Warum immer Hunde vom Züchter?

  • Als es auf der "animal" noch Hundeausstellungen gab, habe ich die natürlich mitgenommen. Der Großteil der Hunde völlig relaxt, nur die Zweibeiner sahen nicht so aus als ob das Spaß macht.
    Befremdlich fand ich die haarige Ecke, z. B. Yorkies mit Lockenwicklern und Bobtails die toupiert wurden. Wie ein Richter einen Hund beurteilt der in einer Haarwolke versteckt ist ist mir immer noch ein Rätsel. Aber auch diese Hunde sahen, im Gegensatz zu den Zweibeinern, alles andere als gestresst aus.

  • Wie ein Richter einen Hund beurteilt der in einer Haarwolke versteckt ist ist mir immer noch ein Rätsel.

    Drum gibt es für Showhunde diese phöse und erniedrigende Regel, dass er sich von hundeverständigen Fremden in Beisein der Bezugsperson anfassen lassen muss! ;)

  • Wir haben Till ein einziges Mal ausgestellt und er wurde von der Richterin direkt "durchschaut" :lachtot:
    Sie urteilte: Ein sehr freundlicher Rüde mit sehr schönem und harmonischem Gangbild, der mit sehr viel Freude im Ring war.


    Fand ich toll. Tills Vorzüge bezüglich Ausstellungen prägnant auf den Punkt gebracht. :D
    Trotzdem ist das Ausstellen nicht unsere Welt und es blieb beim einmaligen ausstellen. Till fand das Ausstellungsgeschehen zwar sehr sehr interessant und hat wirklich toll mitgemacht und seine Sache mit Spaß super gemeistert aber wir haben alle gemeinsam gemerkt, daß das nichts ist woran wir dauerhaft Spaß hätten.
    Aber das sieht bei anderen Teams mit Sicherheit anders aus.


    LG


    Franziska mit Till

  • Trotzdem ist das Ausstellen nicht unsere Welt und es blieb beim einmaligen ausstellen. Till fand das Ausstellungsgeschehen zwar sehr sehr interessant und hat wirklich toll mitgemacht und seine Sache mit Spaß super gemeistert aber wir haben alle gemeinsam gemerkt, daß das nichts ist woran wir dauerhaft Spaß hätten.
    Aber das sieht bei anderen Teams mit Sicherheit anders aus.

    Hihi... meine erste "Rassehündin" die ich (zwecks ZZL) ausgestellt habe, hüpfte im Ring wie ein Känguru auf den Hinterbeinen neben mir her.
    Sie freute sich, sich bewegen zu können und fand die vielen Menschen um sie herum einfach nur klasse :D


    Die anderen standen schon im der Mitte des Ringes, nur mich forderte die Richterin immer wieder auf, noch eine Runde zu machen, damit sie das Gangbild beurteilen könne.
    Nach 6 oder 7 Runden haben wir einen zügigen schicken Trab hinlegen können. Ich konnte mich selber inzwischen vor Lachen kaum noch auf den Beinen halten, die Richterin war sehr nett und fand meinen fröhlichen, freundlichen Hund einfach nur klasse, und als sie trabte bekam sie von anderen Ausstellern und Zuschauern einen kleinen Extra-Applaus :D


    Platziert wurden wir natürlich nicht, aber ein "V" hat sie bekommen :D


    Nein, gestresst war sie nicht, sie fand das alles lustig :D


    Trotzdem liegen Ausstellungen mir nicht, aber ich gönne denen, die es mögen, ihr Hobby von Herzen!

  • Ich hab auch so eine, die der Trubel nicht stört - egal ob als moralischer ganztags-Support auf der Internationalen in Dortmund oder als gemeldeter Hund auf einer kleinen Clubschau im Sommer an der freien Luft (und nein, sie hat keinen eigenen Stuhl - sie ist nur ein schamloser Räuber von Sitzplätzen)



    Vor allem unter Leuten die eher aus der Arbeitsrichtung her kommen kenne ich solche, die Ausstellungen nur deswegen mitnehmen weil sie einen Formwert für die Zucht brauchen. Und den dann dank der Vereinsbestimmungen auch noch von bestimmten Richtern, die im jeweiligen Jahr entweder am anderen Ende Deutschlands als Richter geladen sind oder eben auf den riesigen Internationalen. Natürlich geht man dann auch da hin. Es ist nur ein Tag und dann ist es gegessen. Sprich: Nicht nur sind es nicht allein Züchter, die auf Ausstellungen nicht hinter ihren Hunden aufräumen - es sind auch lange nicht alle Züchter begeisterte Aussteller.
    Nun habe ich auch wenig Kontakt mit Ausstellern von Rassen die extrem "herausgeputzt" werden für Ausstellungen, vielleicht sind da Stimmung und Konkurrenzdenken anders (gewisse Grüppchen dieser Art gibt es auch bei den britischen Vorstehern), aber in meinem Bekanntenkreis wird Ausstellen eben doch eher als "Kann" empfunden, mit dem vereinzelten "Muss" - das man sich dann aber so gemütlich wie möglich einrichtet und danach mit einem möglichst schlammigen Gassigang abschließt :lol:


    Und natürlich gibt es auch Doofmänner unter den Dauerausstellern - solche die ihren Unmut über ein schlechtes Abschneiden am Hund auslassen oder nicht erkennen, dass ein Hund am Ausstellen so gar keine Freude hat, alles schon erlebt - aber ebenso auch Leute (und davon sicherlich viele) die es verstehen, solche Tage für sich und die Hunde angenehm zu gestalten, gute Plätze wählen, den Hund rechtzeitig zum Wasserlassen aus der Halle führen, einen geeigneten Platz zum Sitzen wählen, dem Hund die Wahl überlassen ob er lieber im Kennel oder beim Frauchen/Herrchen sein mag oder oder oder - und die sich ehrlich und kräftig MIT ihrem Hund zu freuen verstehen wenn es die Bewrtung gibt.


    Um nicht die letzten 10 oder mehr Beiträge zu wiederholen: Verallgemeinern ist hier wohl nicht angebracht.

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