Wäre das einem Hund zumutbar?

  • @Snooze_92


    Wenn du zwischendurch mal paar Tage weg bist, finde ich eine Hundepension auch ganz gut. Nachdem Baku 4 Wochen bei mir war, habe ich ihn schon an die Huta gewöhnt und es klappt hervorragend, da er Huta und Rudel von klein auf kennt.
    Ich kann aber verstehen, wenn man sagt, es wäre eine zu große Umstellung, wenn der Hund monatelang täglich bei dir ist und auf einmal für 4 Tage in die Pension muss. Sowas lässt sich aber bestimmt umschiffen, wenn du deinen Hunde auch mal regelmäßiger für ein paar Stunden in die Pension gibst (sofern es auch eine Huta ist) oder ab und an mal einfach so über Nacht dort lässt.


    Eine Alternative für die Pension ist vllt die Züchterin, sofern sie keine Weltreise entfernt ist? Meine Züchterin nimmt die vermittelten Hunde auch für 1-2 Wochen auf, wenn die Besitzer zum Beispiel Urlaub machen und den Hund nicht mitnehmen können/wollen.


    Insgesamt denke ich, dass man sicherlich eine passende Lösung finden kann. Wichtig ist nur, dass es der Hund dann kennt und nicht plötzlich zum ersten Mal für mehrere Tage getrennt von dir in der Pension bleiben muss.

  • Der Hund würde selbstverständlich schon lange bevor mal wieder eine Geschäftsreise ansteht, daran gewöhnt werden. Angefangen mit ein paar wenigen Stunden, dann mal einen ganzen Tag, dann mal das ein oder andere Wochenende bzw. unter der Woche- dem Hund ist der Wochentag wohl ziemlich egal. Der Hund soll ja von Anfang an lernen, dass ich wiederkomme, dass er aber auch in fremden Händen gut aufgehoben ist.

  • Wenn der Wechsel des AG im Falle eines Falles möglich und realistisch ist, fände ich das für mich ok. Es ist ja nicht unbedingt besonders wahrscheinlich, aber eben möglich. Cool, wenn du dann eben auch noch Spielraum hast.


    Dein Vorteil ist ja auch, dass du in einer Großstadt wohnen wirst. In Dortmund gibt es wahrscheinlich eine gute, professionelle Betreuungsinfrastruktur für Hunde.
    Als Notbackup und Alltagslösung für ein paar Stunden kann ich außerdem sowas wie Leinentausch empfehlen.

  • Also wenn man das alles hier so liest, könnte man meinen, dass man sich bestenfalls nur einen Hund ins Haus holen sollte, wenn man 24/7 anwesend ist. Das ist man aber nun mal nicht immer. Ich kenne glaube ich keinen Hund, der nicht auch mal anderweitig (sprich länger als einen Tag) betreut wird. Urlaub, Krankenhausaufenthalt, Arbeitssituation, whatever...
    Ich finde es super, wenn man sich im Vorfeld Gedanken macht und Pläne aufstellt. Und das macht die TE allemal. Man kann aber nicht immer das ganze Leben durchplanen, irgendwas kann immer kommen.
    Und so wie es geschildert wird, sind die Abwesenheiten mMn im vertretbaren Bereich, denn im Regelfall ist sie zu Hause und somit beim Hund. Natürlich sollte man bei der Wahl der Rasse die Umstände berücksichtigen, auch wenn die Rasse kein Garant ist. Jedoch denke ich, dass ein Welpe die bessere Wahl wäre, da man hier Stück für Stück gewöhnen könnte. D.h. nicht erst an die Abwesenheit gewöhnen, wenn es die Arbeit verlangt, sondern auch bereits im Vorfeld, damit man dann die wenigen Wochen, wo man nicht vor Ort ist, ruhigen Gewissens fahren kann.


    Ich bin der Meinung, dass durch gute Vorarbeit und vernünftiger Herangehensweise die Chance wesentlich größer ist, dass der Hund null Probleme hat und es durchaus auch als angenehm empfinden kann, mal Urlaub zu machen, als dass der Hund Schaden davon trägt bzw nicht damit klar kommt. Ich kenne einige Beispiele, wo der Hund im "Urlaub" mehr Freiheiten hat, als zu Hause und somit die Zeit genießt. Ob man das als Besitzer gut findet und so sein sollte, ist wieder eine ganz andere Baustelle, also bitte hier keine neue Diskussion.


    Es gibt auf jeden Fall wesentlich bedenklichere Konstellationen, als die der TE, für eine Hundehaltung. Letztendlich sollte man auch etwas auf sein Gefühl hören, für mich war es irgendwann klar, "jetzt passt es" und da hätten andere mir sagen können, was sie wollen, ich hätte mich trotzdem für den Hund entschieden, da ich mir ganz alleine sicher sein muss bei der Sache. Und das hilft glaube ich auch schon mal ein Stück weit. Wie soll der Hund sich souverän und sicher verhalten, wenn der Besitzer sich ständig fragt, ob dies jetzt die richtige Entscheidung ist.


    So, mein Wort zum Sonntag von mir. Wir gehen jetzt raus ins schöne Wetter!

  • Es gibt auf jeden Fall wesentlich bedenklichere Konstellationen, als die der TE, für eine Hundehaltung.

    Ja, keine Frage.


    Aber die TE scheint ja nun eine intelligente, erwachsene Frau zu sein, die ihre eigenen Entscheidungen fällen kann, unabhängig davon was irgendwelche Leute im Internet schreiben.


    Ich hatte es so verstanden, dass nach Einschätzungen gefragt wurde. Die kamen dann ja auch und fallen naturgemäß eben unterschiedlich aus. Das finde ich aber nicht problematisch, sondern wertvoll. So kann sie Eventualitäten, die sie vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatte, bereits jetzt als Eventualitäten berücksichtigen. Einige Ansichten berücksichtigen, anderen zustimmen, wieder andere verwerfen.


    Ich glaube nicht, dass diese Diskussion die TE verunsichert hat oder sie gar NUR weil zwei, drei Fremde im Internet meinen, es sei nicht optimal, jetzt einen Hund anzuschaffen, sofort von ihren Überlegungen Abstand nimmt.


    Snooze_92: bitte entschuldige, dass ich so komisch in der 3. Person von dir schreibe.

  • Gar kein Problem :)


    Ja, die unterschiedlichen Meinungen waren tatsächlich sehr hilfreich für mich und ich freue mich, dass eine sehr sachliche Diskussion zustande gekommen ist!

  • Dortmund ist übrigens nur 50 km von mir entfernt, also wenn ein Hund eingezogen ist, kann man sich ja vielleicht mal treffen und ich wäre auch notfalls zur Betreuung bereit, wenn es zwischen den Hunden passt. (wobei ich eben arbeite und der Hund dann mit meinen zusammen alleine bleiben können müsste unter der Woche)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!