Staffordshire Bullterier Besitzer unter euch?

  • Ich weiß, geschätzte 80 Prozent der Wiener "Listenhundehalter" hält sich nicht dran oder weiß von den Regelungen nix, aber jeder Listenhund in Wien ist ein armes Schwein, wenn man sich an die Regeln hält. Hält man sich nicht an die Regeln, kann es schnell sehr teuer werden, der Hund kann schlimmstenfalls auch von der Polizei abgenommen werden.


    Sobald Du vor die Tür gehst, muss der Hund Beißkorb tragen und angeleint sein. Die einzigen Orte in Wien, wo der Hund ohne Beißkorb sein darf, sind Hundezonen mit Zaun drumrum. In Hundezonen ohne Zaun, wie der Praterhundezone darf der Hund zwar

    ohne Leine sein, muss aber Beißkorb tragen. Überall sonst immer immer immer Leine und Beißkorb. Fürchterlich für ne energetische Rasse.


    Du brauchst die Hundeführscheinprüfung. Absolut jeder, der mit dem Hund raus geht und wenn es nur 2 Minuten sind, braucht auch eine Hundeführscheinprüfung.


    Es gilt eine 0,5Promillgrenze. Drüber darfst Du mit dem Hund das Haus nicht verlassen.

    Du kannst jederzeit aufgehalten werden zum Alkoholtest. Verweigerst Du, geht das bis zum Amtsarzt.


    Du musst im Grunde damit rechnen, dass sich die Hundegesetze in Bezug auf gelistete Rassen jederzeit verschärfen können oder beim nächsten Bissvorfall, der Schlagzeilen macht, womöglich doch noch das Komplettverbot kommt.

  • Der gesamte Gesetzestext bezüglich führscheinpflichtiger Hunde


    Teil 1

  • Teil 2


    Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/Gelt…W&Gesetzesnummer=20000404

  • Gilt zusätzlich:


  • Hundesteuer beträgt übrigens in Wien für den ersten Hund rund 70 Euro.


    Derzeit auch für gelistete Hunderassen. Aber auch das kann sich, je nach politischer Lage, noch sehr ändern.


    Und eins noch: Hast Du ne Vorstellung davon BoriSxx wie klein Staffordshire Bullterrier eigentlich sind? Etwa vergleichbar mit ner größeren französischen Bulldogge. Also nix mit großer Hund.

  • Ich wohne ja auch in Wien und rate dir von einem Listenhund ganz klar ab.


    Die aktuelle Gesetzeslage hat sich ja doch ziemlich verschärft. Wurde hier ja schon erwähnt: Jedes Familienmitglied, das mit dem Hund rausgeht, braucht einen Hundeführschein! Außerdem herrscht Leinen- UND Maulkorbpflicht für Listenhunde - mur in eingezäunten Hundezonen dürfen diese Hunde "einfach so" rumlaufen. Diese Flächen sind aber oft nicht groß genug und außerdem rate ich von eingezäunten Hundezonen generell eher ab, weil es da oft zu Stress zwischen den Hunden kommt.


    In Wien triffst du im Übrigen ständig Hunde, und Staffs und Co. sind im Erwachsenenalter oft unverträglich mit anderen Hunden. Dann kannst du den Hund vielleicht nichtmal mehr in ein einen umzäunten Freilauf lassen (was ohnehin schon suboptimal ist).


    Kann es sein, dass du dich von der Optik der Rasse beeinflussen lässt?

  • SBT haaren genau wir andere Hunde und die kurzen Haare stecken überall drin, als hätten sie Widerhaken.


    Meine sind/waren zu 99% unverträglich mit anderen Hunden, Trieb ohne Ende und Arbeitswille - das sind keine Hunde für Langstrecke beim Joggen oder Radfahren, wollen aber geistig arbeiten und sich körperlich dabei anstrengen.

    In einem Bundesland mit Rasseliste würde ich sie nicht halten. Ein Leben an der kurzen Leine ist nicht artgerecht.

  • Genau tinybutmighty


    Hundezonen sind alles andere, als Tür auf, Hund rein, alles super.


    Vorallem nicht mit einem Hund, der keine Artgenossen mag.


    Ich nutzte sie zwar sowohl mit dem AmStaff, als auch der zwickenden Töle jetzt (weil die überall sonst noch weniger laufen kann, aufgrund diverser Wesensprobleme und Jagdtrieb), aber das bedarf Planung und manchmal etlicher Leerkilometer zu Fuß, bis man doch mal ne zufällig grad hundefreie Fläche erreicht und der Hund halbwegs auf seine Kosten kommt (Was er allerdings auch nur tut, wenn man sich dann mit ihm beschäftigt).


    Stadtleben mit unverträglichem Hund ist richtig, richtig viel Arbeit und an manchen Tagen auch bloß frustrierend.


    Für so energetische Rassen, wie die Bullartigen, die körperlich was tun wollen, ist Wien mittlerweile kein Ort mehr, wo der Hund halbwegs normal leben kann.


    (Dass es zwar nur die Hunde der Halter trifft, die sich an alles halten, also nur die bemühten Leut verdrängt werden, steht auf einem anderen Blatt. Denen wird im Zweifelsfall dafür halt nicht der Hund eingezogen oder es hagelt ein paar hundert bis ein paar tausend Euro Strafe).


    Bei aller Zuneigung zu dem Hundetyp: Ich werde zb in Wien auch keinen AmStaff, StaffBull, Bullterrier, Pit o. ä. mehr halten. Das grenzt unter den Bedingungen nämlich an Tierquälerei.

  • BoriSxx


    Und weil das im anderen Thread in ne Richtung verstanden wurde, in die es nicht ging.


    Man kann in Wien auch keinen StaffBull kaufen. Die Zucht gelisteter Hunde (und deren Mixe) ist verboten. Die Einfuhr nicht. Aber all die Wohnzimmerwelpen aus "Hobbyzucht" , die man in Österreich auch nicht auf Willhaben inserieren darf, sind nicht legal, wenn sie aus Wien stammen.

    (Auch hier: die Realität sieht nicht immer aus wie die Gesetzeslage. Fakt ist aber: man darf den Hund nicht verkaufen und kaufen ist auch fraglich, denn wenn der Hund im Heimtierregister ist, was zur legalen Haltung nötig ist, wirft es wohl Fragen auf, wie man in Wien an einen Wiener Welpen kommt).

    Sprich, es bleiben nur andere Wege. Die 1,3 Staffbullzüchter die es in Österreich noch gibt... ist fraglich, ob die ihren Hunden Wien antun und sie dorthin verkaufen würden. Will man unbedingt einen, landet man schnell beim andernorts beschriebenen Szenario, das auch wieder Probleme machen kann.


    Alles in allem: Ne, lass mal.

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