Wäre das einem Hund zumutbar?

  • Hm, also von einem Kromfohrländer würde ich Dir aus gesundheitlichen Gründen eher abraten. Wenn ich mir da nur die Autoimmunerkrankung bei der Rasse rauspicke - und das kommt nicht sooo selten bei denen vor - dann sind Pendeln, Wohnungs- und Bezugspersonenwechseln nicht das Gelbe vom Ei, weil Stress (und Stress verursacht das egal wie, beim einen mehr, beim anderen weniger) da absolut kontraproduktiv ist.


    Bei der Sache mit der Fremdbetreuung, insbesondere Pensionen, würde ich mir auch überlegen, was da mit dran hängt (außer Kosten) und ob ich das für meinen Hund wollen würde - Stichwort Impfungen, Entwurmungen, Flohprophylaxe, intakte Hunde. Minimal geimpft wird man wohl keinen oder nur sehr schwer einen Pensionsplatz finden, ebenso wenn die Hündin ausgerechnet dann läufig ist, wenn eine Betreuung gebracht wird.

  • Ja, bzgl. des Kromis hast du wohl leider recht. Was ich bisher über die Rasse gelesen habe, gefällt mir sehr gut, optisch wäre er perfekt, aber die gesundheitlichen Risiken aufgrund der Inzuchtproblematik sind wohl leider nicht zu vernachlässigen. Der Dansk-Svend-Gardhund wäre zwar ein wenig unter meiner Wunschgröße, aber eine perfekte Alternative- wenn es denn nicht so schwer wäre, einen zum passenden Zeitpunkt zu bekommen.


    Impfungen, Entwurmung usw. gehört doch zum Standardprogramm, warum könnte das denn problematisch werden?

  • Ich habe gerade mal wieder die beiden beaucerongasthunde von einer guten Freundin da. So 2-5 mal im Jahr habe ich die für ein paar Tage bis zu 2 Wochen.
    Die sind hier wie zu Hause, werfen nicht einen Blick zurück und leiden null. Denen geht es zuhause gut, aber hier auch. Das sind glückliche, zufriedene Hunde, die anpassungsfähig und gerne hier sind.
    Heute Abend kommt dann noch der terrierrüde einer Freundin her, der zwei Wochen bleibt. Auch der wirft keinen Blick zurück und ist hier wie zuhause.
    Am 5.2. verteile ich dann meine Hunde plus den Terrier, weil ich am 6.2. Fortbildung habe. Ist eben so. Ich hab da kein schlechtes Gewissen, denn ich weiß das macht meinen Hunden nichts aus. Am 6.2. abends sammel ich die dann alle wieder ein.


    Keiner dieser Hunde ist ein Wanderpokal, sie sind es einfach gewohnt und fühlen sich bei ihren Betreuern wie daheim. Ich bekomme immer rundum glückliche, zufriedene Hunde zurück. Und so geht es meinen Freunden, die ihre Hunde hier bei mir lassen auch. Wir helfen uns gegenseitig und ich bin so dankbar, dass ich egal was ist, Leute habe die meine Hunde betreuen und meine Hunde behandeln und lieben wie ihre eigenen.


    Meine Hunde haben das Glück von vielen Menschen geliebt und umsorgt zu werden. Und daran ist nichts schlecht. So ist eben unser Model und für uns und meine Freunde und Bekannte passt das genau so. :gut:


    Und da sind Hunde dabei, die nicht einfach sind. Trotzdem klappt das.


    Nur als Beispiel, dass das sehr gut funktionieren kann mit der fremdbetreuung.


    Lg

  • Na ja, Standardprogramm...


    Beim Thema Impfen und Entwurmen scheiden sich einfach die Geister. Ich würde meinem Hund weder jedes Jahr irgendwelche Impfdosen verpassen lassen noch ihn alle 3-4 Monate entwurmen. Wurmkuren können den Körper auf Dauer mitunter stark belasten. Auch Impfungen werden nicht von allen Hunden gut vertragen und wenn man sich mal etwas in das Thema einliest, wird der ein oder andere zu dem Schluss kommen, dass er auf bestimmte Impfstoffe lieber ganz verzichtet. Mein Hund ist grundimmunisiert und wird mittlerweile nur noch alle 3 Jahre gegen Tollwut geimpft (und das auch nur fürs Ausland und für Ausstellungen). Damit würde er von jeder Pension abgelehnt werden - die möchten nämlich in aller Regel das "Standardprogramm".


    Auch haben viele hier im Forum intakte Hunde. Läufige Hündinnen sind in Hundetagessstätten/Pensionen aber fast immer nicht erlaubt. Da stellt sich dann schon die Frage, ob man einen gesunden Hund wegen sowas einer durchaus großen Operation unterziehen will.

  • Ah, vielen Dank. Damit habe ich mich natürlich noch nicht beschäftigt, aber wenn das die grundsätzliche Pflicht wäre, um einen Hund professionell betreuen lassen zu können, müsste er da wohl durch.

  • Ah, vielen Dank. Damit habe ich mich natürlich noch nicht beschäftigt, aber wenn das die grundsätzliche Pflicht wäre, um einen Hund professionell betreuen lassen zu können, müsste er da wohl durch.

    Wie gesagt, das wäre vielleicht ein Punkt gewesen, der für dich die Betreuung durch eine Hundepension unattraktiv gemacht hätte und dann ggf. als Plan A/B/C/D oder wie auch immer rausgefallen wäre.


    "Standardprogramm" ist so eine Sache. Impfungen an sich schon, aber welche, wann und wie oft - da gibt es unter Hundehaltern sehr unterschiedliche Ansichten und je nach Hund (z.B. bei Autoimmunerkrankungen oder anderen Erkrankungen) sieht der Fall dann nochmal anders aus. Gleiches gilt für regelmäßige Entwurmungen ohne akuten Wurmbefall (prophylaktisch wirken die ja nicht) und auch für Kastrationen. Das kann man befürworten oder ablehnen - und je nach dem fällt dann die Option "Hundepension" ggf. weg.


    Ich hoffe, dass ich damit jetzt keine Pro-Contra-Diskussion Impfen/Entwurmen/Kastration vom Zaun gebrochen habe. Das gehört hier nämlich nicht rein. Ich fand den Punkt nur wichtig, wenn man eine Hundepension als mehr oder weniger stark ausgeprägtes Betreuungs-Auffangnetz vorsieht.

  • Impfungen: wobei der Trend ja auch immer mehr dazu geht, dass die entsprechenden Impfungen zumindest schon einmal eine, äh, Gültigkeitsdauer (sorry, mein Hirn ist im Sonntagsmodus, mir fällt das korrekte Wort gerade nicht ein) von 3 Jahren haben. Ich vermute, dass diese Gültigkeitsdauer eher steigen wird, sie betrug ja vor einiger Zeit wohl nur 1 Jahr und die Immunität scheint ja auch über 3 Jahre hinaus gegeben zu sein.
    Das bedeutet dann auch für nach Standardprogramm geimpfte Hunde weniger Impfbelastung. Wie kritisch man die Impfbelastung nun einschätzt, ist dann wirklich noch einmal eine eigene Diskussion.

  • Bei einer eher seltenen Rasse wie dem Kromi musst du damit rechnen, dass du die nächsten 1-2 Jahre auf einen Welpen warten musst. Daher habe ich mich vor 12 Jahren gegen einen Kromi entschieden.

  • Ja, das würde sowohl bei einem Kromi, als auch bei einem Danski ein Problem werden :( Hab bisher nur praktisch keine andere Rasse gefunden, wo ich sagen konnte: Jup, das könnte es sein. Gerade der weit oftmals erwähnte Jagdtrieb hat mich von einigen Rassen wieder Abstand nehmen lassen oder wenn Hunde gerne als bellfreudig bezeichnet werden.

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