Jagdhund für Nichtjäger
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Also von dem was die TE hier geschrieben hat würde ich das nicht als ARBEIT für solch einen Hundetyp bezeichnen.
Mh. Kommt es nicht auf das Niveau der Beschäftigung an dabei? Speziell Dummy und Nasenarbeit? Warum ist das keine Arbeit, aber am Wild wäre das Arbeit?
@Ceri05
Ja, aber um andere Rassen geht's ja nicht. Ich sag ja, wenn sie wirklich weiß, was da auf sie zukommt, dass es schwierig werden kann und durchaus langen Atem braucht bis der Hund rund läuft, lässt der sich auch mit Ersatzbeschäftigung führen. -
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Ich finde es jetzt nicht mehr aber ich meinte gelesen zu haben das es vor allem um Gassi und abundzu Dummy oder so geht. Murphy braucht das aber schon richtig (also abwechslungsreich und angemessener Schwierigkeitsgrad) und vor allem regelmäßig und nicht nur einmal die Woche. Außerdem finde ich es für einen Anfänger schwierig das richtige Maß zwischen zu viel und zu wenig zu finden.
Ich habe nicht geschrieben das Dummyarbeit keine richtige Arbeit ist es kommt darauf an wie es gestaltet wird. Wenn ein Hund jetzt aber in der Suche zum Beispiel in einer Stunde 100.000qm absuchen muss und darin bis zu drei Personen finden muss. Und das wöchentlich und dann mit Pech noch ein Einsatz in der Woche ist. Ich finde es schwierig das als Privatperson bieten zu können, wobei man den Hund als Privatmensch gar nicht so durch den Wald schicken darf.
Murphy würde auch Trailen nicht wirklich auslasten er braucht dieses Mittelmaß an Bewegung und Kopfarbeit um glücklich zu sein.
Und nein ich habe ihn nicht dazu gemacht, ich hab immer sehr auf Ruhe geachtet aber er lebt damit einfach so viel glücklicher.Henry ist da ganz anders zum Beispiel und das obwohl er aus Hochleistungszucht kommt.
Ich denke aber das beim DK das Risiko höher ist einen Vollgebrauchshund zu erwischen.
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Ich kann überhaupt nichts zum DK sagen, jedoch zu dem Thema, sich in eine Rasse zu verlieben, die man nicht persönlich kennt.
Bei mir war es der Toller. Ich habe einmal einen gesehen und war sofort hin und weg. Für mich stand felsenfest fest, es.muss.ein.Toller.sein!Selten war ich mir bei einer Entscheidung so sicher. Und dann habe ich noch viele andere kennengelernt, habe Züchter besucht und plötzlich merkte ich, dass zwar der erste Toller, den ich kennenlernte, (m)ein absoluter Traumhund war, es jedoch insgesamt nicht meine Rasse ist und ich mit einem Toller jetzt vermutlich nicht so glücklich werde, wie ich es mit einer anderen Rasse werden würde - auch wenn ich sie trotzdem super finde
Daher auch mein Tipp, der ja jetzt schon einige Male kam: So viele Rassevertreter wie möglich kennenlernen, sich bei verschiedenen Züchtern informieren und sich dann ehrlich fragen, ob die Rasse, die Charaktereigenschaften und die damit verbundene Art von Auslastung tatsächlich das ist, was man sich vorgestellt hat und ob das auch wirklich so gut in das eigene Leben passt, wie man sich das mit der rosaroten Brille auf der Nase
eingeredetgewünscht hat. -
Ach und mir fällt noch ein, Alltag fällt ihm eher schwer er ist sehr reizempfänglich das zeichnet ihn in der Arbeit auch aus aber im Alltag kann das die Pest sein. Ist jetzt nicht das was ich mir unter einem Familienhund vorstelle (wie es ja hier gewünscht ist).
Aber ist auch egal ich wollte damit nur sagen das Vizsla zwar die light Version sein mögen, durchaus aber auch noch jagdlich in Gebrauch sind und nicht so ganz in die Familienkiste passen zumindest nicht, wenn man nicht ernsthaft etwas damit arbeiten möchte was ihre Anlagen fördert.
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Aber ist auch egal ich wollte damit nur sagen das Vizsla zwar die light Version sein mögen, durchaus aber auch noch jagdlich in Gebrauch sind und nicht so ganz in die Familienkiste passen zumindest nicht, wenn man nicht ernsthaft etwas damit arbeiten möchte was ihre Anlagen fördert.
Ich kenne zwei Exemplare, die als Familienhunde gehalten werden. Die Halter trainieren mit den Hunden wöchentlich oder 2x wöchentlich in einer Gruppe (u.a. Dummytraining als Freizeitbeschäftigung ohne hohen Anspruch) und laufen täglich rund 2 Stunden mit ihren Hunden.
Beide Hunde sind hibbelig und für mein Empfinden unerträgliche Nervensägen, die nicht ausgelastet und alles andere als alltagstauglich sind.Ich kann die Begeisterung für Spezialisten/ Gebrauchshunde absolut nachvollziehen. Bei mir sind es Weimaraner, die mir trotz langer Erfahrung mit Jagdhunden und Gebrauchshunden aber niemals ins Haus kommen würden. Ich kann nicht nachvollziehen, warum man ernsthaft in Erwägung zieht, sich einen solchen Spezialisten als Familienhund zu holen.
Ein Elternpaar mit drei Kindern, das die Kleinen morgens regelmäßig in die Schule bringen muss und 2x im Jahr mit dem Auto in den Urlaub fährt, würde niemals auf die Idee kommen, sich einen sportlichen Zweisitzer zu kaufen. Klar sieht der elegant aus, klar hat der wahnsinnig viel PS, klar macht es irrsinnig Spaß, im Sommer damit durch die Gegend zu flitzen und natürlich gibt es genügend Sonnentage, an denen man so einen Wagen super nutzen kann.
Aber morgens bekommt man eben keine drei Kinder in die Karre, um sie zur Schule zu fahren, und die Urlaubsfahrt mit 5 Personen an die Nordsee fällt ebenfalls flach. Da kann man sich die Sonnentage und die sportliche Fahrleistung noch so schön reden- das Teil ist für solche Lebensumstände einfach keine realistische Wahl.
Beim PKW- Vergleich kann das jeder nachvollziehen. Bei der Wahl des Hundes klinkt der Verstand aber (warum auch immer aus) und statt des Kombis fällt die Wahl dann doch auf den Zweisitzer und man erkundigt sich schon im Vorfeld in Foren nach Werkstätten, die eine Anhängerkupplung anschweißen und drei Notsitze einbauen könnten.
Zugegeben: ich verstehe es nicht, zumal es hier nicht um Blech, sondern ein Lebewesen geht. -
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Meine Hündin ist mit 11 Jahren noch mit uns eine 3 tages Wanderung mitgelaufen jeden Tag 40km über Stock und Stein am Ende stand sie da und wollte raus...
Und die war echt null hibbelig ein sehr ausgeglichener Hund aber nur laufen lastet die nicht aus. -
Mit der richtigen Unterstützung kann man auch als Anfänger einen Jagdhund führen. Es ist aber eine andere Hausnummer.
Ja, kann man. Nur was hat es für einen Sinn, sich einen Hund zu kaufen, der als Spezialist für die Jagd gezüchtet wird, um dann eine "Ersatzbeschäftigung" nach der andern zu machen, damit der hündische Spezialist einigermassen zufrieden ist.
Klar sind Viszla leichter. Aber Viszla aus Jagdleistungszuchten müssen genauso erzogen werden und beschäftigt.
Was willst du damit ausdrücken?
Und gerade beim DK gibts ja nur: sich beim Züchter beweisen und Glück haben. Oder einen Hund aus dem TS. Aber der ist auch eine Wundertüte und packt vielleicht trotzdem ziemlichen Jagdtrieb aus.
Wieso muss man "sich beweisen". Ein Züchter von Gebrauchshunden verkauft seine Hund nicht an Anfänger, die meinen ein Spezialist geht mit Joggen und ein bisschen Fährten/Trailen gut als Family-Hund.
Klar bekommt man immer irgendwoher jeden Hund.
Aber von solchen Züchtern würde ich gar keinen Hund wollen.Aber als Hundeanfänger weiss man eh mehr als alle, die seit jahrzehnten mit Hunden arbeiten...is klar..
Geht alles....nur zu... -
Ich find es bemerkenswert wie viele hier doch meinen man könnte so nem Spezialisten easypeasy gerecht werden.
Warum kann man nicht einfach mal bei altbewährten Rassen bleiben die so ne Aufgabeu erfüllen ohne den Halter vor massive Herausforderungen zu stellen.
Klar geht alles irgendwie aber muss man es drauf anlegen ? -
Ich sehe das genauso. Und nur weil es vielleicht doch "irgendwie geht", also so, dass man als Mensch echt viel viel harte Arbeit reinsteckt und mit vielen Kompromissen irgendwann doch lächelnd durch die Gegend laufen kann: Wie es dem Hund dabei geht, fragt keiner. Klar kann man sagen "dem geht es super, der freut sich viel, hat Liebe, macht was" - aber hey, es sind Spezialisten! Da wo die ihr Glück finden, das ist eben jenseits des Hobbybereichs.
Ich sehe es für die Tierschutzexemplare deswegen anders, weil sowas immer noch schöner ist (für den Hund) als im Tierheim zu versauern. Aber sich nen Züchter suchen, der dann auch noch nem Anfänger ne Leistungsmaschine gibt (was ich zB bei den Malis nicht kenne, außer es sind Züchter von denen ich keinen Hund nehmen würde aus Gründen), um sich dann zu beweisen, dass es doch irgendwie geht ist für mich jenseits von Vernunft und Tierliebe.
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Daher auch mein Tipp, der ja jetzt schon einige Male kam: So viele Rassevertreter wie möglich kennenlernen, sich bei verschiedenen Züchtern informieren und sich dann ehrlich fragen, ob die Rasse, die Charaktereigenschaften und die damit verbundene Art von Auslastung tatsächlich das ist, was man sich vorgestellt hat und ob das auch wirklich so gut in das eigene Leben passt, wie man sich das mit der rosaroten Brille auf der Nase eingeredet gewünscht hat.
Jep. So macht das eine mir bekannte Golden-Züchterin. Ihre Hunde sind sehr aktiv, werden auch jagdlich gearbeitet, etc. Alle interessierten Welpenkäufer müssen mit ihr einen ordentlichen Spaziergang machen und es gibt immer wieder welche, die sich das so nicht vorgestellt haben, die einen sehr viel gemütlicheren Hund haben möchten. Die nehmen dann freiwillig Abstand und kaufen woanders.
Und so in der Art würde ich mir das auch für die TE wünschen. Dass sie wirklich Einblick bekommt, wie das tägliche Leben mit einem DK aussieht und wenn sie dann immer noch brennt, dann soll das so sein. Ich kanns ja verstehen. Mein Herz hängt auch immer noch am DD. Aber ich will und kanns nicht mehr leisten. Auch ein aktiver Collie oder zwei davon, sind im täglichen Leben einfach sehr viel entspannender
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