Berührende Worte eines Tierheimhundes

  • Aoleon

    Ich glaube schon, dass Icaro froh war, dass Pluto und dann auch Bolle in seinen letzten sieben Jahren ihm gezeigt haben, wie das Leben als Hund auch sein kann, anstatt im Canile von anderen geschreddert zu werden.

    (Foto aus den letzten Tagen)

    Da bin ich wieder bei "der Welt eines Hundes und nicht bei allen Hunden dieser Welt" und so... ganz ohne vorherigen Text wie im Eingangspost, aber etwas "Tränendrüse" posthum.

    Verstehst Du mich?

    Schönen Gruß!

    Edit: Die Hunde haben die Grenzen ja nicht gemacht. Die haben sogar eine Sprache.

  • Ich geb es auf.

    Du ließt nichts durch, aber wirfst es anderen aber vor, du negierst jegliche Argumente alleine Aufgrund deiner Erfahrungen und widersprichst dir andauernd selbst.

    Und das alles auf deiner Erfahrung mit erst 2, dann mehr wie 10 und dann plötzlich 40 TS Orgas… Alleine das die Zahl mit jedem Post größer wird ist eigentlich schon Statement genug.


    Und dann noch Halter von Auslandstierschutzhunden mit Drogenkäufern bzw. ATS mit Drogendealern zu vergleichen, Entschuldigung, das ist mMn einfach nur noch beleidigend.

  • Wie gesagt - Bezug auf Osteuropa: Warum es mehr Shelter gibt? Weil es weniger staatlicherseits angeordnete Massentötugen gibt. U. A. auch wegen Protesten aus dem Ausland. Und tatsächlich eben auch, weil sich das Bewusstsein verändert und unerwünschte Welpen nicht mehr einfach getötet werden (ganz ohne Urteil, ob aussetzen besser ist).


    Warum es das Problem „Straßenhunde“ weiterhin gibt? Weil die sich vermehren. Teils ohne dass ein Mensch da mitmischt. Und auch, weil unerwünschter Hundenachwuchs ausgesetzt wird. Und auch, weil der Tierschutz lange Zeit bei den politischen Entscheidungsträgern keine Lobby hatte. Wegen der schwierigen gesellschaftlichen Lage in diesen Ländern - und, und, und ... Ich hab nicht umsonst angemerkt, dass ich mir wünschen würde, dass Tierschutz endlich mal ein europäisches Anliegen wird.


    Und die „ganze Hilfe“ war da bisher eben auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.


    Warum trotzdem helfen und ggf. importieren? Tja - gute Frage. Die muss jeder für sich beantworten. Hat sicher was damit zu tun, dass welchen Stellenwert wir dem Lebewesen Hund geben. Und damit, dass Leute in diese Länder reisen und das Elend sehen und nicht weggucken können/mögen. Und dass Auslandstierschutz mittlerweile eine Lobby hat. Und es in Deutschland mehr Interessenten für kleine, junge Tierschutzhunde gibt als aus „deutschen Beständen“ bedienbar.


    Nach gegenwärtiger Lage wäre die Alternative zu Hilfe (und zwar mehr Kastrationshilfe als Übernahme) wieder konzertierte Tötungsaktionen. Auch das muss jeder für sich beantworten, ob er das besser findet oder nicht. Tötungsaktionen der Vergangenheit haben nicht dafür gesorgt, dass das Problem nicht mehr besteht.


    Geld für Welpen: Ja - kommt vor. Mit Sicherheit. Weils schwarze Schafe nunmal eben gibt. Und Leute, die aus akutem Mitgefühl langfristig nicht sinnvoll handeln. Aber noch einmal: Das ist definitiv nicht die Ursache für das Problem.

  • Aoleon woher weißt du, dass deine Annahme, dass trotz Kastrations- und anderen TS-Maßnahmen vor Ort, nichts besser geworden ist, stimmt? Das klingt auf den ersten Blick sehr logisch und es kann auch sein, dass wirklich all die Maßnahmen für die Katz oder gar kontraproduktiv sind. Das kann ich nicht beurteilen. Kann bloß hoffen, dass nicht.

    Aber so als Gedankenanstoß in die andere Richtung: Könnte es nicht auch sein, dass ohne die Kastraprogramme etc. die Situation noch viel, viel schlimmer wäre? Klar, ist jetzt hypothetisch - aber wäre doch im Bereich des Möglichen, oder?

  • wer bitte glaubt denn ernsthaft, daß sich innerhalb weniger Jahre alles sofort komplett ändert? Tierschutz ist auch nicht nur dann Tierschutz, wenn schlagartig alles rosa Wölkchen sind und nirgendwo mehr Tiere gequält werden, zuviel sind, auf der Straße leben etc. Wie naiv ist das bitte?

  • Um hier ein wenig zu relativieren: Wenn ich das richtig verstanden habe ging es hier um eine Art "Wirksamkeitsüberprüfung". Also wie in den meisten "helfenden Bereichen" um die Frage: Ist das, was wir tun, geeignet, auch wirklich eine Verbesserung herbeizuführen? Was davon ist wirksam, was nicht? Wie kann das, was wirksam ist, ausgebaut werden, und was muss an dem, was nicht wirksam ist, verändert werden damit es hilft? Das sind Fragen, die sich eine sinnvolle Hilfsaktion immer wieder offen stellen sollte, damit es nicht in blinden Aktionismus abdriftet. Gerade auch dann, wenn die Aufgaben groß und die zur Verfügung stehenden Mittel knapp sind.

  • Ich kann nur von 'unserer' Orga sprechen, von der wir Zoey haben - da ist es mittlerweile durch Aufklärung soweit, dass tatsächlich einheimische Leute kommen und ihren Hund kastrieren lassen - oder eine Laufleine und eine Hütte für ihre Hunde installieren lassen - oder selbst fragen, wie man sowas installieren kann.


    Dort sehe ich z.B. eindeutige Verbesserungen.


    Auch, wenn Straßenhunde antiparasitäre Mittel bekommen, ne Plakette, dass sie z.B. kastriert sind und geimpft - und so falls sich jemand da verliebt, weiß, an wen er sich wenden kann... sowas finde ich wirklich super!

  • Dazu muss erst jeder für sich definieren, was er für eine „Verbesserung“ hält, oder? Wenn Du sagst, dass nur eine Abschaffung der Problematik insgesamt die „Wirksamkeit“ beweist, dann kann sich jeder kleine Verein jede Aktion sparen. Dann sind wir wieder beim „kein richtiges Leben im Falschen“.


    Wenn Du sagst, dass eine „Linderung“ im Rahmen Deiner Möglichkeiten schon eine „Wirksamkeit“ darstellt, dann würde ich nach meinen bisherigen Kenntnissen sagen - trotz schwarzer Schafe und stellenweise seeehr ungünstiger Vermittlungen - ja.


    Und wenn Du nicht weit weg wohnst, kannst Du gerne mal mich und meine Lilly besuchen, Dir die Bilder von ihr früher anschauen und die „Wirksamkeit“ für das Individuum beurteilen. Gibt auch Kuchen :smile:.

  • Man kann den Menschen in solchen Ländern nicht vorwerfen, dass sie sich nicht so um die Hunde kümmern wie z.B. in Deutschland oder Österreich, aber ich glaube, dass es da nicht nur um den finanziellen Aspekt geht.

    Man fängt doch an den Hund lieb zu haben und wie kann man ein Tier, das man lieb hat, einfach vor die Tür setzen und es sich selbst überlassen? Meiner Meinung nach geht es da viel mehr um Werte, die vermittelt werden. Der Hund hat einfach keinen besonders hohen Stellenwert. Und wenn man dann noch vereinzelt liest, dass z.B. Kinder einen Welpen als Fußball benutzt haben, glaube ich, dass das Problem viel tiefer sitzt.

    Es geht grundsätzlich um die Wertschätzung von Menschen (egal welches Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religion etc..) und ebenso um die Wertschätzung von anderen Lebewesen z.B. Hund und ganz grundsätzlichen Werten z.B. dass man anderen Lebewesen keine Schmerzen zufügt.


    Ich glaube, wenn die Mehrheit der Menschen dort einen Hund mehr wertschätzen würde, wäre auch die Situation für Hunde besser. Aufgrund des finanziellen Aspekts nicht so wie hier, aber doch deutlich besser.

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