Rettungshunde - Allgemeiner Talk Thread
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......Wie schon geschrieben, muss ich halt schauen, wie es sich mit meiner Arbeit vereinbaren lässt, aber das muss sicherlich jeder für sich bedenken.
Du mußt übrigens nicht bei jedem Einsatz dabeisein. Natürlich möglichst oft, dafür wird ja ausgebildet - immerhin investieren auch die Ausbilder unentgeltlich ihre Freizeit in uns.
Aber es sollte halt möglich sein, anfangs häufig zu kommen. Wichtig ist dabei die Regelmäßigkeit für den auszubildenden Hund, also net mal 4 Wochen überhaupt nicht. Kann auch sein, daß man 4 Wochen lang nicht am Wochenende kann, aber unter der Woche. Tut keinem weh. und die Theorie sollte halt dann schonirgendwann abgeleistet sein, wenn die Prüfung fällig ist. Weil bis die Theorietermine alle "durch" sind, brauchste n Jahr (die finden meist nicht jede Woche statt). Wenn Du also mit dem Zeugs erst anfängst, wenn der Hund schon prüfungsreif ist, ist das auch net so lustig *ggg Aber man kann die Theorie auch auf die 2-3 Ausbildungsjahre verteilen. Strategisch, sozusagen.... *ggWir haben auch Leute mit Schichtdiensten (Polizisten, ne Ärztin), oder Lehrer (in der Zeit kurz vor den Zeugnissen meist eher selten im Training), oder Selbständige - wenn der Kunde ruft, ist der halt dran, fertig. In Bayern gilt inzwischen (woanders weiß ich net): der Arbeitgeber sollte Dich freistellen, wenn möglich, und kann die verlorene Arbeitszeit anschließend in Rechnung stellen. Wie bei freiwilligen Feuerwehren zB auch! Aber wenn Du gerade auf ner Geburtstagsfeier drei Wein getrunken hast, kannst eh nimmer fahren, und so braucht man auch net ins Gelände zu gehen mit evtl. Sturzgefahren o.ä.! Andererseits muß man nicht, wenn man weiß, man ist einsatzfähig, sich jeden Abend ne Flasche Wein reinpfeifen, mit dem Hintergrund, es wird schon kein Einsatz kommen, nach Motto: Naja, dann fahr ich halt (mal wieder) net *ggg oder man macht zwar die Ausbildung und Prüfung mit unter der Prämisse "naja, ich würd ja gern, aber mein Partner streikt bestimmt, wenn ich nachts auf Einsätze weggehe". Das muß man halt bedenken. Wie oft das dann letztlich vorkommt, daß man genau dann Schichten hat, wenn Einsätze sind, das kann man eh net absehen. Bei uns ist es so, daß irgendwie zur Zeit immer Freitag abend Einsätze kommen, wo ich im Nebenjob Nachtschicht mache. Dann kann ich da auch net raus (Gastronomie).... Is halt dann so.
Also: gehen tut alles. Ist halt ne Frage der Prioritäten, und man muß sich dessen bewußt sein, wenn man sich dafür entscheidet. Denn wenn man nach 2 Jahren Ausbildung feststellt, es wird einem zu viel, wär´s schade um die Zeit, die die Ausbilder und Staffelkollegen dem Hund und Halter gewidmet haben, andererseits ist es auch schade, wenn der Hund gelernt hat, daß die Sucherei obergeil ist, und man kann ihm das später nicht mehr bieten, weils einem zu viel geworden ist.
Blöd ist es auch, wenn man kurz vor der Prüfung auf Einsatzfähigkeit feststellt, bei der Unterordnung reichts net für die Prüfung (hatten wir schon mehrfach nen HF, der dann gekniffen hat und aufgehört hat - jammerschad um den tollen Hund damals....). Das ist dann das nächste Thema: Unterordnung muß privat nebenbei trainiert werden. Die Ausbilder geben zwar gerne mal nen Tip, aber generell ist man selbst verantwortlich dafür, daß man dann mit einer guten Unterordnung in die Prüfung geht. Sprich - auch die Unterordnung in Heimarbeit (oder Verein/HuSchu) kostet ja nochmal Zeit, abseits von den Trainingszeiten der Staffel.....
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Hi
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Ne, Listen mit Staffeln nach PLZ gibts net. Dazu tut sich wahrscheinlich auch zu viel, es lösen sich immer wieder mal Staffeln auf, teilen sich oder schließen sich zusammen. Die wäre nie aktuell, so ne Liste *gg
Aber Du kannst ja mal ne PLZ schreiben, wo Du lebst (zumindest die ersten 3 Ziffern), dann können die hier Anwesenden Staffeln ihrer Organisation reinschreiben, die in der Nähe wären. Wär das ne Idee?
Oder Du googelst nach "Rettungshunde XY (Name der Stadt)". Aber oft heißen die dann anders, oder gehören einfach zu einer Hilfsorganisation, bei der die Staffel nur unter "ferner liefen:" läuft, sodaß die nicht groß beworben wird.
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Ich komme aus der Nähe von 29690.
Gefunden habe ich Rettungshunde in Visselhövede, aber da gibt die HP nichts her, wie die Ausbildung ist etc.
Dann noch RHS in Hannover Lehrte, wäre von hier aus ne halbe Stunde Fahrt.Da ich Single bin, würde es keinen interessieren, wenn ich zu einem Einsatz müsste
Allerdings arbeite ich als Nachtwache im Altenheim und bin da die einzige Examinierte und kann die Arbeit nicht verlassen, denn im Notfall muss ich halt vor Ort sein.Deshalb bin ich ja alle 2 Wochen sozusagen "frei", weil ich immer eine Woche arbeite und eine Woche frei habe.
UO ist kein Problem, hat sich zwar ein wenig geändert seit damals, aber Dusty und Bibo haben auch die BH gemacht und das ging recht gut.
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Man geht mit dem Hund unangeleint durch den Wald. Die Versteckpersonen liegen so, dass der Hund die Witterung in die Nase bekommt. Aber natürlich nur 2/ 3 Meter weg. Der Hund läuft hin, ist ja ein interessanter Duft und wird dort gleich bestätigt. Das macht man mit 2/ 3 Personen. Die Abstände zu den einzelnen Personen werden langsam größer. Also die liegen in größerem Abstand auseinander. Oder der Abstand in dem man vorbei geht wird größer.
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Rettungshundestaffel Salzhausen
Hier ist eine Seite, wo Du einfach Deine PLZ eingeben kannst, und die Dir dann ne Staffel sucht. Problem: die stehen mit genau ihrer PLZ drin, wenn Du in nem Stadtteil mit ner andren PLZ suchst, finder ers net. Aber kannst ja die nächstgrößte Stadt nehmen und dann deren PLZ eingeben oder so.
Und nicht gleich verzweifeln: wenn da steht, die Staffel sitzt in XY, heißt das noch nicht, daß auch dort trainiert wird. Trainingsgebiete/Einsatzgebiete können nördlich/südlich/westlich/östlich davon sein, da würde ich trotzdem mal anfragen, auch wenn der Weg weit scheint, ob die nicht in Richtung Deiner Heimat Trainings-/Einsatzgebiete haben. Das oben wäre von der von Dir genannten PLZ zB 80 km weit weg. Aber wenn die zB Trainingsgebiete in Deine Richtung haben von dort aus, ist´s ne kürzere Anfahrt.
Und wenn das Team paßt, ist ne weitere Fhart mir selbst lieber als die Staffel im Nachbarhaus, bei denen ich aber mit den Leuten net kann. Denn man verbringe mit dem Haufen so viel Freizeit - das muß schon passen, privaten Streß mit Staffelkollegen oder Zickereien brauch ich in meiner Freizeit net.
Also lieber ne Staffel angucken, die net ganz in der Nähe ist, und Fahrzeiten in Kauf nehmen. Denn die Fahrtzeiten sind noch das Wenigste, was Du an Zeitaufwand für die Staffel erbringen mußt..... Wenn Du da paar km weiter fährst, sind das vlt. hin und zurück 30 km mehr als zu ner näheren Staffel - aber bei 8 Stunden Training fallen die dann hin und zurück insgesamt 30 Minuten mehr net wirklich ins Gewicht, wenn das Team dafür besser zu Dir paßt.
Edit: Hahaha..... ich seh grad, Vissehövede is auch Johanniter ;-) Ruf an und frag nach ner eigenen Website - wir haben auch ne private Website neben der offiziellen JUH-Seite, die eigentlich gar nix aussagt! Hab ganz spontan das hier gefunden:
Johanniter Rettungshundestaffel – Breitensportclub für Turnierhunde MV Visselhövede – Hiddingen e.V.
Da scheinen die ihre Unterordnung auf dem Platz zu mache, und paar Fotos sind drin. -
Ja genau, die sind das.
Ich habe nur durch Zufall raus gefunden, dass es dort eine Staffel gibt, weil ich in Vissel ne Weile zur Aushilfe war und dort ins Heim fahren die und machen Besuche.Ich schicke da mal ne Mail hin, mal sehen, was sich ergibt.
Vielen Dank für Deine Tipps und ausführlichen Erklärungen!!
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Man geht mit dem Hund unangeleint durch den Wald. Die Versteckpersonen liegen so, dass der Hund die Witterung in die Nase bekommt. Aber natürlich nur 2/ 3 Meter weg. Der Hund läuft hin, ist ja ein interessanter Duft und wird dort gleich bestätigt. Das macht man mit 2/ 3 Personen. Die Abstände zu den einzelnen Personen werden langsam größer. Also die liegen in größerem Abstand auseinander. Oder der Abstand in dem man vorbei geht wird größer.
Sowas machen wir schon auch mal - aber erst, wenn das Bellen "sitzt", und erste Versuche mit "Person versteckt sich minimal" positiv liefen. Dann macht man das, einfach um zu sehen, ob der Hund schon verstanden hat, um was es geht: "ankommen - bellen". Aber dann natürlich net auf 2-3 Meter, weil sonst geht der Hund ja net nach Nase - dafür brauchts dann keine Witterung, wenn er das Opfer sehen kann *gg Ziel ist ja die Nasenarbeit beim Witterungsspaziergang. Aber ich glaube, so hattest Du das schon auch gemeint, daß die etwas versteckt sind, oder?
Das ist eben der Rückwärts-Aufbau: man fängt mit dem Ende der Verhaltenskette an, dem Bellen. So kommt der Hund egal in welche Situation beim Vermißten, und macht etwas, das er von der ersten Minute an kennt, gut kann und was ihm leicht fällt, und von dem er gelernt hat, das hilft immer, egal was am Ziel passiert: bellen, bellen, bellen. Das gibt ihm Sicherheit, das ist sein Ziel. Nicht das Ankommen als Ziel, weil das Bellen danach sieht er dann unter Umständen als "infragestellbar" an oder als: jetzt hab ich schon gefunden, jetzt muß ich auch noch bellen (sozusagen noch mehr fordern, nachdem das Ankommen schon positiv erledigt wurde) (zB wenn nach langer Suchzeit die Puste ausgeht, oder die Situation komisch wird - gemäß dem Motto: "iiii, der/die stinkt/läuft/guckt komisch, jetzt muß ich da auch noch bellen". Dann lieber ein: "Der is komisch. Jetzt bell ich einfach mal, bellen hat bisher immer geholfen und zum Ziel geführt, egal, was war". Das gibt Sicherheit. So wurde das damals erklärt. Bei der Variante hängt man halt u.U. bei einem net sehr bellfreudigen Hund ziemlich lange an den Basics - das könnte halt dann auf der andren Seite Langeweile oder Frust verursachen. Muß man gucken, was es mit dem Hund macht - ganz individuell. Andererseits - wenn das dann so mal sitzt, dann sitzt das. Und zwar zuverlässigst...
Was Du beschreibst, ist dann halt ein eher modularer Aufbau. Einerseits das Finden, andererseits das Bellen. Mag den Vorteil haben, daß ein unsicherer Hund anfangs nicht zu bellen braucht. Andererseits bringt ihm halt genau das wie oben schonmal beschrieben bei: nur finden ist ja auch schon toll und wird bestätigt, warum soll ich dann noch bellen, wenn die Auffindesituation komisch ist. Er lernt das Nichtbellen als Alternative überhaupt erst kennen. KANN ein Risiko darstellen, je nach Hund. Da muß man dann halt wieder individuell gucken, was zu welchem Hund paßt. Das würde ich zB eher mit nem Hund so aufbauen, für den das Bellen nie ein Problem ist. Weil der bellt dann irgendwann automatisch beim Ankommen und ihm is da wurscht, daß er im Aufbau zT net zu bellen brauchte. Aber gerade bei nem Hund, der eh net gerne bellt, die Alternative "ankommen ohne zu bellen ist ok" zu üben, wär mir jetzt zu gefährlich.... Auch wenns nur am Anfang passiert - aber gerade da prägt sich so Zeugs ein, und kommt dann im blödesten Moment wieder raus. zB auf der ersten Prüfung, weil Herrchen nervös und Hund daher verunsichert ist.
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@BieBoss Hat sich jetzt überschnitten, aber egal...
Mir ist's am Handy gerade zu mühsam die richtige Stelle zu zitieren.
Zu den "Witterungsspaziergängen", also Minisuchen mit Belohnung für's Ankommen ohne Anzeige. Ich glaube alle unsere geprüften Hunde haben das in der ersten Zeit ab und zu gemacht und "Opfer verlassen" ist hier nirgendwo ein Thema.
In meinen Augen widerspricht sich das auch überhaupt nicht. Der Hund bekommt die Belohnung nicht fürs Verlassen, nicht für's still warten oder an der VP kratzen, sondern sofort geworfen oder auf langem Arm gereicht, wenn er da ist. Lernt er parallel dazu das Verbellen, wird er sofort dieses Verhalten anbieten, wenn die Belohnung eben nicht sofort kommt.Diese Art dem jungen Hund im Wald Sicherheit und Selbstbewusstsein zu vermitteln kenne ich inzwischen aus verschiedenen Staffeln. Und natürlich machen wir das nicht mehr, wenn der Hund sicher und selbstbewusst bellt.
Dass bei Hunden, die beim Verbellen stark ins Konfliktverhalten kippen, der Freiverweis die logische Folge ist, ist klar.
Ich glaube einen guten Trainer macht aus, dass er einen großen Werkzeugkasten hat und für jeden Hund die passende Methode findet.
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