Alte Zuchthunde abgeben
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Mich stört es nicht mal, wenn es eine "Geldanlage" ist, so lange alle auf ihre Kosten kommen. Für "gute Qualität" bin ich gerne bereit ein entsprechenden Lohn zu zahlen und da kann der Züchter mit machen was er will.
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Und mir ist auch einfach das "Zucht voranbringen" nicht wichtig. Das soll und darf einfach nicht auf Kosten von den Tieren gehen.
Wieso geht es auf die Kosten der Tiere? Das größte (moralische) Problem bei einer Abgabe dürfte der Mensch haben, nicht der Hund. Wenn der weiterhin ordentlich verpflegt wird, passts doch.
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Wieso geht es auf die Kosten der Tiere? Das größte (moralische) Problem bei einer Abgabe dürfte der Mensch haben, nicht der Hund. Wenn der weiterhin ordentlich verpflegt wird, passts doch.
Seh ich anders.
Klar, Hunde gewöhnen sich mehr oder weniger schnell an neue Lebensumstände oder Menschen.
Trotzdem in ich der festen Überzeugung, dass es für einen Hund, der es in seinem Zuhause viele Jahre lang schön hatte und der seinen Menschen liebt, auf jeden Fall ein negativer Einschnitt ist, wenn er da raus gerissen wird. Eventuell nicht so dramatisch je nach Hundetyp, wenn er es im neuen Zuhause genauso gut hat.
Aber schön ist was anderes - schöner für den Hunde wäre es (und da bin ich mir sicher), sein ganzes Leben bei derselben Familie verbringen zu dürfen.Insofern geht es schon auf Kosten des Tieres. Vielleicht nicht dramatisch, aber im Ergebnis eben doch. Erstens find ich das kacke und zweitens mag ich die Einstellung einfach nicht, die dahinter steht.
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Mich stört es nicht mal, wenn es eine "Geldanlage" ist, so lange alle auf ihre Kosten kommen. Für "gute Qualität" bin ich gerne bereit ein entsprechenden Lohn zu zahlen und da kann der Züchter mit machen was er will.
War so auch nicht gemeint, eher anders rum
Wenn ein Züchter nicht bereit ist, ein Jahr oder 2 auf einen Nachwuchshund zu verzichten, (weil "Einkommensausfall"), dann wäre das eben nicht "mein" Züchter.
Ich mache sowieso nur alle 2 Jahre einen Wurf, weil ich erst sehen will, wie die Nachzucht sich entwickelt, ob meine "Idee" zu der Anpaarung hin gehauen hat. Genetik ist ja bekanntlich mehr als "weiße Blüte und Rote Blüte ergibt Rosa Blüte"
Nächstes Jahr soll aus dem nächsten Wurf eine Hündin bleiben. Zur Nachzucht.
Weil sie erst mit frühestens 3 eher mit 4 Jahren erstmalig gedeckt wird, gibt es so lange eben keine Welpen!
Ich hätte auch aus dem letzten Wurf eine behalten können, sie waren alle 3 sehr vielversprechend.
Aber dauerhaft 5 Hunde geht nicht......Nun ist meine alte 13 Jahre alt und herzkrank
Dass sie 18 wird ist absolut wünschenswert, aber doch eher unrealistisch, daher soll nächstes Jahr wieder ein Welpe bleiben, 1 oder 2 Jahre wird das mit 5 Hunden gehen -
Wenn es in erster Linie ein (gut gepflegtes!) Hobby ist und keine Geldanlage, dann schon.....
Wieviel Zuchtwert bringt die einzige Zuchthündin, die vielleicht 4 Würfe im Leben hat, der Population?
Das mag eine gut gepflegte Hobbyzucht sein, mehr nicht. Erstaunlich auch, wenn man dann erfährt, daß bei solch gepflegter Hobbyzucht oftmals mehr Geld übrig bleibt, als bei dem Züchter, der mit mehreren Hündinnen, dafür mit Deckrüden aus der halben Welt, züchtet.
Schade, daß eigentlich fast immer, wenn über Hundezucht gesprochen wird, das Thema Geld aufkommt. Ich kenne keinen Züchter, der durch Hundezucht reich geworden ist. Das mag es geben, allerdings nicht in dem Umfeld in dem ich mich bewegt habe und bewege.
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Aber schön ist was anderes - schöner für den Hunde wäre es (und da bin ich mir sicher), sein ganzes Leben bei derselben Familie verbringen zu dürfen.
Das sehe ich nicht so und ist für mich auch sehr romantisiert. In einem Mehrhundehaushalt muss der Mensch immer geteilt werden, der Platz geteilt werden, bei einem Züchter wuseln öfters wilde Welpen durch die Gegend und nerven, usw.
Nööö, ich bin mir sicher, es gibt genug Hunde die - genauso wie meine beiden, die jetzt nach drei/vier Jahren als Einzelkinder leben - ihren "Prinz/Prinzessinen" Status und die ungeteilte Aufmerksamkeit einer Familie sehr zu schätzen wissen.
Wenn ein Züchter nicht bereit ist, ein Jahr oder 2 auf einen Nachwuchshund zu verzichten, (weil "Einkommensausfall"), dann wäre das eben nicht "mein" Züchter.
Was ja auch in Ordnung ist. Für mich ist das kein Grund Abstand vom Züchter zu nehmen, wenn sonst alles passt. Ich finde es auch schön, wenn man so viel Zeit, Geld und Platz hat, dass man alles unter ein Dach bekommt. Finde es aber eben auch nicht verwerflich, wenn man Tiere hält, weil man züchten möchte und nicht züchtet, weil man Tiere hält.
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Wieviel Zuchtwert bringt die einzige Zuchthündin, die vielleicht 4 Würfe im Leben hat, der Population?
Dadurch, dass Nachkommen von ihr ebenfalls in die Zucht gehen, bringt es der Population schon sehr viel, auf jeden Fall mehr als wenn (analog zum Popular Sir) fast alle Hunde in Mitteleuropa dann verwandt sind, weil eine Hündin (in einer kleinen Population wie bei "meiner Rasse" 50 Nachkommen hat.
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Wollen wir nun wirklich über die besonders kleinen Populationen sprechen oder über Zucht allgemein?
Für eine Rasse, in der jährlich überhaupt nur 40 - 50 Hunde geboren werden, ist jede zuchttaugliche Hündin wichtig bzw. wäre es, wenn sie dann auch in Züchterhände gelänge.
Aber das war ja nun nicht der Ausgangspunkt der Diskussion.
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Naja aber was "bringt" ein Züchter, der im Laufe seines Züchterlebens ganze 5 Würfe schafft, nur weil mehr als 2 Hunde nicht drin sind und er deswegen immer wieder lange Zuchtpause machen muss und seine Linie abbricht? Dann kann ers auch gleich bleiben lassen...oder nicht?
Weil das hat ja auch nix mit Zuchtziel verfolgen zu tun, weil er seine Linie kaum gut genug kennen kann. Was bezweckt er denn dann damit? Paar nette Familienhunde erzeugt? Herzlichen Glückwunsch.
So lange nicht jeder Althund irgendwie verscherbelt wird kann ich drüber wegsehen. Aber ich kenne eben auch ehemalige Zuchthunde (2 Würfe, abgegeben mit 5), die damit das Paradies gefunden haben und von vorn bis hinten verwöhnt werden. Um jedem Preis behalten muss es meiner Meinung nach nämlich auch nicht sein, nur weil es moralisch besser wäre.
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Ich kann das Ganze ja mal aus meiner Sicht beleuchten: Ich plane schon länger, irgendwann zu züchten. Man könnte es auch "meinen persönlichen Traum" nennen. Für "meine" Rasse habe ich mich auch bereits vor sehr vielen Jahren entschieden, hatte aber erst mit meiner Carlie die Möglichkeit eben dieser Rasse auch wirklich gerecht zu werden, entsprechend ist vorher hier kein Hund dieser Rasse eingezogen.
Carlie zog bei uns ein mit der Option die ZZL mit ihr zu machen. Dieser Gedanke hatte sich aber schon erledigt, als ich wusste, dass sie Allergikerin ist. Über die Vererbbarkeit von Allergieneigungen streitet man sich, aber alleine der hormonelle Stress einer Trächtigkeit + Geburt und Welpenaufzucht würde ich meiner Hündin unter diesen Voraussetzungen nicht antun, auch wenn sie Charakterlich und vom Typ her super ist und mit Sicherheit auch eine tolle Zuchthündin wäre.
Das heißt für mich als potentieller Züchter in der Zukunft: Ich habe eine Hündin, von der bereits mit wenigen Monaten klar war, dass sie niemals in die Zucht gehen wird. Das war mir von Anfang an klar und das wäre für mich nie-niemals ein Grund, über eine Abgabe nachzudenken.
Gleiches gilt für meinen Rüden, der ein "Fluffy" ist und deswegen überhaupt nicht in die Zucht darf. Das war uns allerdings vor seinem Einzug schon klar und es war auch nicht geplant, die ZZL mit ihm zu machen.
Ich habe also zwei "zuchtuntaugliche" Hunde hier, die ihr ganzes Leben bei mir verbringen werden und mehr als 3 Hunde sind auch auf lange Sicht nicht geplant. Dennoch will ich meinen Zuchtgedanken nicht begraben und es wird irgendwann eine Hündin einziehen, auch mit Option die ZZL mit ihr zu machen. Und wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht klappt, habe ich drei Hunde die sich nicht für die Zucht eignen. Tja. Und trotzdem würde ich niemals einen von ihnen abgeben. In allererster Linie - und so muss es auch bei einem Züchter sein, bei dem ich einen Hund kaufen würde - sind diese Hunde Familienmitglieder, die (potentielle) ZZL ist nur ein kleiner Teil dessen, was diese Hunde ausmacht. Natürlich möchte ich mir gerne den Traum von einer Zucht erfüllen, aber ganz sicher nicht auf Kosten meiner Hunde oder auch nur eines einzigen Hundes. Sollte es also mit der zukünftigen Dritthündin auch nicht klappen, warte ich halt noch 12-14 Jahre. Es läuft mir ja nicht weg.
Und wenn es doch klappt, werde ich vermutlich so lange nur eine Zuchthündin haben, bis einer meiner Hunde diese Erde verlässt. Denn auf anderem Wege gebe ich sie nicht her, wenn es nicht absolut notwendig für das Wohlergehen des jeweiligen Tieres ist.Ich verstehe auch nicht, warum ein Züchter, der nur 1-2 oder 3 Hündinnen hat kein Zuchtziel verfolgen kann. Natürlich kann er das. Es hat doch auch nicht jeder Züchter seine "eigene" Linie oder verfolgt ein völlig anderes Zuchtziel als jeder andere Züchter der entsprechenden Rasse. Wenn man jetzt wirklich was verändern will: Klar. Dann ist eine einzige Hündin tatsächlich nicht sehr zielführend. Aber ansonsten?
Ich will hier jetzt nicht meine Zuchtziele auspacken, aber ich kann "meiner" Rasse durchaus etwas sehr Gutes tun mit den Plänen die ich habe. Und mehr als 3 Hündinnen wird es in meinem Leben vermutlich nie bei mir geben. -
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