Qualzuchten II
- Helfstyna
- Geschlossen
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Wie läuft das denn? Ist ne ernstgemeinte Frage, ich war wirklich noch nie bei Facebook.
Also komme ich da als neuer User in so eine Gruppe, will mich informieren und niemand weist auf die gesundheitlichen Probleme zb bei Frenchies hin?
Und wenn ich eine Frage stelle, so wird diese abgetan?
Und wenn ich selber Bedenken äussere, zb bei Problemen mit der Atmung und da frage, woher das kommt und was das für Auswirkungen hat, fliege ich aus der Gruppe?
Entweder antwortet keiner oder nur ganz allgemein. Ich nehm mir dann meist nen Herz und schreibe nochmal ne private Nachricht.
Beim letzten Mal hab ich mehrere Nachrichten bekommen
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Zitat
Aber, wenn man das Elend wirklich abstellen möchte, dann muss der Gesetzgeber einen Riegel vor schieben. Und selbst dann ist das Problem noch nicht ganz vom Tisch, ein sog. Schwarzmarkt wird immer existent bleiben, aber es wäre schon mal besser, als der Ist-Zustand (und dann blieben noch die TS-Problematiken, insbesondere die Importe).
Und genau da sehe ich auch das Problem. Zuchtverbote kämen ja nur bei denen an, die seriös züchten.
Soweit ich mich entsinne, ist ja nur ein kleiner Teil der (ich kann immer wieder nur von) Französischen Bulldoggen (sprechen) wirklich gemeldet gezüchtet. Der Test kommt aus anderen Quellen und da greifen Zuchtverbote doch nicht wirklich...
ZitatDir macht das Hoffnung, ich habe meine Hoffnung in mehr als zwei (oder sind es nicht schon drei) Jahrzehnten verloren.
Naja, es ist wie gesagt besser als nichts. Das klingt vielleicht jetzt blöd, aber ich lese ja schon mal in den Kleinanzeigen quer. "Längere Nasen" scheinen ein zunehmendes Verkaufsargument zu sein. Vielleicht geht der Trend inzwischen ja doch in eine andere Richtung und Dinge, die nicht mehr "in" sind, werden weniger produziert.
Ich weiss, dass das akut überhaupt nichts rettet, aber die xtrem platten Nasen sind nun auch ein Trend (gewesen), ohne die es viele Probleme jetzt gar nicht gäbe.
Du weisst, dass ich mir nichts mehr wünsche, als dass 'meine' Rasse gesund wäre. So blauäugig der Wunsch auch sein mag, ja, ich hoffe ganz eindeutig, dass es irgendwann wirklich wieder richtig gesunde Bulldoggen gibt.
ZitatHabe ich auch nicht behauptet, nicht einmal drüber nachgedacht.
Weiss ich, war auch nicht auf dich bezogen, sondern sollte nur ausdrücken, dass das nicht gänzlich an mir vorrüberzieht.
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Und genau da sehe ich auch das Problem. Zuchtverbote kämen ja nur bei denen an, die seriös züchten.
Ich spreche auch nicht von Zuchtverboten (bzw. nicht alleine), mir schweben Haltungsgenehmigungen/-verbote vor. Ähnlich, wie das hier (in CH) mit bestimmten Sokas gehandhabt wird.
Weiss ich, war auch nicht auf dich bezogen, sondern sollte nur ausdrücken, dass das nicht gänzlich an mir vorrüberzieht.
Du wärst nicht hier im Thread, würde es an Dir vorüber ziehen
Du weisst, dass ich mir nichts mehr wünsche, als dass 'meine' Rasse gesund wäre. So blauäugig der Wunsch auch sein mag, ja, ich hoffe ganz eindeutig, dass es irgendwann wirklich wieder richtig gesunde Bulldoggen gibt.
Ja, das weiss ich
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Und genau da sehe ich auch das Problem. Zuchtverbote kämen ja nur bei denen an, die seriös züchten.
Nein. Gesetze gelten für alle.
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Nein. Gesetze gelten für alle.
Wenn sie allerdings im Ausland gezogen werden ... muss man sehen, dass man das auch noch (mit) abdeckt
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Wie läuft das denn? Ist ne ernstgemeinte Frage, ich war wirklich noch nie bei Facebook.
Also komme ich da als neuer User in so eine Gruppe, will mich informieren und niemand weist auf die gesundheitlichen Probleme zb bei Frenchies hin?
Und wenn ich eine Frage stelle, so wird diese abgetan?
Und wenn ich selber Bedenken äussere, zb bei Problemen mit der Atmung und da frage, woher das kommt und was das für Auswirkungen hat, fliege ich aus der Gruppe?
Entweder antwortet keiner oder nur ganz allgemein. Ich nehm mir dann meist nen Herz und schreibe nochmal ne private Nachricht.
Beim letzten Mal hab ich mehrere Nachrichten bekommen
Das kenne ich auch.
Öffentlich äußern tut sich kaum einer. Man bekommt aber reichlich "persönliche Nachrichten" von anderen Betroffenen.
Die Facebook-Rassegruppen wollen nur süße Bildchen bzw. das Liken dieser. Kritische Fragen, vor allem bezüglich Gesundheit, sind unerwünscht und werden möglichst schnell abgetan und höchstens "ganz allgemein" beantwortet.
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Und genau da sehe ich auch das Problem. Zuchtverbote kämen ja nur bei denen an, die seriös züchten.
Nein. Gesetze gelten für alle.
Da hast du natürlich recht! Ist halt die Frage, ob sich auch alle dran halten.
Und wie @Das Rosilein schon sagt, gilt das ja dann auch nur für Deutschland.
Zitatmir schweben Haltungsgenehmigungen/-verbote vor
Das finde ich interessant. Aber siehst du denn in Verbindung damit einen Wiederaufbau der Rasse vor?
Entweder antwortet keiner oder nur ganz allgemein. Ich nehm mir dann meist nen Herz und schreibe nochmal ne private Nachricht.
Beim letzten Mal hab ich mehrere Nachrichten bekommen
Das kenne ich auch.
Öffentlich äußern tut sich kaum einer. Man bekommt aber reichlich "persönliche Nachrichten" von anderen Betroffenen.
Die Facebook-Rassegruppen wollen nur süße Bildchen bzw. das Liken dieser. Kritische Fragen, vor allem bezüglich Gesundheit, sind unerwünscht und werden möglichst schnell abgetan und höchstens "ganz allgemein" beantwortet.
Wie gesagt, ich finde es ok, wenn in solchen Gruppen ein grundsätzlich von ausserhalb kritikloser Austausch stattfinden kann, finde es aber genauso schade, dass Informationen anscheinend gänzlich verwehrt werden. Das war mir auch so überhaupt nicht bewusst.
Ich teile bei Instagram und auch hier wie viele andere Menschen Bilder von meinem Hund, weil ich ihn klasse finde. Er ist für mich der allertollste Hund der Welt und das darf auch jeder wissen.
Ich führe gerne Gespräche über die Rasse, in jeder Hinsicht, aber ich wäre zutiefst getroffen, wenn jemand hässliche oder niedermachende Kommentare oder Belehrungen unter seine/meine Bilder stellen würde.
Das hat aber eben nur etwas mit meinem Hund zutun, und nicht mit der Rasse ansich. Vielleicht ist es manchmal schwer, dort eine Grenze zu ziehen.
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Das finde ich interessant. Aber siehst du denn in Verbindung damit einen Wiederaufbau der Rasse vor?
M.E. sogar nur so.
Erst einmal müssten Fachleute untersuchen, inwieweit hier noch Chancen bestehen und was das für die Zwischengenerationen vll. kostet. Oder anders: wie die Chancen stehen.
Hat es noch Chancen, dürften sich Züchter zertifizieren lassen (nicht VDH Siegel, sondern eben eines zu diesem Zweck) und Halter dürften nur und ausschliesslich dort kaufen (nix importieren), müssten das aber quasi beantragen, noch irgend einen Kurs nebst Schein machen. (Deswegen schrieb ich vorher, wie hier bei einigen Sokas, z.B. Rottweiler. Diese Geschichten sind zwar kantonal geregelt, das müsste man dann bei Qualzuchten landesweit machen, sonst bringt das nichts). Mit anhängen könnte man noch, dass die Käufer die Gesundheitsdaten an entsprechende Stellen zur Auswertung veröffentlichen (quasi am "rettet Rasse X" mit einbezogen werden).
Wer das nicht will, bekommt höchstens noch einen vom TS, wobei das jeweils auch reglementiert werden müsste, so dass nicht auf einmal massenweise für den TS die begehrten Rassen im Ausland gezüchtet werden.
Jetzt gibt es m.E. mehrere Möglichkeiten, wie das ausgehen kann. Eine wäre: Den Menschen ist das zu viel Aufwand, die Wartelisten zu lange, und sie wenden sich anderen Nichtqualzuchtrassen zu. Durch das Procedere dürften die Preise steigen, das wäre vll. abseits der Liebhaber des Exklusiven etwas zu teuer. Züchter, die die Rasse wirklich noch einmal (sofern möglich) nach vorne bringen möchten und intensiv daran arbeiten, würden davon profitieren und bekämen ihren Aufwand dann wenigstens bezahlt und würden nicht mehr von der Kofferaumkonkurrenz an den Rand gedrängt.
Wenn es keine Chancen mehr für diese Rasse gibt, erzwingen kann man das ja nicht, dann muss man das akzeptieren.
Meine Herzensrasse ist übrigens der Dobermann. Für lange Jahre stand er an meinen Wohnort(en) auf der Liste, und unter solchen Vorraussetzungen wollte ich keinen Hund halten. Und dann ging viel Zeit ins Land und ein einziger Blick auf dieses gesundheitliche und mentale Desaster reicht mir völlig. Glaube nicht, dass beim Dobi noch was zu retten ist.
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Also, widersprechen sich diese beiden Sätze von dir nicht total?
Das ist nicht so, dass das nicht ankommt bei den Menschen
Natürlich bin ich auch weder doof noch blind und sehe, dass Angebot und Nachfrage scheinbar nicht weniger werden.
Also es kommt an, aber die armen Viecher gehen weiter weg wie warme Semmeln. Passt doch nicht zusammen.
Ich hatte es vor ner Weile auch, jemand wollte nen Mops. Ich erkläre das mit der Nase, wie defomiert die Köpfe sind, schlage vor sie könne sich ja mal Röntgenbilder angucken im Netz damit sie das selber sieht. Und das eben alle Hunde mit dieser Art von Gesicht betroffen sind. Alles freundlich! Weil mit Honig fängt man mehr Fliegen und so. Und über den Zeitraum von mehreren Tagen, immer wieder Nachfragen zu dem Thema von ihrer Seite aus.
Die Reaktion war zusammengefasst "omg, das ist ja richtig schlimm und ja, also sowas möchte ich nicht!"
Was zieht 3 Monate später da ein?
Teuer importiert aus Amerika?
Eine englische Bulldogge.
Weil die aus Amerika soviel gesünder sind als von hier!
Im Alter von 3,5 Monaten schon die erste Cherry Eye OP, ist doch völlig normal.
Videos "wie süß und aktiv" die Kleine ist.
Joah... Aktiv... Total... Wirkt eher wie ein bisschen Zeitlupe, aber nunja.
Tja... Soviel dazu das es irgendwie ankommt.
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Aoleon Wenn man die Zitate zurückverfolgt, sieht man, dass die nicht in direktem Zusammenhang (nicht mal in einem Beitrag) stehen.
ZitatDas ist nicht so, dass das nicht ankommt bei den Menschen
meint, dass es nicht so ist, dass die Leute noch nie was von Brachycephalie gehört haben. Es IST Thema, dass die Rasse krankgezüchtet ist. Es ist in den Köpfen der Menschen und es wird darüber gesprochen.
Viele (fast alle) sprechen mich darauf an, fragen, inwieweit mein Hund betroffen ist, welche Probleme oder Einschränkungen er hat.
Es ist ja nicht so, dass ich mit einem Qualzucht-Schild um den Hals durch die Gegend laufe und missioniere!
In meinem Umfeld hat sich niemand für einen Frenchie- oder Mopswelpen entschieden; eine wollte einen Frenchie aus zweiter Hand aufnehmen (was sich aus diversen Gründen doch nicht ergeben hat).
Ich weiss nicht, was die Person aus deinem Beispiel dazu bewegt hat, sich trotz deiner Bemühungen einen Bulldoggenwelpen anzuschaffen, woher auch?
Und das meint der andere Satz, den du zitiert hast
ZitatNatürlich bin ich auch weder doof noch blind und sehe, dass Angebot und Nachfrage scheinbar nicht weniger werden.
Sicher ist das so, aber deswegen werde ich jetzt auch nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern das weiterhin so handhaben, wie bisher.
Es wird sich nur an der Zucht etwas ändern, wenn sich am Bewusstsein der Menschen was ändert, und das geht wahrscheinlich nicht von heute auf morgen. Aber zu resignieren und zu sagen 'bringt doch eh nix, das kommt eh nicht an' bringt m.E. genauso wenig wie mit dem Dampfhammer gegen alle Halter vorzugehen.
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