Der "gefährliche" Hund Teil 2

  • Es impliziert fuer mich eher das heute alles an Hundeverhalten als unpassend angesehen wird was ueber artig/nett hinaus geht.

    Packt jemand zw. 2 Katzen, die sich fetzen, ist es normal/wird als normal angesehen, wenn der Mensch verletzt wird. Zw. 2 Pferde, die sich massiv fetzen geht erst gar keiner (ausser er hat mAn einen an der Waffel).

    Beides keine Wildtiere, sondern Haustiere und somit domestiziert. Aber bei Hunden ist es immer was ganz ganz anderes.

    Ganz stark pauschalisiert: In unserer Gesellschaft wird jedem Tier gewisses Verhalten zugestanden...nur dem Hund nicht!


    Finde ich den Vorfall toll? Sicher nicht. Aber fuer mich ist das nicht abnomal. Vielleicht kenne ich einfach andere Situationen und kann mir deswegen ohne Probleme vorstellen wie es zu mehrfachen Bissen kommt, wenn eine Person 3 Hunde trennt :ka:

  • Es impliziert fuer mich eher das heute alles an Hundeverhalten als unpassend angesehen wird was ueber artig/nett hinaus geht.

    Na ja, aber wenn man nur das sagen will: wie leitet man das aus der Diskussion über einen Vorfall ab, in der es um "mehrfach gebissen und zwar mit einer Schwere, die eine Notoperation erforderlich machte" ab?


    Es besteht ja die Möglichkeit, dass auch heute die Leute nicht alles als unpassend ansehen, was über artig hinausgeht, es aber trotzdem dann durchaus als unpassend ansehen, wenn ein Mensch krankenhausreif gebissen wurde.

  • Im Krankenhaus ist man ruckzuck. Hund hat schmerzende Pfote, ich habe blöd hin gefasst. Macken in der Hand weil er das aua fand. Jepp, ging durch die Haut und hat geblutet, war aber kein schlimmer Biss. Schlimm war die Infektion die mir zwei OPs und zwei stationäre Aufenthalte eingebracht hat.

  • Na ja, aber wenn man nur das sagen will: wie leitet man das aus der Diskussion über einen Vorfall ab, in der es um "mehrfach gebissen und zwar mit einer Schwere, die eine Notoperation erforderlich machte" ab?

    Der Hund braucht den Menschen doch nur blöd erwischt zu haben. Wenn es eingesetzt wird, ist das Gebiss von nem mittelgroßen bis großen Hund halt nicht ohne. Ein Mal falsch ne Arterie erwischt, und dann brauchst du halt die Notop. Das sagt halt erstmal nichts über die Massivität des Bisses aus.

  • ne Freundin hat mal zwischen zwei sich ankeifenden Rüden gepackt. Wurde leicht am Finger verletzt. Nicht der Rede wert, hatte kaum geblutet also gereinigt und Pflaster drauf. 2 Tage später hatte sie auch eine NotOP und war 1 Woche im KH. Die Hand war aufs doppelte angeschwollen und eine Sepsis gab es dann obendrauf.

  • Ich erklaere mir die Not-OP (ohne das wirklich zu wissen!!) durch die Stelle der Bisse!

    Wenn der Hund die Oberschenkelschlagader erwischt hat, dann waere auch ein einzelner Biss gefaehrlich!


    Hab nachgeslesen.. 2002 hat ein Labrador-Mix die Halsschlagader eines Mannes verletzt und der Mann ist verblutet (wohl weil er weggerannt ist). Leider gibts die Wiki-Seite nicht mehr und ich komm nicht zur Quelle.


    Ich stand beim letzten Biss auch kurz vor einer OP und es war reines Glueck, dass es nicht dazu gekommen ist. Und das war jetzt echt kein komplett zerbissener Arm, das war 'nur' ein einzelnes tiefes Loch an einer bloeden Stelle, die aber GsD nicht noch bloeder war.

  • Der Hund braucht den Menschen doch nur blöd erwischt zu haben

    Klar, kann sein. Kann halt auch sein, dass es die Bisse so massiv waren. Wir wissen es eben nicht. Und deswegen finde ich so Holzdackel-Sprüche oder "heutzutage dürfen sich Hunde nicht mehr wie Tiere verhalten" Pauschalaussagen unpassend.


    Edit: ebenso unpassend fände ich es, wenn jemand pauschal behauptet würde, die Hunde gehörten sofort eingeschläfert oder seien zweifelsohne gemeingefährlich. Hat hier nur keine*r gemacht, deswegen habe ich es nicht extra erwähnt.

  • Katzenbisse sind auch gefährlich , kann sich schnell entzünden

    Und was gefährlich sein angeht, gibt es doch durchaus Abstufungen , die wenigsten Hunde sind mörderische Bestien, die wahllos Menschen mit Tötungsabsicht angreifen . aber in jeder Situation völlig ungefährlich ist auch selten.

    Hier wird immer allen möglichen Leuten geraten, dem Hund Maulkorb aufzutrainieren, das der Hund den Maulkorb bald ständig tragen soll, weil der in einer vll. sogar vermeidbaren Situation mal geschnappt hat oder so. Und immer liesst es das dem Hund der Maulkorb nicht weiter stört , wenn man das richtig macht. Wenn dem so ist, spricht doch nichts dagegen, wenn der Hund nen Maulkorb ankriegt, wenn der schonmal gegen nen anderen Hund, einen selber oder gar nem anderen Menschen die Zähne eingesetzt hat ?

    Weil Pferde eben auch nicht immer ungefährlich sind, dürfen die normalerweise auch nicht einfach so unangeleint durch die Stadt oder das Dorf laufen. Entweder führt es jemand oder es sitzt jemand drauf.Und auch der reiter bekommt die Schuld, wenn das Pferd austritt und dann gibt es rote Bänder für den Schweif um andere zu warnen. Beine festbinden geht ja schlecht beim Pferd.

    Und der Pferdebesitzer bekommt auch ne Mitschuld, wenn ein Pferdd auf ner Weide jmd verletzt, der einfach zu dem Pferd hinläuft...

    Ist halt die Gesetzgebung, gut finde ich das nicht. Wer gebissen oder getreten wird, weil er / sich nem fremden Tier einfach so nähert ist für mich selber Schuld, auch wenn von dem Tier die Gefahr ausgeht, das es beisst oder tritt. Wer sich in Gefahr begibt...

    Ich gestehe dem Hund durchaus ne gewisse "Gefährlichkeit" zu, ist halt die Frage wie der Halter damit umgeht. Wenn man weiss , der Hund könnte in Situation X beissen, macht man halt nen Maulkorb drauf.

    Ich weiss es nicht, ob es was bringt die Hundesteuer für als gefährlich eingestufte Hunde so hoch anzusetzen, macht es schwieriger für Tierheime solche Hunde zu vermitteln.

  • Ja, aber bspw "ich hoffe, mein Holzdackel wäre noch okay" impliziert auch, dass der diskutierte Vorfall so harmlos und normal für Hunde ist, dass nur ein Holzspielzeug harmloser wäre. Und zwar pauschal.

    Nein. Das ist nur das, was Du da draus machst.


    Der Holzdackel bezog sich auf konstruierte Beispiele, die, wenn man sie als Gang und Gäbe als HH mit einkalkulieren soll und grundsätzlich erwartet, dass ein Hund niemals zubeisst, dann letztlich dazu führen müssten, dass wir allesamt nur noch mit Holzdackeln unterwegs sind. Weil es die gewünschte Sicherheit, dass Hunde niemals beissen, einfach nicht gibt.

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