Der "gefährliche" Hund
- KuschlWuffl
- Geschlossen
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Wenn man bei "bringt aber nichts" bleibt, würden Frauen immer noch als zarte Seelchen gelten, die zur Hysterie neigen, keine eigene Sexualität haben, nicht wählen und studieren dürfen etc. Roma und Sinti wären immer noch dreckige, stehlende Zigeuner, Menschen mit geistiger Behinderung minderbemittelte Idioten, Punks asoziale Arbeitslose etc.
Und in den Fällen hat beschweren was gebracht? Ich glaube, da ging ein bisschen mehr als "alle die das meinen sind doof"
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Hat ja auch keiner gesagt
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Man sollte immer eine Rasse wählen, die zu einem selbst und dem eigenen Leben passt. Dazu gehört einfach auch sich darüber klar zu sein, dass es Hunde gibt, die auch mal „schief angeguckt“ werden. Manchen HH ist das egal, manchen nicht.
Wenn hier im Forum jemand fragt, welcher Hund zu ihm passt, dann habe ich ehrlich gesagt noch nie gelesen:“ ist doch egal, der Hund muss dir gefallen, nimm die Rasse die du magst und was andere sagen spielt keine Rolle.“
Ich denke nicht das jeder einfach jede Rasse nehmen sollte. Einer 70jährigen würde man doch auch keine Dogge empfehlen, einem Sesselpupser keinen Hütehund und einem Leistungssportler keinen Mops. Und wenn jemand ein Problem damit hat, das er unangenehm aufallen könnte, der unter blöden Sprüchen oder Anfeindungen leidet, dann sollte der auch nicht unbedingt einen Listenhund nehmen. Unterm Strich hat der Hund dann nämlich auch nichts davon, wenn er versteckt wird. Jedem steht die persönliche Freiheit zu seine ganz eigenen Macken zu haben.
Und ganz ehrlich: dieses ständige „ich werde gemobbt, nur weil ich einen Listenhund habe, nervt genauso wie „alle Hundesportler sind brutal“, „kleine Hunde sind keine richtigen Hunde“ usw, usw.... Viele HH sind ständig irgendwelchen Anfeindungen ausgesetzt. Einfach weil es Menschen gibt, die immer was zu motzen haben. Nur macht die Listenhundegemeinde immer ein riesen Fass auf.
Die beste Pro-Listenhunde-Werbung macht man, indem der Hund ganz einfach ein normaler Hund ist. Also sich sicher und normal in seiner Umwelt bewegt. Und dafür kann ich als HH sorgen. Dieses ganze gejammer und sich beschweren wie doof alle sind und wie ungerecht finde ich kontraproduktiv.
Und das es die Listenhunde überhaupt gibt, hat man Leuten zu verdanken, die ihren Kopf nur benuzt haben, damit die Haare irgendwo hin können. Nicht denen die von den Hunden dieser Schwachmaten attackiert wurden. -
Wenn man bei "bringt aber nichts" bleibt, würden Frauen immer noch als zarte Seelchen gelten, die zur Hysterie neigen, keine eigene Sexualität haben, nicht wählen und studieren dürfen etc. Roma und Sinti wären immer noch dreckige, stehlende Zigeuner, Menschen mit geistiger Behinderung minderbemittelte Idioten, Punks asoziale Arbeitslose etc.
Du bringst da einiges durcheinander. Für die Rechte der Frauen wurden viele Opfer gebracht, viele mutige Vorkämpferinnen, die es uns in Deutschland möglich machen, als Frau so frei und sicher zu leben wie wir leben. Wie man geboren wird, als Frau, als Schwarze, als Roma oder Sinti, körperlich eingeschränkt, das kann niemand für sich entscheiden.
Wie ich nach außen trete, ob zb nur noch in Unterhosen, oder eben als Punk, Rocker, mit Chi oder Staff, das ist meine Entscheidung.
Ich finde es wenig hilfreich, wenn nun mit einem ziemlich verschobenen Weltblick danach gerufen wird, doch bitte über jeden Biss zu berichten, anstatt zu fordern, daß Berichte sachlich erscheinen, daß zb die Hunderasse nicht erwähnt wird, wenn sie nicht notwendig ist und ich denke auch mal, daß man so realistisch sein sollte zu sehen, daß die Berichterstattung im Fall Chicco, der immerhin zwei Menschen getötet hat, durchaus sachlich war.
Und wenn ein Kampfhundbesitzer meint, wir "Normalos" hätten nichts zu beschweren, ist schon arg realitätsfremd. Der 'Fall Volkan' hat damals für sehr viele Menschen auch mit Nichtkampfhunden sehr viel Schlimmes gebracht, vom Aushebeln einiger Grundgesetze bis zu Einschränkungen, Bedrohungen etc. im Alltag.
Solidarität erreicht man sicherlich nicht mit "wir leiden mehr als Du, also red nicht mit", sondern Solidarität entsteht auch durch Respekt und nicht durch dieses lächerliche: 'Jetzt aber mal alle kleinen Kratzer durch Hunde bitte als Schlagzeile'
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Mich nervt dieses "Kampfhund"-Besitzer und "Nicht-Kampfhund"-Besitzer auch...
Das ist Blödsinn, auch weil sich die Grenzen (in der öffentlichen Wahrnehmung) da nämlich ganz schnell verschieben können.
Und ganz genau deswegen nervt mich dieses ewige "Selber schuld, wer einen großen, kurzhaarigen Hund hält. Man kauft solche Hunde immer wegen ihrer Außenwirkung. Ihr hättet ja auch einen mittelhohen Wuschel kaufen können. Weiß man ja vorher, dass man mit den blöden Kommentaren leben muss. Usw." mehr als ich hier schreiben kann (ohne mich nachher dafür schämen zu müssen...)Letzten Endes sind es alles einfach bloß HUNDE.
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Ich finde, dass man von der Außenwirkung eines Hundes auch völlig überrascht werden kann. Mir war zwar klar, dass ein Langhaarcollie ein positives Image hat, aber dass es Leute gibt, die dann vor Begeisterung völlig durchtillern und quasi einen Kniefall vor dem Hund machen, hat mich, gelinde gesagt, etwas aus der Bahn geworfen. Natürlich ist das besser, als abfällige Kommentare etc. zu bekommen. Aber ich überlege mir heute trotzdem, ob ich Fin mit in die Stadt nehme. Das ist nämlich nicht so meins.
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Wenn man ein Problem hat, draußen anzuecken, sollte man sich überhaupt keinen Hund holen. Es ist heutzutage keine Frage der Rasse, als denn der Umstand, dass man einen Hund hat, weswegen man blöd angemacht werden kann.
Je nachdem welche Größe und Farbe der Hund hat, kann es den ein oder anderen Kommentar mehr regnen.
So ist es eben heutzutage. Und wenn ich den Aufwand für einen Listenhund betreiben könnte (und die Wohngemeinschaft/Vermieter mitspielen würde) dann hätte ich einen.
Stattdessen habe ich "billige" Kopien, für die ich aber mindestens genauso oft komisch angeschaut werde.
Egal was für eine Rasse: Man braucht als Hundehalter ein dickes Fell.
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@Cindychill
Mal davon abgesehen, dass ich kein Kampfhundbesitzer bin, habe ich es doch genau so gesagt: "dazu gehört auch, dem beißenden Labbi genauso viel oder wenig Aufmerksamkeit zu schenken wie dem beißenden Soka". Also nirgendwo eine Forderung, über jeden Biss zu berichtenChiccos Berichterstattung mag sachlich gewesen sein, offensichtlich wird aber trotzdem über Vorfälle mit Sokas häufiger und/oder ausführlicher berichtet als über Vorfälle mit "normalen" Hunden.
Und selbst gewählte Außenwirkung hin oder her, wenn ich mich z. B. wie ein Punk/Goth/Rocker kleide, sagt es durchaus etwas über die Subkultur aus, in der ich mich bewege (in erster Linie Musik- und Kunstgeschmack, aber auch politische Einstellung, Toleranz, allgemeines Weltbild), aber rein gar nichts über den Grad an Asozialität, meine Bildung, meinen Arbeitsstätte etc. Die Entscheidung über mein Auftreten entschuldigt und rechtfertigt nicht Vorurteile.
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Chiccos Berichterstattung mag sachlich gewesen sein, offensichtlich wird aber trotzdem über Vorfälle mit Sokas häufiger und/oder ausführlicher berichtet als über Vorfälle mit "normalen" Hunden.
Also der Schäferhund, der hier in München Kinder angegriffen hat, bekam wesentlich mehr Aufmerksamkeit in den Zeitungen als Chicco.
Man kann natürlich nicht sagen, ob über alle Kampfhundvorfälle auch berichtet wird, weil von denen, wovon nicht berichtet wird, weiß man ja nichts...Die Entscheidung über mein Auftreten entschuldigt und rechtfertigt nicht Vorurteile.
Habe ich auch nicht gesagt. Wie kommst Du drauf?
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