Zwei Studenten - ein Hund: Welche Rasse passt zu uns?

  • Ich denke gerade an "meine" letzte Referendarin. Die wohnte ca. 30 min entfernt, dummerweise aber genau in der entgegensetzten Richtung vom Studienseminar und den anderen Ausbildungsschulen (Stichwort "Hospitationen" etc.). Natürlich hatte sie diverse Freistunden und sicher auch mal zwei oder drei am Stück, aber zwischen dem Unterricht oder zwischen Schule und Seminar heimzufahren wäre wohl kaum machbar gewesen. Dazu hat sie ein Fach, das besonders gerne in den Nachmittagsunterricht eingeplant wird.

    Am Ende vom Ref hatte sie genau ein Stellenangebot (trotz guter Fächerkombination) und wird dafür ca. 40 min fahren müssen. Dazu bleibt das Problem mit dem Nachmittagsunterricht und die Stelle ist keine Planstelle, d.h. sie weiß noch nicht, wohin es sie schlussendlich verschlagen wird. Und so wie ihr geht es zumindest in unserem Bundesland und unserer Schulform der Mehrheit.

    Hinzu kommt, dass eigentlich gerade von "Junglehrern" besonders erwartet wird, dass sie sich einbringen und engagieren - und zack, hat man noch diverse außerunterrichtliche Aktivitäten/Termine an der Backe, zu denen man aber schlecht Nein sagen kann, wenn man sich seine Aussichten nicht verbauen will.

    Ich glaube schon, dass man als Lehrer in Vollzeit einem Hund sehr gut gerecht werden kann. Aber eben nur, wenn die Rahmenbedingungen passen und da stünde für mich eine wohnortnahe Stelle bzw. eine schulortnahe Wohnung fast an erster Stelle - das wiederum wird aber bei zwei Lehrern schwieriger...


    Deswegen nochmal: 18 Monate Ref sind so schnell vorbei - und wenn Ihr die abwartet, habt Ihr danach eine viel höhere Planungssicherheit, könnt Euch vermutlich auch eine Fremdbetreuung nochmal besser leisten und dementsprechend die Freuden des Hundebesitzerdaseins viel mehr genießen.:hundeleine04:


  • In mittelfristiger Zukunft (vielleicht vor dem Referendariat) wollen wir dann gewiss auch zusammenziehen - das sind aber aktuell nur lose Gedanken.

    Öh, ich würde mir mit keiner Person, wo ich jetzt nicht sicher bin, ob wir je zusammen wohnen werden, bzw. zusammen bleiben, nen Hund anschaffen.

    Entweder einer von euch ist sozusagen der "Haupthundehalter" inkl. aller Verantwortungen, Kosten, usw. und der andere beteiligt sich, oder man lässt es gleich sein.


    Zum Rest brauch ich nicht viel sagen, hab meinen Hund auch während des Studiums zu mir genommen, einen arbeitsunmotivierten Retrievermischling kann man aber mit einem BC/Aussie nicht vergleichen. Versteh auch nicht, warum alle solche bunten Knalltüten wollen, aber okay :)


    Schaut ev. auf (weiter) entfernte Pflegestellen, wenn nach einem zumindest einjährigen unkomplizierten Genossen, lernt ihn/sie gut kennen und dann redet nochmal mit euren Mitbewohnern.

  • Gemma of thrones so erlebe ich es hier mit..

    Zum Ref mal im spoiler, gehört hier ja nur peripher hin.




    Hier haben die Leute viele Fragen gestellt, mögt ihr die bei Gelegenheit beantworten?

  • Selektiert man nun nur noch nach optischen Kriterien entstehen gern mal wesenschwache Hunde, Hunde die viel wollen, aber nicht mehr können, Hunde die unbrauchbar für ihre Arbeit sind - aber auch gern mal im Alltag anstrengend. Man kann über 100 Jahre Zuchtgeschichte und Selektion nicht innerhalb von wenigen Generationen umkehren und aus einem sensiblen, eifrigen Hütehund einen anspruchslosen Begleiter für die Stadt machen.

    Das kann man gar nicht genug hervorheben. Wenn die Selektion auf Arbeitseigenschaften durch die Selektion auf Schönheitsmerkmale ersetzt wird, bekommt man genau das: Schöne Hunde. Nicht aber automatisch ausgeglichene, wesensfeste, nervlich belastbare Hunde, denn das ist kein Zuchtkriterium in der Showzucht. Ein tauglicher Familien- und Begleithund entsteht nicht nebenbei, sobald nicht mehr auf Arbeitseigenschaften selektiert wird.

    Oft sind die ursprünglichen Neigungen teils noch vorhanden, aber weniger gut kontrollierbar als beim Arbeitshund.


    Dagmar & Cara

  • Ich möchte zum Thema Ref sagen, dass mein Ref in keinster Weise horrormäßig war und auch gut Zeit für einen Hund da gewesen wäre. Klar hätte man viel zu tun, aber für mich war es bei weitem nicht so wie viele hier beschreiben.


    Zum Hundethema schreibe ich nix xD

  • Ich möchte zum Thema Ref sagen, dass mein Ref in keinster Weise horrormäßig war und auch gut Zeit für einen Hund da gewesen wäre. Klar hätte man viel zu tun, aber für mich war es bei weitem nicht so wie viele hier beschreiben.


    Zum Hundethema schreibe ich nix xD

    Schade. Warum?

  • Ich möchte zum Thema Ref sagen, dass mein Ref in keinster Weise horrormäßig war und auch gut Zeit für einen Hund da gewesen wäre. Klar hätte man viel zu tun, aber für mich war es bei weitem nicht so wie viele hier beschreiben.


    Zum Hundethema schreibe ich nix xD

    Schade. Warum?

    Da ich damals lediglich zwei Meerschweinchen und danach zwei Katzen hatte.

    Jetzt zwei kleine Kinder, zwei Kaninchen, drei Katzen und eine Stelle mit 19 Unterrichtsstunden.

    Daher bin ich von den Lebensumständen her kein Maßstab.


    Hund ist nur möglich, da mein Mann von zu Hause aus arbeitet und an langen Tagen mittags mit ihm geht.

    Und ich stehe extrem früh auf und laufe schon um 5.45 mit Hundi.

    Bei Lehrern mit zwei vollen Stellen geht's wahrscheinlich nur mit Mittagsbetreuung oder Stundenplänen, die sich ergänzen.

    Ebenso im Ref.


    Jetzt hab ich also doch was geschrieben :ugly:

  • Hi,

    über das Ref kann ich auch nichts Schlimmes berichten. Allerdings möchte ich zu bedenken geben, dass du als Hundler darauf angewiesen bist, in den Hohlstunden schnell mal nach Haus zu flitzen. Denn spätestens um 14:00 Uhr aus....ähm, eher selten, im besten Fall 2-3 Tage die Woche. Tatsächlich wohl eher an 1-2 Tagen, wenn keine Gespräche und Konferenzen anstehen. Ihr MÜSST schulortnah wohnen.

    Leider sucht ihr euch auch nicht zwingend die Dienststelle aus und zumindest in BW gilt 50km vom Wohnort in Sachen Einsatzort und Abordnung als zumutbar. Dass du also nach dem Ref auf jeden Fall mit der Freundin zusammen wohnen kannst, ist nicht zwingend der Fall. Richtet sich ein bisschen nach der Examensnote und der eigenen Mobilität, ob man viele Optionen hat oder nicht.


    Ich würde Hundehaltung an eurer Stelle wie ein Single planen. Das heißt auch, dass die Betreuung zumindest in der Planung Dritte übernehmen. Wenn ihr nicht gemeinsame Kinder habt, seid ihr freie Rangiermasse. Im Worstcase landet der eine in Hintertupfingen und der andere mitten in der City.

  • Meine Hündin ist nach dem 3. Semester Lehramtsstudium bei mir eingezogen. Damals sah ich das ganze Thema Lehrerberuf noch etwas verklärter als heute und habe mir das mit Hund leichter vorgestellt, als es ist.

    Mittlerweile habe ich also den Bachelor- und Masterabschluss, den Vorbereitungsdienst sowie das erste Halbjahr Vollzeitstelle mit Hund bewältigt. Ab dem neuen Schuljahr kommt noch eine Klassenleitung dazu.

    Ich bin furchtbar dankbar, meine Hündin zu haben. Für mich ist das ein wunderbarer Ausgleich. ABER ich bin auf Hilfe angewiesen. Es ist im Lehreralltag eben nicht so, dass man immer um 14 Uhr zu Hause ist. Konferenzen, Besprechungen, Projektgruppen, Elterngespräche, kopieren, aufräumen, Klassenfahrten, Ausflüge, Fortbildungen und, und, und.

    Dazu im Ref dann die Seminare. Die werden ja, je nach Bundesland, sehr unterschiedlich gehandhabt. Wir hatten immer einen Seminartag in der Woche. An diesen Tagen war ich, inklusive Anfahrt, meistens von 7-18 Uhr unterwegs.

    Ich bin in meinem Alltag furchtbar dankbar dafür, damals sehr vernünftigt entschieden zu haben und einen Hund gewählt zu haben, der relativ unkompliziert ist und sich gut an meinen Alltag anpasst. Ich möchte meine Freizeit mit Hund dann genießen, eine schöne Zeit in der Natur verbringen und den Hund eben auch viel mitnehmen können, weil er im Alltag ja schon genug alleine ist. Ich brauche da keine große Herausforderung oder eine "schwierige" Rasse :smile:


    Ich finde, dass Lehrersein mit Hund durchaus geht, aber man muss eben gut planen und braucht Unterstützung. Wenn man sich für ein Leben mit Hund entscheidet, dann muss man bereit sein, den Hund eben bei allen Lebensentscheidungen mit zu bedenken und Lösungen zu finden. Das heißt oft auch, dass man eben selber auch zurückstecken muss (finanziell, in der Freizeitgestaltung, bei Urlauben, Wohnort usw.)

    Ich war in den letzten Jahren öfter mal kurz vor dem Verzweifeln, habe mich zerrissen gefühlt zwischen dem, was die Schule von mir erwartet (bzw. was ich von mir diesbezüglich erwarte) und dem, was mein Hund braucht.

    ABER es gab immer eine Lösung und ich würde behaupten, dass es Hund und mir gut geht :smile:

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