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Ich finde auch das diese Behandlung eher kontraproduktiv ist. Soll der Hund denn Schmerz mit euch und Leinengang in Verbindung setzen?
Retrieverleine halte ich für ein Mittel bei Leinenführigkeit.
Zuerst wirklich auf Geschirr wechseln und sichern. Der Hund muss ja erst eine Verbindung aufbauen. Je nach Vorgeschichte und Charakter muss der Hund die neue Umgebung noch als ungefährlich einschätzen. Der Grund für die Aggression ist wahrscheinlich im Moment noch Unsicherheit. Was später dazukommt, zeigt sich noch.
Dingen, die den Hund hochpushen vorerst meiden, Bögen laufen, Gassi Zeiten ändern, Rausfahren etc.
Später Leinenführigkeit an sicheren Plätzen aufbauen.Gib den Hund Zeit zu sich zu kommen. Maulkorbtraining langfristig aufbauen, nur um sicherzugehen.
Vertrauensaufbau war / ist bei mir wichtigster Punkt. Dann bekommt man auch ein Gespür für den Auslöser.
Was sollt ihr denn außerdem mit dem Hund machen? Also was fandet ihr bei der Dame als gut?
Danke für deine Antwort (DANKE AN EUCH ALLE!!)
Zu deiner Frage: Maulkorbtraining haben wir bereits über zehn Tage hinweg in kleinen Etappen erfolgreich mit ihr absolviert, bevor sie bei uns eingezogen ist (wir wollten verhindern, dass ihr Start bei uns in der Stadt unschön beginnt). Das klappt also sehr gut und beeinträchtigt sie nicht.
Die Trainerin hat unter anderem in unseren Augen ganz richtig erkannt, dass der Hündin bisher zu wenig Grenzen gesetzt wurden und sie aufgrund der Tatsache, dass sie alles andere als eine Leithündin ist, sich nicht anders zu helfen weiß, als mit Flucht oder Angriff die Situationen zu lösen (was bisher prima für sie funktioniert hat). Die Trainerin hat ihr gezeigt, dass Beißen/Knurren/Bellen nichts bringt und sie quasi solange in die Enge gedrängt, bis sie sich hingelegt und entspannt hat (dann hat sie ihr sofort wieder Raum gelassen) - sie hat also gelernt, dass es noch einen weiteren Ausweg aus der Konfrontation mit fremden Menschen gibt.
Vertrauen tut uns die Hundedame schon sehr gut, da wir sie auch vorher schon gut kannten, sie muss jetzt nur noch erkennen, dass wir in der Lage sind, die Situationen ohne ihre Einwirkung prima zu meistern.
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Hi
hast du hier Retrieverleine (Moxonleine) als Hilfsmittel gegen Leinenaggression?!* schon mal geschaut? Dort wird jeder fündig!
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Der reine Horror für den Hund!
Euer Bauchgefühl ist völlig richtig, bitte schiesst diese "Trainerin" möglichst rasch auf den Mond (Cesar Millan lässt grüssen, ich könnte kotzen!)
Wie die andern schon schrieben, zuerst mal ein Geschirr, KEIN Halsband. Da sie erst seit wenigen Tagen bei Euch ist, solltet Ihr am besten ein Sicherheits-Geschirr mit doppelter Leine wählen, damit sie auf gar keinen Fall entwischen kann. Ihr könnt sie sonst nicht mehr einfangen, weil sie Euch ja jetzt mit Schmerz und Atemnot verknüpft.
Die Retriever-Leinen können böse Verletzungen am Kehlkopf und an den Halswirbeln verursachen, wenn sich ein grosser, schwerer Hund mit voller Wucht hinein wirft.Fahrt am besten irgendwohin, wo es ruhig ist und sie möglichst keinen Reizen (Hunde, Wild, Katzen) ausgesetzt ist. Sie muss zuerst mal ankommen und Euch kennen und vertrauen lernen.
Erst danach (in ein paar Wochen, evtl. ein paar Monaten sogar) könnt Ihr daran gehen, ihre Leinen-Aggression in Angriff zu nehmen. Macht Euch aber auf monatelange/jahrelange Arbeit gefasst, das löst sich nicht von heute auf morgen.
Hier (klick mich) findet Ihr "Leidensgenossen" mit unverträglichen Hunden. Da könnt Ihr mal nachlesen, was andere für Erfahrungen machen.
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Die Trainerin hat unter anderem in unseren Augen ganz richtig erkannt, dass der Hündin bisher zu wenig Grenzen gesetzt wurden und sie aufgrund der Tatsache, dass sie alles andere als eine Leithündin ist, sich nicht anders zu helfen weiß, als mit Flucht oder Angriff die Situationen zu lösen (was bisher prima für sie funktioniert hat). Die Trainerin hat ihr gezeigt, dass Beißen/Knurren/Bellen nichts bringt und sie quasi solange in die Enge gedrängt, bis sie sich hingelegt und entspannt hat (dann hat sie ihr sofort wieder Raum gelassen) - sie hat also gelernt, dass es noch einen weiteren Ausweg aus der Konfrontation mit fremden Menschen gibt.
Kannst Du etwas mehr Hintergrund-Informationen dazu liefern, WAS genau denn das Problem ist bei der Hündin und vor allem, was ihre Vorgeschichte ist? Wie und wo lebte sie vorher, was meinst Du mit "Leithündin", greift sie Menschen an, gab es Beissvorfälle, usw.
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Die ersten Tage bis Wochen würd ich noch nahezu überhaupt nix trainieren und auch kaum spazieren gehen.
Der Hund steht erst mal unter Umstellungsstress, kennt euch nicht, ihr kennt sie nicht.
Im Prinzip kann genauso gut sein, dass die Leinenaggression aus purer Überforderung kommt.
Retrieverleine halt ich auch für nen sehr schrägen Vorschlag.
Lasst dem Hund etwas Zeit. Und euch auch.
Bei manchen Hunden kann bereits die eine Trainereinheit gleich in den ersten Tagen noch zuviel sein.Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass euer Mädel grad einfach nur unter Totalstress oder gar "Wo bin ich hier gelandet? Was passiert mit mir? Ich muss hier raus! Notfalls mit Gewalt" steht und durch den Stress gar nicht richtig lernen kann.
Lernt euch kennen und den Hund erfahren, dass ihm hier bei euch nix passiert und steigert dann langsam Programm und Training.
Jetzt habt ihr einen Hund der euch noch gar nicht vertrauen kann.
Wär so ungefähr mein Weg. Vermutlich ohne Trainerin, die das anscheinend nicht mal in Erwägung gezogen hat.
Ich habe versäumt zu erwähnen, dass die Hündin zwar erst seit zwei Tagen bei uns wohnt, wir sie aber vorher schon sehr gut kannten und sie einen starken Vertrauensbezug zu uns hat (sonst hätten wir nicht darüber nachgedacht, sie zu adoptieren).
dieses Vertrauen wollen wir natürlich nicht zerstören, daher möchten wir uns hier absichern, was die Trainingsmethode betrifft.
Vielen Dank für eure Antworten, ihr bestärkt unsere Vermutungen, die sich uns seit der Trainingseinheit aufgedrängt haben.. wir werden also ernsthaft darüber nachdenken, wie wir nun weiter verfahren wollen.
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Leithündin?
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Ist das Euer erster Hund?
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Auch wenn der Hund euch scheinbar schon kennt (Magst du mehr zu den Umständen erzählen?), ist die Situation dennoch komplett neu für den Hund. Lasst den Stressfaktor nicht aus den Augen.
Das dauert üblicherweise mehrere Wochen, eher Monate, bis der Hund im neuen Umfeld sicher und wirklich gelöst ist und echte Bindung zum neuen Besitzer da ist.Gab es denn vorher mal Beißvorfälle mit Menschen? Das in die Ecke drängen klingt für mich auch seltsam. Vielleicht hats nen Hintergrund, aber so aus der Ferne frag ich mich erstmal: Warum einen neuen Hund so bedrängen? Grenzen kann man auch ganz anders setzen, ohne gleich auszutesten, ob der sich zur Wehr setzt.
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Nein. Einfach nein.
Die Retrieverleine ist quasi ein Deko-Stück, das pseudomäßig verwendet wird, damit es den Anschein erweckt, der Hund sei angeleint. So wird sie zumindest verwendet.
Wir nehmen die Retrieverleine nur für den Weg vom Auto zum See wenn es für die Jungs Schwimmen geht...
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Hi,
erstmal super, dass Du auf Deinen Bauch hörst und nachfragst. Magst Du vielleicht mal so die ungefähre Region schreiben, aus der Du kommst? Vielleicht kennt da jemand einen guten Trainer.
Und ja - wir nutzen für Ronja eine Retrieverleine mit Stopp, aber erst, seitdem sie verlässlich leinenführig ist. Euch würde ich für die nächste Zeit, bis Ihr den Hund auch genauer im Alltag kennt, zu einer Doppelsicherung an Geschirr und Halsband raten, mit dem Zug auf dem Geschirr. Damit könnt ihr besser stoppen und - als Faktor überhaupt nicht zu unterschätzen - Ihr fühlt Euch sicherer beim Handling.
Ach ja, warum wir eine Retrieverleine nutzen: Ronja hat ne Mischung aus Terrierhaarstruktur und Aussie-Mähne. Und sie ist ne Tümpelsau. Bei längeren Spaziergängen hat sich unweigerlich nasser Dreck im Fell gesammelt und Geschirr oder Halsband konnten so zu Schmirgelpapier werden. Daher läuft sie „nackig“ frei, da ist die Retrieverleine am Praktischsten.
Für unsere Bangbüx Lilly kommt das nicht in Frage und ich würde es nie für einen warum auch immer ziehenden Hund empfehlen.
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Wenn ich sowas lese, frag ich mich, was der 11er fuer Hundetrainer bringen soll..
Grundsaetzlich mal:
Ein Lebewesen (jedes!) hat in einer Konfliktsituation 4 Moeglichkeiten der Reaktion. Freeze (Erstarren), Fiddle (Herumalbern), Fight (Kampf) und Flight (Flucht). Keine der Reaktionen ist besser oder schlechter, sondern einfach nur eine Reaktion.
Zusaetzlich waehlt der Hund (um die Tiere gehts ja jetzt) meist die Loesung mit der er im Vorfeld Erfolg hatte. Und dann kommen noch andere Dinge zum tragen, aber das ist jetzt nicht das Thema.
Das hat nichts mit Leithund-Getue zu tun! Und auch nichts mit Dominanz oder fehlenden Grenzen.Punkt 2: ICH habe keinerlei Problem damit, einem Hund auch mal koerperlich zu sagen 'und jetzt ist Feierabend!!'! Wenn es passt
Aber...der Hund lernt danach was ich moechte UND ich veraendere sein Empfinden! Heisst: Selbst wenn ich dem poebelnden Hunden koerperlich erklaere, dass er jetzt sofort die Backen zu halten hat, wird er Fremdhunde danach nicht als toll empfinden. Er wird sich nur nicht mehr trauen zu poebeln. Fuer mich persoenlich eine verdammt beschissene Situation fuer den Hund! Deswegen aendere ich sein Empfinden.
Wenn ich jemanden zum kotzen finde, dem das unfreundlich sage, mir dann einer auf dem Kopf haut und sagt 'lass das!!!', dann finde ich die Person deswegen nicht weniger zum kotzen
Was ich sagen will: Die Korrektur alleine aendert NICHTS an der Problematik! Die Korrektur deckelt nur den Ausbruch.Die Retrieverleine ist kein harmloses Teil. Wer damit umgehen kann, der macht nichts kaputt. Wer das nicht kann (und ein rumrucken/roechelnder oder wuergender Hund zeigt das man damit NICHT umgehen kann), der kann richtigen Schaden anrichten! Viele denken das Teil sei was tolles/nettes, aber wehe der Hund haette ein Stachelhalsband an und man wuerde an dem rumrucken.
Was die Trainerin gerade betreibt ist einen Hund zum aufgeben zu bringen. Ich steh nicht so auf Marionetten oder auf Hunde die sich nichts mehr trauen, weil es ihnen ueber Schmerzen beigebracht wurdeEin Trainer der meinen Hund so lange bedraengt, bis dieser aufgibt, der fliegt hier hochkant raus! Ich bin definitiv kein Wattebauschwerfer, aber meine Hunde duerfen und sollen kommunizieren. Und ganz sicher haben sie nicht vor einem fremden Menschen zu kuschen!
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