Tierbestattung
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Mein Seppi ist eingeäschert worden. Zwei Hunde liegen im Garten. Bei ihm konnte ich mir das nicht vorstellen, ihn musste ich wieder bei mir haben. Und das war die beste Entscheidung, weil ich dadurch Mitglied im Forum von Anubis wurde und dort eine Menge Gleich gesinnter gefunden habe, die miteinander trauern und sich trösten. Das kann ein Forum wie unseres nicht in dem Umfang leisten.
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Aber wenn ich mir die heutigen Preise ansehe, habe ich auch nicht wirklich viel Lust, soviel Geld auszugeben. Nur für die Erinnerung an eine Vergangenheit, die ich sowieso nicht an der Asche festmache? Auch wenn die Urnen teilweise wirklich sehr schön sind und ich eine Einäscherung für eine würdevollere Möglichkeit halte als die schnöde Entsorgung durch den Tierarzt.
vorab: ich will dir nichts einreden, ich will nur die Missverständnisse ausräumen:
Auch der beim TA gelassene Hund wird eingeäschert. Der Unterschied: bei Einzeleinäscherung kann man die Asche wiederbekommen und dann selbst begraben. Die Asche aus Sammeleinäscherung wird je nach Unternehmen in Sammelgräbern beigesetzt oder auf freien Flächen verstreut (zumindest bei den beiden hier ansässigen Unternehmen).
Eine Urne muss man nicht kaufen, man kann mit einem eigenen Behälter kommen und die Asche dort einpacken lassen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, der Bestatter wolle mir was einreden um mehr Geld zu verdienen. Als ich sagte, ich möchte keine Urne, haben sie mir nur gesagt, dass ich dann bitte zum Abholen einen Karton mitbringen soll, weil sie die Tüte nicht einfach so rausgeben dürfen.
Es hat für mich einen faden Beigeschmack von: Da will jemand aus der Trauer und den Gefühlen Profit schlagen.
Die verdienen ihren Lebensunterhalt mit einer Dienstleistung. Nicht mehr und nicht weniger.
Wie du auf den "Tausender" kommst, ist mir allerdings nicht ganz klar. So teuer ist es hier nicht. Ich habe gerade mal fix nachgeschaut: beim Tierbestatter meiner Wahl kostet die Gemeinschaftseinäscherung halb so viel wie die Einzeleinäscherung. Die Gemeinschaftseinäscherung ist das was mein TA machen ließe, wenn ich den Hund einfach dort ließe und da käme noch die Abholung dazu. So viel billiger wäre das also gar nicht.
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Also ich glaube nicht, dass ich meine Hunde nach ihrem Tod einfach beim Tierarzt lassen könnte... Für mich wäre es irgendwie ganz schrecklich nicht zu wissen, was mit ihrem Körper dort geschieht.
Dementsprechend habe ich mir vorgenommen, sie selbst ins Krematorium zu bringen. Hier gibt es eines, so in ca. 70-80km Entfernung. Streckenmäßig ist das ja auf jeden Fall zu schaffen.
Aber hoffentlich ist das noch lange hin (Newton ist 6, Hunter 2) aber man weiß ja nie. (Hunter hat letztens einer Hündin Blut gespendet, die dann im Endeffekt doch mit 3,5 Jahren leider verstorben ist...)
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Wenn es soweit ist, würde ich Anju gerne hier bestatten lassen:
Der Abschiedswald liegt genau neben ihrem Lieblingswald und an einem beliebten Wanderpunkt von uns. Außerdem hätte ich dann immer die Möglichkeit, sie zu besuchen.
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Mein Mogli-Katerchen hat im Mai 2019 seinen letzten Platz in meinem Garten gefunden..... Obendrauf steht eine große Zinkwanne mit Blumen, weil ich Angst hatte, irgendwelche Viecher buddeln ihn aus.
Zwei Monate später mußte ich eine geliebte Fini gehen lassen. Auch sie hat einen schönen Platz in meinem Garten bekommen. Bei beiden hat mein damaliger Freund geholfen, die Löcher zu buddeln, und ich hab sie liebevoll auf ihren künftigen Platz gelegt und konnte mich verabschieden. Dann hat er die Erde draufgegeben..... Das war irgendwie der schlimmste Moment..... Da mußte ich dann wieder ein Stückchen mehr loslassen...
Mir hat das unendlich geholfen, die beiden jederzeit besuchen zu können, und zu wissen, wo sie sind, und daß es ihnen jetzt gut geht. Eigentlich wollte ich immer eine Einäscherung, weil das nur ein Mietgarten ist. Aber beerdigen war in dem Moment die naheliegendste Lösung, und ich mußte sie dafür nicht aus der Hand geben. Das hätte ich einfach nicht gekonnt. Und ich wohne jetzt 20 Jahre hier, ich denke nicht, daß ich so bald ausziehen werde ;-)
Fini hab ich ganz lange jeden Abend nach der Arbeit besucht, und viel geweint an ihrem Grab. Wir haben so viel miteinander gelernt, das schweißt zusammen... Das Katerli war eher der geliebte Kumpel vom andren Kater, nichtsdestotrotz war er einfach MEINER - der hat sich mich rausgesucht, und ich hab geheult wie ein Schloßhund, als ich ihn mit nur 8 Jahren gehen lassen mußte...
Für Fini hab ich eine Grabplatte geschenkt bekommen, die meine Tochter hatte anfertigen lassen als Überraschung für mich, da ist ein Bild von Fini als Gravur umgesetzt, ganz groß. Irgendsowas wird das Katerli auch noch bekommen, einfach um die Stelle als Gedenkpunkt zu erhalten....
Was ich aber tun werde, sollte eines der verbleibenden Tiere mal im Winter gehen - wahrscheinlich werd ich das dann echt mit einer Einäscherung machen, nachdems im Winter mit dem Graben schwierig werden dürfte.... Aber ich hoffe, erstmal haben wir noch ein paar schöne Jährchen miteinander..... ;-)
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Ich konnte damals meinen Hund nicht beim TA lassen. Das war emotional für mich keine Option. Ich habe die Tage bis der Hund vom TA damals zur Tierbestattung gebracht wurde am Rad gedreht. Nicht nur weils mir wichtig war das er dort ankommt und einzeln eingeäschert wird, sondern auch hatte ich Panik das ein anderer Hund als meiner dort ankommt. Total bescheuert eigentlich aber in seiner Trauer ist man manchmal bissel gaga.
Ich persönlich finde auch wenn der Hund davon nichts mehr hat, hat man selbst unheimlich viel vom beerdigen/einäschern des eigenen Tiers. Ich verabschiede mich so von meinem jahrelangen Wegbegleiter und erweise ihm so den letzten Liebesdienst. Machen wir ja bei Menschen nicht anders....
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Meine Berta habe ich vom Rosengarten abholen lassen. Sie wurde einzeln kremiert und ich habe mir einige Tage später in Kassel die Asche abgeholt. Eine Urne habe ich nicht vom Rosengarten haben wollen. Die treffen da so gar nicht meinen Geschmack. Ich habe mir von meinem Neffen, der Schreiner ist, eine Holzpyramide aus heller Eiche fertigen lassen. Sie steht nun seit über 2 Jahren bei mir im Wohnzimmer. Wenn nicht ein Bild und das Halsband von ihr daneben stehen würde, würde man gar nicht wissen, dass das eine Urne ist.
Bei meiner Tilde würde ich es anders machen, da ich die Zeit ohne Berta ganz schlimm fand. Ich würde sie selber hinbringen und dann auch gleich wieder mitnehmen. Da Tildchen aber erst 5 Jahre jung ist, hat das hoffentlich noch ganz viele Jahre Zeit.
Ansonsten hoffe ich, dass mir ein lieber Mensch, meine geliebten Vierbeiner als Grabbeigabe mitgibt.
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Aber das ist beim Menschen doch nicht anders. Solange es einen Markt dafür gibt, wird das auch kosten. Ein Bestatter (egal ob Tier oder Mensch) muss genauso seine Miete, Mitarbeiter und sonstigen Ausgaben reinholen.
Klar will jeder leben und möglichst viel Gewinn machen. Der Kunde muss halt aber auch schauen wo er bleibt.
Und gerade im Tierbedarf finde ich die Preise sehr interessant. Hier spielt Emotion eine große Rolle und damit lässt sich auch gut Geschäfte machen.
Jeder kennt die Diskussion über den Preisunterschied von Frauen- und Männerprodukten in Drogerien. Das ist nicht deshalb so, weil Frauenshampoos mehr wert sind, sondern weil die Zielgruppe gewillter ist, mehr Geld dafür auszugeben.
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Auch der beim TA gelassene Hund wird eingeäschert.
Nein, der landet in der Tierkörperbeseitigungsanstalt. Dort wird er zu Seife, Straßenteer, usw. verarbeitet.
Eine Urne muss man nicht kaufen, man kann mit einem eigenen Behälter kommen und die Asche dort einpacken lassen. I
Ich weiß. Für mich ist aber der Preis, den diese Urnen kosten, ein Indiz dafür, dass hier weit mehr verlangt wird, als die Leistung wert ist. Und wo gibt es bitteschön Versandkosten in Höhe von 15 Euro? WO? Ein DHL-Päckchen kostet nichtmal 5 Euro.
Und jetzt sag mir nicht, man kann die Asche auch selbst abholen ...
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Ich habe die Tage bis der Hund vom TA damals zur Tierbestattung gebracht wurde am Rad gedreht. Nicht nur weils mir wichtig war das er dort ankommt und einzeln eingeäschert wird, sondern auch hatte ich Panik das ein anderer Hund als meiner dort ankommt. Total bescheuert eigentlich aber in seiner Trauer ist man manchmal bissel gaga.
Warum gaga? Weiß man doch wirklich nicht. Außer, man ist direkt dabei und verfolgt jeden Schritt.
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