Welche Hunderasse für kinderloses Paar?
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Der Dobermann ist aktuell leider ein Glücksspiel auf allen Ebenen. Einen Dobermann sollte man sich nur noch kaufen, weil man eben einen Dobermann will und nicht weil man die Rasse für ein bestimmtes Aufgabengebiet möchte.
Es ist aktuell sehr schwer vorherzusagen, in welche Richtung ein Dobermann sich entwickelt, nicht einmal bei Hunden aus seriösen Zuchten. In den letzten Generationen wurde immer mehr versucht aus dem Gebrauchshund einen schicken Familienbegleiter zu machen. dadurch erhält man eine extreme Charakterbandbreite, die sich in der aktuellen Situation nicht kontrollieren lässt.
Man kann alles bekommen, einen Hund der massiv jagt, einen anspruchsvollen Arbeitshund, einen faulen Hund ohne Spiel- und Beutetrieb, einen Hund mit extremer Artgenossenaggression oder massivem Territorialverhalten...
Beim Dobermann muss man in der momentanen Phase leider mit allem rechnen und mit allem umgehen können. Natürlich kann es sein, dass man einen Welpen erwischt, der zu einem ausgeglichenen, ruhigen Begleiter heranwächst, der mit ein wenig Gassi gehen und mal wandern zufrieden ist. Genau so gut kann man aber einen extrem reizempfindlichen Hund, der alles jagt was sich bewegt und sehr aggressiv auf alles was ihm zu nahe kommt, reagiert, bekommen.Hinzu kommt, dass der Dobermann gesundheitlich einfach ein massives Problem hat und man mit dem Thema DCM einfach leben und umgehen können muss, wenn man sich für diese Rasse entscheidet.
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Eure gewünschten Eigenschaften hat so ziemlich jeder Hund. Habt ihr denn schon konkretere Vorstellungen, wie der Hund aussehen soll?
Langhaar, Kurzhaar, aufwendig oder leicht in der Fellpflege? Grösse (bedenkt, muss ins Auto passen, zusammen mit eurem Gepäck falls ihr mal zu dritt in den Urlaub fahrt), ...Vielleicht wäre das ein Ansatz, um eventuelle Rassewünsche sinnvoll eingrenzen zu können. Wollt ihr eigentlich einen Welpen, Junghund oder einen Hund im besten Alter?
Danach richtet sich ja auch, woher der Hund kommt.
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Wieso muss der Hund dafür Mittelgroß sein?Ich mit Rattler und meine Freundin mit zwei Zwergpinschern haben als ich noch im Süden gewohnt habe stundenlange Touren in den Alpen gemacht und gerade im Sommer viele viele mittelgroße Hunde überholt die nicht mehr konnten.
Allerdings gibt es ein No-Go: lag irgendwo mehr als ein minibisschen Schnee mussten die Hunde in den Rucksack.Im Sommer über 20 Grad schlägt der fast 8 jährige 2 Kilo Rattler immernoch den einjährigen Whippet in Sachen Ausdauer.
Da gibt es einen Trick um das Problem zu lösen: man packt einfach einen Hunderegenmantel mit in den Rucksack: ) wenn es kalt ist noch was aus Fleece zum unterziehen.War hier jedenfalls nie ein Problem.
Ich will damit nicht sagen 'kauf dir einen Zwergpinscher'. Aber vielleicht mal die Augen dafür öffnen, dass es nicht einen 'sportlichen mittelgroßen Gebrauchshund' braucht um bei jedem Wetter lange übe sportlich zu wandern, gerade wenn man eigentlich keinen Arbeitshilfen will. Auch lässt sich 'zu wenig Fell' durch Kleidung lösen solange der Hund in der Wohung leben darf. Zu viel Fell im Sommer würde mich persönlich mehr stören.
Also ich hatte ja selbst einen kleinen Hund - und der war schon 35 cm hoch. Das war aber das Minimum, wenn ich Wandertouren im Schnee oder durch bestimmte Bergregionen gemacht habe, wegen der Größe. Dass die laufen können hab ich nicht bezweifelt. Aber wenn man passionierter Wanderer ist, würde ich nichts unter 35-40 cm nehmen. Einfach aus Erfahrung.
Ob man einen Hund überholt der nicht mehr kann, hängt sicher nicht daran, dass er mittelgroß ist. Sondern dass er keine Kondition hat.
Und um deinen letzten Abschnitt zu ergänzen - ich glaub hier haben alle von Gebrauchshunden abgeraten. Malinois und Dobermann jedenfalls kritisch betrachtet. Die einzigen, die aus der Gebrauchshundeecke sinnvoll in Frage kämen wären meiner Meinung nach ein Airdale oder Boxer.
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In unserem Bekanntenkreis gibt es auch noch 2 deutsche Schäferhunde, die das Leben bei euch sicher schön fänden! (Sind gemäßigte Hochzuchten)
Lange Spaziergänge, dabei noch ein bisschen was für den Kopf und zu Hause dann Ruhe.
Zwischen Wandern und Wandern liegen ja häufig auch Welten...wir gehen auch gerne mal im Harz wandern, aber die Strecken macht jeder normale und gesunde Hund gut mit. Würde mich auch nur von den ganzen Kurzschnauzen fernhalten!
Wie wichtig ist euch denn die Artgenossenverträglichkeit? Gerade die ernsteren Rassen (wie eben die ganzen Gebrauchshunde) halten ja häufig im Alter nicht mehr so richtig viel vom "spielen" mit Fremdhunden.. Wenn man da gerne in der Freizeit auch zum Hundestrand und zu gemeinsamen Gassirunden geht etc. oder wenn man den Hund im Urlaub gerne unproblematisch in eine Pension geben würde, dann würde ich eher einen anderen Typ Hund wählen!
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Man kann alles bekommen, einen Hund der massiv jagt, einen anspruchsvollen Arbeitshund, einen faulen Hund ohne Spiel- und Beutetrieb, einen Hund mit extremer Artgenossenaggression oder massivem Territorialverhalten...
Beim Dobermann muss man in der momentanen Phase leider mit allem rechnen und mit allem umgehen können. Natürlich kann es sein, dass man einen Welpen erwischt, der zu einem ausgeglichenen, ruhigen Begleiter heranwächst, der mit ein wenig Gassi gehen und mal wandern zufrieden ist. Genau so gut kann man aber einen extrem reizempfindlichen Hund, der alles jagt was sich bewegt und sehr aggressiv auf alles was ihm zu nahe kommt, reagiert, bekommen.Die Bandbreite ist groß. Gleichmäßig verteilt in alle Richtungen ist sie aber nicht. Nicht daß ein zu beliebiger Eindruck entsteht und jemand anfängt zu überlegen, daß man nach der Wahrscheinlichkeitsverteilung doch vielleicht ein extrem anspruchsloses Exemplar erwischen könnte.
Ein Dobermann, der nicht wacht... selbst der faulste mir bekannte reine Schauliniendobi , mit dickstem DCM- Stammbaum und leider auch selbst betroffen, macht das.
Ein nicht territorialer Dobermann ist mir noch nicht begegnet- muß nichts heißen. Aber es sind mir schon Dobermannbesitzer begegnet, die damit Probleme hatten und das heißt in der Relation vielleicht dann doch schon etwas.
Beim Beschützen und der Nervenfestigkeit gibt es schon größere Unterschiede. Da gebe ich dir absolut Recht.Die Käufer unterschätzen statistisch den "Familienhunddobermann" insgesamt dann doch, weil sie eigentlich "Sowas wie'n gemütlichen Labrador" wollen aber "aktiv" eigentlich auch gut klingt.
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Ich fasse zusammen:
Du bist als Freiwillige im TH tätig, hast Hundeerfahrung und fragst hier, ob Malinois oder Old english Bulldog geeignete Wanderbegleiter und Familienhunde sind, schließt aber Amstaff und Frenchie aus?
Ich empfehle weiterhin im Tierheim tätig zu sein, und das möglichst bunt gemixte Hundi zu nehmen, dass dir im näheren Umgang damit gut liegt und dir ins Herz schleicht.
Das passt dann vermutlich auch am besten. -
Ein Dobermann, der nicht wacht... selbst der faulste mir bekannte reine Schauliniendobi , mit dickstem DCM- Stammbaum und leider auch selbst betroffen, macht das.
Ein nicht territorialer Dobermann ist mir noch nicht begegnet
Kenne einige.Wobei man eben "kläffen bei Bewegung" nicht gleich wachen, setzen darf.
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Wobei man eben "kläffen bei Bewegung" nicht gleich wachen, setzen darf.
Ich meine damit Melden bzw. Vertreiben Wollen einer nichtautorisierten Person, nicht: "Da kommt ein Hund den Zaun entlang".
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Moin!
Also - jetzt mal nur für den Malinois gesprochen... ich würde auf keinen Fall einen solchen Spezialisten nehmen, wenn ich nicht die Arbeit, für die er selektiert wird, mit ihm machen kann oder zumindest eine ebenbürtig anspruchsvolle Arbeit.
Das heißt nicht, dass ein Mali nicht auch mit weniger auskommen kann - aber das ist einfach nicht das Leben, mit dem sie glücklich sind. Zumal es wirklich eine Aufgabe ist, einen leistungsgezogenen Mali zu einem soliden Haushund zu machen, gerade wenn man ihm KEINE Aufgabe gibt. Selbst Hundeerfahrene (aber nicht Mali erfahrene) Menschen sind jedes Mal noch überrascht, wenn sie denn dann mit den Eigenheiten des Malis konfrontiert werden.
Sie sind anders und speziell. Und sie brennen für Arbeit. Das ist so wie ein Tier im Zoo - es ist nie so glücklich wie in seiner eigentlich passenden freien Wildbahn. Irgendwie leben - mag gehen. Erfordert aber auch Können vom Hundehalter und Leidensfähigkeit. Ein Mali Welpe ist (bzw kann sehr gut) die Pest sein.Von Schönheitszuchten würde ich beim Mali absehen. Das sind zwar angeblich die "Familienhunde", aber ich kenn keinen, der nicht leider über die Arbeitsfähigkeit auch die Nerven verloren hätte. Und dann hat man einen wesensschwachen Hund, der trotzdem nach vorn geht, bei allem was ihm nicht geheuer ist - oder zusammenbricht. Es sind halt, und da ist egal wohin man schaut in der Zuchtrichtung, große Sensibelchen die extrem reaktiv sind - auch mehr als Dobis und Co. Wenn dann die Nerven fehlen, wird es anstrengend.
Es kann gut gehen - wenn ihr erfahrene und sehr feinfühlige Hundehalter seid. Aber wenn ihr ein Herz für die Rasse Malinois habt - dann lasst sie außen vor. Sie sind nur wirklich glücklich mit einem Job und mit erfahrenen Menschen oder Menschen, die eine echte Aufgabe suchen - einen harten, reaktiven Hund mit herausgezüchtetem Aggressionsbereich, ein Ein-Mann-Hund, ein Hund, der Artgenossen nicht braucht und das auch kund tut, ein Hund, der fremde Menschen je nachdem nicht braucht (und das kund tun würde), ein Hund mit 1000 PS, der für Arbeit brennt und lebt - der keinen Ausschalter hat (auch in den meisten Fällen kein "normales" Welpenverhalten, so mit "irgendwann von selbst hinlegen und schlafen"), der ein deutlich erhöhtes Bewegungsbedürfnis hat vor allem in jungen Jahren. Man kann es als Genfehler bezeichnen, dass die Hunde so sind. Aber sie sind so gezüchtet und selektiert, damit sie so ihre Arbeit tun und nicht umsonst sind sie mittlerweile die für den Dienst beliebteste Rasse.
Wanderungen und lange Touren kann jeder gesunde Hund ab mittlerer Größe, der gut atmen kann und nicht zu riesig ist und gesunde Knochen hat machen. GANZ sicher!
Danke!!
Danke für die ausführlichen Antworten. Ja diese Rassen gefallen uns einmal rein von der Optik sehr gut, aber auch von den Eigenschaften (loyal, anhänglich, lernwillig..).
Sorry aber das trifft auf seeeehr viele Rassen zu. Und das dann bei Rassen die nicht die Maken eines Malinois besitzen. Ja es sind geniale Hunde, aber wie Hummel schreibt: Sie sind anders und je nach Hund und Umgebung ist es eine ordentliche Aufgabe, diese Freaks zu fuehren...Ich erlebe gerade (wieder mal) mit, was passiert, wenn ein Mali mit falschen Vorstellungen angeschafft wird. Er laeuft aus dem Ruder. Und bei denen ist es dann sehr, sehr oft nix laecherliches im Sinne von 'Bude zerstoeren' ....
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Ach ja was ich vergessen hatte. Natürlich hätte ich prinzipiell auch kein Problem, wieder einen Hund vom Tierschutz zu übernehmen. Allerdings muss man da, denke ich, auch eine gehörige Portion Glück haben, um nicht an einen Problemhund zu geraten.
Ich bin auch ehrenamtlich im TH tätig und habe leider schon viele Hunde gehen und wieder kommen sehen aus den unterschiedlichsten Gründen. Klar ist das nicht die Schuld der Hunde, aber ich wäre da als Halter, denke ich mal, auch schnell überfordert.
Mit meinen beiden vom TH hatte ich da echt extrem viel Glück, weil beide komplett unerzogen zu mir kamen, aber dennoch sehr leicht zu händeln waren.
Gerade wenn du ehrenamtlich im Tierheim arbeitest, kann ich es noch weniger verstehen. Du oder zumindest die Leitung des Tierheimes, zu der du sicher ja dann auch ein persönlichen Bezug hast, müssen ihre Pappenheimer doch kennen.
Außerdem müsste es doch für dich noch umso einfacher sein, einen der Hunde, die für dich in Frage kämen, bei dir für einige Zeit in Pflege zu nehmen, um zu schauen ob es mit euch beiden klappt.
ABER AUCH ALLE ANDEREN möchte ich unbedingt anraten, mal in 2-3 Tierheimen zu schauen, denn gute Tierheime lassen einen den Hund auch kennenlernen. Sei es durch regelmäßiges Treffen und Gassigehen vorab, oder auch mehrtägiges Probewohnen, vor der Übernahme.
Außerdem gibt es einen hervorragenden Service, den leider fast niemand nutzt. Viele Hundeschilen, aber auf jeden Fall die zu Martin Rütter gehörenden Dogs Hundeschulen (Standorte - Martin Rütter DOGS), bieten an, dass man mit dem Hundetrainer GRATIS und ohne weitere Verpflichtungen ins Tierheim geht und dieser sich mit einem die Tiere anschaut, auf die Rasse bzw. den Mix und dessen sichtbares Verhalten eingeht etc.
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