Was haltet Ihr von Sprühhalsbändern (Wasser)?

  • Er haut nicht wirklich ab, nach ca. 3 Min. kommt er zurück, was ich persönlich eigentlich schon toll finde.

    Sorry, ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber es wurde dir glaube ich an anderer Stelle schon mal geschrieben.
    Ein Hund der 3 Min. weg ist und den ich nicht bewegen kann zu mir zurückzukommen, der ist abgehauen!
    Ich finde es eigentlich immer irgendwie blöd zu sagen."...mein Hund..." aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. Mein Hund würde 3 Minuten ohne mich draussen nicht gut aushalten (ausser es ist Teil einer gemeinsamen Aufgabe!)...und ich ohne ihn auch nicht.
    An Teambildung und Bindung zu arbeiten wäre auch eine Möglichkeit od. sind da schon alle Optionen ausgeschöpft? Und wenn, sind es die Optionen DIESES Trainers die ausgeschöpft sind ..oder ALLE?


    Tschüss und viele Grüße
    Ralf

  • Wobei mich ständig die Frage begleiten würde:"Gab es wirklich keinen anderen Weg od. war es nur MEIN begrenzter Horizont der mir in meiner Hilflosigkeit keine andere Option ließ als meinem "besten Freund" mit Gewalt "beizukommen"?"

    Diese Frage stelle ich mir auch immer, bevor ich zu solchen Methoden greife.
    Ich haße die Leute, die aus Bequemlichkeit oder um einen schnelleren Ausbildungserfolg zu erzielen solche Halsbänder verwenden.

  • Ralf: dann sag mir doch bitte wie;-)


    Ich liebe diesen Hund über alles. Und meine Mutter auch. Und genau jetzt liegt sie vermutlich im Bett und der Hund hat sich an sie gekuschelt.


    Ich möchte nochmal sagen, der Hund haut kurz ab, kommt wieder. Und liebt alles und jeden. Ist das nicht auch was wert, dass ein Hund alle Menschen und Tiere liebt und nie wen beißen will. DEr haut ab zum hallo sagen oder weil er spielen will. Mehr nicht. Dann kommt er sofort wieder, wenn es nicht klappt mit dem spielem. Das ist doch kein schwieriger Hund.


    Klar, der Hund ist schon sehr dominant. aber er lebt allein mit meiner schon älteren mutter. Und ihr gefällt es, wenn er bellt, wenn der Postbote kommt. dann fühlt sie sich sicher. meine mutter will, dass er bellt, wenn was ungewöhnlich ist, und sie will, dass er mit ihr im bett schläft. sie liebt ihn, wie er ist, ich auch. nur der rückruf sollte wirklich schon klappen. aber den haben wir auch noch nie so richtig im ernstfall ausprobiert. der hund ist wirklich klug. der gehorcht nur, wenn er es für sinnvoll hält.

  • Man muss sich vorher interessant machen

    Schuhe mit Hasenkötteln bekleben, einen toten oder lebendigen Fuchs um den Hals legen, Pansenduft auflegen und los geht's. :D
    Ein Stück Rinderfilet dient auch der Sache, falls es mal nicht klappt. Es sollte aber gefroren am Stück sein, das erleichtert das Treffen.
    Sorry, mir war gerade nach Humor. :ugly:
    L. G.

  • Habt Ihr mal eine Pfeife eingeführt/sorgfältig "aufgebaut"?L. G.

    Das hat meine Mutter leider versaut. Ich hatte versucht, das aufzubauen, wenn es zB. Fressen gibt. Aber meine Mutter hat leider immer gepfiffen, wenn der Hund im Garten war. Und immer belohnt, wenn er kam. Auch 5 Min. später.

  • Das hat meine Mutter leider versaut. Ich hatte versucht, das aufzubauen, wenn es zB. Fressen gibt. Aber meine Mutter hat leider immer gepfiffen, wenn der Hund im Garten war. Und immer belohnt, wenn er kam. Auch 5 Min. später.

    Das ist schade.
    Man könnte eine andere Pfeife/Tröte mit anderer Frequenz nochmal neu versuchen, aber dann RICHTIG.
    L. G.

  • Ich bin verwirrt. Soll das Sprühhalsband nun gegen das Bellen helfen (so haben wohl alle hier den Ursprungspost verstanden) oder für andere Zwecke verwendet werden?


    Dass das, wenn es ums Bellen geht, die Kapitulation vor dem eigentlichen Problem bedeutet, wurde hier ja ausführlich besprochen. Übrigens fände ich ein fernbedientes Sprühhalsband für den Zweck noch schlimmer als ein automatisches, weil das automatische (wenn es denn etwas taugt) zuverlässiger und konsequenter ist, andersrum aber das fernbediente, wenn es auf die gleiche Weise eingesetzt wird, kein Stück besser.


    Falls das Halsband für andere Zwecke eingesetzt werden soll:
    Wenn es darum geht, einen vollkommen weggetretenen Hund wieder ansprechbar zu machen, weiß ich nicht, was an Schreckmitteln so schlimm sein soll. Im Idealfall hat man damit in Situationen die Chance, erzieherisch einzugreifen, in denen man sonst nicht mehr an den Hund rankommt. Wenn man diese Chance vertut, erschrickt der Hund und das wars -na und? Im schlimmsten Fall erschrickt der Hund und rennt trotzdem weiter hinterm Karnickel her -na und? Der Schreck ist ja nicht die eigentliche Erziehungsmaßnahme sondern nur das klingelnde Telefon.
    Ein Schreck ist für einen Hund genauso natürlich wie für einen Menschen -wenn man ihm das ersparen wollte, müsste man ihn in einem leeren, schalldichten Raum einsperren.
    Meine Frau erschreckt mich alle Nase lang aus Jux und Dollerei und ich musste deswegen noch nicht in Therapie. Unser Hund erschrickt (besonders in der Dunkelheit) vor aufflatternden Vögeln, zurückschnellenden Ästen... -und ist trotzdem fröhlich und ausgelassen.
    Wenn das Sprühhalsband zum Erschrecken dienen soll (dann also zwingend ein fernbedientes), macht es auch nichts, dass der Hund die Quelle nicht zuordnen kann. Dabei ist es -insb. aus einiger Entfernung- bestimmt anwendungssicherer als ein Wurf-Klimper-Rassel-Irgendwas. Und zum Erschrecken braucht man auch kein jahrelang geübtes Hundetrainer-Geheimbund-Supertiming. Man muss nur danach zum richtigen Zeitpunkt reagieren, wenn es etwas bringen soll -aber das ist in dem Fall sogar einfacher als in anderen Situationen, in denen das genauso gilt, weil man den Schreck ja selbst auslöst.
    Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass das Sprühen als Schreckmittel sich relativ schnell abnutzt. Man sollte sich vorher also gut überlegen, wie man die dadurch erzielte Aufmerksamkeit effizient nutzt.


    Bei Eurem Bell-Problem bringt ein Schreck aber natürlich nichts -Du hast ja geschrieben, dass der Hund dabei ansprechbar ist und Befehle befolgt.


    Viele Grüße

  • Und dass er Strafe mit dir verknüpft ist jetzt was Gutes, weil...?

    Wenn man denn Schimpfen als Strafe bezeichnen will...
    Falsches Verhalten kann man nur dann durch positive Verstärkung abstellen, wenn es ein eindeutiges Komplementärverhalten gibt, das man belohnen kann. Fürs Möbel zerkratzen oder Hackenbeißen gibt es das aber nicht. Da muss man dem Hund doch klar machen, dass das unerwünscht ist und da das nicht mit Worten geht, muss es der Tonfall machen.
    Dass der Hund Schimpfen überhaupt als etwas unangenehmes empfindet, liegt ja nicht am lauten Geräusch, sondern daran, dass er ein sehr soziales Tier ist und nicht will, dass eine Person, zu der er eine Bindung hat, ihm böse ist. D.h. die Verknüpfung mit mir ist Voraussetzung dafür, dass das überhaupt funktioniert.
    Natürlich sollte man es in Intensität und Dauer der Schimpftirade nicht übertreiben. Timing halt, wie immer in der Hundeerziehung...


    Viele Grüße

  • Das hat meine Mutter leider versaut. Ich hatte versucht, das aufzubauen, wenn es zB. Fressen gibt. Aber meine Mutter hat leider immer gepfiffen, wenn der Hund im Garten war. Und immer belohnt, wenn er kam. Auch 5 Min. später.

    Unterm Strich:
    es wird überhaupt nichts funktionieren (auch ein Sprühhalsband nicht) wenn es nicht mit entsprechender Konsequenz umgesetzt wird. Das gilt beim Aufbau des Rückrufs genau wie beim Verwenden eines Sprühhalsbandes.
    Zu glauben das man mit einem Sprühhalsband eine schnelle und einfach Lösung für Probleme gefunden hat, ist ein Irrtum.

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