Prepper unter sich :)
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Deswegen war ich über den Thread auch erst einmal etwas verwirrt.
Aber in dem Wiki-Artikel steht ja auch drin, dass es genügend Prepper gibt, die sich wegen der Empfehlung des bbk für 10 Tage eindecken wollen und das sich die großen Vereine klar vom Rechtsextremismus , Verschwörungstheoretikern und ähnlichen Gruppierungen distanziert haben.
Ich denke, solange man nicht, wie im Artikel genannt, tatsächlich tagtäglich mit dem Ende der Welt rechnet und sich nebst Bunker auch mit allerlei Waffen eindeckt, ist alles gut.
Naja, Prepper und die *Szene haben ja eins gemeinsam: Den Gedanken, dass man sich nicht auf den Staat verlassen kann. Während sich die Gruppe des anderen Extrems nur auf den Staat verlassen kann.
Wenn du schreibst, dass die Prepper täglich mit dem Ende der Welt rechnen... Was meinst du denn damit? Dass die Angst vor dem Ende der Welt haben? Nein, ganz im Gegenteil. Denn die sind ja vorbereitet. (Muss da grade an den Film "Superstau" denken)
Was hast du denn gegen einen Bunker und Waffen?
Prepper sind vorbereitet. Die wollen nichts außer ihre Ruhe. Wenn du denen also fern bleibst, bleibt alles in Ordnung. Nur wird es ganz sicher Leute geben, die sich nicht vorbereitet haben. Und was glaubst du, wozu die Leute fähig sind, wenn deren Kinder verhungern?
Und genau dein letzter Satz macht für mich den Unterschied zwischen: ich mache mir einen Vorrat zur Sicherheit, wenn ich mal eine zeitlang von der Außenwelt abgeschnitten bin / nicht einkaufen kann oder weil ich Spaß daran habe und ich mache mir einen Vorrat, weil ich glaube, dass bald Krieg ausbricht und die Leute um mich herum verhungern.
Ich persönlich glaube nicht daran, dass bei einem tatsächlichen kriegerischen Akt Vorratshaltung irgendeinen Nutzen hat. Außer, es wäre ein Cyberangriff. Wenn Strom /Wasser etc. Irgendwie lahm gelegt ist, hat man zumindest noch essen für eine Weile.
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Sich einen „Bunker“ zuzulegen und sich mit „Waffen“ einzudecken, hat - neben der sachlichen Erwägung - unweigerlich auch eine psychologische und eine symbolische Komponente
Und eine ganz schnöde Komponente noch dazu: Wenn ich die Waffen und den Bunker nicht benutzen WILL, dann wäre es viel billiger und weitaus weniger Arbeit, noch ein paar hundert Dosen Ravioli für die Nachbarn zu kaufen.
Aber man WILL sie nunmal benutzen - oder sich wenigstens dieser Power Fantasy hingeben. Aber das kann man natürlich nicht laut sagen. Also wird es zur Selbstverteidigung umdeklariert.
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Und diese beiden Komponenten bestärken nun nicht unbedingt eine offene und erstmal wohlwollende Haltung seiner Umgebung bzw. eine neutral wohlwollende Haltung Fremden gegenüber. Sie stärken eher den Teil des Primatengehirns, der „fremd=potentieller Feind“ sieht. Und sie können damit Ängste füttern. Das ist mit ein Grund für die Connections, die DerFrechdax angesprochen hat.
Insbesondere bezogen auf die Antwort unten:
Erst einmal wirst du es nicht mitbekommen, wenn sich jemand, den du meinst, einen Bunker baut. Stichwort Gray Man. Man schweigt darüber, was man alles hat. Und dann stelle ich dir mal eine Gegenfrage: Von wem hast du eher Angst? Vor jemandem, der sich in so einen Bunker verschanzt und Vorräte für ein Halbes Jahr hat, aber auch Waffen um diese zu verteidigen?
Oder vor dem Familienvater aus der Nachbarwohnung, dessen Frau und Kinder verhungern?
Damit hätte ich das größte Problem: Ich habe ja Vorräte und vor allem Wasser eingelagert - aber nur für mich und meine Mitbewohner. Wenn jetzt die Lieblingsnachbarin - die ich echt gerne mag - mit ihren beiden kleinen Kindern vor der Türe steht, dann muss ich der fast was geben - was anderes kommt ja moralisch echt nicht in die Tüte. Soll ich dann meinen Privatvorrat so weit aufstocken, dass ich da auch noch ein bisschen helfen kann und wo ziehe ich dann die Grenze?
Die Schwerere Antwort ist wohl: Was passiert, wenn die Krise vorbei ist und du deinen Nachbarn nicht geholfen hast (und die das ganze überlebt haben.) Dann bist du nämlich unten durch. Wenn du anfängst zu helfen, dann musst du damit rechnen, dass andere es mitbekommen. Und dann sind deine ganzen Vorräte für ein halbes Jahr innerhalb eines Tages aufgebraucht. Oder.... Und da sind wir wieder bei Waffen.....
Ich habe gesagt, dass ich einen Brunnen habe. Daraus können die Nachbarn gerne Wasser haben. Beim Essen gehe ich genauso schnorren, wie andere Nachbarn. Wird nur etwas scheiße, wenn man Anfängt riechende Speisen zu kochen.
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Und da sind wir wieder bei Waffen....
Nein, sind wir nicht. Das ist eine Mod-Ansage!
Bunker und Waffen und zack ist man bei rechtsextremistischen Preppern und Reichsbürgern. Das gibt es hier im Forum nicht. Siehe AGB.
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Ich möchte, soweit möglich, überhaupt keine Angst vor meinen Mitmenschen haben. Geht natürlich nicht, dazu bin ich zu sehr Primat. Aber dann möchte ich diesen Ängsten wenigstens so weit wie es geht das Futter entziehen. Was heißt: Ich arbeite daran, ihnen nicht von vorneherein finstere Absichten zu erstellen, ich arbeite daran, sie nicht in wertende Schubladen zu stecken, auch wenn sie mir querliegen, ich arbeite daran, keine gedanklichen „Was wäre wenn-Katastrophenszenarien zu entwickeln, für die ich eh nicht gescheit vorsorgen kann. Ich arbeite daran, ihre Wertung und mein Selbstverständnis nebeneinander bestehen zu lassen ...
Deine Fragen stelle ich mir somit einfach nicht. Mag sein, dass ich damit schlechter gerüstet bin, eine gravierende Katastrophe zu überleben.
Sorry -überschnitten
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Damit hätte ich das größte Problem: Ich habe ja Vorräte und vor allem Wasser eingelagert - aber nur für mich und meine Mitbewohner. Wenn jetzt die Lieblingsnachbarin - die ich echt gerne mag - mit ihren beiden kleinen Kindern vor der Türe steht, dann muss ich der fast was geben - was anderes kommt ja moralisch echt nicht in die Tüte. Soll ich dann meinen Privatvorrat so weit aufstocken, dass ich da auch noch ein bisschen helfen kann und wo ziehe ich dann die Grenze?
Aufstocken würde ich nicht extra - aber teilen, was ich habe, ja. Ich bin aber auch kein welche-Art-auch-immer-Endzeit-Szenario-Prepper, sondern eine Mischung aus ländlicher Vorratshaltung, eigenem Gemüseanbau mit Eingemachten und Kartoffeln im Keller, Ex-Pfadfinder, Ex-Wanderreiter, sprich neben einigen Vernunft-Gründen, die es mir sinnvoll erscheinen lassen, Vorräte zu haben, machen mir so Sachen, wie ein Brot im Feuer zu backen und das Feuer überhaupt erst mal ans Brennen zu bekommen (ohne Feuerzeug, klar), auch einfach Spaß. Wichtiger, als noch 5 Packungen Nudeln im Schrank, finde ich Fähigkeiten, wie z. B. eßbare Pflanzen sicher zu erkennen und auch zu wissen, wie man sie nutzen kann, oder wo es wenn denn dann Wasser gäbe, wenn der Vorrat ausgetrunken ist und es auch grad länger nicht geregnet hat. Fähigkeiten sind da besser als Dinge.
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Bunker und Waffen und zack ist man bei rechtsextremistischen Preppern und Reichsbürgern. Das gibt es hier im Forum nicht. Siehe AGB.
Komischerweise gibt es diese Assoziation nur in Deutschland, in der USA wäre es voll normal. Und in wie fern Waffen und Bunker zu Reichsbürgern oder Rechtsextremen führen, ist mir absolut unverständlich (ja, Wikipedia). Genauso wie ein Pit ein Kampfhund ist und Kinder als Vorspeise frisst.
ich arbeite daran, keine gedanklichen „Was wäre wenn-Katastrophenszenarien zu entwickeln, für die ich eh nicht gescheit vorsorgen kann. Ich arbeite daran, ihre Wertung und mein Selbstverständnis nebeneinander bestehen zu lassen ...
Ist durchaus eine Haltung. Wie du gemerkt hast, ist meine Haltung eine andere. Nämlich tatsächlich Katastrophenszenarien zu entwickeln und diese dann zu lösen. Nicht aus der Angst heraus, sondern mit dem Ziel die Aufgabe zu bestehen. Und bei einem Fail hat man die Information als Gewinn, was schief gelaufen ist und wo nachgebessert werden muss.
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Das ist die Vielfalt menschlichen Lebens
Mein Gewinn ist, dass ich mich in den Zeiten ohne Notstand mit schöneren Dingen beschäftigen kann.
Zur Normalität in den USA sag ich jetzt mal lieber nichts ...
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Das ist die Vielfalt menschlichen Lebens
Mein Gewinn ist, dass ich mich in den Zeiten ohne Notstand mit schöneren Dingen beschäftigen kann.
Das ist jetzt aber eine frage der persönlichen Wertung. Für dich mag XYZ schön sein. Für mich ist es cool, Sachen auszuprobieren. Mit einem neuen Multifuel-Kocher zu kochen, mit einem Zelt im Wald zu übernachten. Und das Beste ist, dass meine Hunde da auch mit dabei sind. Deshalb ist es für mich ein schönes und nützliches Hobby.
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