Hund aus dem Tierschutz hat vorne O-Beine
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Die Frau von der Pflegestelle sagte am Telefon, dass er keine langen Spaziergänge mag. Da wurde ich hellhörig und fragte sie, ob er vielleicht Schmerzen wegen der O-Beine hat.
Meine Einschätzung dazu: Schmerzen sind durchaus wahrscheinlich, aber es kann auch (noch) an der allgemeinen Kondition liegen und ggf. daran, dass ihm die Reize einfach zu viel sind. Die Hunde müssen sich ja oft an das neue Umfeld gewöhnen, das ist für sehr viele Auslandshunde schon anstrengend genug.
Besagte Schäfermixhündin kam mit massivem Übergewicht zu mir. 46-47 kg hatte sie auf den Rippen, Kondition quasi null. Die war nach 20 Minuten entspanntem Dahinschlendern (!) völlig k.o., weils der Körper einfach nicht gewohnt war und sie durch ihre Vorerkrankungen plus das Übergewicht natürlich auch Schmerzen hatte. Vom Kopf her hätte sie sicher noch mehr gewollt, das hat man ihr angesehen. Wir sind dann statt 3x täglich 20 Minuten eben 5-6x täglich 20 Minuten spazieren gegangen, so konnte Masha langsam Kondition aufbauen und hat trotzdem was von der Umgebung gesehen. Nach Bedarf haben wir dann auch Pausen eingelegt.
Jetzt hat sie gesunde 32 kg, mehr Kondition und macht auch mal 2-3 km am Stück mit, ohne danach völlig kaputt zu sein. Und durch die Dauergabe von Schmerzmitteln bewegt sie sich jetzt auch richtig, richtig gerne, die tobt auch mit meinem jüngeren Rüden durch den Garten.
Für so kleine Zwerge kann man sich ja einen Tragerucksack o. Ä. holen und dem Zwerg dann eine Pause anbieten (oder ihn heimtragen). Bei meiner Dicken war das schon schwieriger
Du lernst den Kleinen ja erstmal kennen. Warte mal ab, wie er sich im echten Leben so zeigt und ob dir in Bewegung nicht schon ein paar mehr Unstimmigkeiten auffallen. Noch ist ja nix in trockenen Tüchern.
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Hi
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Vielen Dank für eure Antworten.
Nun bin ich auf jedenfall sensibilisiert. Klar ist mir bewusst, dass ich Tierarztkosten einplanen muss. Aber wenn ich vor der Anschaffung weiß, dass zudem ggf physio etc erforderlich ist, muss man es sich gut überlegen.
Aber was heißt „mit dem Verein einigen“?
Die Frau von der Pflegestelle sagte am Telefon, dass er keine langen Spaziergänge mag. Da wurde ich hellhörig und fragte sie, ob er vielleicht Schmerzen wegen der O-Beine hat. Sie ist der Meinung, dass es noch ausbaufähig ist und am schlechten Futter liegt 🤷🏻♀️
Die kleinen Spaziergänge sind mir auch aufgefallen. Finde ich ungewöhnlich für einen kleinen Hund in dem Alter.
So eine Fehlstellung kann man sicher nicht mehr mit gutem Futter korrigieren! Es kann aber schon sein, dass er mit entsprechender Behandlung noch fitter wird. Mit "einigen " meinte ich, dass zumindest eine Diagnostik gemacht und vielleicht ein Teil der laufenden Kosten übernommen wird.
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Was hat der Hund denn sonst für Untersuchungen?
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Mit „einigen“ ist vermutlich gemeint, dass Du Dir die Zusage für Beteiligung an den Tierarztkosten oder einen Nachlass bei der Schutzgebühr geben lässt. Bei Ersterem würde ich zu bedenken geben, dass das nur was nützt, wenn es den (recht jungen) Verein dann noch gibt.
Eine weitere Möglichkeit wäre, jetzt auf Vereinskosten eine umfangreiche Diagnostik zu erbitten, nach der Du zumindest schon einmal im Ansatz abschätzen kannst, was auf Dich zukommt. Bei beidem riskierst Du halt, dass der Hund zwischenzeitlich anderweitig vermittelt wird.
Wenn das wirklich eine auf Mangel- oder Fehlernährung zurück zu führende Rachitis ist, dann wirst Du da nicht mehr viel mit Ernährungsumstellung rausholen. Wobei gescheite Ernährung und guter Muskelaufbau natürlich bei der Stabilisierung helfen können.
Diesen Hund mit dem Bewusstsein zu übernehmen, was an Kosten folgen könnte, setzt schon sehr viel tierschützerisches Engagement voraus. Wenn Du das in diesem Bewusstsein wirklich willst und stemmen kannst: Go for it und ich finde es toll
Überlege es Dir halt gut.
Ich rufe mal McChris , vielleicht hat sie noch einen Gedanken dazu, was man da mit gezielten Aufbau der Muskulatur machen und überhaupt erreichen kann.
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Vergiß mal schnell den Verein als Hilfe. Wenn die dir erzählen, dass mit Futter da was zu machen ist, dann haben die schlicht keine Ahnung.
Wenn du bereit bist und es dir leisten kannst tausende Euros in den Hund zu stecken und du es vom Gemüt ab kannst über Jahre einen mehr oder weniger leidenden Hund zu begleiten, dann nimm ihn.
Wenn du bei nur einem Punkt ins Grübeln kommst, dann laß es lieber.
Rein nach den Bildern zu urteilen scheint der Hund eine Großbaustelle zu sein.
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Das ist keine Rachitis und ist auch nichts was man mit Fütterung in dem Alter wieder hinbekommt. Im Junghundalter, ja, aber nicht mehr mit 7. Der Hund hat vermutlich einen frühzeitigen Wachstumsfugenschluss bzw unterschiedliches Längenwachstum bei Elle und Speiche (hier ist die Elle zu lang, darum Varusstellung/O-Beine). Ja, das kann dann eine Stufenbildung im Ellenbogengelenk oder Karpalgelenk geben. Aber wie schon hundert mal geschrieben, durch das geringe Gewicht, kommt der damit bestimmt noch lange Zeit gut klar wenn man den päppelt.
Dass der grad nicht lange laufen will, kann an der Kondition liegen und er muss auch erst mal ankommen. Bestimmt findet er alles erst mal gruselig.
Muskelaufbau würde ich mir zeigen lassen. Normales Laufen wird dem schon gut tun und dann später rauf auf die Balanceboards und vielleicht ein bisschen Cavaletti.
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Ich rufe mal McChris , vielleicht hat sie noch einen Gedanken dazu, was man da mit gezielten Aufbau der Muskulatur machen und überhaupt erreichen kann.
Das macht man nicht ohne tierärztliche Diagnose. Man kann da mal mitsuchen, wenn sich diagnostisch nichts finden lässt, aber bei dem Kerle ist ja noch gar nichts gelaufen.
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Noch eine Anmerkung aus einer anderen Sicht als der rein Gesundheitlichen: Auf der Seite des Vereins findest Du unter „Die Tierheime“ Informationen dazu, wo das Kerlchen vermutlich herstammt. Das zweite Tierheim hört sich von der kurzen Beschreibung her durchaus ähnlich einem deutschen Tierheim an. Das erste Tierheim hat ein anderes Konzept, da geht es um Übernahme aus Massen. Die Hunde leben dort ganz anders als es hier vorstellbar ist. Entsprechend kann es (wenn er daher kommt) durchaus Startschwierigkeiten beim Leben als Einzelhund - soll er den. Einzelhund werden? - in Deutschland geben. Die sich auf der Pflegestelle, wo er innerhalb einer schon festen Struktur unter anderen Hunden als „Mitläufer“ leben kann - so nicht absehbar sind. Ich würde auch nochmal fragen, was zu seiner Herkunft bekannt ist.
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Zumal die Kleinen da wie gesagt hart im Nehmen sind und das oftmals wirklich lange lange verstecken bevor man das überhaupt mitbekommt. Da muss das schon ganz arg sein.
Ach, und weil sie das besser verstecken als z. B. die Großen, macht es das automatisch besser? Wie hab ich das zu interpretieren?
Schmerzen sind Schmerzen. Egal wie groß das Tier ist, egal wie sehr es das zeigt - kein Tier sollte Schmerzen erleiden müssen. Aus welchen Gründen auch immer.
Danke dir für diese Worte! Habe etwas schlucken müssen, wie einige User Schmerzen beim Kleinhund bagatellisieren - weil er halt agiler humpelt als in grosser schwerer Hund, tut es ihm weniger weh?
Ich fände es schlimm, wenn jemand nach solchem Zuspruch den Hund gutgläubig nimmt, und der hat lebenslang Schmerzen, die als "gut kompensiert" verniedlicht werden und daher unbehandelt bleiben.
Ich würde da auch vor der Übernahme ein fachärztliches Gutachten haben wollen. Verkauft der Verein den Hund als "gesund"?
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Vielen Dank für eure Antworten.
Nun bin ich auf jedenfall sensibilisiert. Klar ist mir bewusst, dass ich Tierarztkosten einplanen muss. Aber wenn ich vor der Anschaffung weiß, dass zudem ggf physio etc erforderlich ist, muss man es sich gut überlegen.
Aber was heißt „mit dem Verein einigen“?
Die Frau von der Pflegestelle sagte am Telefon, dass er keine langen Spaziergänge mag. Da wurde ich hellhörig und fragte sie, ob er vielleicht Schmerzen wegen der O-Beine hat. Sie ist der Meinung, dass es noch ausbaufähig ist und am schlechten Futter liegt 🤷🏻♀️
Bei solchen Aussagen der Pflegestelle, würde ich befürchten dass sie das Alter genauso "qualifiziert" geschätzt haben.
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