Mensch oder Hund? - Musstet ihr euch schon mal entscheiden?

  • @AkkiLeela: Das mit dem "die Bindung nicht so stark" finde ich sehr ambivalent zu betrachten. Bindung von wem. Hund zu Mensch oder Mensch zu Hund? Wir können ja nur von uns sprechen und das, was wir vom Verhalten her reininterpretieren in unsere Hunde, wie es ihnen geht.
    In den meisten Fällen würde sich der Hund nämlich vermutlich auch relativ fix an jemand anderen, der gut passt binden.
    In dem Fall meiner Freundin - ich glaube, sie hatte sich noch rechtzeitig informiert - es musste einen Gentest geben(da Mix) und der war leider nicht sehr zuträglich.
    Sie hat einen mehrseitigen Brief an den nächsten Besitzer geschrieben, über den Hund erzählt etc. etc. - es kam nichts zurück und sie wollte sich nicht aufdrängen.
    Wie genau sie die neuen Besitzer gefunden hat, weiß ich jetzt auch nicht.


    Und ehrlich gesagt finde ich - man kann Hunde und Menschen auch nicht vergleichen - bezüglich "Hunde haben mich noch nie enttäuscht" etc. . Es sind Hunde, keine Menschen.
    Mein Hamster hat mich auch nie enttäuscht, das lag' aber auch einfach an den Erwartungen an ihn - nämlich - dass er ein Hamster ist.


    Es gibt halt sehr viele unterschiedliche Menschen - und genausoviele Gründe, weshalb man sich auch mal gegen seinen geliebten Vierbeiner entscheidet.
    Ich bin nicht der, der das bewerten kann.


    Generell finde ich es super, dass viele ihre Hunde an 1. Stelle stellen - bei mir steht der Hund auch sehr weit oben - aber ich könnte nicht sagen, dass ich ihn NIEMALS weggeben würde.
    Denn - ich weiß nicht, was das Leben bringt - oder eben auch nicht bringt.

  • ......ein Mensch in meinem Leben fordert es gerade wieder (und in schöner Regelmäßigkeit immer wieder) heraus, dass ich sagen soll, sie sei mir wichtiger als mein Hund. ...........sie .....will mir den Kontakt mit der Familie erschweren.
    ....geht ....um ein Machtspiel

    Einfach ignorieren, die Olle! :ugly: Alleine der Erpressungsversuch sagt viel über sie aus.


    Die anderen Familienmitglieder werden hoffentlich offener sein und mit dir kontakt haben wollen. :smile:

  • Hui, ich bin erstmal geplättet von so vielen Antworten und Geschichten. Vielen, vielen Dank!



    Ich habe seit fast 20 Jahren einen sehr guten Freund. Er ist Familie, auch ohne Blutsverwandtschaft. Er hat eine schwere Katzenhaarallergie, ich habe 7 Katzen. Bevor er hier ankommt werden alle Katzen gebürstet, ich sauge, wische, wische die Katzen ab, jage alles textile durch den Wäschetrockner, Gästezimmer bleibt ohnehin fellfrei.
    Er nimmt entsprechende Mittel (Mastzellenstabilisatoren und Antiallergika) um möglichst lange mit den Tieren kuscheln zu können. Diese Bereitschaftheit auf beiden Seiten, die beste Lösung zu finden, finde ich sehr schön und wirklich besonders. Falls das einmal nicht mehr so geht, wird er bei Besuchen eben woanders übernachten.


    Genauso hatte ich von anderen aber schon:


    - du redest zu nett mit deinen Tieren
    - meine Familie und ich sind total tierlieb (Übersetzung: wir haben viele Tiere, aber schon sauberes Wasser für sie hinzustellen ist zu viel verlangt)
    - Wie, du willst deine Tiere nicht zwei bis vier Tage alleine einsperren? Sei doch mal spontan!
    - Wie, du lässt deine kranken Tiere nicht alleine zuhause?
    - Einer war zum allerersten Mal zu Besuch in meiner Wohnung. Vorher kein Hinweis auf abweichende Meinungen. Er meinte dann, er erzieht jetzt erstmal meine Tiere, die kennen ihren Platz nicht. Er meinte es ja nur gut und wollte mir helfen - offensichtlich tanzten die mir auf der Nase rum, weil sie ja sogar auf die Couch kommen... :ugly:
    etc.


    Ich hab kein Problem damit, mich woanders zu treffen, meine Fellnasen nicht zu Treffen mitzunehmen usw. Ich nehme gerne Rücksicht.
    Ansonsten gilt: Meine Wohnung, meine Tiere, meine Regeln.


    Grund für diesen Thread war bei mir, dass mir schon oft viele versicherten, ja ach so tierlieb zu sein - und dann... muss das Tier eigentlich an hinterletzter Stelle kommen, sonst fühlen sich die Menschen vernachlässigt. Nur zeigt sich das eben nicht gerade bei losen Bekanntschaften oder den ersten drei Treffen mit diesen Menschen. Dadurch kann es dann schon schwieriger werden, den Betreffenden die Tür zu zeigen, weil es ja auch zu ihnen durchaus eine gewachsene Verbindung gibt.

  • @Mejin
    Das habe ich doch geschrieben, dass der Hund (insofern er ein gutes neues Zuhause hat) wahrscheinlich schnell über die Sache hinwegkommt.
    Ich als Mensch (im Sinne von ich persönlich) könnte es nicht ertragen, im Ungewissen zu sein. Im Post steht, dass die ehemalige Besitzerin nichts mehr von ihrem Hund gehört hat, seit sie das Land verließ; darum die Vermutung dass ihre Bindung an das Tier vielleicht nicht so stark war. Wir leben in einer vernetzten Welt; ich würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um zu erfahren, wie es dem Hund geht :ka:
    Es ist ja auch kein Vorwurf; nicht jeder sieht sein Haustier als Mittelpunkt des Universums an.

  • Er nimmt entsprechende Mittel (Mastzellenstabilisatoren und Antiallergika) um möglichst lange mit den Tieren kuscheln zu können.

    :herzen1:


    Ein guter Kumpel hat sich vor vielen vielen Jahren in mein Seelenkatzi verschossen, er war Allergiker.
    Sie ist einfach in seine Plastiktüte geschlüpft, hat ihn angeguckt und das wars dann mit seinem katzenverschlossenen Herz :applaus:
    Nur wegen ihr hat er angefangen, etwas zu machen wegen seiner Allergie und es wurde besser, es ging ihm allgemein besser.


    Er hat mich sehr oft besucht - und ganz unter uns: ich habe ihn nicht wirklich interessiert :lol: :herzen1:


    Ich mag solche Menschen :herzen1:
    Ist mir auch oft passiert dass ich Kontakt zu Leuten hatte wegen deren Tieren.

  • Jaja, so sind manche Menschen :roll:


    Dieser Freund mag ja überhaupt gar keine Tiere. So gar nicht. Wirklich! Also außer.... Und schon gar keine kleinen Hunde! Schrecklich sind die. Also außer... :roll:


    Es ist auch jedes Mal das gleiche Schauspiel: Sobald er sitzt, hängen wenigstens vier Tiere auf ihm drauf. Biete ich dann an, sie abzurufen: "Nee, nee, das passt schon." Und er streichelt, krault und kuschelt und alle Menschen könnten eigentlich gehen. xD
    Er mag auch gar nicht, wenn die Tiere mit ihm im Bett schlafen - aber lässt immer die Tür zum Gästezimmer offen... :headbash:

  • Ich sehe das ganz einfach: Für meine Hunde bin ich das Wichtigste, deshalb haben sie mehr als jeder andere verdient, auch für mich an erster Stelle zu stehen.
    Menschen kommen und gehen wieder, sobald etwas anderes interessanter ist. Selbst die eigenen Kinder werden flügge und Mutter und Vater werden unwichtiger.
    Das liegt in der Natur der Sache und ist kein Grund zur Enttäuschung.
    Aber mir liegt emotional gesehen die sprichwörtliche Treue von Hunden mehr als die typische Menschenart. :herzen1:

  • Ich sehe das ganz einfach: Für meine Hunde bin ich das Wichtigste, deshalb haben sie mehr als jeder andere verdient, auch für mich an erster Stelle zu stehen.
    Menschen kommen und gehen wieder, sobald etwas anderes interessanter ist.

    Ich nehme dein Posting nur als Aufhänger, ich meine dich nicht persönlich, @Boxerfan1


    Für mich sind Hunde "Lebensabschnittsgefährten", die mich eine Zeitlang auf meinem Lebensweg begleiten und mein Leben schöner machen. Meine Beziehungen zu den Menschen, die mir am wichtigsten sind, sprich, meine Familie und besonders meine Kinder, sind deutlich länger (lebenslang) und gehen viel, viel tiefer... deshalb würde ich in einem hypothetischen Fall, dass meine Kinder oder mein Mann eine schwere Allergie entwickeln, immer die Menschen an erste Stelle setzen.


    Wahrscheinlich kommt es bei der Entscheidung "Mensch oder Hund" darauf an, wie man zu jeder Seite steht und welche Erfahrungen man mit ihr gemacht hat... ob man sich gut aufgehoben und fest verbunden fühlt in seiner Familie zb oder die Bindung nicht so eng ist... das Beispiel der Mutter vor ein paar Seiten, wo die halbwüchsige Tochter mit Allergie ausquartiert wird, damit die Mutter weiter Katzen halten kann, fand ich sehr krass... die Schreiberin sagte denn ja auch, dass diese Entscheidung der Mutter ihrer Beziehung nicht zuträglich war... ich hab da viel drüber nachgedacht, bin ja selbst Mama... ein gesundes Augenmaß finde ich bei solchen schwierigen Entscheidungen schon wichtig, und sich auch die Folgen zu vergegenwärtigen...

  • Ich sehe das ganz einfach: Für meine Hunde bin ich das Wichtigste, deshalb haben sie mehr als jeder andere verdient, auch für mich an erster Stelle zu stehen.
    Menschen kommen und gehen wieder, sobald etwas anderes interessanter ist. Selbst die eigenen Kinder werden flügge und Mutter und Vater werden unwichtiger.
    Das liegt in der Natur der Sache und ist kein Grund zur Enttäuschung.
    Aber mir liegt emotional gesehen die sprichwörtliche Treue von Hunden mehr als die typische Menschenart. :herzen1:


    Ich denke, es kommt immer auf die aktuelle Lebenssituation an und welche Bindung man zur eigenen Familie/Verwandtschaft hat. Innerhalb der
    eigenene Familie würden für mich Kinder immer an erster Stelle stehen, meine Frau ebenfalls und zwar auch in der "Rangordnung".
    Welche Entscheidungen man irgendwann mal treffen muss, kann niemand voraussagen. Aber JETZT würde auch ich mich immer für den Hund
    entscheiden.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!