Käfig, Kennel, Welpenauslauf - das Für und Wider

  • Ich hab den Post gemeldet, falls jemand Lust auf ein Hassobjekt hat, hier bin ich :gott:



    Zum eigentlichen Thema :smile:
    Es kommt auch arg auf die Wohn- und Lebenssituation an.
    Auf die Anzahl und ja, auch auf die Rasse(n) der Hunde :ka:
    Ich habe immer ein Laufgitter in Reserve, so eines.
    Die erfüllen alle meine Ansprüche.
    Besteht aus acht Einzelteilen, man kann es auch als "Zaun" verwenden (hat ein Türchen dabei) und gerade hinstellen, man kann Türen so enorm simpel versperren.


    Ich habe Transportboxen, allerdings im Moment im Keller. Mag keiner der Hunde so wirklich.
    Einen Stoffkennel gibt es auch, der wird jedoch nur dann benutzt, wenn er unter einem Tisch steht. Dann sieht es durchaus so aus:
    mein Tröti :herzen1:
    Aktuell bearbeite ich meinen Schatz in Richtung Gitterkennel, für ihn ist's aktuell noch Tierquälerei, drum suche ich immer wieder süsse Kuschelwuschelfotos raus die er dann zuuufällig sieht :smile:


    Ich halte nichts, überhaupt rein gar nichts! davon, Hunde irgendwo reinzustopfen. Weder junge noch alte. Das ist komplett entgegen meiner Art, mit Hunden umzugehen und zu leben.
    Einsperren und weinen lassen ist schon gar nicht drin.
    Einsperren und toben lassen genau so wenig.
    Einsperren damit man hört wenn der Hund muss, ist genau so nicht in Ordnung.


    Positiv aufgebaut und gern angenommen empfinde ich es - gerade aus Sicht des Hundes - als ein enormes Plus: Für mich ist das Mätteli des Hundes heilig und tabu. Dort hat der Hund immer Ruhe, dort ist er immer sicher. Egal welche Stürme toben, in seinem Mätteli kann und wird ihm nie etwas passieren.
    Ich bin oft unterwegs und schaffe für meine Hunde seit jeher diese "Inseln". Meine Hunde sollen sich sicher fühlen und einen Ort haben, an den sie sich zurückziehen können, auch und gerade wenn sie mal nicht weiterwissen.


    Das Laufgitter habe ich für den Welpen, da steht dann sein Kennel drin (offen, immer offen. Bezw. ohne Tür) und/oder sein Mätteli, ein Kuschelkissen, Wassernapf, Spielzeug - hat alles Platz.
    So gewöhne ich den Hund daran, dass ich nicht immer verfügbar bin. Das Laufgitter ist immer in dem Raum in dem ich arbeite.
    Meist ist das Türchen offen, manchmal halt nicht :smile:
    Ich habe in den meisten Türrahmen Gittertürchen (mit Katzendurchschlupf) die meistens offen sind, manchmal halt auch zu :smile: Für mich beginnt da das allein-sein-Training.


    Ist der "abgeschlossene Bereich" FÜR den Hund, bin ich sofort dabei und find's gut.
    Ist dieser Bereich zur Bequemlichkeit des Menschen, finde ich das einfach nur schlecht und mies, gemischt mit Hilflosigkeit und Desinteresse.
    Die Mindestgrösse eines Zwingers - auch für die Wohnungshaltung - ist gesetzlich vorgegeben. Was drunter ist, soll und darf nicht zu längerer Unterbringung genutzt werden.

  • Als ich meinen 1. DSH bekam, gab es noch keine Boxen. Ich hatte einen großen, stabilen Karton neben meinem Bett stehen damit sich der Welpe meldet wenn er nachts raus musste. Das war damals eine sehr übliche Vorgehensweise und wurde mir so empfohen. Sobald der Welpe nachts durchhielt, kam der Karton weg und der Welpe zog nach draußen in den Zwinger an den er bereits peu a peu tagsüber gewöhnt wurde.
    Das wurde auch bei den weiteren 2 DSH-Welpen so gemacht.


    Meine Dackelwelpen hatten alle 3 eine Box neben meinem Bett für die Nacht. Tagsüber wurde sie im Auto benutzt. Sobald die Welpen nachts nicht mehr raus mussten und die Box daher nicht mehr benötigt wurde, blieb sie im Auto.
    In der Wohnung benutze ich ansonsten keine Box - weder als Rückzugsort, noch zum kurzen Wegsperren oder um einen Welpen herunterzufahren.


  • ich hatte bisher einen Mali als Welpen, aber das weißt du ja..


    mir ging es bei der Frage einfach darum, ob du schon mal einen solchen Hund hautnah als Welpen erlebt hast..
    und es ging mir nicht um Blödheit, sondern vielmehr um die Eigenschaften, die ein Mali nunmal mitbringt, die ihn zu einem genialen Dienst- und Sporthund machen, aber eben als Welpe oftmals etwas Management benötigen.


    Ich hatte ja vorher schon Mia, einen völlig anderen Typ Hund. Niemals hat sie eine Box gebraucht, um runter zu fahren. Sie hat sich einfach irgendwo hingelegt und gepennt.


    Aber Ares KONNTE das einfach nicht.. er ist einfach immer weiter hochgefahren und hat den Absprung nicht geschafft..
    Ihm half da einfach nur die Box.


    Ich hätte ihn auch einfach immer weiter hochdrehen lassen können bis er irgendwann körperliche und psychiche Probleme davon hat. Stichwort Schlafmangel.
    Aber das habe ich einfach nicht übers Herz gebracht, dazu habe ich meinen Hund dann einfach zu gern.


    Er hat darin übrigens weder sein Kissen zerstört (sein Welpenkissen habe ich immer noch, völlig unversehrt) noch geschrien. Er hat einfach die benötigte Pause gemacht und sich ausgeruht.



    Wenn du das Tryptophan schon ansprichst, dann mach dir doch die Mühe und suche auch raus, wieso er das bekommen hat..


    Nur zu deiner Info: seit Mitte April gibts kein Tryptophan mehr und er ist genauso cool und pflegeleicht wie ich ihn auch vorher kannte.
    War also nur ne recht kurze Phase. ;)

  • Irgendwie hab' ich noch nicht ganz verstanden, was denn von denjenigen, die kategorisch und immer gegen eine Box oder einen kleinen Auslauf sind, konkret gegen die Verwendung spricht, wenn sie so stattfindet, wie hier jetzt schon mehrfach beschrieben (d.h. nur für kurze Zeit, aus gutem Grund, nicht als "Wegsperren aus Bequemlichkeit", mit Mensch im selben Raum, etc.)?


    Ist die Ablehnung da irgendwie logisch begründet oder ist das mehr so eine persönliche, gefühlsbetonte Entscheidung? Mag mich da jemand aufklären?

  • Nicht provokant gemeint, aber ich finde das schon heftig, wenn es bei einigen Rassen scheinbar durchaus häufiger vorkommt, dass die schon als Welpen so hochdrehen, dass sie von selbst gar nicht mehr zur Ruhe kommen :/ Mir ist schon klar, dass das eben ein ganz anderer Typ Hund ist, aber dass solche Hunde dann immer häufiger in Privathaushalten landen, puh... Irgendwie finde ich das schon besorgniserregend, wenn Welpen ohne Box gar nicht zur Ruhe kommen, das ist doch biologisch auch absolut nicht sinnvoll, wenn ein Lebewesen es nicht von selbst schafft, mal "runterzufahren"...

  • Nicht provokant gemeint, aber ich finde das schon heftig, wenn es bei einigen Rassen scheinbar durchaus häufiger vorkommt, dass die schon als Welpen so hochdrehen, dass sie von selbst gar nicht mehr zur Ruhe kommen :/ Mir ist schon klar, dass das eben ein ganz anderer Typ Hund ist, aber dass solche Hunde dann immer häufiger in Privathaushalten landen, puh... Irgendwie finde ich das schon besorgniserregend, wenn Welpen ohne Box gar nicht zur Ruhe kommen, das ist doch biologisch auch absolut nicht sinnvoll, wenn ein Lebewesen es nicht von selbst schafft, mal "runterzufahren"...

    Ne, "schon als Welpen" ist falsch. Junge Hunde sind einfach generell offener für Reize und reagieren halt auf alles mögliche - fliegende Blätter, etc. und das ist bei sehr reaktiven Rassen eben stärker ausgeprägt.


    Solchen Hunden hilft man dann eben, wie auch immer, zur Ruhe zu finden. Die Box ist eben dafür ziemlich praktisch.


    Biologisch sinnvoll? Eher nicht, wie so vieles nicht. Aber unproblematisch wenn man ein paar Dinge beachtet. :ka:

  • Ich hab hier nen Mix aus dem TS sitzen und der war schlimmer als alle Malis zusammen, was das hochfahren/nicht runterfahren koennen/keinen Frust aushalten/mit Reizen nicht umgehen koennen/.. angeht. Der kam allerdings nicht in die Box, sondern wurde anders zur Ruhe gezwungen.
    Und nu? Der ist ebenfalls in einem Privathaushalt gelandet, wieso auch nicht?



    Ich kann mich bzgl. Box nur wiederholen. Ich war extrem froh, dass die Hunde die Teile kennen und positiv verknuepft hatten, als sie von einem Tag auf den anderen fuer sehr lange Zeit darin leben mussten. So war der Stress fuer die Hunde sehr gering.

  • Nicht provokant gemeint, aber ich finde das schon heftig, wenn es bei einigen Rassen scheinbar durchaus häufiger vorkommt, dass die schon als Welpen so hochdrehen, dass sie von selbst gar nicht mehr zur Ruhe kommen

    Ich denke, das liegt immer am Halter, der von seinem Welpen zu viel erwartet.Wie schon erwähnt hier, der Mali. Es ist ein Mali und der MUSS ! Nein, muss er nicht, auch ein Mali kann Ruhe und Auszeit lernen. Hochdrehen liegt meist an der Erwartungshaltung der Besitzer an ihren Hund. Ich habe Rasse ABC und der muss das machen, der braucht das. Sie puschen ihren Hund zu viel und das fängt schon im Welpenalter an.

  • Ist die Ablehnung da irgendwie logisch begründet oder ist das mehr so eine persönliche, gefühlsbetonte Entscheidung? Mag mich da jemand aufklären?

    Falls ich auch gemeint bin damit, versuche ich es einfach kurz :smile:
    Wenn ein Zimmerkennel der gross genug ist, positiv aufgebaut ist, der Hund freiwillig rein darf und auch wieder raus, finde ich das prima. FÜR den Hund.
    Wird der Hund weggesperrt weil er grad nicht funktioniert und somit unbequem ist, finde ich es blöd.


    Beispiel? Ich habe noch nie einen Hund weggesperrt wenn ich staubsauge. Werde ich wohl auch nicht.
    Gibt's ein Problem, arbeite ich daran. Kann ich deswegen eine Woche nicht ordentlich staubsaugen, ist das halt so.


    Habe ich mehrere Hunde die Stress haben, wenn sie nicht allein sein können beim essen und lebe ich aber einem Loft, wo Türen nun mal rar sind, richte ich den Hunden Bereiche ein, wo sie "privat" sein dürfen und nicht gestört werden. Sehrwahrscheinlich Zimmerkennels.


    Ich habe ein Problem mit wegsperren. Ist ziemlich sicher gefühlsbetont, ja.
    Aber ich bin selten für bequeme Lösungen, die nicht das Problem an sich angehen.
    So wie ich eine Leine nicht benutze um den Hund irgendwo hinzuzerren und -ziehen. Mag ich auch nicht.

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