Herdenschutzhunde an der Herde und technischer Herdenschutz
-
-
Hier nochmal die lange Version - ab 3:17 wird erklärt, dass die Hunde einen beim Queren der Herde begleiten. Dass sie dem Hundehalter-Wanderer, der mit Sicherheit nach Hund riecht, dabei näher kommen, als einem Wanderer, der nicht nach Hund riecht, ist absolut nachvollziehbar und völlig normal:
[Externes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=cj30f6HYXtY]Auch das Argument "hätte ich meinen Hund dabei gehabt", ist hahnebüchen. Mittlerweile wird hochoffiziell davon abgeraten, Hunde mitzuführen, wenn man Flächen passieren wird, die von HSH beschützt werden. Liest man im "was nervt Euch an anderen HH-Thread", weiss man auch, warum. An den HSH liegts meist nicht.....
Der Artikel ist im Ganzen ziemlich *zensur*, auch die Infos über Kangals stimmen nicht. Nach einem 3-jährigen Pilot-Versuch, werden in der CH auch Kangals für den Herdenschutz gefördert. Dort ist allerdings die Förderpolitik anders als hier in D, dort werden ausgebildete Hunde zur Verfügung gestellt.
-
- Vor einem Moment
- Neu
Hi
Schau mal hier: Herdenschutzhunde an der Herde und technischer Herdenschutz* Dort wird jeder fündig!
-
-
Denn auch die Tierhalter sind oft genau an dem Punkt mit den Hunden überfordert, wo aus einem 2-er-Team mehr Hunde werden. Die Dynamik unter den Hunden wird dann eine ganz andere und ab da trennt sich dann die HH-Spreu vom Weizen. Die schlimmsten Vorfälle mit Hunden passieren da, wo viele Junghunde zugleich aus dem Ruder laufen. Sei es, weil der Halter sie für sich selbst rekrutieren wollte oder sei es, weil er sie als Welpen nicht losgeworden ist.
Das ist in der Tat ein total schwieriges Thema!
Mehrere Hunde zu halten, ist nicht immer leicht.
Dann noch Hunde eines ganz bestimmten Typ, die eh nicht als einfach gelten, und ohnehin auch noch selbstständig agieren dürfen / können.
Da steckt ordentlich Arbeit drin!
Ich selbst habe noch keine an Herden arbeitene Hunde in Aktion gesehen, außer die Border.
Ich weiß es also nicht, wie es ist, von HSH so angebellt zu werden. Vermag solche Situationen auch nicht beurteilen wollen!
Für einen, der absolut keine Ahnung von Hunden hat, kann es durchaus furchteinflößend sein. Das schafft ja schon ein "normaler" Hund hinter einem Zaun, an seinem Grundstück!
Was auch total verständlich ist!
Und viele wissen ja auch nicht, wie man sich verhalten soll. Und so manch einer schafft es sogar, trotz dem Schild mit Hinweisen, wie es gemacht wird, doch alles falsch zu machen.
Und wenn ich dann noch an die Leute denke, die mit einer "ICH will aber JETZT unbedingt, also mach ich mal" Einstellung unterwegs sind, und nicht einmal einsehen, daß es nicht schaden könnte, einen kleinen Umweg zu machen, nun denn, dann kann es nur noch schief gehen.
-
Hier hab ich die schützenden HSH ja schon erlebt, hinterm Zaun und mit meinem Hund in Begleitung. Einmal hatten wir ja sogar die schlimme Blondine dabei, und selbst da erlebte ich die HSH als sehr besonnen. Keine Ahnung, wieso da wieder so ein Aufriss gemacht werden muss in dem Artikel, dass der Wanderer sich schon mit einem Bein im Grab stehen sieht ("dem Schlaganfall nah"
), es ist doch wirklich NICHTS passiert. Die Hunde haben ihn mit etwas Abstand begleitet, nicht gestellt, nicht berührt, nix. Der Artikel hätte ja die Chance gehabt, das Verhalten der Hunde unter Hinweis auf die allgemeinen Verhaltensregeln nochmal als unbedenklich zu erklären, aber nö, schüren wir lieber die Angst der Leute.
-
Mittlerweile wird hochoffiziell davon abgeraten, Hunde mitzuführen, wenn man Flächen passieren wird, die von HSH beschützt werden.
da ne dumme frage von mir.
wir gehören ja auch zu den Touris, die gerne mal in Bayern, Östereich, Schweiz.... Wanderurlaube machen.
In Bayern ist es uns mehrfach passiert, dass wir Wanderungen geplant haben (anhand von Karten) und dann urplötzlich, bei der Wanderung selbst, vor Kuhwiesen standen. 2x war diese auch mit Kühen besetzt.
Wären diese Weiden nun mit HSH besetzt gewesen, hätten wir ein riesen Problem gehabt.
Mit nem HSH auf der Fläche geh ich da ganz bestimmt nicht auf die Wiese. Da kann der Wanderweg noch so sehr da durch wollen. Und mit eigenem Hund geh ich da 3x nicht drauf.
Umrunden der Weiden war, in diesen Fällen, nicht möglich.
Wir sind Ortsfremd, also ists auch schwierig einfach wo anders lang zu gehen.
Umdrehen ist auch selten, bei uns, eine Option, da wir meistens nur von einem Ort zum nächsten gehen und nicht wieder zurück.
So, meine eigentliche Frage:
Werden Flächen, wo HSH im Einsatz sind, explizit in Wanderkarten (evt auch auf Onlinekarten) vermerkt?
Wo kann ich im Vorfeld sehen, wo HSH im Einsatz sein können?
Wenn ich an nen Zaun komme, wo drauf hingewiesen wird, ist es für mich zu spät. dann kann ich nicht mehr umplanen.
-
Werden Flächen, wo HSH im Einsatz sind, explizit in Wanderkarten (evt auch auf Onlinekarten) vermerkt?
In D? Träum weiter.
Sowas würde ja bedeuten, dass man sich offiziell zum Herdenschutz mit Hunden bekennt......
Du kannst nur hoffen, dass etwaige Wandervereine in der von Dir geplanten Region besser drauf sind, als meiner hier, der sich ja konsequent jeglicher Aufklärung der Wanderer über HSH verweigert hat. Hier ist deshalb jetzt der Wanderweg von meiner Fläche wegverlegt worden und nun, wo es kaum noch nötig wäre, weil die übrigen Wege größeren Abstand zu meinen Flächen haben, soll ein Schild am Wanderparkplatz aufgestellt werden, für das aber natürlich ICH Sponsoren finden muss, sind ja meine Hunde....
In einigen Regionen in D werden Wanderwege während der Beweidungszeit umgeleitet - das ist dann ausgeschildert.
In der Schweiz sind die Infomöglichkeiten dank interaktiver Karten und auch im Vorfeld bekannten Beweidungszeiten (welche Fläche wird von wann bis wann bestossen) deutlich besser, das wird aber auch von offiziellen Stellen gesteuert, ebenso die Aufklärungsarbeit:
https://www.wandern.ch/de/wand…terwegs/herdenschutzhunde
http://www.protectiondestroupe…en-wo-es-schutzhunde-hat/
Für Österreich weiss ich nicht, wie das da gehandhabt wird - Du könntest Dich aber hier mal erkundigen:
-
-
??
Stimmt, die deutschen wieder.
Hm, für die Wanderer ist das natürlich echt Mist. Und wenn sie sich beschweren, dann, is ja "logisch", wird sich über die bösen hsh beschwert. Das es wohl eher die mangelnde Ausschilderung ist, wird da wohl gekonnt verdreht.
Die links fürs Ausland Speicher ich mir mal ab. Danke sehr.
-
Hallo.
Möchte mich nach langer Zeit auch mal wieder zu Wort melden
Ich bin ja auch ein absoluter HSH - Fan und habe selbst eine Carpatin - Dame und einen Kaukasen , allerdings nicht an der Herde.
Hier steht ja vieles wo ich zustimmen kann und auch einiges was ich nicht unbedingt gut finde.
Es mag sicherlich in manchen Fällen funktionieren wenn man HSH zum Schutz einer Herde einsetzt aber es wird auch irgendwann zu Zwischenfällen führen.
Richtige HSH wurden über viele Jahrhunderte auf bestimmte Eigenschaften hin gezüchtet . Sie wachsen bei der Herde auf und alles was nicht in den Genen steckt erlernen sie hauptsächlich von den anderen Rudelmitgliedern. Eine Ausbildung durch Menschen ist da eher Zweitrangig . Hunde welche nicht den Anforderungen entsprachen wurden normalerweise getötet.
Was die Anzahl der Hunde betrifft rechnet man ganz einfach . Pro 100 Schafe ein Hund , mindestens jedoch zwei.
Allerdings wird heute nicht beachtet das normalerweise auch immer einige Hirten bei der Herde sind ( Tag und Nacht )
Man kann die Hunde auch mal ein Paar Tage allein lassen , aber das sind Ausnahmen.
Die Menschen aus der Umgebung wußten wie sie sich verhalten müssen und die Bevölkerungsdichte in den Einsatzgebieten kann man auch kaum mit Deutschland vergleichen. HSH sind keine Killer und Kampf ist für sie immer der letzte Ausweg , aber wenn man unerwartet vor einem steht und nicht weiß wie man sich verhalten soll dann kann das schon unangenehm werden. Und wenn man jede Weide so einzäunt das nichts passieren kann , dann braucht man auch keine Herdis mehr.
Was das Kreuzen unter den verschiedenen Rassen betrifft . Früher waren die Eigenschaften wichtig und nicht die Reinrassigkeit .
Es gab Gegenden wo z.B. weisse Hunde bevorzugt wurden , was aber nicht zwingend erforderlich war.
Heute gibt es dummerweise Rassestandards . Die einzige mir bekannte Rasse , wo auch das Aussehen wichtig war , ist der echte Kangal .
Kangal ist aber auch auf Wikipedia nur noch ein Sammelbegriff für verschiedene Rassen.
L.G. gscholz
-
Was soll uns das sagen?
-
Wer den Schoke "Herdenschutzhunde" gelesen hat, kommt nicht umhin, dort einige Diskrepanzen festzustellen, die vornehmlich zeigen, dass man das Schutzverhalten von HSH gegenüber ihrer Herde bestenfalls über einen längeren Zeitraum im Sinne eines Hirten erlebt haben muss, um es wirklich verstehen zu können.
Schoke stellt u. a. die These auf, dass HSH ihr Nutzvieh nur am Rande mitverteidigen, weil sie ihr Territorium verteidigen.
Wer die Unterschiede schon wirklich erlebt hat, verzieht da nur müde das Gesicht zu einem augenrollenden Grinsen.
Denn im Gegensatz zu Schoke kann man, wenn man mit Herde und Hunden eng beisammen lebt, sehr wohl Unterschiede feststellen, hier vor Ort z. B. bei so Dingen wie den Zaunkontroll-Runden im Winter, wo die Hunde mitdürfen, während die Rinder vorn im Auslauf sind. Der Umgang mit Aussenreizen ist ein anderer, als wenn die Herde dabei wäre. Was die Hunde dann bei herdenschutz-relevanten Aussenreizen wollen, ist, möglichst rasch zu ihrer Herde zu gelangen, um diese auch unmittelbar zu schützen. Das sieht dann so aus, dass einer der Zaunarbeiter in der Nähe der potentiellen Gefahr bleibt und 2 andere Hunde schnurstracks zur Herde zurückkehren. Ich als Begleitung wäre die 2. Zaun-Bastion. Das ist die Symbiose Hunde-Herde-Hirte. Die gilt auch für Teilzeit-Hirten, die nur tagsüber oder stundenweise dabei sind.
Ebenfalls ziemlich schmalbrüstig finde ich Schokes Erklärungsansatz, dass HSH auch bei ziehenden Herden rein territorial arbeiten. Das wird dem Schutzverhalten dieser Hunde einfach nicht gerecht. Schutzverhalten beinhaltet immer auch die Bewertung der Gefährdungslage. Man denke z. B. an den alten Hund Watson, der auf meine Fläche geraten ist und den die Hunde unangetastet haben ziehen lassen. Es war kein Angreifer. Es war nur ein alter, tüdeliger Hund, der den E-Zaun erst wahrgenommen hat, als er beim Durchlaufen eine geputzt bekommen hat. Wo war da das reine Territorial-Verhalten? Solche Beispiele, die deutliche Unterschiede erkennen lassen, gibt es zahlreich.
Ich - aber wer bin ich schon gegen Buchautoren - würde statt des Begriffs Territorium eher den Begriff "Schutzraum" wählen. Das ist ein gewisser Raum um die Herde, in dem HSH ihr Herdenschutzverhalten ausleben. Egal, wo die Herde gerade ist und egal, obs ein wabernder Schutzraum beim Ziehen der Herde ist oder ein recht stationärer, weil gekoppelter Schutzraum. Zäune pointieren lediglich den Rand dieses Schutzraums, was dazu führt, dass HSH hinter Zaun oft an der Zaungrenze arbeiten, während HSH in Freiweide deutlicher mit dem Abstand der potentiellen Bedrohung zur Herde arbeiten/arbeiten können.
Dass die Ausbildung von HSH von erfahrenen Hunden übernommen wird oder schlichtweg in den Genen steckt, mag für Regionen gelten, in denen HSH seit Jahrhunderten eingesetzt werden und funktionierende Hunde-Teams vorhanden sind. In D oder anderen Ländern, die sich recht neu mit dem Thema HSH beschäftigen müssen, stimmt das so nicht. Zum einen erwecken wir grad erst wieder klassische Arbeitslinien zum Leben, zum anderen müssen wir erst einmal die Grundlagen für funktionierende Hundeteams schaffen, auch HSH verfügen im Junghund-Alter über spielerischen Jagdtrieb, den man als Hirte unterbinden lernen muss, Ressourcenverteidigung von Futter ist ein häufiges Thema, mit dem man umgehen können muss, um Hunde und Herde unproblematisch füttern zu können und auch die Integration eines zusätzlichen Hundes erfordert menschliches Zutun. Irgendwann in der 2. oder 3. Hundegeneration kann das erst zu einer Art Selbstläufer werden, bei dem das menschliche Zutun zunehmnd weniger werden kann. In den Anfängen wäre das ein fataler Fehler. Gerade das hohe Aufkommen von Freizeitaktivitäten um die Weideflächen herum, erfordert einen sorgfältigen Aufbau der Hunde durch den Halter. Hunde, die sich an nebensächlichen Aussenreizen vollkommen aufreiben tagsüber, können ihrer Schutzfunktion nicht mehr so nachkommen, wie es sein müsste. Auch ist es natürlich umfeldverträglicher, wenn die Hunde frühzeitig lernen konnten, dass normale Freizeitaktivitäten ihr Schutzverhalten nicht auslösen brauchen.
Über die Berechnung, wieviel Hunde notwendig sind, steht hier schon soviel, deshalb nur nochmal die Anmerkung "mindestens 2" deckt noch nicht einmal die obligaten Positionen im Hundeteam ab. 100 Schafe auf einer Waldlichtung brauchen mehr als 2 Hunde, da brauchts je nach Flächengrösse allein bis zu 8 Zaunarbeitern, Wölfe kommen gern von mehreren Seiten, um die Hunde auseinanderzuziehen. 100 Schafe in einem langen schmalen Taleinschnitt mit Felsüberhängen und Co brauchen ebenfalls mehr als 2 Hunde.
Nur 2 Hunde einzusetzen ist für mich schon nahezu tierschutzwidrig - sobald ein gewisser Wolfsdruck vorhanden ist, bedeutet das eine dauerhafte Überforderung der Hunde. Ich habe in Bezug auf das MD-Thema mal selbst angefangen, zu "recherchieren" - in bisher allen mir untergekommenen Fällen trafen die MDs Hunde, die allein oder zu zweit eingesetzt waren. Das spricht für die Überforderungs-Theorie, denn der Hauptauslöser für MDs ist nach wie vor: Stress.
-
hhm..
Ja, man findet zu dem Thema einfach schnell nen Haufen
Merkwürdige Informationen
Habe da ein paar interessante Informationsvideos geguckt
Nach denen ist HSH voll easy going
Welpen die gewünschte zu schützende Tierart zur Verfügung stellen
Ein paar mal ältere Welpen an den E-zaun halten
Wenn die dann groß genug sind für Herde und Weide
Einfach auf die Fläche bringen
Gucken ob die ordentlich in Zaunnähe Revier markieren
FERTIG ist der herdenschutzhund
Gute Videos und Berichte sind eher rar und gut "versteckt"
Prima fand ich die Berichte über den Schäfer den du mal erwähnt hast
Und was du sonst so selber zeigst und erklärst oder verlinkst
Da nochmal danke für deine Geduld und Mühe
-
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!