Überfordert mit Viszla Rüden
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Ob er den Hund abgibt oder nicht, muss der TE entscheiden. Ich finde 10 Stunden HuTa besser als 10 Stunden im Büro versauern, ehrlich gesagt. Und meine Hunde sind jetzt auch sehr menschenbezogen, gerade Hunter. Aber klar, wenn es natürlich jeden Tag ist mit der HuTa ist das sicher auch was Anderes.
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Puh, also bei so einem Tagesprogramm wären mir meine Hunde wohl auch um die Ohren geflogen. In dem Alter verknusen gerade diese Arbeits-Hund-Sensibelchen jeden neuen Reiz extrem schlecht. Dein Hund bräuchte vermutlich erst Mal einen Ort, an dem er ausschlafen kann. Also wirklich nix passiert und er schlafen, schlafen, schlafen kann. Ohne irgendeinen Außenreiz.
Meine erwachsenen Hunde würden mit so einem Tagespensum schon langfristig nicht klarkommen. Bei einem jungen Hund stelle ich mir das nicht machbar vor.
Da ist es logische Konsequenz, dass die Erziehung nicht klappen kann. Der Körper läuft auf Notmodus. Permanent. Der Hund kann gar nichts lernen in diesem Zustand.
So was sollte ein Trainer eigentlich sehen und einschätzen können. Mir scheint, Du bist da an jemanden geraten, der mit so einem Hundetyp nicht umgehen kann.
Ich würde Dir raten einen neuen Trainer zu suchen, der wirklich Ahnung von der Rasse hat und da zumindest eine erste Beratung zu investieren, damit man mal schaut, ob und wie das mit Euch beiden gehen kann. Vielleicht ist Dein Leben tatsächlich schlichtweg nicht für so einen Hundetyp geeignet. Dann wäre es tatsächlich gut für alle Seiten, wenn der Hund ein passendes Zuhause finden könnte. Vielleicht geht es aber auch doch und Dir fehlte bisher schlicht die passende Anleitung.
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Ob er den Hund abgibt oder nicht, muss der TE entscheiden. Ich finde 10 Stunden HuTa besser als 10 Stunden im Büro versauern, ehrlich gesagt. Und meine Hunde sind jetzt auch sehr menschenbezogen, gerade Hunter. Aber klar, wenn es natürlich jeden Tag ist mit der HuTa ist das sicher auch was Anderes.
Was heißt denn im Büro versauern?
Das ist doch nicht anderes, als zu Hause auch. Der Hund liegt halt da rum und döst. Macht mein Hund auch den ganzen Tag. Auh schonmal 10 Stunden am Stück mit einmal vor der Haustür pinkeln und wieder rein. Da sehe ich gar kein Problem, wenn der Hund diese Situation eben kennt und dort nicht mehr ständig aufdreht.
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Danke Dir. Als Ersatz fürs Jagen nutze ich derzeit die Reizangel, was er auch total gerne macht.
Wie nutzt du die denn?
Mann kann eine Reizangel sinnvoll nutzen...oder den Hund auch einfach nur sinnlos pushen.
Ich möchte das Thema nochmal aufgreifen, weil ich es wichtig finde. Es gibt so dermaßen viel, was man mit der Reizangel falsch machen kann. Gerade auch noch bei einem überdrehtem impulsiven Jungspund. Das sehe ich hier vorort auch leider recht oft, die meisten Leute, die es hier nutzen, pushen ihren Hund mit der Reizangel höher und höher und wundern sich dann, dass er entweder überdreht oder total erschöpft kennt. Und nichts dazwischen.
Gut aufgebautes Reizangeltraining arbeitet mit ganz viel Konzentration, Impulskontrolle und präzisem Timing bei Hund und Mensch und ist ungleich anstrengender für beide als die üblichen Hetzspielchen. Ich kenne die Theorie, aber würde trotz mehreren Jahrzehnten Hundeerfahrung das beim Einstieg mit einem neuen Hund immer mit Beobachtung und Anleitung durch einen Trainer machen.
Auch für gute Dummyarbeit gilt übrigens, dass da ein ganz präziser Aufbau und viel Konzentration nötig ist. Da kann vielleicht Lalaland was dazu schreiben. Es ist überhaupt nichts gegen spaßige, auch teils mal ambitionierte Apportspielchen mit Hund einzuwenden (habe ich mit meiner Althündin viele Jahre gemacht und gute Erfolge gehabt). Aber einen ambitionierten Jäger lastet man alleine damit nicht aus, da brauchts die richtige „Arbeit“.
Wie machst Du beides genau, wie ist der Aufbau? Trainierst Du im Verein oder frei Nase?
Bei Eurem Hundeschultraining, gehts da überwiegend oder nur um die klassische Unterordnung, oder gehts da auch um andere Themen? Trainiert Ihr über Leckerchen oder Spielbelohnung?
Als positiven Ausblick
Ihr seid aber gerade auch mit einem Jungrüden einer eher hibbeligen Rasse im Alter von 11 Monaten auch in einer echt anstrengenden Phase, das bleibt nicht so.
Zu Deiner Erschöpfung: Wie lange arbeitest Du denn und wie viel Zeit hast Du fürs Regenerieren? Deine Beiträge hören sich so an, dass Du die Hundehaltung gerade weit mehr als anstrengend den als entspannend empfindest. Gibts da in Deinem Alltag irgendwelche Stellschrauben, an denen Du drehen kannst? Möglichkeiten, etwas Anstrengung los zu werden und Entspannung zu fördern? Was macht Dir Spaß und gute Laune?
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Ob er den Hund abgibt oder nicht, muss der TE entscheiden. Ich finde 10 Stunden HuTa besser als 10 Stunden im Büro versauern, ehrlich gesagt. Und meine Hunde sind jetzt auch sehr menschenbezogen, gerade Hunter. Aber klar, wenn es natürlich jeden Tag ist mit der HuTa ist das sicher auch was Anderes.
Was heißt denn im Büro versauern?
Das ist doch nicht anderes, als zu Hause auch. Der Hund liegt halt da rum und döst. Macht mein Hund auch den ganzen Tag. Auh schonmal 10 Stunden am Stück mit einmal vor der Haustür pinkeln und wieder rein. Da sehe ich gar kein Problem, wenn der Hund diese Situation eben kennt und dort nicht mehr ständig aufdreht.
Naja, in der HuTa hat er da schon mehr Ansprache. Kann regelmäßig raus, sich die Beine vertreten. Mal mit anderen Hunden laufen. Ich hatte beide Hunde schon bei achtstündigen Seminar-Veranstaltungen dabei. Das ist schon ätzend für die Hunde. Klar, es gibt eine Mittagspause wo man kurz mal mit ihnen raus kann... Aber ansonsten liegen sie unterm Tisch und pennen. Das geht mal, logo. Aber jeden Tag? Wäre bei mir echt ein No-No.
Ich gebe meine Jungs mittlerweile auf jeden Fall in die Pension, wenn ich solche Veranstaltung habe. Genauso wie Newton in die Pension geht, wenn ich mit Hunter auf ein verlängertes Trümmer-Wochenende gehe. Aber ich bin da vielleicht auch einfach anders gestrickt.
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Ich bin GF einer Agentur und arbeite sehr viel. Ich habe seit 2003 immer 2 Hunde, die mich täglich ins Büro und stellenweise auf Geschäftsreise begleiten. Die Position, Verantwortung, Arbeitszeiten etc. im Beruf, und dann noch die Verantwortung für einen Hund... da sind schon viele daran gescheitert, oder überlassen die Versorgung ihrem Partner.
Das ganze allein zu bewerkstelligen, das muten sich eher wenige zu, weil es sehr anstrengend werden kann.
Gerade in der Anfangszeit und als Hundeanfänger, macht man schnell viel falsch, dann läuft es nicht wie vorgestellt und schon ist man mit dem Hund überfordert.
Es ist nämlich nicht einfach und kann je nach Pensum wirklich ans Eingemachte gehen.
Viele haben nach 10-12 Stunden Job einfach keine Energie mehr, noch mit dem Hund raus zu gehen, zu trainieren etc. Ich weiß das nur zu gut. Hier und da fehlt es an Energie, an Schlaf, der Kopf ist woanders etc. - es muss jeder für sich entscheiden, ob ein Hund und das tägliche doing für die nächsten 10-15 Jahre wirklich machbar ist - und zwar lebenswert machbar für beide Seiten.Da müssen persönliche Befindlichkeiten hinten angestellt werden. Die Hunde haben "Rechte" wie täglich mind. 2 Stunden Bewegung, artgerechte Beschäftigung etc.
Für meine Hunde (und mich) wäre eine tägliche 10 Stunden Unterbringung in einer Huta fast schon Folter. Ich kann deine Not verstehen, aber das Problem lösen wird es auf Dauer nicht. Du wolltest den Hund ja ins Büro mitnehmen und nicht fremd betreuen lassen.
Ob dein Hund über- oder unterfordert ist, kann eigentlich nur ein weiterer Hundetrainer vor Ort richtig beurteilen.
Aber das Tagesprogramm hört sich für einen jungen Hund schon deutlich zu viel an. Viele meinen ja, dass Gruppenhaltung in einer Huta absolut notwendig ist, aber leider ist nicht jede Huta so gut geführt. Die Realität sieht ganz anders aus.
Es wird ja gerne immer zu viel gemacht, als zu wenig, weil Beschäftigung, Erziehung & Co. - niemand will etwas verpassen und genau da passieren oft die Fehler. Es wird gern vergessen wie wichtig Ruhephasen für ein ausgeglichenes Wesen sind und das man einfach mal das Zusammenleben mit dem Hund genießt. Ganz ohne Zwang, ob der Hund jetzt etwas lernt.
Vielleicht wäre hier ein Trainer von Vorteil, der sich mit der Rasse auskennt. Ein Viszla ist nunmal kein Standard-Begleithund. Vielleicht ist die aktuelle Trainerin damit überfordert, oder meint es einfach gut, aber nicht auf die Rasse bezogen. Ein rassekundiger Trainer, Züchter oder Halter wäre hier evtl. der bessere Ansprechpartner.zum Thema Büro:
Im Büro ist für mich natürlich Ruhe und ein gesittetes Benehmen wichtig. Man selbst muss telefonieren, konzentriert arbeiten, meetings etc.
Ein ständig fordernder und jammernder Hund ist da einfach nicht machbar. Angepasstes Verhalten im Büro muss natürlich erlernt werden. Für meine Hunde ist im Büro der Kennel unverzichtbar. Vielleicht wäre das eine Überlegung wert. Das Training hierzu kann zu Hause begonnen werden und wenn das Grundprinzip verstanden ist, kann der Kennel ins Büro gestellt werden. Danach kommt der Hund stundenweise mit ins Büro. Am Besten zu Zeiten ohne Termine, mit einem kleinen Trainingsplan und was dein heutiges Ziel sein soll.
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Was heißt denn im Büro versauern?
Das ist doch nicht anderes, als zu Hause auch. Der Hund liegt halt da rum und döst. Macht mein Hund auch den ganzen Tag. Auh schonmal 10 Stunden am Stück mit einmal vor der Haustür pinkeln und wieder rein. Da sehe ich gar kein Problem, wenn der Hund diese Situation eben kennt und dort nicht mehr ständig aufdreht.
Naja, in der HuTa hat er da schon mehr Ansprache. Kann regelmäßig raus, sich die Beine vertreten. Mal mit anderen Hunden laufen. Ich hatte beide Hunde schon bei achtstündigen Seminar-Veranstaltungen dabei. Das ist schon ätzend für die Hunde. Klar, es gibt eine Mittagspause wo man kurz mal mit ihnen raus kann... Aber ansonsten liegen sie unterm Tisch und pennen. Das geht mal, logo. Aber jeden Tag? Wäre bei mir echt ein No-No.
Ich gebe meine Jungs mittlerweile auf jeden Fall in die Pension, wenn ich solche Veranstaltung habe. Genauso wie Newton in die Pension geht, wenn ich mit Hunter auf ein verlängertes Trümmer-Wochenende gehe. Aber ich bin da vielleicht auch einfach anders gestrickt.
Versauern ist bei mir was anderes. Die Hunde sind den ganzen Tag mit mir zusammen. Für beide Hunde ein wichtiger Punktl. Zur Beschäftigung zwischendurch gibt es kleine Suchspiele, toben dürfen sie im Hof, oder im Besprechungsraum. Mittags geht es rüber aufs Feld. Tagsüber wird geschlafen, miteinander gespielt, die Kollegen mal gestalkt
versauern ist eher etwas, wenn der Hund unwahrscheinliche 10 Stunden unterm Tisch liegt und nur atmen darf. In einem ganztägigen workshop sieht das natürlich anders aus. Da fehlt aber auch die individuelle Freiheit und die anderen Teilnehmer sähen es bestimmt nicht gern, wenn sie mal für 20 Minuten Pause machen müßten, weil ich den Hunden schnell nen Futterball vorbereite.
Man kann den Hund ebenso gut wie schlecht im Büro, als auch in einer Huta/Pension unterbringen. -
Es geht hier auch gar nicht grundlegend um Büro vs. HuTa, sondern eher um die individuelle Betrachtung. Ist für diesen Hund das eine oder das andere besser geeignet.
Es ist menschlich dass jeder das "verteidigt" was für ihn, seinen Hund und sein Leben eine gute Lösung ist, aber von sich auf andere zu schliessen ist selten zutreffend.
Nicht jeder Hund eignet sich für einen regelmässigen Besuch in einer HuTa, es sei denn es ist eine wirklich sehr gut geführte in der explizit auf die Bedürfnisse des einzelnen Hundes eingegangen wird, was aber richtig kosten dürfte (und darf). Und selbst dann dürfte es genügend Hunde geben für die das einfach nichts ist.
Und nicht jeder Hund eignet sich für einen Alltag im Büro. Und auch wenn bedarf dieses einer angemessenen Eingewöhnungszeit. Oftmals scheitert es genau daran! Es gibt ein steifes Gerüst das da lautet Daily Business, Kollegen, Vorgesetzte, Räumlichkeiten, etc. - und das muss passen, sonst klappt das nicht.
Die derzeitige Lösung ist keine gute Lösung für den/die TE und Hund, soviel ist klar - aber mehr halt auch nicht.
Ich denke der Rat sich einen neuen Trainer* zu suchen der die entsprechende Rasseerfahrung mitbringt dürfte Stand jetzt der vielversprechendste sein.
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Hallo Zusammen,
ich bin gerade überwältigt, dass ihr so schnell und ausführlich geantwortet habt. Ich werde mich in Ruhe dadurch lesen und entsprechend Rückmeldung geben. Was ich in jedem Fall mitnehme ist, dass ich mich auf die Suche nach einem anderen Trainer mache, der auch einmal den Tagesablauf durchleuchtet, bevor weiter trainiert wird.
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Wie hier schon mehrfach erwähnt wurde, ist das Tagespensum für so eine Rasse viel zu viel.
Ich kann dir ja mal beschreiben, wie ich das mache unter der Woche, ich hab hier gerade einen 6 Monate alten Junghund Weimaraner sitzen.
Wir stehen morgens auf, dann gehen die Hunde kurz in den Garten. Danach Frühstück, kurz nochmal raus 10 Minuten. Danach wird um halb 8 ins Büro gefahren. Und da schlafen sie dann erstmal bis 12 oder beschäftigen sich selber.
Mittags kurz raus zum lösen. Die Nachmittage verbringen sie entweder grösstenteils im Auto oder gehen mit mir in den Wald. Aber auch da müssen sie meist auf ihrer Decke bleiben und warten, wenn ich arbeite.
Das allein reicht den Hunden eigentlich schon, um nach Feierabend müde zuhause einzuschlafen.
Hunde brauchen nicht den ganzen Tag Halligalli.
Die Reizangel ist ein wunderbares Hilfsmittel für viele Dinge. Falls du sie aber zum "auspowern" sprich Hetzen nutzen solltest, würde ich das sehr schnell sein lassen. Du pusht deinen Hund nur noch mehr hoch.
Ich würde dir empfehlen, mach hin und wieder mit deinem Vizsla konzentrierte Nasenarbeit. Und wenn es nur 10 Minuten alle zwei Tage sind, bringt es dir und dem Hund wesentlich mehr, als 5 normale Spaziergänge zusammen.
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