Der "gefährliche" Hund Teil 2
- Helfstyna
- Geschlossen
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Also lieber wieder die "alte Sicht" von Hunden als Reiz-Reaktionsmaschinen einnehmen?
Nein, aber nicht über alles diesen romantisierten rosa Zuckerguss gießen und versuchen, sich einzureden, dass Hund ja gar nicht so sein kann und der Husky, der dem Kind in den Kopf beißt entweder einen Hirntumor hatte oder bestimmt nur ein Missverständnis vorlag.
Es gibt einfach ein sehr breites Mittelfeld zwischen diesen beiden Standpunkten und auf dem sollte man sich einfach bewegen und einfach mal einsehen, dass man nicht immer für alles eine zufriedenstellende Erklärung finden wird.
Denn dieses "Rasse A, B und C sind einfach alle Individuen durch Zucht gefährlich und wenn Hunde D bis Z beißen ist da bestimmt irgendeine Misshandlung, Krankheit oder sonst was tragisches passiert" ist einfach Blödsinn.
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Die Frage ist fuer mich da halt:
Sind das echte Arschloecher oder sind sie mit zunehmenden Alter in gewissen Situationen problematisch?
1. erkennt man mEn sehr wohl schon als Welpen. Hab ich mit Kalle, sein Sohn war auch so, Anansi geht in diese Richtung (wenn auch nicht so massiv) und die Bs gingen ebenfalls in diese Richtung (Boo mehr).
2. entwickeln sich. Die sind als Welpen vielleicht einen Hauch anders, aber nicht gravierend. Und oft wird das dann mit 'so ist die Rassr halt' abgetan. Hat man das dann nicht im Blick, kann es halt irgendwann zur Eskalation kommen..
Da frage ich mich dann ganz ehrlich: warum züchtet man mit so einem Rüden, wenn er so ein „Arschloch“ ist und das bei seinen Nachkommen auch vererbt?
Falls du Kalle meinst: Weil ich es darf, kann und will. Ganz einfach. Der Hund hat fuer mich sehr viele gute Seiten und Eigrnschaften, die ich bei einem Gebrauchshund haben will. Wer eher auf nervenschwache Kuscher steht, der nimmt andere Hunde aus anderen Linien.
Btw. die Bs waren 'schlimmer' und haben einen anderen Vater
Und ja, ich weiss dass diese Verpaarungen nicht passend fuer die 'breite Masse' waren. Ist auch bei den ganzen weiteren Wurfplanungen nicht anders. Die 'breite Masse' will ich naemlich gar nicht als Welpenkaeufer haben
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Wer eher auf nervenschwache Kuscher steht
Gibt ja auch noch was dazwischen.
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Natuerlich. Es gibt sogar noch groessere Arschgeigen, Hunde die unfuehrbar sind ab einem gewissen Alter, usw. usf.
Und jeder zuechtet und kauft so, wie er es passend findet
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Wir fangen jetzt aber bitte nicht wieder mit der alten "ich will/kann sowas nicht haben, also darf es auch kein anderer" Leier an, oder?
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Die Frage ist fuer mich da halt:
Sind das echte Arschloecher oder sind sie mit zunehmenden Alter in gewissen Situationen problematisch?
1. erkennt man mEn sehr wohl schon als Welpen. Hab ich mit Kalle, sein Sohn war auch so, Anansi geht in diese Richtung (wenn auch nicht so massiv) und die Bs gingen ebenfalls in diese Richtung (Boo mehr).
2. entwickeln sich. Die sind als Welpen vielleicht einen Hauch anders, aber nicht gravierend. Und oft wird das dann mit 'so ist die Rassr halt' abgetan. Hat man das dann nicht im Blick, kann es halt irgendwann zur Eskalation kommen..
Da frage ich mich dann ganz ehrlich: warum züchtet man mit so einem Rüden, wenn er so ein „Arschloch“ ist und das bei seinen Nachkommen auch vererbt?
Mal eben bei Gebrauchshunderassen geblieben.
Ein Arschloch-Hund ist für viele Gebrauchshundführer* überhaupt kein Problem. Die wissen damit umzugehen und die Hunde entsprechend zu führen und zu sichern. Will sagen, ist kein Ausschlusskriterium.
Aber zwischen Arschloch und unberechenbarer, gefährlicher, unführbarer Hund, liegen Welten! Ein Arschloch-Hund, ist nicht kein Ausschlusskriterium, denn auch diese Hunde können sehr gute Anlagen für den gewählten Hundesport mitbringen. Wenn der Hundehalter das geeignete
privateUmfeld hat den Hund zu halten, und die Anlagen des Hundes zu seinem Hundesport passen = Match. Problematisch wird es erst, wenn Arschlochhunde in ungeeignete Hände kommen, die den Hund eben nicht zu führen und zu sichern wissen. Ja, vielleicht sogar noch nicht mal eine Kanalisierung der Triebe anbieten (z.B. passender und notwendiger Hundesport). Und ja, dieses Problem ist reell. Das ist dann aber das klassische, Problem hängt am anderen Ende der Leine, Szenario. -
Hundundmehr es ist nicht untypisch. Da liegt schon der Fehler im Denken ohne das böse zu meinen.
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Nachtrag zum obrigen Beitrag
"Arschloch Tendenzen" oder "Arschloch Sein" sind bei Gebrauchshundrassen kein Ausschlusskriterium, bei vielen anderen Hunderassen aber halt absolut unerwünscht (und gefährlich), weil die Halter sowas weder wollen, noch davon ausgehen das ihr Hund das mitbringt, geschweige denn damit umgehen können. Keiner
den ich kennesagt ich hole mir einen Golden Retriever, Pudel oder Malteser aus dessen Zuchtlinie bekannt ist, das die Elterntiere Arschlöcher sind. Nein, es ist schlichtweg unerwünscht. Und ich schätze, bei sehr vielen Rassen wäre es eben - und korrekterweise - ein Zuchtausschluss, wenn ein Hund ein Arschloch ist.PS
Geil, wie oft ich in einem Beitrag ungestraft (hoffentlich
) Arschloch schreiben konnte
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Denn dieses "Rasse A, B und C sind einfach alle Individuen durch Zucht gefährlich und wenn Hunde D bis Z beißen ist da bestimmt irgendeine Misshandlung, Krankheit oder sonst was tragisches passiert" ist einfach Blödsinn.
Ja natürlich.
Grundsätzlich bin ich auch gegen diese Schwarz-Weiß-Malerei.
Beziehst du deinen obigen Satz auf diese Aussage von mir?
Mein Fazit hinsichtlich des XXL-Bully: Hier wurde durch die menschliche Selektion eine Grenze überschritten, die ein nicht mehr zu kalkulierendes Potential an gefährlichem Verhalten zeigt.
Das ist meine persönliche Meinung (Mein Fazit), die ich - basierend auf meinen vorherigen Ausführungen - begründet habe:
Mir tun diese Hunde leid, denn eigentlich sind sie - genauso wie andere Qualzuchten - Opfer von menschlichen Vorlieben, deren Ausmaß das was das genetische Material leisten kann, bei weitem überschreitet.
Trotzdem gehört diese Rasse verboten.Auch, weil eine Ursachenforschung viele Jahre in Anspruch nehmen würde, Jahre, in denen es immer wieder zu Vorfällen kommen wird, die dann eben auch zu Lasten der gesamten Hundepopulation gehen würde.
Ganz ehrlich - wir haben schon reichlich Probleme genug mit den offiziell anerkannten speziellen Rassen, denen dieser Mix zugrunde liegt.
Muss da jetzt noch eine weitere "Rasse" gezüchtet werden, die zudem noch durch verstärktes gefährliches Verhalten auffällig geworden ist?
Was sicher interessant wäre:
Diese Hiobsbotschaften hinsichtlich des XL-Bully kamen ja verstärkt aus GB, wo dies jetzt auch zu extremen Maßnahmen geführt hat. Es hat den Anschein, der XL-Bully erfreut sich dort einer größeren Beliebtheit, was durchaus auch am Haltungsverbot einer der Rassen, die für den Phänotyp des XL-Bully verwendet wurde, liegen könnte.
Gibt es aus anderen Ländern ähnliche Beobachtungen, auch hinsichtlich der Vorfälle?
Lt. Wikipedia hat der ABKC dies als Selektionsziel bei der Rassebeschreibung angegeben:
Zitat
Laut ABKC wurde beabsichtigt, einen ruhigen Hund mit geringerem Antrieb und mehr einschüchternden Eigenschaften als den American Staffordshire Terrier zu züchten. Masse und schwerer Knochenbau wurden priorisiert, um ein solches Aussehen zu erzielen.[5] Die Rasse wurde erstmals 2004 von ihrem Rasseclub ABKC anerkannt.[Dieses Zuchtziel, mehr "einschüchterndes Äußeres" zu haben, und das dann bitte im XL-Format ... ja, da habe ich eine sehr, sehr persönliche Meinung zu, ganz subjektiv und unwissenschaftlich:
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Da frage ich mich dann ganz ehrlich: warum züchtet man mit so einem Rüden, wenn er so ein „Arschloch“ ist und das bei seinen Nachkommen auch vererbt?
Falls du Kalle meinst: Weil ich es darf, kann und will. Ganz einfach. Der Hund hat fuer mich sehr viele gute Seiten und Eigrnschaften, die ich bei einem Gebrauchshund haben will.
Die Bully Züchter argumentieren wahrscheinlich genauso.
Wenn wenigstens garantiert werden könnte, dass diese Hunde nur in kompetente Hände kommen und da auch bleiben...
Wesensschwache Collies/Shelties haben für mich auch nichts in der Zucht verloren 🤷🏼♀️
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