Wo her kommt der Welpen Blues ?
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Tja, ich habe zwei erwachsene Kinder und hatte den Welpenblues trotzdem. Ist ein bissl zu seinfach, diese Aussage pauschal zu treffen.
ich war so überzeugt dass ich nun ganz schnell zurück rudere
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Ich hab meinen ersten Welpen und noch keinen Blues. Aber ich kann mir vorstellen, dass auch die Tatsache, immer auf Habacht sein zu müssen, damit das Welpi auf keinen Fall in die Bude pinkelt, und dass man eben weniger Schlaf am Stück bekommt, bis der Zwerg stubenrein ist, essentiell dazu beitragen. Ich hab eh Schlafstörungen und kenn es damit nicht anders bzgl. Schlaf auf Raten, damit war diese Sorge schon mal raus bei mir. Und wenn's Welpi mal in die Bude pullert, ist es für mich jetzt auch kein Drama. Hat er aber bisher noch nicht mal gemacht. Vielleicht bin ich deswegen so entspannt.
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Tja, ich habe zwei erwachsene Kinder und hatte den Welpenblues trotzdem. Ist ein bissl zu seinfach, diese Aussage pauschal zu treffen.
ich war so überzeugt dass ich nun ganz schnell zurück rudere
aber nicht so schnell... Keks als Friedensangebot?
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Für mich spielen die neuen Medien eine große Rolle beim Welpenblues.
Heute tauscht man sich pausenlos aus und lies/hört von Welpen- Hundeerziehung in einer Perfektion ... dadurch entsteht einfach ein zusätzlicher Druck, der nicht sein müsste.
Früher, als ich Kind war
, kam ein Welpe in die Familie und dann war der halt da. Der wurde einfach groß und war da, fertig.
Heute, und ich lasse mich da echt mitreißen..., bereitet man sich vor, informiert sich über die Rasse, es gibt Regeln was der Welpe wann und wie darf ...
Bei uns zieht in 2 Wochen ein Welpe ein und 2 Tage später kommt schon der Trainer zur Einzelstunde damit alles mit dem Ersthund klappt
Es ist einfach kein Platz mehr für Sorglosigkeit ...
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ich war so überzeugt dass ich nun ganz schnell zurück rudere
aber nicht so schnell... Keks als Friedensangebot?
Jaaaaaa!
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Ich denke dass auch die eigene Erwartungshaltung einen Teil dazu beiträgt ob man anfällig für den Welpenblues ist oder nicht.
Will man alles perfekt machen, setzt sich selbst unter Druck, lässt keine Fehler zu usw dann wird man eher davon überrannt wenn es anders läuft.
Dazu noch das Internet.
Einerseits wird man mit Infos überschwemmt, hat Probleme diese zu filtern ob sie wirklich hilfreich sind oder eher hinderlich.
Andererseits bekommt viel häufiger mit dass andere auch darunter leiden. Diese "Krankheit" gab es sicher schon immer, aber man schwieg darüber, erzählte keinem davon. Dadurch ist sie heutzutage viel präsenter als früher
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Mal von der anderen Seite: die Neulinge die sich hier anmelden und davon berichten wie schrecklich doch alles ist und wie überfordert sie sind schildern häufig ja nur einen Bruchteil von Tagen sprich ausgewählte Situationen darauf hin heißt es ja ganz oft dann hier im Forum "oh oh Welpenblues". Wird da nicht vielleicht auch einfach manchmal (nicht immer) mehr draus gemacht als es ist? Eine Momentaufnahme von einem schlechten Tag. Ich hatte Anfangs auch 2-3 Tage an denen ich geheult habe aber einfach weil Marley 1-2 Verhaltensweisen mitgebracht hat die für mich absolut schrecklich waren (Ressourcenverteidigung mit Zähnen in den Unterarmen z.B., Ersthundehalter und natürlich in dem Moment völlig überfordert, "schaffen wir das?") Ob ich deswegen Welpenblues hatte? Empfinde ich nicht so, gibt einfach blöde Tage an denen das Nervenkostüm eh schon sehr dünn ist.
Also als Geschriebenes hat es hier im Forum dann vielleicht auch mal den Anschein als würde sich so eine Momentaufnahme über Tage und Wochen ziehen und letztendlich gefällt es dem ein oder anderen vielleicht auch etwas bemitleidet zu werden.
Aber das ist nur mein Empfinden und ich habe irgendwie auch nicht das Gefühl hier ständig von irgendwelche Welpenblues-Threads zu lesen aber auch das ist wahrscheinlich persönliches Empfinden oder ich überklicke sie einfach
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Es hat in meinen Augen etwas mit einer sehr unreifen Copinstrategie zu tun. Es läuft nicht so gut mit dem Tier, nicht wie man es sich vorstellte. Und nun muss irgendwas her, was quasi für die schiefe emotionale Lage herhalten Soll.
Hier ist es im besten Falle, hergeleitet von der Geburt eines Kindes ein Gefühlslage, die man nicht beeinflussen kann.
Dieses Konstrukt ist pathologisch.
Aber die gute Nachricht, die meisten nutzen nur den Begriff. Genau wie man andere Subkultur Sprachbegriffe auch nicht wörtlich nimmt. -
Bevor darüber geurteilt wird: Was genau ist eigentlich der Welpenblues?
Sind das ein paar Tage? Sind das ein paar Wochen? Ist das Heulen? Verzweiflung? Frust? Angst vor der neuen Verantwortung?
Ich finde es gerade erschreckend, wie hier darüber geurteilt wird. Ähnlich, wie es bei Depression ist. Depression kann sehr viele Facetten haben und unter anderem durch soziale Medien und online Austausch hat sich dieses Tabu-Thema zum öffentlichen Diskurs entwickelt. Hat sich das Bild davon verändert.
So ähnlich sehe ich das beim Welpenblues auch. Es gibt mittlerweile die Möglichkeit sich auszutauschen, sich Hilfe zu suchen und nicht nur "reiß dich halt zusammen, wir haben alle mal schlechte Tage".
Auf der einen Seite wird rumgeningelt, wenn jemand nicht reflektiert. Auf der anderen Seite kommen Verurteilungen, wenn jemand seine Gefühle mitteilt.
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Früher, als ich Kind war
, kam ein Welpe in die Familie und dann war der halt da. Der wurde einfach groß und war da, fertig.
Heute, und ich lasse mich da echt mitreißen..., bereitet man sich vor, informiert sich über die Rasse, es gibt Regeln was der Welpe wann und wie darf ...
Bei uns zieht in 2 Wochen ein Welpe ein und 2 Tage später kommt schon der Trainer zur Einzelstunde damit alles mit dem Ersthund klappt
Es ist einfach kein Platz mehr für Sorglosigkeit ...
Ja, den Eindruck habe ich auch. Ich bin mit Hunden aufgewachsen (und Katzen und Kaninchen) und hatte auch früh meine eigenen Tiere. Meine Verantwortung mit den Tieren, aber auch mein Wissen, dass jedes Tier anders ist, es kein Schema gibt, kein immer-gut, auch mal Stress, auch mal Sorge, aber die meiste Zeit guter Alltag. (ich bin auch mit zig Bereitschafstspflegekindern aufgewachsen, war so ziemlich normal, sich immer wieder neu einzupendeln).
Als dann im Erwachsenenalter die Hunde einzogen, ich hatte nie ansatzweise so etwas wie einen Welpen-Blues... Bei meinem ersten eigenen im Erwachsenenalter hatte ich wochenlang ein Kreisgrinsen im Gesicht, endlich wieder ein Hund, egal was Lucy an Mist gebaut hat
und alle anderen danach wurden in den Alltag integriert und gut.
Aber: eigentlich bin ich auch jemand, der viel zerdenkt, der gerne Kontrolle hat, der es möglichst gut machen will und leicht mal zweifelt. Hätte ich also nicht diese Kindheit gehabt, wer weiß
. Ich schätze mich schon als jemanden ein, den es theoretisch hätte treffen können.
Ich persönlich glaube, bei vielen ist es ein zu hoher Perfektheitsanspruch an sich selbst in erster Linie und ein Stück weit, dass eine "funktionierende" Welt einfach Sicherheit bietet. Ich musste dieses immer wieder neu einstellen und neu Verantwortung übernehmen lernen als Kind, aber einfach ist das ja nicht unbedingt. Dazu kommt dann ein sehr "offenes" Leben über die sozialen Medien, viele Eindrücke, wie es klappen "muss" (auch wenn man hier im DF quer liest, kommt doch oft genug, oh Gott, du machst zu viel/das Falsche/Welpe lernt zu wenig kennen/Welpe lernt zu viel kennen/Welpe hat zu wenig Kontakt zu Artgenossen/zu viele Kontakte/die falschen Kontakte/mindestens xy Stunden Schlafen und im Haus muss der immer ruhen wollen und bloß nicht die falschen Spiele oder teils überhaupt Spiele spielen/Welt muss entdeckt werden, aber hey, 5-Minuten-Regel!!, der überdreht auch mal und will spielen, wer weiß was da schon wieder falsch gemacht wurde im Alltag...
. Wer würde als Anfänger, der es möglichst gut machen will, da nicht kirre werden?? Und dann kommt: Bauchgefühl fehlt und such dir einen Trainer
)
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