Hund(e) und Baby - Plauderthread

  • das mit dem Babyschreien am Handy hat eine Trainingskollegin von uns gemacht. hat den Hund null gejuckt. als dann das "echte" Baby da war drehte der Hund bei jedem Schreien am Rad. ich glaub die können das schon verstehen wenn das nur "gespielt" ist.


    ich finde auch dass die Hunde nicht zu kurz kommen, sie gehören genauso zur Familie wie das Baby. grade wo es anfängt sich bewusst Sachen anzugucken. bei Mini hier ist Hundekino gucken gaaanz beliebt. habe aber schon öfter mitbekommen dass ab Geburt des Babys die Hunde/Katze/Hamster was man halt so hat plötzlich abgeschoben und teils abgegeben werden. oder nurmehr da sind aber kaum mehr Aufmerksamkeit bekommen.


    achja. das Phänomen gab es Anfangs bei uns auch. plötzlich hatten alle aus der Familie (Schwiegers, Schwager, meine Eltern) nurmehr Augen fürs Baby und die Hunde wollten auch beachtet werden. Ziva brachte Spielzeug und bellte und Hecci hüpfte jeden an der quiekte und Muri schleppte alle Schuhe die er fand rum. bis wir geklärt haben dass die Hunde - wie vorher auch - bitte auch begrüßt werden und sich bisschen mit ihnen beschäftigt wird. nachdem das alle verinnerlicht hatten hat sich das auch ziemlich schnell wieder gelegt.

  • Bei meiner Cousine haben sich damals alle aufs Baby gestürzt und keiner hat ihren damals 8 Jahre alten Westi beachtet. Der war tatsächlich 8 Jahre ihr Babyersatz weil ihr erster Freund keine Kinder wollte, sie aber unbedingt. Aras war anfangs tatsächlich Luft für alle (war ein Westi) und uns (meiner Schwester und mir) hat er so leid getan. Er wuselte da rum und freute sich über den Besuch und jeder ist an ihm vorbei zum Baby, es gab nicht einmal einen Blick. :( :

    Wir haben dann kurz zum Baby geschaut und uns dann mit Aras auf die Couch verzogen.

    Es hat eine ganze Weile gedauert, bis Aras wieder "richtiges" Familienmitglied war. Schlussendlich hat es aber geklappt.

  • Das mit dem Handygeräusch kann ich bei meinen Hunden eh knicken. Lena bellt schon immer, wenn es an der Tür klingelt und ich bekomms nicht raus. Hab dann von unserer Trainerin auch den Tipp bekommen, das Klingeln aufzunehmen und abzuspielen als Desensibilisierung. Juckt sie gar nicht. Die Klingel aber leider immer noch..


    Ich hab momentan auch nicht so viel Angst, dass die Hunde zu kurz kommen. Ich bin dann ja zu Hause und bin eh gerne draußen unterwegs. Und ich denke, das schadet auch dem Baby nicht. Also werden die Hunde schon ihre Zeiten bekommen. Ich behandle die Hunde auch jetzt nicht als Kinderersatz (überspitzt gesagt) und überschütte sie mit Aufmerksamkeit den ganzen Tag. Viel ändern wird sich da wahrscheinlich nicht.

    Ich hab auch noch nie verstanden, warum Hunde so oft unbedingt weg müssen, wenn ein Kind kommt. Für mich schließt das eine das andere definitiv nicht aus. Die Hunde gehören zur Familie wie vorher auch.

  • So, jetzt komm ich auch mal kurz zum schreiben, ist irgendwie immer viel los hier xD Mein Mann bringt gerade den großen ins Bett und das Baby liegt schlafend auf mir drauf, also bin ich wieder nur am Handy online und bitte die Autokorrektur zu verzeihen.


    Ich hab vor der Geburt von meinem großen auch gedacht, dass es primär an der Mutter liegt, ob das Kind alleine schläft oder nicht. Ich war mir sicher, dass mein Kind von Anfang an alleine schläft und auch ganz bald im eigenen Zimmer. Pustekuchen! Mein großer hat direkt gebrüllt, sobald man nur versucht hat ihn weg zu legen! Nach zwei Nächten ohne Schlaf hatte er gewonnen und durfte auf meiner Brust schlafen. Und ich - die sonst überhaupt keinen Körperkontakt beim schlafen ab kann - schlief auch endlich. Auch tagsüber lebte das Baby auf mir, ich begann meine Trage zu lieben! Die ersten vier Monate schlief er nachts an mich gekuschelt, danach konnte ich ihn ins Beistellbett auslagern, wenn er schon schlief. Tagsüber lag er auch gerne auf dem Bauch und gucke, aber immer nur in meiner direkten Nähe... Das war schon eine wahnsinnig anstrengende Zeit für mich! Aber mittlerweile ist er 2,5 Jahre alt und ein total selbstbewusster Freigeist geworden. Ohne Mama mit dem Nachbarskind (nicht direkt neben an, sind schon ein paar Häuser dazwischen) bei denen im Garten spielen? Kein Problem! Ohne Mama mit den Leuten vom Hundeplatz unterwegs sein? Kein Problem! Es ist total spannend wie er von ganz alleine so selbstständig geworden ist! <3


    Noch mal kurz zum Anfang zurück. Ich hatte die Zusammenführung an anderer Stelle bereits beschrieben:


    Bei Nummer 2 war es total einfach. Rein gekommen und Diego so: "ok, Baby. Kenn ich" *lol*


    Generell klappt es gut mit den dreien. Donnerstags sind wir zB immer auf dem Hundeplatz und machen RO :) Und sonst gibt's halt pro Tag zwei Runden je 1-2 Stunden, je nachdem wie viel und wie schnell mein großer laufen möchte. xD


    So, jetzt muss ich Schluss machen, kann auch gerne noch vom Baby berichten. Das ist gaaaanz anders als der große!

  • Unser Hund, der ja vor dem ersten Kind schon da war, und sich da schon zurück gehalten hat: "Geht mich nichts an", hat als das 2. Baby nach Hause kam kurz in die Tragetasche geguckt, ist sofort auf seinen Platz und hat abgeschnauft. Wie das Theater nochmal? :-) Dem fehlte völlig das Verständnis...

    Er wusste aber, dass er es hinnehmen muss.

    Es gab beim ersten Baby auch mal ne ulkige Situation: Ich mit Baby im Wickelzimmer, Kind hatte doll Blähungen, Stillstuhl war dünn. Kind hat quasi gegen die Wand geschissen. Der Hund hat von der Türschwelle zugesehen, Er hat mich angesehen, das Baby angesehen, dann wieder mich angesehen und ist schnaufend abgezogen. ;-)

    In seinem Blick lag: "Was hast du dir da angeschafft?"

  • Wir haben ja ein Beistellbettchen. Da hab ich ja jederzeit die Möglichkeit, das Baby an mich ran zu ziehen, sollte es Probleme damit haben ohne Körperkontakt zu liegen.


    Irgendwie ist es für mich unvorstellbar, dass es in ca 2 Monaten schon da sein soll. :ugly: Aber es wird sich wohl nicht lange aufhalten lassen. :lachtot:


    Nacht heute war wieder super. Ruhige Hunde. Schlafen beide noch nachdem ich aufgestanden bin. Lena schnarcht und Aaron hat sein Näschen in seiner Decke vergraben.

    Abends, wenn mein Mann ins Bett geht, scheint er immer nochmal kurz unzufrieden zu sein. Aber er hatte gestern generell wieder einen sehr jammerigen Tag. :ka: Hat er manchmal. Scheint er sich auch nicht wirklich abgewöhnen zu wollen.

  • Also....ich hab sechs KInder und ne Menge Hunde in der Zeit gehabt...vom größten Rambo bis zum kleinsten Angsthasen war an Hundetypen alles dabei.

    Als meine jetzt erwachsenen Kinder geboren wurden, war die Möglichkeit der Informationsbeschaffung noch gering (kein oder nur sehr teures Internet) und so mussten wir mehr nach Bauchgefühl an die Sache rangehen.

    Alle Hunde haben schon während der Schwangerschaft immer verstärkt an mir geklebt. Wenn ich dann mit Zwergenkind nach Hause kam, wurde ausgiebig am Baby geschnüffelt, einmal quer durchs Gesicht geleckt und die Sache war erledigt. Einmal am Tag gabs eine große Runde nur mit Hund, da hab ich die Kinder zu Hause bei meinem Mann gelassen, so dass ich mich komplett auf die Hunde konzentriern konnte...die kleineren Gassigänge sind mein Mann und ich samt Kindern zusammen oder mein Mann alleine gegangen. Selbst der größte Rambo (ein schwarzer Labi aus dem Tierheim) war bei den Kindern ein Lämmchen.

    Meine Kinder haben alle ab dem ersten Tag zu Hause bei uns im Bett geschlafen, einfach, um mir die Nächte so erholsam, wie möglich zu gestalten. Der Labi hat genau eine Nacht mit in unserem bett geschlafen, als unsere zweite Tochter geboren wurde....Hund mittig breit ausgestreckt,mein Mann und ich samt Baby am äußersten Rand....ich hab keine Minute geschlafen und am nächsten Tag wurde dem Hund sein Platz für die Nacht zugewiesen. Fand er wohl auch entspannter und hat nicht gemeckert.

    Als unser erster Plüsch in die Familie kam, waren die Kinder schon alle größer (der Jüngste war da 6 Jahre), allerdings wurde im Juni voriges Jahr unsere Enkelin geboren. Ich war bei der Geburt dabei und als ich dann nach Hause kam, hat mich Jody förmlich weggeschnüffelt....wobei ich da auch emotional total am Limit war und nur geheult habe vor Freude. Als die Kleine 3 Tage als war, war sie das erste Mal bei uns....Jody hat sie ausgiebig beschnüffelt, zart mit der Zungenspitze angestupst, kurz über den Kopf geleckt und das wars. Lag die Kleine später auf der Krabbeldecke, lag Jody daneben, als die Kleine das Krabbeln angefangen hat, stand Jody daneben. Ich bin mit Enkelbaby in der Bauchtrage und den Hunden große Runden gegangen. Einmal begegnete uns ein unangeleinter, nicht freundlich gesinnter Hund, dessen Besitzerin einfach weiterlief, während uns ihr Hund ziemlich heftig anpöbelte. Mein Angsthäschen Jody stellte sich zwischen mich und den pöbelnden Hund und machte dem ne ordentliche Ansage. Im Moment übt sich das Enkelmädchen im Laufen und die Langnasen nehmen lieber etwas Abstand, weil sich die Kleine ab und an auf die Hunde gestolpert ist.

    Also Alles in Allem hatte ich mit keinem der Hunde je Probleme, was die Kinder anging, ich hab aber auch nie ein großes Brimborium drum gemacht. Baby war da und das Leben ging normal weiter....

  • Bei uns genauso .. mit Beistellbett und 2 Monaten.

    Wir bekommen vielleicht einen Weihnachtsbraten oder eine Silvesterrakete ... oder irgendetwas zwischendrin ?

    Ursprünglich geplant war ein Sommerbaby :doh:


    Würde mich freuen, wenn wir uns immer mal austauschen. Unsere Situation ist ja nun sehr ähnlich ?

  • Du machst Mut, danke ?

    Man wird schon oft kritisch beäugt, wenn man mit Hund und Babybauch unterwegs ist und die Leute fragen oft wie man das nur schaffen will.

    Für mich ist Eltern, Kind, Hund die normalste und wünschenswerteste Familienkonstellation, die ich mir schon immer gewünscht habe.

    Ich denke, dass es genau richtig ist den Alltag, so wir er nun mal ist, zu genießen und für alle am angenehmsten und unkompliziertesten zu machen wir es nur geht und die Zeit zu genießen ..

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