Hütehund oder doch was anderes?
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Soweit ich weiß ist der Australian Kelpie keine wirkliche Arbeitsrasse mehr sondern die FCI/Showversion des Working Kelpie (ohne Zuchtverband). Gewöhnlich gut zu unterscheiden allein an der Farbe. WK einfarbig, AK 2 farbig.
Hab mich mit Kelpies aber nicht sonderlich befasst, ausser im Zuge des generellen Interesses an Hütehunden, kann mich daher auch irren
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Ich rufe Mal @flying-paws
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..und ich @flying-paws, die vielleicht Australian Kelpies kennt, denn Gammur hat ja einen Working Kelpie.
Interessant wäre ja zu erfahren, inwieweit es bei Kelpies eine ähnliche Problematik wie bei Border Collies gibt, d. h. dass die Linien, die nicht mehr auf Arbeitsfähigkeit am Vieh selektiert werden, auch ihre Nervenstärke verlieren.
Ich weiß es nicht, ich kenne nur Working Kelpies, nicht die, die unter "Australian Kelpie" laufen.
@flying-paws behauptet ja immer, dass Border Collies aus Showlinie mittlerweile eigentlich eine andere Rasse sind.
Wenn man sich nun all die Rassen, die heute nicht mehr ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen, sei es bei der Jagd, sei es beim Vieh, ansieht, dann zieht sich eigentlich durch die Bank eine Wesensproblematik, die z. T. mehr Management für die nicht mehr auf Arbeitsfähigkeit selektierten Rassevertreter erfordert.
Bevor ich mir also einen Australian Kelpie anschaffen würde, würde ich sehr genau gucken, wie die Eltern und die Verwandtschaft vom Wesen her sind.
Caterina
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Mit dem „Platt machen“ mein ich eher Auslasten, sodass der Hund am Ende vom Tag/Spaziergang zufrieden ist.
Ja das ist möglich.Wenn der Hund nicht mit mir joggen, fahrrad fahren und Wandern gehen möchte, dann mach ichs alleine. Wobei ich denke, dass jeder Hund Spaß dran hat, draußen zu sein? Spazieren gehen mag doch auch (fast) jeder Hund... Hundetraining passiert im Alltag. Erziehen muss man ja jeden Hund, da ist es mir egal, ob der Hund Spaß dran hat, auf sein Körbchen zu gehen und nicht zu betteln.
Wandern geht er sicher mit, auf Fahrrad fahren oder Joggen hat er vielleicht nur keinen Bock, sieht keinen Sinn dahinter, oder es macht ihm schlicht keinen Spass?
Das Hunde 1x1 wird im Alltag erlernt, einen Arbeiter musst du aber noch speziell fordern, Grundgehorsam reicht da nicht, da muss dann irgendwann mehr kommen.
Ich habe auch nicht vor, in der Stadt spazieren zu gehen und den ganzen Tag mit dem Hund Bahn zu fahren. Wir wohnen in einer Kleinstadt und da kann man wirklich nicht von „Stadtleben“ sprechen.
Meiner einer hat absolut kein Problem damit ÖV oder auch Auto zu fahren, macht er beides gerne. Auch ich lebe in einer Kleinstadt, sind jetzt ganz an den Rand gezogen, damit wir mehr Ruhe haben. Trotzdem muss ich ab und an mal in die Stadt, muss er dann eben Zuhause bleiben.
Nein, ich fahre ihn später nicht hoch. Aber ich würde im ersten Jahr gezielt darauf achten, dass der Hund sich entspannen kann und mich vor allem darauf konzentrieren.
Das war das Leichteste in der Erziehung. Zuhause angekommen gingen wir in die Küche, Türe zu und haben ihn ignoriert. Da drin gabs nichts spannendes also hat er nach 5 Minuten geschlafen. Auch sonst, es gab NIE Spielzeug Zuhause, gespielt wurde draussen. Drinnen gabs mal Schnüffelspiele, nen Kong oder Knochen.
Heute ist er drinnen die Ruhe selbst.
Danke für deine Meinung. Ich frag ja nach und möchte mir auch keinen Hund holen, der es im Endeffekt nicht gut bei mir hat.
Das Problem bei so Spezialisten ist immer, dass du dein Leben nach ihnen Richten musst. Ein Allrounder macht alles mit und ist dir ein guter Begleiter, der Hütehund erfordert anpassung und Lösungen
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Vielen Dank! Das hilft mir wirklich sehr.
Jack Russel Terrier sind „leider“ überhaupt nicht mein Fall
Stehe eher auf Molosser aber die meisten haben viele Gesundheitliche Probleme, eignen sich nicht für den Hundesport oder sind einfach zu „wuchtig“.
Jagdhunde habe ich von Anfang an ausgeschlossen, noch einen Dobermann möchte ich nicht wegen der hohen DCM Gefahr und sie sind doch etwas zu groß für mich, Spitze finde ich prinzipiell toll aber auch nicht so meins, Schnauzer sind mir irgendwie zu reserviert und naja...Ich weiss nicht so recht und dann bleibt auch nicht mehr so viel übrigNaja... Bis auf die drei-, vierhundert anderen Rassen - und die breite Welt der Mischlinge sowieso...
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Muss es denn ein Welpe sein?
Vielleicht findest du einen passenden Begleiter auch im Tierheim?Terrier sind auch nicht so mein Fall. Wie wäre es denn mit einem Retriever? Da gibt es ja auch unterschiedliche Rassen, ist da vielleicht was dabei für dich? Die wären mit Sicherheit gute Begleithunde vom Wesen her.
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Das hört sich immer so schön an...Ich habe zwei Hunde, die hinterfragen und sehr eigenständig agieren.
In allererster Linie ist das im Alltag wahnsinnig unpraktisch, vor allem wenn man viel Kontakt zu anderen Leuten oder Hunden hat, auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist oder bestimmte Vorstellungen bezüglich der gemeinsamen Freizeitgestaltung hegt.Gerade wenn du Hundesport machen willst, würde ich mal schauen, was da geeignete Rassen sind.
Sportlich und temperamentvoll ist ja schön und gut, aber wenn der Hund nur für bestimmte Sachen wirklich zuverlässig motivierbar ist (und die Wahrscheinlichkeit ist bei einem Spezialisten groß), wird man (und auch der Hund) damit wahrscheinlich nicht besonders glücklich werden. Deine Anforderungen sind ja ziemlich unspezifisch. Radfahren, Wandern und Joggen finden wohl sehr, sehr viele Rassen wesentlich toller als ausgerechnet ein Kelpie.Wie gesagt, ich kenn mich mit Kelpies nicht aus, hab mit Hütehunden wenig zu tun.
Aber sind Kelpies nicht auch recht eigenständig arbeitende Hunde mit einer gewissen Härte?Mit gemäßigteren Rassen meine ich Hunderassen, die nicht mehr speziell für EINE bestimmte Aufgabe gezüchtet werden, sondern auch als Begleithunde gehalten werden.
Das ist es nämlich letzten Endes, was du nach deiner Beschreibung suchst: einen sportlichen Begleithund, keinen hochspezialisierten Arbeiter.Unser Dobermann hat immer alles hinterfragt und war von der schwierigen Sorte. Umso mehr hat es mich immer gefreut, wenn ich mich durchgesetzt habe. Meine Tante hat einen Collie und das ist der unkomplizierteste Hund, macht alles was er soll, hinterfragt nichts und ich könnte mir so einen Hund bei mir niemals vorstellen.
Ich weiss nicht ob ich einfach nur viel zu wählerisch bin aber ich konnte beinahe jede Rasse vom VDH ausschließen, bis auf den Australian Kelpie und Deutschen Pinscher. Aber einen Pinscher möchte meine Mutter auf gar keinen Fall...
Sie hat einen weissen Schäferhund vorgeschlagen aber die sind mir zu ruhig. Deutsche Boxer lieben wir beide aber die haben leider zu viele (mögliche) gesundheitliche Probleme (Spondylose, Herzfehler, HD, Arthrose...)Dass Kelpies nur in wenigen Dingen „gut“ sind, verändert meine Sichtweise natürlich... :|
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Dann würde ich vielleicht doch mal die Tierheime ins Auge fassen, wenn bei den Rassehunden so gar nichts dabei ist.
(Wobei dir da der Kopf wahrscheinlich grad einen Streich spielt. Wenn man sich so auf eine Rasse eingeschossen hat, nimmt man oft gar nicht wahr, welche Vorteile andere Rassen haben - und dass sie auf den zweiten Blick doch oft seeehr ansprechend sind.)
Vielleicht läuft dir ja im Tierheim der perfekte Hund für dich über den Weg. -
Ich kenne tatsächlich einen Working Kelpie, der hier lebt. Sie wird sehr aktiv im Hundesport geführt, hat wohl aber auch noch nie eine Kuh aus der Nähe gesehen.
Charakterlich finde ich sie eher schwierig, wird vom Frauchen aber recht gut geführt, gehorcht gut. Sie ist anderen Menschen gegenüber ignorant, darf aber von diesen Menschen auch nicht angefasst werden (schnappt dann je nach Situation ab, wenn sie nicht ausweichen kann). Optisch wunderschön, nicht zu groß oder zu klein, wendig, agil, immer in Bewegung.
Der Kelpie ist halt, wie jeder Hunderasse, ein Hund, der eine entsprechende Auslastung braucht. Wenn man die geben kann und sich das zutraut.
Soweit ich weiß, gibt es nicht viele Kelpie Züchter in Deutschland (10 auf der VDH Seite) und eben entsprechend wenig Nachzuchten. Die größte Hürde wird also sein, einen Züchter zu finden, der einen für geeignet hält.
Den Aussie und Border bekommt man (leider) an jeder Ecke.
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Naja... Bis auf die drei-, vierhundert anderen Rassen - und die breite Welt der Mischlinge sowieso...
Ich hab mir jede Rasse beim VDH angeschaut, war auf Ausstellungen und mich hat wirklich nur der Australian Kelpie, Deutsche Pinscher, Hollandse Herder, Thai Ridgeback und Deutsche Boxer überzeugt. Die letzten 3 kann ich aber auch ausschließen, weil sie entweder viele gesundheitliche Probleme haben oder einfach zu schwierig sind. Einen Pinscher möchte meine Mutter nicht. Deswegen hab ich mich auf den Kelpie fokussiert. Aber anscheinend ist es auch nicht das richtige.Einen Tierheimhund möchte ich grundsätzlich nicht, da ich eigentlich gerne einen Rassehund möchte, bei dem man sich in den Eigenschaften relativ sicher sein kann. (Jeder Hund ist individuell aber ich denke man versteht, was ich meine) Und einen Mischling vom „Züchter“ werde ich mir nicht holen, da ich sowas nicht unterstützen möchte.
Aber mal schauen, vielleicht findet sich ja einer im Tierheim. -
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