Nach Angriff Vertrauen zu Hund verloren

  • @Syrus Ich kenn das aus verschiedenen Tierheimen, dass DSH, die nicht wie der klassische HZ DSH aussehen, tatsächlich nicht als Hunde dieser Rasse erkannt werden. Das ist soooo ein Armutszeugnis. :mute:
    Von daher denk ich nicht mal, dass da bewusst ein Risiko eingegangen wurde, Hauptsache der Hund ist vermittelt, sondern dass wirklich keiner einen Plan hatte, was da sozusagen für Potenzial im Zwinger sitzt.

  • OT: Ich weiß gar nicht was ich schlimmer finde ... den Hund erst gar nicht erkennen oder ihn trotz Identifizierung der Rasse unpassend vermitteln.

  • Einen vermutlich reinrassigen LZ DSH

    Eben es ist eine Vermutung von euch.

    Es kann keiner mit Sicherheit sagen, solange der Hund keine Papiere mitgebracht hat.


    Und so lange den Hund als SH-Mix zu vermitteln (gerade weil er als Junghund vermittelt wurde) finde ich das nicht "schlimm", dass das TH das vielleicht gar nicht erkannt hat.

  • Ich finde, das TH hätte erkennen müssen, dass da meinetwegen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein hoher Anteil LZ DSH drinsteckt. Kommt ja nicht drauf an, ob man ihn als reinrassig abgibt oder nicht. Aber da überhaupt keinen Blick dafür zu haben ... puh.


    Aber hätte, hätte ...

  • Einen vermutlich reinrassigen LZ DSH an eine Ersthundehalterin mit Kind abgeben ist einfach nur dämlich und das was jetzt passiert ist war doch vorprogrammiert.


    Die Frau hatte das Kind da doch noch gar nicht. Der Hund ist seit 3,5 Jahren bei ihr und das Kind kann ab September in den Kindergarten, ist also noch 2.

    Das Kind war damals noch nicht absehbar.

  • Unterm Strich ist es vollkommen egal, ob das jetzt Jagd-, Schutz-, Territorial- oder Mobbingverhalten war, das den Hund hat zu packen lassen.

    Es ist etwas, das die TE nicht hat kommen sehen und was sie nicht einschätzen kann/konnte, also ist es vollkommen egal darüber zu streiten, was es letztlich war.

    Denn sebst wenn das Kind einen Namen hat, wird es die TE vermutlich im Alleingang nicht geregelt bekommen. Darum lautet der Rat unabhängig von der Ursache jetzt erstmal Management zur Sicherung zu betreiben und das Ganze dann mit einem Fachmann zusammen anzugehen.


    Dass Tierheime bei Gebrauchshunden und deren Mischlingen nicht immer die qualifiziertesten Entscheidungen treffen, ist nochmal ein anderes Thema.

  • Einen vermutlich reinrassigen LZ DSH an eine Ersthundehalterin mit Kind abgeben ist einfach nur dämlich und das was jetzt passiert ist war doch vorprogrammiert.


    Die Frau hatte das Kind da doch noch gar nicht. Der Hund ist seit 3,5 Jahren bei ihr und das Kind kann ab September in den Kindergarten, ist also noch 2.

    Das Kind war damals noch nicht absehbar.

    Joa, dann war es eben "nur" eine Erst-HH. Finde ich nicht viel besser.

    Natürlich gibt es auch Neulinge die mit LZ DSH klar kommen. Aber die suchen sich so einen Hund ganz bewusst aus und stolpern nicht im TH drüber.

  • So, jetzt komme ich auch mal wieder zum Schreiben. Töchterchen kränkelt etwas und gerade aktuell malt man sich da natürlich die schlimmsten Sachen aus. Sie hat aber kein Fieber, also erstmal Entwarnung :)


    Ich möchte dem Tierheim definitiv nicht die Schuld geben, sondern mir selbst. Ich war damals 22, bin quer durch Deutschland gezogen für eine aussichtslose Liebe, die schon nach kurzer Zeit am Zerbrechen war. Ein Hund sollte also her, aber bitte ein junger, schließlich will man ja selbst erziehen, weil man alles besser weiß. Sie haben mich damals über Schutztrieb und Verhalten vom DSH aufgeklärt. Alles gar kein Problem :mute: Ich habe erst kurz darauf erfahren, dass ich schwanger war, davon haben also weder die TH Leute noch ich selbst etwas gewusst, war auch nicht geplant.


    Kurze Zeit nach Hundis Einzug war der Freund weg und ich stand alleine da. Dieser Hund war meine Lebensaufgabe, ich habe mich so sehr in die Erziehung gestürzt, habe geheult, weil sie als Junghund manchmal so schwierig war und ich so überfordert. Hundeschule, unzählige Bücher gelesen und tatsächlich bin ich daran gewachsen. Sie hat sich so großartig entwickelt, ist so klug und gelehrig, wie schon erwähnt, sie war mein absoluter Verlasshund.


    Nach dem jetzigen Vorfall fühle ich mich wieder wie damals, allein, nichts wissend und ich könnte nur heulen.


    Gestern dann der nächste Schlag: Der Besitzer des verletzten Hundes hat mich angerufen. Sein Hund hätte laut Verhaltensspezialisten eine Posttraumatische Belastungsstörung, er braucht Verhaltenstherapie und Medikamente und ich soll das alles zahlen. Ich bin komplett am Ende, keine Ahnung wie ich mich jetzt verhalten soll. Einerseits kann ich verstehen, dass er das verlangt, aber andererseits kann ich doch jetzt nicht ein Leben lang für diesen Hund verantwortlich sein? Vielleicht lässt er sich auf 50:50 ein. Ich kann mir das alles nicht leisten, schließlich muss ich ja auch noch den Trainer für meinen Hund bezahlen und dann später noch Vereinskosten, das Kind wächst auch wie Unkraut und will ernährt werden :(


    Tut mir Leid, das musste raus.


    Woher kommst du denn? Vielleicht kann dir jemand eine gute SV OG empfehlen.

    Ich wohne ca. 15 Minuten vom Hamburg entfernt. Einen SV hätte ich schon, da ein Bekannter bei einem trainiert und mir zugesagt hat, dass ich, nach Corona, dort auch hinkommen kann.


    Falls allerdings jemand einen Trainer, am besten mit Erfahrung mit Gebrauchshunden, weiß wäre ich für alle Tipps sehr dankbar.


    Maybe hat sich mittlerweile an die Gegebenheiten gewöhnt. Sie akzeptiert den Maulkorb problemlos und auch die Idee mit dem Türgitter war sehr gut. So kann sie zumindest dabei sein. Sie hat die letzten Male beim Gassi gehen nicht mehr auf kleine Hunde reagiert, sondern war wieder ganz normal, vermutlich weil ich durch die doppelte und dreifache Sicherung etwas entspannter war. Ich beschäftige mich wieder mehr mit ihr, wir üben brav UO und ich bin dabei die Teefährte aufzubauen. Nur mit meiner Tochter lasse ich sie nach wie vor nicht zusammen, falls es nämlich wirklich Jagdverhalten oder fehlgeleitetes Beuteverhalten war, habe ich einfach zu viel Angst.

  • Setz dich mal mit deiner Versicherung in Verbindung, die sind für genau sowas da.




    Und mach dich nicht verrückt. Du hast offensichtlich sehr viel richtig gemacht in der Erziehung, sonst wäre Maybe nicht so lange komplett brav und unauffällig gewesen.

    Mit diesem Grundgehorsam sollte es unter entsprechender Anleitung kein Hexenwerk sein das aktuelle Problem in den Griff zu bekommen.

  • Ich weiß jetzt nicht wie das rechtlich genau aussieht, aber ich würde mich da vielleicht mal von einem Anwalt beraten lassen. Dass du die Tierarztkosten des verletztes Hundes übernimmst (was du ja getan hast soweit ich gelesen habe) finde ich selbstverständlich, alles was darüber hinausgeht musst du meiner Meinung nach nicht einfach so zahlen. Gute Trainer sind teuer, das kann also je nach Anzahl der Stunden des Hundes dann echt ins Geld gehen. Ja, es ist ärgerlich, wenn der eigene (kleine) Hund vielleicht wiederholt angegriffen wird und einen das im Training zurückwirft. Kenne ich alles bei meinem. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen das Training dann jemandem in Rechnung zu stellen. Wirkt hier auf mich ein wenig als hätte er mit jemandem geredet und überlegt nun wie er dir noch möglichst viel Geld anziehen kann.

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