Berührende Worte eines Tierheimhundes
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Die Aussage "Mitleid ist keine Grundlage für (seriösen) Tierschutz" oder "Mitleid ist ein schlechter Ratgeber" versteh' ich nicht so ganz, da GERADE Mitgefühl / Mitleid bei vielen Leuten doch erst der Auslöser dafür ist, etwas Gutes tun zu wollen.
Und damit sind wir wieder auf dem Punkt das "gerettet" wird was nicht bei 3 aufm Baum ist, ob sinnvoll oder nicht ist egal weil Hauptsache man rettet, weil man ja soviel Mitleid hat.
Obs dem Hund was bringt ist völlig egal.
- schon sehr lange im Tierheim sind
Je nach Grund warum die so lange sitzen passen diese Hunde aber kaum in das Leben normaler Neuhundehalter. Oft genug nichtmal in das Leben erfahrener Hundehalter.
- den ganzen Tag in Zwingern sitzen müssen und nicht Gassi gehen dürfen / können
Böses ich fragt sich dann warum es moralisch ist mehr Hunde ins Heim zu stopfen um die man sich nicht kümmern kann. Und was diese ganzen Hunde denn nun von dem Mitleid haben.
- in Ländern festsitzen wo es im Winter extrem kalt ist und manche dann erfrieren
Hachja, das Mitleid aus dem die Hunde dann ins Shelter verbracht werden wo sie erfrieren... Das bringt den Hunden echt viel.
(Wenn jemand kein Geld hat um Hütten mit Styropor auszukleiden und viel Stroh zur Wärmespeicherung zu organisieren, der sollte sich ganz vielleicht fragen ob er da wirklich irgendwem hilft)
- in Ländern festsitzen wo es im Sommer sehr heiss ist
Was machen die Hunde eigentlich die da leben?
Achja, meist im Schatten rumhängen.
Geht im Tierheim nicht, weil zuwenig Schatten? Ah...
- schon sehr alt sind und nicht mehr viel Lebenszeit haben
Klar! Weil der 10 Jahre rumänische Schäferhundmix der sein Leben lang nur die Straßen Rumäniens und dann das Shelter kennt, sich garantiert ganz ganz toll in die Hamburger City einfügen wird.
- Behinderungen haben
Ohja. So einen hole ich mir jetzt aus Mitleid.
Wie der dann die steilen Treppen hier bewältigt, das seh ich dann ja. Oder auch nicht. Und ob das überhaupt klappt ist ja nicht so wichtig, Hauptsache ich habe das moralisch richtige getan und auf mein Mitleid gehört.
- krank sind
Sicher. Kan ja jeder stemmen.
Und ist so sinnvoll, am besten mit ansteckenden Krankheiten.
Meine Hunde sind eh zu gesund, die sollen sich dann mal nicht so anstellen, immerhin sagt mir das Mitleid das der arme Hund da nun zu uns kommen muss.
- von anderen Hunden gebissen werden
Klar. Anstatt das mal die Schützer sich überlegen ob es wirklich so richtig ist die Hunde um jeden Preis da reinzustopfen, pardon, zu retten, ist es natürlich moralisch viel viel richtiger den Hund dann zu retten.
Wie der dann im eigenen Rudel klarkommt, och... Erstmal retten, dann weitersehen...
- sensible oder wesenschwächereDamit charakterzüge aufweisen, und schlechter damit klar kommen im Tierheim sitzen zu müssen
Klar. Genau solche Hunde fühlen sich hier in der Stadt bestimmt sauwohl!
Und sind eine reine Freude für jeden Halter!
- sehr schlechte Vermittlungschancen haben wie z.b. Listenhunde
Logo. Wen kümmern schon die hohen Steuern, hauptsache moralisch gehandelt!
Und es dann sicher auch moralisch den Hund einzuführen, obwohl ja viele Bundesländer das verbieten. So Gesetze stehen dem Mitleid im Weg, an die kann man sich dann natürlich nicht halten.
Ja. Ich bin unmoralisch. Ein ganz schlechter Mensch.
Stelle die Logik über mein Herz.
Mein Herz würd nämlich gern viele Hunde retten. Ob ich die 30 + Hunde dann finanzieren könnte, ob ich denen irgendwie gerecht werden könnte, das interessiert mein Herz nicht.
Mein Herz will Hunde retten. Aber es hat nix zu sagen, denn ich habe die Logik übergeordnet und die Logik sagt das es ne dumme Idee ist.
Geld, Zeit, Ressourcen. Es würde die 30 + Hunde nicht glücklicher machen bei mir zu sein wenn wir dann alle zusammen unter der Brücke hausen müssen, ohne Geld, ohne Nahrung, ohne Zuhause.
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Ich denke der Unterschied zwischen einer Reportage die den Istzustand zeigt und so einem Text ist das der Text sagt du bist persönlich schuld an dem Elend eines mehrer Individuen weil du nicht adoptierst( wie ich diese Formulierung im Zusammenhang mit Tieren hasse) ohne wirklich Fakten zu nennen. Er klagt also an. Eine Reortage berichtet von dem Elend und kann Handlungswillen und Mitgefühl
erzeugen überlässt es dem Leser /Zuschauer aber selber.
Ich muss aber zugeben ich hatte den Text nicht ganz gelesen weil sich mir bei diesem emotionalen Geschwafel die Fußnägel gerollt haben.
Mir gefallen "blumig" formulierte Vermittlungstexte bzw. Tierschutzseiten auch nicht.
Zum Glück gibt es genug Orgas die sachlich-informativ formulieren und bestrebt sind, passende neue Halter zu finden und nicht wild einfach alles zu vermitteln.
Ich fand die Vermittlung unseres Tierschutzhundes jetzt in der Tat fundierter und sachlicher (eben auch mit Vermerk evtl. Probleme) als bei allen Züchterhunden die ich vorher gekauft habe.
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Fakt und x-fach bewiesen : Mitleid oder Mitgefühl schließen eine Seriöse Vermittlung nicht aus.
Ist diese fundamentlose anti-tierschutz Propaganda etws als seriös zu einzustufen ?? Was hat man davon ?
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Fakt und bewiesen : Mitleid oder Mitgefühl schliesen eine Seriöse Vermittlung nicht aus.
Das stimmt.
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ich Sag's mal so,
Wer im Tierschutz nicht dazu fähig ist jemanden den passenden Hund zu vermitteln nur weil Mitleid mit im Spiel ist, der soll es besser gleich bleiben lassen und sich ein anderes Aufgabengebiet suchen.
Jeden Bewerber Missionieren zu wollen, ist zumindest nicht jedermanns Antrieb und Mmn auch oftmals vollkommen unnötig.
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Wenn dieser Text dann als "emotionale Erpressung" bezeichnet wird, dann frage ich mich, ob es dann auch emotionale Erpressung ist, wenn im TV das Elend der Tierheimhunde im Ausland gezeigt und darüber berichtet wird ?
Wie schon mehrfach gesagt: emotionale Erpressung ist es, wenn jede Entscheidung für einen Hund vom Züchter als eine schlechte/ unmoralische/ unverständliche Entscheidung hingestellt wird. Egal ob im TV oder bei der virtuellen Selbstdarstellung einens Tierschutzvereins.
Die Aussage "Mitleid ist keine Grundlage für (seriösen) Tierschutz" oder "Mitleid ist ein schlechter Ratgeber" versteh' ich nicht so ganz, da GERADE Mitgefühl / Mitleid bei vielen Leuten doch erst der Auslöser dafür ist, etwas Gutes tun zu wollen.
Ich habe die beiden entscheidenden Worte unterstrichen. Der Unterschied zwischen einem Auslöser und der Grundlage des Handelns ist dir hoffentlich klar? Der Auslöser kann gern emotional sein und der ist ganz sicher meist emotional. Aber die Grundlage des Handelns MUSS sachliche und fachliche Kompetenz sein, sonst kommt nur Mist raus. Und deshalb ist die für dich so unverständliche Aussage genauso richtig wie deine vermeintliche Gegendarstellung.
Übrigens finde ich generell keinen Gefallen daran, Menschen in "besser" oder "schlechter" einzuordnen.
Leider tut der eingangs verlinkte Text das.
Moralisch richtiger wäre es z.b., wenn man vorrangig DIE Hunde adoptieren / retten würde, die:
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Da bin ich anderer Meinung.
In Sachen "Hundeanschaffung" ist meiner Meinung nach die wirklich moralische Variante identisch mit der wirklich egoistischen Variante: Man sollte sich den Hund holen, der am besten zum Menschen und in das Leben des Menschen passt. Dann wird der Hund glücklich und der Mensch wird es auch.
Wenn ich aber unbedingt "moralisch richtig" den Hund "retten" will, der es grad am nötigsten hat, dann ist das Risiko verdammt groß, dass weder Hund noch Mensch glücklich werden. Das Risiko ist, dass ich den Menschen ins Chaos stürze und den Hund aus einer schlechten Situation in eine anders schlechte Situation schicke.
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Ohja. So einen hole ich mir jetzt aus Mitleid.
Wie der dann die steilen Treppen hier bewältigt, das seh ich dann ja. Oder auch nicht. Und ob das überhaupt klappt ist ja nicht so wichtig, Hauptsache ich habe das moralisch richtige getan und auf mein Mitleid gehört.
Ich wundere mich immer über die, die gezielt Rollihunde & Co. zu sich holen.
Aber schön für die Rollihunde (und deren Halter) vermutlich.
Klar. Anstatt das mal die Schützer sich überlegen ob es wirklich so richtig ist die Hunde um jeden Preis da reinzustopfen, pardon, zu retten, ist es natürlich moralisch viel viel richtiger den Hund dann zu retten.
Wie der dann im eigenen Rudel klarkommt, och... Erstmal retten, dann weitersehen...
Da ging es um Hunde, die von anderen gebissen werden.
So einen "gemobbten" Hund habe ich zu mir geholt, und ja, ich hatte Angst, dass er es bis zu mir in der geplanten Zeit nicht mehr schafft, da einige "Halbstarke" beschlossen hatten, ihn zu killen. (um den Hund geht es speziell auch im Folgenden)
Klar. Genau solche Hunde fühlen sich hier in der Stadt bestimmt sauwohl!
Und sind eine reine Freude für jeden Halter!
Da ging es um Angsthunde. Besagter Hund erforderte neue Seiten an mir, nie habe ich so viel von einem Hund gelernt wie von ihm (Icaro, kennste ja virtuell noch vielleicht, Aoleon ), allerdings lebe ich nicht in der Stadt, dann hätte ich ihn nicht zu mir geholt.
Fakt und x-fach bewiesen : Mitleid oder Mitgefühl schließen eine Seriöse Vermittlung nicht aus.
Hah! Fast hätte ich Deinen Beitrag "geliked", aber der zweite Teil danach gefiel mir nicht.
Ohne Mitleid und einiger "Verliebtheit" und unwissenschaftlicher optischer Verknüpfung mit zwei Ex-Hunden hätte ich oben erwähnten Hund nicht genommen. Das würde ich aber von niemandem sonst verlangen oder erwarten.
Bin ja selbst "schuld" (GSD!!!), aber die sieben Jahre mit ihm (und auch mit den anderen TS-Hunden) waren sehr schön und ich möchte keine Sekunde missen.
Meine Tränendrüse funktionierte optisch aufgrund der Fotos, aber trotzdem war mir wichtig, dass er nicht "nach vorne" ging, deswegen gab es ein langes Telefonat.
Ein späteres (von einer Orga-Mitarbeiterin initiiert) Telefonat ergab, dass er älter war als gedacht, das war mir aber egal bzw. da war ich variabel.
Was ich damit sagen möchte?
So kann' s gehen.
L. G.
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Moralisch richtiger wäre es z.b., wenn man vorrangig DIE Hunde adoptieren / retten würde, die:
- schon sehr lange im Tierheim sind- den ganzen Tag in Zwingern sitzen müssen und nicht Gassi gehen dürfen / können
- in Ländern festsitzen wo es im Winter extrem kalt ist und manche dann erfrieren
- in Ländern festsitzen wo es im Sommer sehr heiss ist
- schon sehr alt sind und nicht mehr viel Lebenszeit haben
- Behinderungen haben
- krank sind
- von anderen Hunden gebissen werden
- sensible oder wesenschwächere charakterzüge aufweisen, und schlechter damit klar kommen im Tierheim sitzen zu müssen
- sehr schlechte Vermittlungschancen haben wie z.b. Listenhunde
Tut mir leid, daß ich das so sage, aber ich finde eine Rangliste des Leidens sehr verstörend. Es geht nicht darum, was für den Menschen moralisch richtiger wäre, sondern es geht darum, Leiden zu beenden. Für ein individuelles Tier. Warum sollte zum Beispiel ein dreibeiniger Welpe mehr Recht auf Rettung haben als ein vierbeiniger? Weil sich der Mensch dann besser fühlen kann?
Man muß auch als "Retter" wissen, wo die eigenen Grenzen sind, man muß Nein sagen können, denn die wirkliche Rettung beginnt doch erst, wenn man als Mensch dann auch in der Lage ist, die seelischen Wunden zu heilen und dem Hund ein gutes Leben zu ermöglichen.
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Wer genau fällt denn die Entscheidung, welche Übernahme moralisch die bessere ist?
Man kann da keine Liste abarbeiten, sondern muss den Ist-Zustand des Hundes und des Menschen berücksichtigen.
Die Übernahme eines Hundes sollte nie aus Mitleid geschehen. Genauso wenig wie es aus statussymbolischen Gründen, rein optischen oder modischen Gründen passieren sollte.
Wäre es moralisch vertretbar gewesen, wenn mein Tierschutz Hund ein pflegeintensives Häufchen Angsthund gewesen wäre? Das zu mir in die Ausläufer einer kleinen Großstadt gekommen wäre, zu mir die Vollzeit arbeitet und die Hunde mit zur Arbeit nimmt, wo sie unweigerlich auch auf ungewöhnliche Menschen treffen? Oder war es moralisch sinnvoller einen menschenliebenden Tierschutz Hund aufzunehmen, der zwar unsicher im Straßenverkehr war aber nicht ängstlich?
Ich habe überhaupt nichts gegen Tierschutz jeglicher Art, aber er muss zum Sinne des Hundes, nicht im Sinne des Mitleid passieren. Und da passt der Eingangstext leider nicht zu.
Ich bin glücklich mit meiner dicken Türkin und gebe sie nicht mehr her. Aber hier hat auch alles gepasst.
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Klar. Anstatt das mal die Schützer sich überlegen ob es wirklich so richtig ist die Hunde um jeden Preis da reinzustopfen, pardon, zu retten, ist es natürlich moralisch viel viel richtiger den Hund dann zu retten.
Wie der dann im eigenen Rudel klarkommt, och... Erstmal retten, dann weitersehen...
Da ging es um Hunde, die von anderen gebissen werden.
So einen "gemobbten" Hund habe ich zu mir geholt, und ja, ich hatte Angst, dass er es bis zu mir in der geplanten Zeit nicht mehr schafft, da einige "Halbstarke" beschlossen hatten, ihn zu killen. (um den Hund geht es speziell auch im Folgenden)
Ja, ich weiß das es da um gemobbte Hunde geht.
Und hier zu meinen Jungs könnte ich problemlos so einen reinsetzen. Aber das geht eben nicht in jedem Rudel und darum ging es mir.
Halt einfach um des Rettens willen den Hund irgendwie ins eigene Rudel schmeißen, ob der dann klarkommt ist erstmal egal...
(Noch toller ist es nur wenn sie an unbedarfte Halter kommen die fröhlich über die Hundewiese schlendern, während ihr geretteter Hund versucht sich irgendwie zu schützen vor den üblichen Hundewiesenrambos. Vom Regen in die Traufe, sozusagen)
Edit: Und auch hier: Ich finde es ist kein Tierschutz die Hunde in Shelter zu stopfen bis es eskaliert. Oder keine Möglichkeiten zu haben so Gruppen zu trennen.
Ich finde das einfach scheiße und so Zustände haben in meinen Augen nicht wirklich was mit gut gemachtem Tierschutz zu tun.
Denn die Hunde in so Situationen haben keine Verbesserung ihres Lebens.
Klar. Genau solche Hunde fühlen sich hier in der Stadt bestimmt sauwohl!
Und sind eine reine Freude für jeden Halter!
Da ging es um Angsthunde. Besagter Hund erforderte neue Seiten an mir, nie habe ich so viel von einem Hund gelernt wie von ihm (Icaro, kennste ja virtuell noch vielleicht, Aoleon ), allerdings lebe ich nicht in der Stadt, dann hätte ich ihn nicht zu mir geholt.
Ja, siehste! Du hast eben die Möglichkeiten und die Wohnlage. Und dazu auch noch genug Wissen um Hunde. Bei dir ist so ein Hund dann wirklich gerettet und hat es besser.
Aber ich seh solche armen Viecher oft genug teils mitten in der Stadt, bei völlig unbedarften Haltern denen garnicht klar ist wieviel Streß ihr Hund grad hat.
Der ist nicht so ruhig weil er so dankbar über die Rettung ist, der ist vor Streß und Angst fast paralysiert! Aber das brauchste so Leuten nicht erklären, denn die Dame vom TS hat doch gesagt das XY soooo toll herpasst und so dankbar ist, etc etc.
Wieder ein Hund gerettet, aus Mitleid, der es nun halt nicht wirklich besser hat.
Um sowas gehts mir. Mitleid alleine ist einfach ein richtig blöder Grund zur Aufnahme eines Hundes.
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