Jagd, Hege, Naturschutz und mehr - allgemeine Diskussion

  • wobei ich bezweifle, dass der Hund sich weit genug entfernt um wirklich zu stöbern)

    Rein aus Interesse, welcher Umkreis wird "benötigt"? Micky stöbert bei der Flächensuche in geeigneten Revieren wenn ich ihn lasse gut und gerne über 1 km tief wenn er denkt, dass es sich lohnen könnte.

  • wobei ich bezweifle, dass der Hund sich weit genug entfernt um wirklich zu stöbern)

    Rein aus Interesse, welcher Umkreis wird "benötigt"? Micky stöbert bei der Flächensuche in geeigneten Revieren wenn ich ihn lasse gut und gerne über 1 km tief wenn er denkt, dass es sich lohnen könnte.

    Viel interessanter für die Einschätzung ist, wenn du einfach quer durch den Wald Gassi gehst oder dich wo hinsetzt und nicht auf den Hund einwirkst, wie weit geht er dann und wie lange bleibt er weg?
    Und nein, das wird auch bei einem stark bejagten Hund nicht groß weiter, solange er keinen Grund hat (aka ein krankes Stück vor sich.

    Davon abgesehen ist das akademisch, wie gesagt ohne Laut besteht er die Prüfung nicht und ein Hund der nicht fährtenlaut ist hat auf einer DJ auch nichts zu suchen.

  • Rein aus Interesse, welcher Umkreis wird "benötigt"? Micky stöbert bei der Flächensuche in geeigneten Revieren wenn ich ihn lasse gut und gerne über 1 km tief wenn er denkt, dass es sich lohnen könnte.

    Viel interessanter für die Einschätzung ist, wenn du einfach quer durch den Wald Gassi gehst oder dich wo hinsetzt und nicht auf den Hund einwirkst, wie weit geht er dann und wie lange bleibt er weg?
    Und nein, das wird auch bei einem stark bejagten Hund nicht groß weiter, solange er keinen Grund hat (aka ein krankes Stück vor sich.

    Davon abgesehen ist das akademisch, wie gesagt ohne Laut besteht er die Prüfung nicht und ein Hund der nicht fährtenlaut ist hat auf einer DJ auch nichts zu suchen.

    Ohne Auftrag verlässt der nicht mal den Weg :rolling_on_the_floor_laughing: Mich hat eigentlich eher interessiert wie weit der normale Radius wäre. Für mich ist 1 km weit, für andere sicher nichts.

  • Viel interessanter für die Einschätzung ist, wenn du einfach quer durch den Wald Gassi gehst oder dich wo hinsetzt und nicht auf den Hund einwirkst, wie weit geht er dann und wie lange bleibt er weg?
    Und nein, das wird auch bei einem stark bejagten Hund nicht groß weiter, solange er keinen Grund hat (aka ein krankes Stück vor sich.

    Davon abgesehen ist das akademisch, wie gesagt ohne Laut besteht er die Prüfung nicht und ein Hund der nicht fährtenlaut ist hat auf einer DJ auch nichts zu suchen.

    Ohne Auftrag verlässt der nicht mal den Weg :rolling_on_the_floor_laughing: Mich hat eigentlich eher interessiert wie weit der normale Radius wäre. Für mich ist 1 km weit, für andere sicher nichts.

    Es gibt keinen Radius den der Hund mindestens weg muss, die sollen ja nicht möglichst weit weg vom HF, sondern das bejagte Revier auf links drehen wie sie es Sinn macht. Wenn viel Wild um dessen Stand rum ist, wird der Hund auch in der Nähe bleiben, wenn nicht, wird er weiter gehen. Er soll halt nicht in der Nähe des Standes bleiben und da warten, dass was kommt oder gar auf der warmen Fährte abbrechen, weil es ihm zu weit wird, sondern schon aktiv das Gelände nach warmen Fährten durchkämmen und diese verfolgen bis er das Stück hat oder es keinen Sinn mehr macht zu folgen. Meist ist es so, dass die Hunde alle halbe Stunde bis Stunde mal vorbei schauen, wenn sie gerade Zeit haben und in der Nähe sind, muss aber nicht. Gibt ja regelmäßig immer wieder mal Hunde die nach den Jagden sonstwo eingesammelt werden müssen.
    Was ich dir an Zahlen mitgeben kann: Reviergrößen sind hier im Forst meist so 20-30 km² (das sind große Jagden, viele Schützen, viele Hunde), eine Drückjagd dauert so 2-3 Stunden und in der Zeit legen die Hund bis zu über 30 km zurück (wobei der Durchschnitt um die 20 km liegen dürfte).

    Vollgebrauchshunde und Retriever (so die denn überhaupt mit dürfen, Thema Fährtenlaut und Wildschärfe) gehen meist mit den Hundeführern durch. Da bleiben die Hunde in der Nähe des HF und helfen dem Dickungen abzuchecken und bei Bedarf durchzudrücken, die Treiberlinie zu schließen, Standlaut anzugehen usw. Wobei in der Nähe in dem Kontext heißt nicht mehr als maximal paar 100 m.
    (Damit ist immer Suche gemeint, hinter krankem Wild gehen die Durchgehhunde natürlich genauso hinterher bis sie es haben wie die anderen Hunde auch, nur da die groß und damit schneller sind (deswegen werden sie beim Stöbern selbst auch oft nicht gerne gesehen) haben sie das meist relativ schnell, auch dafür sind die da.)

  • Ich verlagere das auch mal aus:

    Javik Macht sie das für dich zu "Jagdhunden light"?

    Du gibst dir hier die Antwort schon halb selbst:

    Dabei ist es tatsächlich leicht, auch als Nicht-Jäger die jagdliche Passion des Golden zu bedienen - und das ist beim Deutsch Langhaar wohl eben nicht möglich.

    Sie sind als Apportierspezialisten in GB gezüchtet.

    Beim Apport gibt es aber, bei der Jagd wie sie in D gehandhabt wird, das Problem, dass es ihnen oft an Wildschärfe mangelt, wie Anja ja auch angemerkt hat. Dazu kommt, dass viele andere Rassen auch sehr gut apportieren.

    Damit sind sie also selbst in ihrem ursprünglichen Spezialgebiet für die Jagd wie sie in D gehandhabt wird, schon nicht einmal mehr unbedingt die beste Wahl. Ein sehr gute Wahl, versteh mich nicht falsch, aber einen Spezialisten zeichnet nunmal aus, dass er das was er tut absolut konkurrenzlos besser kann.

    Um als Allrounder, wie die kontinentalen Vorsteher oder Terrier, zu gelten fehlt es meist an Härte, Schärfe und eben dem Laut. Sie sind eben (Einzeltalente ausgenommen, aber um die geht es ja nicht) nicht sehr breit einsetzbar, bzw. schon, aber auch da gibt es viele (!) Rassen die da die bessere Wahl sind, rein auf jagdliche Leistung bezogen versteht sich.

    Was die Retriever dagegen auszeichnet ist eben, dass sie auch im Alltag einfach zu führen sind, dass sie auch im "Privatleben" toll sind. Das ist eine gute und definitiv gefragte Eigenschaft... aber nunmal nichts was sie jagdlich auszeichnet.


    Sie klingt etwas abfällig, weil sie in Kategorien "richtiger Jagdhund" und "Jagdhund light" unterteilt.

    Das ist deine Interpretation.

    Der Ferrari ist nur so lange das geilere Auto, bis man mit seinen drei Kinder, den zwei Hunden und dem Gepäck für alle sieben drei Wochen in einen Campingurlaub fahren will. Spätestens da wird den meisten dann plötzlich doch klar, was für tolle Auto Familienvans sind...

    Retriever sind bei Jägern ziemlich beliebt. Aber eher selten, weil sie die beste jagdliche Leistung bringen, sondern eben weil sie gemäßigter sind, einfacher sind, leichter zu führen sind usw., kurz eben nicht DIE Vollblutjagdhund schlechthin sind. Für den Hausgebrauch der meisten Jäger aber vollkommen ausreichen.

    Passt perfekt.


    Der Deutsch Langhaar, den du ja bevorzugst, hat sicher andere jagdliche Eigenschaften und findet eine andere jagdliche Verwendung bei dir, als es andere Jäger für ihre Hunde vorziehen.

    Ich bevorzuge den DL nicht, ich hole mir einen. Das ist ein Unterschied.

    Die kontinentalen Vorsteher sind Allrounder, deswegen werden sie auch als Vollgebrauchsjagdhunde bezeichnet. Mit denen kann man (theoretisch) alles machen, außer Baujagd.

    Alles was ein Retriever (jegliche Retriever) könnte, kann der auch und das noch dazu gesichert und gut.

    Ich weiß, du liest das jetzt als "DL ist besser als Retriever", aber das ist es eben nicht. (Das ist ein Fakt, keine Wertung. Wir könnten jetzt jegliche Sparten durchgehen und die durschnittliche Leistung bewerten, der DL hätte da einfach mehr Punkte am Schluss. Isso.)

    Aber, wo Licht ist ist auch Schatten, kein Vorteil ohne Nachteil, Beispiel, lass mich dir eine kleine Anekdote erzählen.

    Und zwar als sich Vater und Mutter meines zukünftigen "Kleinen" zum Decken trafen, hat der Rüde Halter den Rüden kurz davor nochmal aus dem Auto gelassen, damit er sich nochmal lösen kann. Hund springt aus dem Auto ins Gebüsch, es rappelte kurz, Hund kam mit einem Frischling im Maul zurück. Das ist jetzt keine sonderlich besondere einzigartige Story, passiert nunmal. Man schaltet so einen Hund halt nicht mal eben ab. Da hilft Erziehung halt auch nicht viel, wenn man als Mensch nicht genug mitbekommt und nicht schnell genug schaltet.

    So Preisfrage: Will man sich mit sowas rumschlagen?

    Ganz einfache Antwort: Genau. Wenn man es jagdlich nicht braucht und halbwegs vernünftig ist, tut man sich das nicht an. Und genau da ist dann der Punkt an dem die Retriever glänzen.

    So? Wer ist jetzt der "bessere" Hund?

    Allgemein keiner, beide haben ihre Vor- und Nachteile, ihre Stärken und Schwächen. Welcher Hund für einen selbst besser passt muss jeder selbst wissen.


    Das hat seinen Grund, nicht wahr?

    Exakt. Und genau deswegen ist Jagdhund light auch keine "Beleidigung".

  • Aber, wo Licht ist ist auch Schatten, kein Vorteil ohne Nachteil, Beispiel, lass mich dir eine kleine Anekdote erzählen.

    Ich könnte hier Anekdoten meiner Hunde erzählen, lass es aber, nur so viel:


    Für mich als private Hundehalterin haben solche Anekdoten andere Konsequenzen, als für Hundehalter deren Hunde für den Gebrauch gehalten werden - bei letzteren ist es "Shit happens, gehört halt auch dazu", bei mir ist es ein "Darf nicht passieren", und endet mit Leinenpflicht.

  • Hm.. ich hab da 'ne Verständnisfrage, ich hoffe, es ist okay, wenn ich damit dazwischengrätsche.


    Inwiefern zeichnet das beschriebene Verhalten denn einen Vollblutjagdgebrauchshund aus?

    Hund springt aus dem Auto ins Gebüsch, es rappelte kurz, Hund kam mit einem Frischling im Maul zurück. Das ist jetzt keine sonderlich besondere einzigartige Story, passiert nunmal. Man schaltet so einen Hund halt nicht mal eben ab. Da hilft Erziehung halt auch nicht viel, wenn man als Mensch nicht genug mitbekommt und nicht schnell genug schaltet.

    So Preisfrage: Will man sich mit sowas rumschlagen?

    Auf die Schnelle würde ich sagen, mit sowas (also nur auf das beschriebene Verhalten bezogen) schlägt sich gefühlt jeder vierte oder jeder fünfte Hundehalter rum, oder nicht? Dass ein Hund sich ein im Gebüsch sitzendes Tier schnappt, ist doch keine Seltenheit? Oder geht es dabei konkret um eine Besonderheit von Frischlingen, wie der wehrhaften Sau, die dazugehört? Ich sehe da, je nach Größe der Frischlinge, keine Besonderheit im Hundeverhalten, sondern einen in der Situation verantwortungslos geführten Hund, aber vielleicht fehlt mir dazu mehr Hintergrund?

  • Warum diese Demut? Genau, damit dürfen sich gefühlt 80 Prozent der Hundehalter*innen rumschlagen. Nur im Kontext mit Jagdschein wird es mit "passiert halt" abgetan. Man stelle sich vor, jemand schreibt das hier von seinem Familienhund...

  • Und ich finde dieses Retriever Gebashe absolut unnötig. Viel Meinung für jemand, der sich offensichtlich nicht mit dem Aufgabengebiet der Retriever näher befasst hat und nicht weiß, wie sie in anderen Ländern eingesetzt werden...

  • und nicht weiß, wie sie in anderen Ländern eingesetzt werden...

    Aber Javik hat sich mehrmals auf die Jagd in D bezogen. Unter anderem s.u.

    Sie sind als Apportierspezialisten in GB gezüchtet.

    Beim Apport gibt es aber, bei der Jagd wie sie in D gehandhabt wird,

    Könntest Du, dragonwog dann etwas zum Einsatz im Ursprungsland bzw. in anderen Ländern sagen, bitte?

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