Warum immer Hunde vom Züchter?
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Wer aber sachlich herangeht und ganz realistisch einen relativ unkomplizierten Mitlaufhund sucht und dabei dennoch nicht alles offen legen will und sich dann noch unverschämte Hausbesuche gefallen lassen muss, ist genauso blöde dran. Im Ernst versucht mal einen noch möglichst jungen Hund aus einem Tierheim zu bekommen, die Welpen sind sobald sie im Netz sind, schon vermittelt und alles, was älter ist, ist dann frisch ausm Ausland eingetroffen und ist "nur lieb und dankbar" und Infos kann man nicht geben, aber wir setzen mal Häkchen bei verträglichkeit, Kindertauglichkeit etc.Das kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Natürlich gibts immer wieder auf beiden Seiten, die ideologisch über die Stränge schlagen. Vielleicht stimmt auf der Abnehmer-Seite die Vorstellung des unkomplizierten Mitlaufhundes nicht mit dem Tier überein, in das man sich auf der Webseite 'unsterblich verliebt' hat, vielleicht hat man auf Vermittlerseite das Gefühl, dass nur kinder- und arbeitslose Menschen mit einem grossen Vermögen überhaupt an die Hundehaltung denken dürfen...
Aber wieso stelle ich den Anspruch, dass jeder Tierschutzverein das Gelbe vom Ei sein muss, wenn man doch auch mit der Züchtersuche Wochen und Monate verbringen kann bis man 'den richtigen' gefunden hat?
Bei mir darf jeder gern vorbei kommen und sich ansehen wie wir mit unseren Hunden leben. Ich empfinde es auch nicht als unverschämt wenn jemand einen Hausbesuch machen möchte und mich fragt, wie ich mir mein Leben mit diesem Hund in Zukunft vorstelle. Fragen, die unter die Gürtellinie gingen oder ein Eindringen in allzu persönliche Bereiche habe ich dabei noch nie erlebt, noch würde ich diese bei Vermittlungsgesprächen selber stellen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich dabei mit dem englischen System vertraut bin - von manchen deutschen Horrorstories diesbezüglich habe ich bisher nur hier gelesen.
Aber wie gesagt: Menschen mit merkwürdigen Ansichten finden sich überall, seien es der ideologisch verklärte Tierschutzheini oder die Züchterin, welche ihre Hunde nur nach 'Rudelstellungsprinzip' vergibt... Das macht die Hunde, die sie haben, nicht besser oder schlechter.
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@AnnetteV Hast du eine Idee, warum die ganzen UK Springer Rescue/Welfare Vereine überhaupt gar nicht nach Deutschland vermitteln? Wird das generell vermieden?
Ich kann nur mutmassen. Aber stell Dir mal die umgekehrte Situation vor: da kommt jemand aus England zu einem deutschen Tierschutzverein und sucht, sagen wir mal, in einem Tierheim, nach einem ganz bestimmten Typ von Deutschem Schäferhund, Dobermann oder Rottweiler (weil alles 'deutsch'). Will sie den Hund dann noch unbedingt - nach typisch englischer Erwartung - kastriert, wird man dieser Person, wenn sie an die 'richtige' Organisation gerät, im deutschen Tierheim wohl bald die Tür weisen.
Wieso, fragt man sich dann wohl, holt der Mensch sich nicht einfach einen 'deutschen' Hund in England? Kriegt er da etwa aus guten Gründen kein Tier? Was ist seine Motivation deswegen nach Deutschland ins Tierheim zu kommen und nicht gleich zu einem guten Züchter zu gehen?
Man weiss vielleicht nicht, dass es in Grossbritannien schwierig ist, an nicht völlig verzüchtete Deutsche Schäferhunde zu kommen und der Mensch gute Gründe hat, sich in Deutschland umzusehen. Genauso wenig wie man in England vielleicht nachvollziehen kann, dass es so etwas wie den Working Spaniel-Typ in Deutschland ganz einfach fast nicht gibt.
Ausserdem hat man keinerlei Kontrolle darüber, was mit dem Tier passieren könnte und es kann bei 'Nichtgefallen' auch nicht einfach wieder zurück gebracht werden (bzw. wird das wohl niemand tun.) Vorkontrollen sind ebenfalls nicht direkt möglich oder finanziell und zeitlich gar nicht machbar. In England hat man gerade bei Rescue-Organisationen auch riesige Angst davor, dass ein Hund als Bait für Hundekämpfe benutzt werden könnte. Referenzen, die in England sehr wichtig sind, können nur schwer eingeholt werden - so wird häufig verlangt, dass man bereits bei einem Tierarzt registriert ist und dort eine Referenz einholen kann. Ist dieser Tierarzt im Ausland und die Referenz dann noch nicht in englisch verfasst, wird für viele der Aufwand einfach zu hoch.
Ich kenne keinen Verein, der ins Ausland vermitteln würde (was aber nicht bedeutet, dass es nicht dennoch möglich ist oder sogar schon passiert) - England sieht sich neuerdings, ähnlich wie Deutschland - eher als der grosse Retter und während das Phänomen, irische Tierschutzhunde zu importieren schon älter ist, beginnen jetzt so langsam auch die rumänischen und bulgarischen Massentransporte von Notfallhunden hierher in Mode zu kommen.
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Das kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Natürlich gibts immer wieder auf beiden Seiten, die ideologisch über die Stränge schlagen. Vielleicht stimmt auf der Abnehmer-Seite die Vorstellung des unkomplizierten Mitlaufhundes nicht mit dem Tier überein, in das man sich auf der Webseite 'unsterblich verliebt' hat, vielleicht hat man auf Vermittlerseite das Gefühl, dass nur kinder- und arbeitslose Menschen mit einem grossen Vermögen überhaupt an die Hundehaltung denken dürfen...
Aber wieso stelle ich den Anspruch, dass jeder Tierschutzverein das Gelbe vom Ei sein muss, wenn man doch auch mit der Züchtersuche Wochen und Monate verbringen kann bis man 'den richtigen' gefunden hat?Bei mir darf jeder gern vorbei kommen und sich ansehen wie wir mit unseren Hunden leben. Ich empfinde es auch nicht als unverschämt wenn jemand einen Hausbesuch machen möchte und mich fragt, wie ich mir mein Leben mit diesem Hund in Zukunft vorstelle. Fragen, die unter die Gürtellinie gingen oder ein Eindringen in allzu persönliche Bereiche habe ich dabei noch nie erlebt, noch würde ich diese bei Vermittlungsgesprächen selber stellen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich dabei mit dem englischen System vertraut bin - von manchen deutschen Horrorstories diesbezüglich habe ich bisher nur hier gelesen.
Aber wie gesagt: Menschen mit merkwürdigen Ansichten finden sich überall, seien es der ideologisch verklärte Tierschutzheini oder die Züchterin, welche ihre Hunde nur nach 'Rudelstellungsprinzip' vergibt... Das macht die Hunde, die sie haben, nicht besser oder schlechter.
Ich kann die Erfahrung von @Belial genau so bestätigen.
Zum Teil wurde ich am Telefon wüst beschimpft, was ich mir denn einbilden würde? Der Eindruck kam auf, dass man die Tiere gar nicht vermitteln will.Wir hätten auch einen etwas älteren Hund genommen. Aber nach dem dritten Tierheim und der vielsagenden Auskunft: "was glauben Sie denn, dass Sie hier finden? Alle Hunde haben ihre Vorgeschichte und als wenn wir Ihnen das haarklein erzählen. Wenn Sie einen problemlosen Hund wollen, kaufen Sie ein Plüschtier für die Kinder!"
Und das in einem Tonfall, den ich meiner damals 6-jährigen Tochter untersagt hätte.Wir wollten keinen problemlosen Hund. Aber zumindest eine Einschätzung und grobe Vorgeschichte. Dazu gab es nicht mal die Bereitschaft.
Aus meiner Verwandtschaft habe ich ähnliche Berichte gehört.Gegen Kontrolle habe ich nichts. Aber das muss für beide Seiten gelten.
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Ich habe nicht alle Seiten gelesen, aber wie kam man denn jetzt vom Züchter Thema zum TS pro/con?
Dazu gibt es doch schon mehr als genug Threads um Erfahrungen auszutauschen
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Ich kann die Erfahrung von @Belial genau so bestätigen.
Ich glaube Euch beiden gerne, dass ihr diese unschönen Erfahrungen machen musstet und wollte das mit meinem Beitrag in keinster Weise in Abrede stellen.
Wie gesagt: genauso wie man den richtigen Züchter erst finden muss, genauso kritisch sollte man sein, wenn man einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert. Häufig wird so eine Vermittlung - von beiden Seiten - viel zu naiv angegangen.
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Ich habe nicht alle Seiten gelesen, aber wie kam man denn jetzt vom Züchter Thema zum TS pro/con?
Dazu gibt es doch schon mehr als genug Threads um Erfahrungen auszutauschen
Naja, wenn ich erklären will, "warum Züchter?", dann muss ich sagen dürfen "darum TS/TH nicht!"
Anders macht meine Argumentation doch keinen Sinn?@AnnetteV
Da kann ich zustimmen. Wäre es damals anders gelaufen, hätte hier auch ein TS-Hund ein Zuhause gefunden.
Einer unserer nächsten Berner (in ein paar Jahren) soll auch von "Berner in Not" oder so kommen. Aber erst möchte ich noch Erfahrungen sammeln. -
Aber wie gesagt: Menschen mit merkwürdigen Ansichten finden sich überall, seien es der ideologisch verklärte Tierschutzheini oder die Züchterin, welche ihre Hunde nur nach 'Rudelstellungsprinzip' vergibt... Das macht die Hunde, die sie haben, nicht besser oder schlechter.
Ganz genau so ist es! Es gibt zahlreiche Tierschützer(innen), um die ich einen ganz weiten Bogen mache. Und von "Züchtern", also denen in Anführungszeichen, reden wir lieber gar nicht erst.
Vielleicht ist aber auch der Anspruch zu groß, den perfekten Tierschutzverein zu finden, wenn es darum geht, einen passenden Hund aufzunehmen. Ich würde "meinen" Hund wahrscheinlich auch von einem nicht so dollen Verein nehmen, aber weiter unterstützen mit Spenden, Empfehlungen, aktiver Hilfe etc. würde ich ihn nicht.
Ich unterscheide da schon zwischen "möglichst nachhaltigem Tierschutz" und schlichter Hundevermittlung. Und da gibt es tatsächlich einen Unterschied zu Züchtern - da diese die Hunde überhaupt erst produzieren, sollte man immer sehr genau drauf achten, dass alles optimal läuft.
Allerdings habe ich nun ja auch schon ein wenig Erfahrung, einem Hundeneuling würde ich natürlich immer einen gut arbeitenden Verein ans Herz legen. -
Noch nen Punkt für mich pro Züchter und ich traue es mich zu sagen obwohl ich weiß Gott nix zu verbergen habe und unsere Tiere hier den Himmel auf Erden haben: Mir kommt weder ne VK noch ne NK ins Haus
Wir können uns stundelang kennenlernen und unterhalten ist mir Recht. Aber ich will hier keinen sitzennhaben der meint zu analysieren ob ich geeignet bin den Hund haben zu dürfen
Hab beide Mädels aus dem TH das ich schon 20 Jahre kenne. Bin ab und an mal da, schicke mal Bilder, bin im Facebook befreundet. Alles prima und anders hätte ich keinen Hund genommen
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Wir können uns stundelang kennenlernen und unterhalten ist mir Recht. Aber ich will hier keinen sitzennhaben der meint zu analysieren ob ich geeignet bin den Hund haben zu dürfen
So habe ich das nie gesehen.
Für mich ist es eine Schutzinstanz, um den Hund oder allgemein das Tier in die richtigen Hände zu vermitteln und nicht vom Regen in die Traufe zu schicken.Von mir hättest du unter diesen Umständen keinen Hund bekommen.
Sorry, aber ich arbeite in einer Stelle wo ich immer wieder live erlebe, dass ein nicht zu kleiner Teil der Menschheit lügt, dass sich die Balken bieten, wenn sie sich davon einen Vorteil erhoffen. Und leider bin ich in einem Großnotfall in zwei Fällen auf Vertrauensbasis auch gehörig auf die Nase gefallen... nie wieder!
Eine hat sich hinterher als Animal Hoarderin entpuppt. Mit einer VK hätte sie gar nicht erst ein Tier bekommen, weil sie nämlich genau wie du Kontrollen jeglicher Art ablehnte und sich aus derartigen Großnotfällen bediente.Bei solchen Fällen sage ich ganz klar: Dann ist es nicht das Zuhause, das ich dem Tier wünsche.
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