Jagen bei Hunden und Katzen

  • Moro darf auch anderswo Nager töten, die ihm begegnen

    So laufe ich nicht durch den Lebensraum einer anderen Spezies. Außerdem sind mir da spontan Feldhamster eingefallen. :(

    Auf dem Grundstück darf mein Hund auch Katzen hetzen, draußen nicht.

  • So laufe ich nicht durch den Lebensraum einer anderen Spezies. Außerdem sind mir da spontan Feldhamster eingefallen. :(

    Auf dem Grundstück darf mein Hund auch Katzen hetzen, draußen nicht.

    Siehste..... das darf meiner nicht, wenn ich es verhindern kann (konnte ich bei Moro bislang immer)


    Bei Ralle und Jean war das schwieriger, die liefen frei auf 86000 qm Grundstück, das kann man nicht überblicken

  • Ich vermute, Zurimor lacht sich schlapp ob der Aufregung, die das provokative Posting verursacht hat. Oder kann man tatsächlich so naturentfremdet sein? So unwissend über Grundbedürfnisse von Caniden und anderen Beutegreifern? würde zumindest so manches konfuse Posting zum Thema Wolf erklären.....


    Die Idee, dass es jagenden Hunden hauptsächlich ums töten gehe und man sie daher mit Mäusen oder Fliegen töten genauso glücklich machen könne wie mit Reh und Fasan ist so realitätsfremd und naiv, dass man aus dem Kopfschütteln nicht raus kommt. Da wird der Hund für dumm verkauft, und die Züchter von Jagdhunden ebenso.


    Das kann man nicht ernst nehmen, das Gefasel

  • Ich brech mal noch ne Lanze für die Mäuse :D:sweet:


    Es gibt doch einige Mäuse die auf der roten Liste stehen oder auf der Vornwarnliste, gerade die Insektenfressenden haben es in diesen trockenen Zeiten nicht leicht, im besonderen einige Spitzmausarten, aber auch einige andere.

  • Ich brech mal noch ne Lanze für die Mäuse :D:sweet:


    Es gibt doch einige Mäuse die auf der roten Liste stehen oder auf der Vornwarnliste, gerade die Insektenfressenden haben es in diesen trockenen Zeiten nicht leicht, im besonderen einige Spitzmausarten, aber auch einige andere.

    Das greife ich gerne mit einen Artikel auf:

    https://www.tag24.de/nachricht…bedroht-stuttgart-1289869


    Nun müsste man halt noch, also als schädlichen Einfluss auf die Population durch Menschen Hundehalter hinzu zählen, die zur Jagdersatzbefriedigung und zur temporären Kontrollierbarkeit die Hunde beim Ausflug mäuseln lassen. Was dem einen sein Balli in der Schnute, ist dann vermutlich für Nordische & Co. die Maus (die echten hündischen Mäusejäger, zur Eindämmung von Ratten- und Mäuseplagen in Stallungen etc., das macht für mich Sinn, immer noch besser, als Gift etc.).

  • Wer dem Hund keine Alternative bieten kann, wo er das Bedürfnis des jagens ausleben darf, anstelle andere Tiere töten zu lassen, dann sollte sich der Halter mal hinterfragen, ob er nicht einfach zu faul ist, um mit dem Hund zu arbeiten.

    Stell Dir mal vor, ich würde bei meinen Beaucis die mitgebrachten Eigenschaften/Passionen recht ursprungsnah ausleben lassen.

    Es ist ja nicht wirklich logisch, dass Jagen einzig allein Vorrang vor anderen herausgezüchteten Rassemerkmalen haben soll oder dass das Jagen an sich das Einzige wäre, was einem Hund einen Kick verschaffen kann.


    Und dann stellte sich für mich die Frage, muss es immer ein Wildtier und/oder was Kleines, also auf jeden Fall unterlegen sein (oder Risiken eingehen erlaubt)? Denn "Klein" ist hier nicht so der Bringer, dann wallt halt nichts gross bei den Hormonen. Würde also nix werden, mit befriedigendem Kick. D.h. so ein mäuselnder Akita im Revier, der wäre ja schon mal so ein richtiger HIngucker für meinen Dicken (für die Kleine auch, sehe sie schon im Geiste die Wangen aufpusten), weit mehr, als ein mäuselnder Nordischer oder ein mäuselnder Fuchs. Ist es wichtig, dass wir genug Tiere von Population haben? Was ist genug und reicht es schon, wenn Bauern es als Schädling betrachten? =)

  • Mir ging es da rein um die Frage, darf ich meinem Hund etwas verbieten und da ist die Antwort definitiv ja, weil sonst kein Hundeleben in dieser Gesellschaft möglich ist. Das Mäuseln ist da für mich eher Nebenkriegsplatz.

    Hatte nie einen Hund, der das wollte, von daher denke ich, würde es auf den Kompromiss, im Haus, ja, im Garten, vielleicht, draußen, nein rauslaufen.

    Wo man wieder bei Doppelmoral wären, in meinem geheiligten Haus, dürfen Mäuse sich nicht frei entfalten, davon ab, haben sie auch ein Recht auf Leben und draußen ist es nicht mein Recht, alles nach Gutdünken zu töten, nur weil ich es kann. Wenn es eine Mäuseplage gibt, gehört ein Konzept her, aber kein dahergelaufener Hund der mal hier und da eine schnappt.

  • Nun, wenn man ehrlich ist, macht doch jeder Unterschiede zwischen Tieren, ich gehe zumindest davon aus, daß jeder seinem Haustier eine Zecke zieht und diese auch, ja, tötet. Die Zecke ist aber ebenso ein Lebewesen wie eine Maus. Die Frage ist doch nicht töten oder nicht töten, sondern wo man die Grenze zieht, und das ist, sofern es nicht gegen geltendes Recht verstößt, eine rein persönliche Angelegenheit. Der Gesetzgeber macht einen Unterschied zwischen Kaninchen und Mäusen, Kaninchen fallen unter das Jagdrecht, Mäuse nicht. Ein Hund, der mäuselt, wildert also nicht. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit das Argument Domestikation bei nicht oder kaum domestizierten Hunden zieht, in meinen Augen eher nicht. Shibas zum Beispiel wurden meines Wissens nach wie Pariahunde gehalten, da ist mit Domestikation eher nicht so viel los. Meines Erachtens nach auch eine recht gute Beschreibung dieses Hundetyps: https://canisindipendicus.blog…rum-urspruengliche-hunde/

    Das fand ich eine rech gute Beschreibung des shibatypischen Wesens und wie diese Hunde in ihrem Ursprungsland mit ihren Haltern zusammenleben (das Video ist leider nicht mehr verfügbar): https://hoellenhunde.tumblr.co…one-of-the-three-traits-a

    Ich find die Argumentation Mäuse auf dem eigenen Grundstück dürfen getötet werden, Mäuse im Wald aber nicht, allerdings auch recht seltsam, da macht man doch noch viel mehr einen künstlichen Unterschied als wenn man sagt Mäuse generell ja, Kaninchen und Rehe nein? Die Maus im Garten unterscheidet ja nicht von der Maus im Wald, außer, daß sie sich aus menschlicher Sicht den falschen Wohnort ausgesucht hat. Ich behandel da lieber alle Mäuse gleich und nicht manche gleicher als die anderen. ;)

    Einem wirklich jagdmotivierten Hund das Verhalten abgewöhnen zu wollen, finde ich doch eher illusorisch, denn der wird sich mit toter Beute nicht zufrieden geben. Für meinen Hund ist ein Dummy zumindest kein Ersatz. Ein recht interessanter Artikel zum Jagdverhalten:

    https://vitacanis.net/3-gruend…halten-belohnen-solltest/

    Die meisten Jagdhundrassen sind selektiert und zeigen nur Teile der Verhaltenskette, die komplette Kette Orientieren – Fixieren – Beschleichen – Hetzen – Packen – Töten – Fressen führen tatsächlich nur relativ wenige Rassen aus. Ich finde schon, daß das für die Art und Wichtigkeit des Jagens einen erheblichen Unterschied mach, deshalb auch meine Anmerkung im Eingangspost, daß das mit einem Golden Retriever oder Schäferhund nicht vergleichbar ist (diese zeigen eben auch nur Teile der Verhaltenskette).

  • Ich hab nicht nur einen sehr jadglich interessierten Hund, sondern auch noch einen der im Wald eine Weile selbst sein Überleben sichern musste. Trotzdem darf sie hier jetzt nicht weiterjagen, auch wenn ihr Augen, Zunge, Herz rausfallen, wenn sie "nur" eine Spur entdeckt. Dafür gibt es ja die Leine und mich.

    Umlenken heißt nicht abgewöhnen. Instinkte sind Instinkte. Die kann man aber für gemeinsamen Jagdersatz nutzen und befriedigen.


    Weiß nicht warum nur nordische Rassen so ursprünglich sein sollen. Hier gibt es definitiv einige Leute, die wissen wie Jagdtrieb ausschaut. Außerhalb des Shibaversums.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!