Berührende Worte eines Tierheimhundes
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Für Menschen aus anderen Kulturkreisen völlig unverständlich!
wobei das so auch nicht stimmt, also vielleicht backt nicht jeder Geburtstagskuchen (psst, Chilly kriegt nächste Woche auch einen :D), aber nicht überall laufen Hunde einfach nur irgendwie so mit ohne jeden emotionalen Wert.
Hast Du auf Netflix 'Hunde' gesehen? Das mit dem Syrier und dem Husky?
Oder doch auch der Status der Windhunde in Teilen Afrikas etc. Der Stellenwert des Hundes kann auch in anderen Ländern durchaus der hoch sein und 'kultig' ;-)
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Oder Windhunde in der arabischen Welt, Slougis(?), die haben dort teilweise einen Wert von Luxuskarossen und sogar eigenes Personal.
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naja welche Beziehung hat der Deutsche denn zu seinen Haustieren?
Ich persönlich denke, dass wir ganz, ganz oft sehr übertreiben mit der Tierliebe
Ich nehme mich da gar nicht aus - ganz im Gegenteil
Und solange es niemanden schadet, ist das ja auch überhaupt nicht schlimm.
Aber viele Dinge sind - ganz neutral betrachtet - einfach übertrieben.
Ich habe z.B. letztes Wochenende ein paar Fotos aus unserem Garten in den Lucy-Thread gestellt.
Ein Foto davon hat mir besonders gut gefallen - und ich wollte es deshalb fast bei WhatsApp in meinen Status stellen.
Habe ich allerdings dann gelassen...
Ich fand es für Nicht-Hundehalter irgendwie befremdlich, wenn mein Hund einen tolleren Spielplatz (Hürde, Slalom, Tunnel, Planschbecken...) im Garten hat, als manche Kinder
Ach ja - und mein Mann ist schon dabei, noch Wippe und Steg zu bauen...
Dazu liegt noch Spielzeug herum, das für 5 Hunde reichen würde.
Und natürlich habe ich dabei darauf geachtet, dass das Spielzeug keine giftigen Stoffe enthält - und genau deshalb hat Lucy zum Großteil schadstoffgeprüftes Babyspielzeug
Und die Ausführungen könnte ich jetzt noch endlos weiterführen...
Ich sehe jetzt kein Problem darin - ich mache es gerne, es schadet weder Lucy noch jemand anderem...
Aber ja - ich sehe schon ein, dass das ziemlich übertrieben ist
Und für Menschen aus anderen Kulturen vielleicht durchaus auch richtig schlimm, wenn man bedenkt, wie schlecht es vielen Menschen geht
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Er kastriert keinen, wenn er die Welpen grad nicht brauchen kann hat er sie früher im Fluß ersäuft, heute gibt er sie ins Shelter.
Mir gefällt die heutige Lösung wesentlich besser als die frühere.
Gilt auch für Jäger in Italien, wenn sie ihre "unnützen" Hunde abgeben, anstatt sie abzuknallen oder auszusetzen und dann in Wäldern à la "scheiß drauf" verhungern zu lassen.
Oder in Spanien, Stichwort "Tanz der Galgos".
Wenn sie stattdessen ihre Hunde abgeben: Riesenfortschritt im Gegensatz zu früher.
Natürlich sollte man sich bewusst sein, was man da aufnimmt, wenn man solch einem Hund ein Zuhause geben möchte. Nur mit Mitleid und solchen Texten wie im ersten Beitrag ist da keinem geholfen.
L. G.
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So. Dann erklär mir doch mal wieso das irgendwie langfristig hilft und vor allem wo da der große Unterschied zu den Massenzüchtern ist.
Aber bitte mit kleinen Worten, nimm Rücksicht auf mich, ich bin ja schwachsinnig...
Nein, ich habe nicht Dich als schwachsinnig benannt, sondern die Behauptung, Vermittlung von Hunden aus dem Ausland sei das gleiche wie der Verkauf von Hunden aus Massenzuchten.
Als erstes vorweg, ja es gibt sicherlich sogenannte Tierschutzorgas, die tatsächlich nichts anderes machen, als Hunde von der Straße aufzusammeln, hierher bringen und sonst nichts weiter machen. Das hilft - vielleicht - dem einzelnen Hund, ist aber nicht unbedingt Tierschutz. Aber so machen es ja nicht alle.
Es gibt zb Kastrationsprojekte vor Ort und es wird mal der ein oder andere Hund/Katze auch nach Dtl vermittelt, eine davon https://www.tieraerztepool.de/.
Es gibt soviele Herangehensweisen, sowohl in Dtl als auch im Ausland und es gibt nicht den einzig richtigen Weg. Alle Projekte, die auch versuchen vor Ort etwas zu verändern, für die Menschen und deren Lebenssituation (Armut) und auch in Bezug auf Sensibilisierung gegenüber anderem Leben, wie es Projekte in Schulen versuchen, sind Tierschutz.
Ich bin übrigens auch nicht für das wahllose rüberbringen von Hunden zu uns nach Deutschland, weil es für viele Hunde viel Leid bedeutet, wenn sie bei den falschen Menschen landen. Allein in Bayern sind inzwischen geschätzt 3000 Angsthunde auf Nimmerwiedersehen entlaufen/verschwunden, weil die Orgas unfähig waren und die neuen Halter. Soetwas darf nicht sein.
Dennoch finde ich eben, man sollte schon differenzieren, auch wenn man selbst eben gefrustet ist vom "Tierschutz", daß eben nicht alle gleich arbeiten und nicht alle nur auf die Tränendrüse drücken und sonst gar nichts ;-)
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Und für Menschen aus anderen Kulturen vielleicht durchaus auch richtig schlimm, wenn man bedenkt, wie schlecht es vielen Menschen geht
und was würde es jetzt für Menschen aus anderen Kulturen ändern, wenn wir unsere Hunde nur noch alle an der Kette halten?
Ich versteh schon was Du meinst, aber da ist quasi unser ganzer Luxus dekandent. Wir können unbesorgt überall hinfahren, wandern, nachts mit unseren Hunden raus gehen, uns wird keine Bombe um die Ohren fliegen, wir können unsere Hunde ernähren usw.
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Und für Menschen aus anderen Kulturen vielleicht durchaus auch richtig schlimm, wenn man bedenkt, wie schlecht es vielen Menschen geht
und was würde es jetzt für Menschen aus anderen Kulturen ändern, wenn wir unsere Hunde nur noch alle an der Kette halten?
Ich habe ja gesagt, dass ich es nicht schlimm finde, solange es niemandem schadet.
Aber ich kann trotzdem verstehen, wenn die Beziehung der Deutschen zu ihren Haustieren in anderen Ländern/Kulturkreisen auf Unverständnis stößt (darauf hatte ich mich mit meiner vorherigen Antwort bezogen).
Und... naja... Ein bisschen was würde sich vielleicht doch ändern...
Wenn ich Lucy nicht unzählige schadstoffgeprüfte Baby-Spielsachen gekauft hätte, auf den "Hundespielplatz" verzichtet hätte und günstigeres Futter kaufen würde - UND das gesparte Geld dann spenden würde...
Also doch - weniger Luxus für unsere Tiere KÖNNTE theoretisch schon etwas ändern...
Aber da sind wir wieder bei dem Punkt, den ich heute Vormittag schon angesprochen hatte (bei dem Thema "aktiv" zum Leid beitragen oder sich "nur" gegen etwas etwas entscheiden, was Leid vermindern könnte)
Es würde immer noch "mehr" gehen in moralischer Hinsicht...
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Und nochmal zum langfristigen Nutzen: Natürlich sind die tausend Süppchen, die die unterschiedlichen Ansätze da kochen, nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Aber einen konzertierten langfristigen Ansatz gibts aktuell halt einfach nicht. Und wenns irgendwann mal einen gäbe, ist auch nicht gesagt, dass der das Gelbe vom Ei sein wird. Denn da sind dann mit Sicherheit nochmal ganz andere handfeste wirtschaftliche Interessen beteiligt.
Klar könnte man jetzt frei nach Adorno sagen „es gibt kein richtiges Leben im Falschen“ und gar nichts machen. Damit ist dann aber wirklich nichts und niemandem geholfen.
Lieber ist mir, man macht etwas so gut wie man halt kann (und lernt aus Fehlern, lernt auch, wo man vielleicht lieber die Finger von lassen sollte). Meine Meinung. Muss man nicht teilen, die ist aber so.
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und was würde es jetzt für Menschen aus anderen Kulturen ändern, wenn wir unsere Hunde nur noch alle an der Kette halten?
Und... naja... Ein bisschen was würde sich vielleicht doch ändern...
Wenn ich Lucy nicht unzählige schadstoffgeprüfte Baby-Spielsachen gekauft hätte, auf den "Hundespielplatz" verzichtet hätte und günstigeres Futter kaufen würde - UND das gesparte Geld dann spenden würde...
Ja, oder auf Silvesterrakteten, argentinische Filetsteaks oder Flugreisen. Oder das teure Auto, das zu viel Sprit frisst oder den tollen neuen Fernseher. Ich feiere nicht die Geburtstage meiner Hunde, aber dass sie an meinem Leben sehr teilhaben, kostet sonst niemanden etwas. Und ganz sicher werde ich nicht drauf verzichten, Smilla zu ermöglichen, was sie am Leben hält an Medikamenten und der Hundesport ist mir sehr wichtig und ich gebe ihnen hochwrtiges Futter, statt Müll, um den Rest zu spenden...
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