Kind will keinen Hund
- Sheltie_Cali
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Ist zwar OT und eine dumme Frage, aber müssen Erwachsene die Kinder haben immer ihre Bedürfnisse und Wünsche hinten anstellen? Ist das der Kinder wichtiger als das der Erwachsenen?
Es wird mir beim lesen nicht so ganz klar ob es ein gesundes Mittelmaß gibt oder ob Eltern sich wirklich "aufopfern" müssen. -
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Ist zwar OT und eine dumme Frage, aber müssen Erwachsene die Kinder haben immer ihre Bedürfnisse und Wünsche hinten anstellen? Ist das der Kinder wichtiger als das der Erwachsenen?
Es wird mir beim lesen nicht so ganz klar ob es ein gesundes Mittelmaß gibt oder ob Eltern sich wirklich "aufopfern" müssen.Ich hab's in meinem Post ja schon so angedeutet, wie ich persönlich das empfinde.
Grds. müssen Erwachsenen meiner Meinung NICHT ihre Bedürfnisse hinten anstellen, im Gegenteil, ich glaube nicht, dass das so toll ist.
Aber es geht doch hier in diesem Thread nicht darum, wie das ALLGEMEIN oder in einem gesunden Mittelmaß gehalten werden soll, sondern es geht um das spezielle Kind in diesem konkreten Fall. Und da finde ich eben, dass sich das alles nicht so normal liest (sprich nicht, wie es grds. sein sollte, gesundes Mittelmaß), sondern da würde ich mir mehr Gedanken machen und ggf. Maßnahmen treffen... -
Es geht hier nicht darum, ein Kind in eine Entscheidung einzubeziehen, sondern um ein Kind, dass offensichtlich Panik / Angstzustände beim Gedanken an einen Hund bekommt.
Das ist ein großer Unterschied.
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Danke euch für eure Antworten, ihr habt mir viel zu denken gegeben. Ich habe auch einfach kein gutes Gefühl dabei, jetzt einen Welpen zu holen. Natürlich habt ihr recht, wenn man sagt, man muss nicht auf alles verzichten. Aber einen Hund, der zu Hause lebt und doch alles ein wenig umkrempelt kann man nicht damit vergleichen, welches Auto wir haben. Es ist schon eine Umstellung. Wir haben auch ein Pferd und das ist im klarerweise völlig egal, schließlich steht es im Stall und er muss nichts damit zu tun haben, es ändert für ihn gar nichts, denn ich gehe reiten, während er in der Schule ist oder nachmittags mal mit meiner Tochter, ohne ihn.
Wie schon gesagt, es ist kein trotziges "ich will nicht", sondern ein flehendes "bitte nicht". Ich habe da schon meine Vermutungen, woher das kommen kann, wenn es auch nichts mit einem Hund zu tun hat. Aber ihr habt mich definitiv als Außenstehende in die richtige Richtung gewiesen. Ich war wohl zu nahe dran, um zu sehen, dass da noch mehr dahinter steckt. Danke euch!
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Orakeln und therapieren möchte hier keiner. Es geht nur um eine für alle vernünftige Lösung. Denn und der Aspekt sollte auch berücksichtigt werden, Tiere, Hunde im besonderen sind für Kinder in vielen Lebenslagen bestens geeignet!
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Ist zwar OT und eine dumme Frage, aber müssen Erwachsene die Kinder haben immer ihre Bedürfnisse und Wünsche hinten anstellen? Ist das der Kinder wichtiger als das der Erwachsenen?
Es wird mir beim lesen nicht so ganz klar ob es ein gesundes Mittelmaß gibt oder ob Eltern sich wirklich "aufopfern" müssen.Ich find die Frage nicht dumm.
Erstmal: Erwachsene können sich ihre Bedürfnisse in der Regel selbst erfüllen, Kinder nicht unbedingt. Als Erwachsener weiß ich vielleicht auch besser um Bedürfnisse und Wünsche, sollte diese artikulieren können und kann dann schauen, wie ich die erfüllt bekomme. Kinder müssen das erst noch lernen (viele Erwachsene aber auch). Das funktioniert nicht, wenn andere die Bedürfnisse dauerhaft zu 100 Prozent raten müssen und diese auch zu 100 Prozent erfüllen. Sondern nur, wenn entsprechende Lösungsmöglichkeiten und Alternativen angeboten werden.
Z.B.: Meine möchten gerne/ wollen unbedingt eine Geschichte zum Einschlafen. Ich muss aber noch dringend arbeiten, weil ich auch irgendwann mal schlafen will. Alternative ist ein Hörspiel. Wollen sie nicht, ich soll dabei bleiben. (Geht also gar nicht um die Geschichte, sondern darum, dass sie gerade Nähe wollen). Angebot von mir und Kompromiss: Hörspiel an, ich arbeite währenddessen und bleibe bei den Kindern sitzen, bis sie schlafen. Läuft. Kein Kampf, kein Streit, jeder fühlt sich soweit möglich respektiert und wahrgenommen.
Zudem kommt es darauf an, wie man das "hinten anstellen" empfindet. Es gibt natürlich Eltern, die machen sich regelrecht kaputt dabei, weil eigene Bedürfnisse andauernd auf der Strecke bleiben und sie meinen, dem Kiddo alles von den Augen ablesen zu müssen, aber überhaupt nicht auf sich achten. Es gibt Eltern, die respektieren Bedürfnisse der Kinder über Essen und Toilette hinaus gar nicht und nur die eigenen Wünsche zählen. Gesunde Mitte gibt es aber natürlich durchaus.
Ich finde, das ist ein gutes Beispiel zu meiner Argumentation, dass Kinder eben nicht in alle Entscheidungen einbezogen werden. Auf ein zweites, drittes oder wie auch immer Kind verzichtet auch keiner, bloß weil das bereits vorhandene Kind sagt, es möchte kein Geschwisterchen.
Da bin ich bei dir. Auto, Arbeit, ob ich noch weitere Tiere haben darf oder wir noch weitere Kinder haben dürfen - das sind meine/unsere Entscheidungen und ich geh da mit meinem Partner und seiner Meinung dazu natürlich anders um als mit dem Nachwuchs. Da wird auch niemand anders zu befragt aber es wird schon mit allen besprochen, die davon betroffen sind.In diesem konkreten Fall wurde Sohnemann aber nun einmal dazu befragt und möchte es nicht. Sei es, weil er Hunde nicht sonderlich mag, Angst vor Veränderung oder Zurücksetzung hat, den Welpen damit verbindet, dass Mutti ins Krankenhaus kam - können wir alle nicht beurteilen. Ich sehe, wie hier auch schon erwähnt aber die Gefahr, dass das Kind seinen Unmut dann am Hund auslässt, die Eltern-Kind-Bindung gestört wird und die Situation eskaliert, was dann alle belastet.
Eben das möchte @Sheltie_Cali ja nicht. Und jetzt noch zu sagen: "Machen wir trotzdem und deine Meinung/Ängste/Bedenken sind egal" ist halt denkbar ungünstig. Gelinde gesagt. Da würde ich jetzt auch nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen nur weil ich Kuchen und er Krümel, sondern weiterhin Ursachenforschung betreiben und das Gespräch suchen. Gegebenenfalls mit einem Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, wenn da noch was anderes dahinter zu stecken scheint oder man selbst nicht weiter weiß.
Es gibt wie gesagt auch reichlich Kinder, die wollen kein Geschwisterchen, schlagen den Bauch der Mutter, zwicken, schlagen, bewerfen den Säugling, sobald er da ist. Da ist es eben auch für alle besser, das Problem soweit wie möglich zu lösen, bevor der neue Erdenbürger da ist. Daher finde ich es super, dass du nachgefragt hast, Sheltie_Cali.
P.S.: Ist das Pferd deins oder eures? Machst du da viel mit deiner Tochter, war das schon vor deinem Sohn da oder war das auch ein Einschnitt? Vielleicht verbindet er ja generell Tiere mit "ich werde ausgeschlossen/kann noch nicht so viel mitmachen".
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Wir haben den Hund bekommen und mein Sohn hat ihn als Familienmitglied akzeptiert. Ich habe ihm aber nie so eine große Last auferlegt, ihn mit täglichen Aufgaben einzubinden. Ich halte es für falsch, deinem Sohn auch noch zu sagen, es soll haupsächlich sein Hund sein.
Mein Sohn ist noch nie mit ihm Gassi gegangen, oder hat sich sonst wie gekümmert. Brauch er auch nicht, denn ICH wollte den Hund ja. Die beiden begrüßen sich, wenn einer nach Hause kommt und das wars schon.Genauso halten mein Freund und ich es
Ich wollte die beiden Hunde, also sind Gassi, Trainieren, Füttern, Bürsten, Zubehör kaufen, Morgen und Abendliches rauslassen ect.pp, meine Aufgaben.
Was aber ebenfalls absolut ok ist, weil wir es von Anfang an so geregelt haben -
Frag deinen Sohn doch mal, was wäre, wenn du noch ein Kind bekommen würdest.
Wenn er sich dann auch so aufführt, dann ist es simpel Angst vor Kontrollverlust und Eifersucht.
Ich finde es nicht gut,auf was für ein Podest Kinder heutzutage gehoben werden, wie viel Macht/Druck sie über/auf ihre Eltern ausüben.
Ich würde den Hund anschaffen und gar kein weiteres Trara darum machen.
Er muss nichts mit dem Hund machen, er muss aber auch lernen, daß ihr nicht nach seiner Pfeife tanzt und auch Entscheidungen über seinen Kopf hinweg fällt.
Jetzt mal im Ernst, der Zwerg ist 6.
Wo soll die Reise da hingehen,wenn er euch jetzt schon so seinen Willen aufdiktiert? -
@straalster
Das Pferd ist im Grunde unseres, aber eigentlich nur meines und das meiner Tochter. Wir sind die Einzigen in der Familie, die reiten. Gekauft haben wir es vor knapp zwei Jahren. Ich hatte dann auch bald darauf einen Reitunfall und meine Kinder haben gesehen, wie ich mit dem Hubschrauber abtransportiert wurde. Es war schlussendlich nichts allzu Schlimmes und meine Tochter nahm das nicht so mit, sie ritt auch gleich weiter, mein Sohn allerdings hatte ein Jahr ganz stark mit Trennungsängsten zu kämpfen und wir nahmen auch professionelle Hilfe in Anspruch. Seit der Schule ist das alles sehr viel besser geworden. Es kann schon sein, dass er jetzt das Gefühl hat, ihm wird der Boden unter den Füßen weggezogen.Was das Einbeziehen in die Entscheidung betrifft: Wir sind nicht hingegangen und haben gesagt: Wollt ihr einen Hund? Wir waren gemeinsam Züchter besuchen (wie gesagt, da hätte er am liebsten die Hündin gleich mitgenommen), haben uns die Rasse angesehen, haben Welpen gesehen usw. und natürlich haben wir dann in unserer Vorfreude als Familie Namen überlegt usw.
Und ich denke @Zucchini, wenn man meine Beiträge gelesen hat, ist ersichtlich, dass es hier nicht um Willen aufdiktieren geht. Ich weiß nicht, was für Kinder du kennst, aber ich habe zwei sehr sensible, soziale, liebe Kinder, die einem immer alles recht machen wollen, manchmal schon zu viel, dass man aufpassen muss, dass sie auch mal lernen auf sich selbst zu schauen. Ja, da gibt einem als Mutter diese plötzliche grundsätzliche Ablehnung zu denken.
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Was mir bei der Sache so durch den Kopf geht, ist die Frage nach der Wertigkeit der Wünsche. Die Tochter wünscht sich einen Hund, der Sohn auf keinen Fall.
Wessen Wünsche haben nun mehr Gewicht? Eine schwierige Entscheidung.Ich persönlich würde wahrscheinlich eine Mehrheitsentscheidung treffen; wobei ich meine Kinder in derartige Entscheidungen nur in der Form einbezogen hätte, dass sie erfahren hätten, dass ein Hund einzieht. Ich hätte sie nicht gefragt, ob.
Wenn bei dem Sohn allerdings plötzlich echte Ängste auftreten, die nichts mit "Nicht mehr im Mittelpunkt stehen" zu tun haben, würde ich wahrscheinlich mal einen Fachmann draufschauen lassen. Denn, dass ein Kind, das nie schlechte Erfahrungen gemacht hat, plötzlich eine massive Angst vor Hunden entwickelt, würde mich stutzig werden lassen.
Aber so reagiert und denkt jeder anders
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