahin sonst noch alles schiefgehen kann:
Beim Zahnwechsel kommt es zu Problemen (persistierende Milchzähne, Fehlstellungen, fehlende Zähne), Röntgen ist mit +/- nem Jahr nicht so gut wie erhofft, der Hund entwickelt irgendwelche gesundheitlichen Probleme von denen keiner weiß, ob sie erblich sein könnten oder nicht, bei der Ausbildung stellt sich raus, dass die rassetypischen Anlagen doch nicht so ausgeprägt sind, wie man gehofft hat, wenn's dann mal soweit ist mit dem Zuchteinsatz, findet man raus, dass die Hündin z.B. ne Gelbkörperschwäche hat und immer wieder auf der Hälfte der Tragzeit den ganzen Wurf resorbiert oder dass der Rüde zwar erfolgreich deckt, aber leider nicht genug lebensfähige Spermien hat...Ich hab in den letzten sechs Jahren intensiven Kontakt mit der Züchterin meines Jungrüden und seit einem Jahr mit einer anderen Züchterin, von der ich gern einen Welpen genommen hätte, wenn einer der beiden Würfe letztes Jahr was geworden wäre.
Da hab ich recht eindringlich miterlebt, dass das alles leider nicht immer so schön linear funktioniert wie man sich das denkt, das man sich x Junghündinnen anschafft, die zuchtfertig macht, dann und dann den Wurf hat, so und so viele Welpen behält, so und so viele Jahre später mit dieser eigenen Nachzucht den nächsten Wurf usw, so dass man am Ende dann immer ne passige Anzahl Nachwuchshunde, aktive Zuchthunde und Seniore auf der Couch hat.Es entwickeln sich zugekaufte und eigene Hunde nicht so wie man hoffte, sie werden krank, sie werden nicht "auf Kommando" tragend, es stirbt ein ganzer Wurf an Herpes, es wird einer überfahren oder stirbt nach nem freakigen Unfall im Freilauf, man selber wird krank und kann daher 2 oder 3 Jahren nicht züchten und wenn man dann wieder kann, ist die Hündin zu alt... usw usf.
Ich denke gar nicht, dass man NUR weiterkommt in der Zucht, wenn man Hunde nach ihrer Zuchtkarriere abgibt, dafür kenne ich zu viele gute Züchter, die das nicht machen. Aber dann hat man halt unter Umständen auch mehr Hunde, als hier als optimal gesehen wird - bei den Windhunden haben ja viele normale Liebhaber ohne Zuchtabsichten schon 4-6 Hunde, Züchter haben oft das doppelte oder (teils deutlich) mehr.
Oder man arbeitet viel mit Miteigentümerschaften und Zuchtmiete (wo ich an anderer Stelle im Dogforum aber auch schon gelesen hab, dass das für viele völlig unvorstellbar wäre ihre Hündin für einen Wurf zum Züchter zurück zu geben), aber das ist halt auch nicht einfach wegen dem zwischenmenschlichen Faktor und weil es zum Beispiel auch gut sein kann, dass die Leute einem das Blaue vom Himmel versprechen was sie mit dem Hund machen wollen an Ausstellung, Ausbildung und Sport und dann passiert genau gar nix damit.
Wenn man als Züchter einmal nen tollen Hund in Miteigentümerschaft abgegeben hat, der dann auf dem Sofa dick wird und nie wieder gesehen ward, dann überlegt man sich das auch zweimal...Ich würd's nur nicht kategorisch ausschließen, bei einem Züchter zu kaufen der auch MAL nen erwachsenen Hund weggibt, solange ich nicht das Gefühl hab, er macht das regulär um sich alte Hunde einfach & schnell vom Hals zu schaffen.
Da sollte man drüber reden können, auch das macht ja nen ordentlichen Züchter aus, dass er einem auch auf bohrende Fragen ne schlüssige Antwort geben kann. Wenn ich da zu 6 Hündinnen 6 mal höre "Ach, sie wollte mit 7 Jahren auf ein Mal nicht mehr im Rudel leben, haha, so sind sie halt, komisch, oder?!" und da kein einziger Seniorhund auf der Couch dösen würde... ich würd skeptisch werden. -
@Czarek: Ist doch völlig in Ordnung, wenn du nur bei kleinen Züchtern kaufen willst, die einfach mal so einen Wurf machen, weil sie halt zufälligerweise eine passende Hündin haben. Gibt ja genügend davon, die sich Mühe geben dabei, und die meisten "Endverbraucher" suchen ja nicht einen potentiellen Zuchthund, sondern einen netten und gesunden Familienhund. Passt doch.
Nur hier scheinst du doch sehr seltsame Vorstellungen zu haben:
Wer meint, allein die Welt verbessern zu können, scheint eh nicht so ganz auf dem richtigen Weg zu sein. Ein Züchter allein kann natürlich nur was drehen, wenn er am Stück produziert und eine große Zahl Hunde und dementsprechend eine hohe Fluktuation hat. Dann können wir aber auch gleich wieder Puppymills etablieren, das geht am schnellsten.
Wenn ein Züchter nicht in einer Gemeinschaft verkehrt, die sich unisono für ein bestimmtes Zuchtziel ausspricht, steht man so oder so auf recht einsamen Posten da.Ich wüsste keinen Züchter mit einem langfristigen, generationenübergreifenden Zuchtziel und einer grösseren Anzahl Zuchthunden, der seine Vision umzusetzen versucht, als wäre er allein auf der Welt. Im Gegenteil, diese Leute sind oft sehr weitläufig vernetzt, fahren sehr weit zu Deckrüden anderer Leute mit ähnlichen Zuchtzielen, importieren Zuchttiere aus Übersee - sie sind alles andere als die von dir beschriebenen grössenwahnsinnigen Einzelkämpfer im Machbarkeitswahn.
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Ich wundere mich ein wenig wie emotional die Meinungen hier zu dem Thema sind.
Aus meiner Sicht hat Rassezucht ganz andere und viel größere Probleme als das Züchter ihre alten Hündinnen abgeben.Wenn man bei solchen Details mit Moral kommen will müsste konsequenter Weise die ganze Rassezucht ablehnen. Zumindest in der Form wie sie in der Regel bei Mode- und Familienrassen angelegt wird. Da geht es überwiegend nur noch um Anatomie und Fellfarbe. Gesunde, wesensfeste Tiere werden aus der Zucht ausgeschlossen weil sie optisch der Schöneitelei des Meschen nicht in den Kram passen. Dies verringert unnötig den Genpool und erhöht den Inzuchtskoeffizienten. Rassetypische Krankheiten sind deswegen vorprogrammiert und auch in fast jeder Rasse zu finden.
Aus völlig falschen Idealen und sicher oft auch absolutem Unwissen über gentische Vorgänge verbieten die Vereine dann Fremdeinkreuzungen obwohl man dadurch die Gesundheit wesentlich leichter erhalten könnte. Alles muss genormt und vorgeformt sein - der Hund von der Stange quasi . Und bitte möglichst "reinrassig" - was auch immer das heißen soll, ein wissenschaftlicher Begriff ist es jedenfalls nicht.
Die Dinge auf die es eigentlich ankommen sollte - Wesen und Gesundheit - nehmen viel zu oft auf dem Rücksitz platz und genau das macht die Zucht der meisten Showlinien und Familienhunden für mich ablehnenswert und nicht kompatibel mit meinem Tierschutzgedanken.
[...]Sind halt zwei verschiedene Ebenen, das eine ist die gesundheitliche und (populations)genetische, das ist ja erstmal eher theoretisch, es sei denn halt man züchtet selber oder ist da sonstwie sehr nahe dran.
Die andere Ebene ist die der Ethik im Umgang mit dem realen Lebewesen, da haben die meisten denke ich einen viel engeren Bezug zu, also kein Wunder, dass das emotional wird.Aber wie man das eine angeht, korreliert ja nicht direkt mit dem anderen.
Z.B. sind diese netten Schlittenhunde-Gebrauchskreuzungen ja idR reine Leistungszucht, da wird kein Formwert beachtet, die müssen fit sein und was können und die haben definitiv ne gute genetische Vielfalt, weil sich jeder seine eigene Suppe mischt.
Aber da geben recht viele Züchter routinemäßig ihre Hunde nach Sport- und Zuchteinsatz ab, von den Schlittenhundeleuten haben viele recht große Hundebestände und eine gewisse Fluktuation wird da in manchen Kreisen bald schon als normal angesehen.
Gut oder schlecht?Und dann gibt's auch Züchter von so richtig schlimmen Brachys mit Minus-Nase, Keilwirbeln, Allergie/Atopie und was man sonst noch so schönes haben kann, die Hunde sind untereinander alle so verwandt, dass sie praktisch aus dem selben Wurf sein könnte... aber die Haltung und Aufzucht ist so liebevoll wie sie nur sein könnte und es wird nie, nie, niemals einer abgegeben.
Gut oder schlecht?Und dazwischen gibt's noch alle möglichen Stufen. Daher kann man das finde ich besser getrennt diskutieren.
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@naijra Das wird hier aber so dargestellt, gerade weil hier auch öfter von einzelnen Züchtern berichtet wird, die ja quasi im Alleingang so unglaublich viel bewirkt haben (nur, indem sie alte Hunde weggeben haben?). Und weil Züchter eben nicht alleine dastehen, muss es nicht so dargestellt werden, als würde ohne den einen einzigen Züchter die Rasse dem Verderben geweiht sein.
Im Umkehrschluss braucht aber auch kein Züchter regelmäßig seine Hunde austauschen und sein ganzes Leben in hoher Frequenz "gute" Tiere und den "Ausschuss" sortieren, um nur junge zuchtfähige dazuhaben. Der kann dann auch seinen "Bestand" (was da allein für Worte genutzt werden...) behalten und andere in ihrer Arbeit unterstützen und sich um seine Nachzuchten kümmern.Joa, ich bin ja eh erstmal bedient an Züchtersuche, Auswahl usw. Die nächsten 10 Jahre habe ich hoffentlich Ruhe in der Hinsicht und wahrscheinlich werde ich dann wieder einen Hund haben, der aus einer Zucht stammt, wo die Hunde wie Familienmitglieder gehalten werden und wo mir die Haltung der Elterntiere insofern zusagt, als dass sie auch im Alter beim Besitzer bleiben. Für mich persönlich stand das neben "kein Hund aus Zwingerhaltung" ganz oben in der Wunschliste.
Übrigens haben wir ja letztes Jahr eine ehemalige Zuchthündin aufgenommen, mit dem Gedanken, dass sie schon voll ausgebildet ist, ganz viel mitbekommen hat, als Zuchthund alles mögliche kennt usw. Ehemalig, weil die Züchterin Krebs hatte und zu dem Zeitpunkt nicht klar war, wie es weitergeht.
Ich weiß jetzt nicht, ob es daran lag, dass wir nicht die "richtigen" Besitzer waren oder der Hund nicht der richtige oder die Züchterin alles völlig falsch eingeschätzt hat nach über 30 Jahren Zuchterfahrung oder oder oder - auf jeden Fall haben wir die Hündin ja wieder zurückgegeben, weil es auf ganzer Linie nicht gepasst hat. So viel zu der Aussage, man kenne hier nur ausgediente Zuchttiere, die sich ganz toll in ihre neue Lebenssituation eingefunden haben. Bei uns hat es damals nicht gepasst, weder hat sich der Hund hier wohl gefühlt noch wie uns mit ihm. -
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