Mehrhundehaltung - zwischen Vorstellung und Realität

  • Der größte Nachteil ist in meinen Augen definitiv die Flexibilität und Mobilität.

    Mal eben spontan eine FeWo oder gar ein Hotelzimmer finden, wird schwieriger. Wenn das Auto kaputt ist, ist es halt nix mit mal eben einen Leihwagen nehmen und eine Stoffbox hinten reinstellen. Und ich habe zwar sehr nette Freunde, die vermutlich auch bei 30 Hunden (sofern unkompliziert und das sind meine Gott sei Dank) sagen würde "Joa, komm halt her und geh ins Gästezimmer". Aber es ist natürlich mit mehr Aufwand verbunden. Und sei es nur, dass man gefühlte zigtausend Handtücher braucht, um ein paar Tage lang den Hunden die Pfoten vor der Tür sauber zu machen.


    Und da ist der zweite riesige Nachteil. Putzen. Pfoten sauber machen vor der Haustür, gefühlt ständiges saugen und wischen....der Putzaufwand steigt einfach definitiv linear mit.

  • Ich selbst habe aktuell zwei Hunde. Für mich eine gute Kombi aus kleiner und größerer Hund und für jede Hand einen. Manchmal hab ich noch den Hund meiner Schwester hier dann gehen die beiden Cocker zusammen auf einer Seite und der Springer auf der anderen. Funktioniert gut aber ich weiß nicht ob ich auf Dauer so viele Hunde gerne hätte.

    Ich bin momentan Single also muss ich alles was meine Hunde betrifft selbst regeln.

    Einerseits ja ich würde Hunde sammeln (wenn ich den Platz hätte) weil es so viele tolle gibt andererseits muss man ihnen auch irgendwie gerecht werden und jedem einzelnen Hund selbst noch dazu.

    Bevor ich meine beiden Mädels hatte, haben wir als Familienhunde immer nur die Einzelhaltung gehabt. Aber da war ja immer wer daheim weil entweder Schichtdienst meiner Eltern oder wir Kinder nach der Schule.

    Ich denke hier bleiben es immer mind. 2 Hunde für mich selbst außer ich habe mal einen Partner mit Hund (mein Denken gemeinsam alleine daheim sein ist schöner als alleine).

    Wobei ich glaube Bailey hätte auf den zweiten Hund hier verzichten können außer ihren Bruder der immer mal da ist xD

    Und ich glaube Bailey würde mich "hassen" wenn ich noch einen Hund abschleppen würde mit dem sie mich teilen muss.

    Kann sein, dass ich es zu sehr vermenschliche mit diesem Denken aber ich hätte da glaube ich meinen Hunden ein schlechte Gewissen gegenüber wenn ich aufstocken würde.

    Also würde ich das von den eigenen Hunden immer abhängig machen ob mehr gehen würde oder nicht. Man kennt ja seine eigenen Hunde und kann das einschätzen.


    Die Kombi aus zwei Hündinnen mit Altersunterschied von 2,5 Jahren funktioniert hier im Großen und Ganzen gut außer wenn die Hormone während der Läufigkeit mal hochdrehen :tropf:

    Rüde + Hündin intakt könnte ich hier aufgrund der fehlenden Trennung nicht machen. Also entweder zwei Mädels oder zwei Jungs.

    Hier wird wohl erst der nächste Hund einziehen wenn eins meiner Mädels mal nicht mehr ist. Und das dauert ja noch hoffentlich tausende von Jahren :D

    Und was mit ggf. Kinderplanung usw sich dadurch ändern könnte weiß ich momentan ja noch nicht.

  • Aktuell leben hier drei Hunde, zwei Rüden, eine Hündin


    Es funtkioniert, es gibt in der Gruppe keine Probleme, aber künftig würde ich es nicht mehr wollen.

    Hier steht die Minimierung an. Künftig maximal zwei Hunde vielleicht wechsel ich auch dauerhaft ins Ein-Hunde-Lager.

    Ich habe einfach gern Hunderassen für den Sport und das ist einfach eine zeitaufwändigere Beschäftigung. Es funktioniert mit zwei Hunden gut, der eine aktiv im Sport, der anderen im Seniorenteil... mit Hund drei funktioniert es nur noch, weil Mann sich auch einbringt.

    Ich habe einen mittlerweilen Vollzeitberuf, weitere Verpflichtungen und auch andere Hobbys, denen ich gerne nachgehen will und es wäre auch einfach mal schön, nicht die Hälfte des Lohns jeden Monat in Futter, TA und Hundequipment zu stecken.


    Mehr als zwei Hunde der von mir bevorzugten Rasse so zu halten, dass es meinen Ansprüchen an Haltung und Auslastung genügt, empfinde ich in meiner Situation einfach als anstrengend und für mich nur mit vielen Kompromissen machbar und da bin ich einfach an dem Punkt, an dem ich diese in Zukunft nicht mehr eingehen möchte.

    Deshalb wird hier die Hundezahl künftig schrumpfen.

  • Mich würde interessieren, was für EUCH die optimale Rudelzusammenstellung ist und ob ihr mit der Konstellation eurer Hunde zufrieden sein. Würdet ihr theoretisch lieber minimieren oder sogar noch gerne aufstocken? Wenn ja, welche Faktoren spielen da eine Rolle? Zeit? (...)

    Bei mir war die "optimale" Rudelkonstellation die erste Vierergruppe, die ich hatte. Das lag einfach an den richtig gut zueinander passenden Hunden, am Erziehungsstand der bereits vorhandenen bei Einzug eines Neuen, und vermutlich war tatsächlich auch Glück dabei, als ich die Hunde ausgesucht habe.

    Mit meiner ersten Hündin Maya hatte ich ein Jahr lang in einer WG mit anderem Hund gelebt. Als wir da ausgezogen waren, hat Maya spürbar der Zweithund gefehlt, ich hatte nichts dagegen, also zog ein zweiter ein. Der dritte Hund kam zwei Jahre später und war ein jahrelang gehegter Rassetraum in meiner Traumverpaarung, da habe ich nach reiflicher Überlegung "ja" gesagt. Und der vierte Hund, wieder zwei Jahre darauf, war einer meiner Trainingshunde im Tierheim, dem es dort gar nicht gut ging, Vermittlungschancen so gut wie nicht vorhanden, wir hatten uns ineinander verliebt, und meine anderen drei Hunde mochten ihn auch. Also war er fortan meiner.


    Faktoren, die meine Entscheidung beeinflussen: Zeit, um jedem Hund mit seiner Beschäftigung gerecht zu werden, und mittlerweile auch dazugekommen: eigene Nerven/ Energie. Mein kleiner Rumäne ist chronisch krank, und mittlerweile 8 Jahre tägliche Sorgen und Pflege haben echt Spuren bei mir hinterlassen. Darum denke ich momentan, dass es sich bei mir eher bei zwei Hunden einpendelt - mal sehen, wie es irgendwann ist, wenn ich mal wieder mehr "Freiheit" rund um die Hunde spüre. Die Viererbande war halt auch was besonderes in ihrer Kommunikation untereinander, das habe ich bei weniger Hunden so nicht erlebt.


    viele Hunde kurz nacheinander gehen zu lassen

    Das ist mir auch bei Hunden passiert, die jeweils drei Jahre Altersabstand hatten - innerhalb eines Jahres haben sich da Hunde im Alter von 11, 14 und 17 Jahren verabschiedet (nur die 17jährige altersbedingt). Die Wahrscheinlichkeit, mehrere Hunde innerhalb kurzer Zeit gehen lassen zu müssen, erhöht sich halt leider auch bei einer größeren Anzahl von Hunden.

  • Hier wohnen "2,5" Hunde ;-)

    Soll heißen: Casha und Hermann sind meine... meine Eltern (im gesetzten Alter von 72 und 78 Jahren) haben sich vor 6 Monaten wieder einen Hund geholt (8 Jahre, also kein Welpe). Wir wohnen und leben als Großfamilie mit 3 Generationen.
    Voraussetzung für Sherin war selbstverständlich, dass ich im Fall des Falles (im Alter meiner Eltern kann ja immer mal was sein) das Plüsch übernehme/versorge.

    Hauptaufgabe war und ist, dass das Mädchen sich gut in mein kleines Team einfügt. Sie ist schon jetzt immer mal wieder einfach nur mit "uns" Gassi oder kommt mal so zwischendurch ohne Grund für eine Stunde in meine Wohnung. Vielleicht liegt es daran, dass sie nicht wirklich mir "gehört" und die Situation eine besondere ist. Aber ich für mich (!!) merke, dass mehr als 3 Hunde für mich nicht perfekt sind. Ich fühle mich damit nicht wohl oder rund oder sowas in der Art.

    Zwei Hunde.. läuft. Ist auch schön, aber ein dritter.. nun ja.. ICH brauche (!) das glaube ich für mich nicht wirklich.
    Nicht falsch verstehen: es läuft gut. Die Zwerge laufen offline, kommen auf Rückruf, alle meine drei sind leinenführig, pöbeln bei Hundebegegnungen nicht, ignorieren Radfahrer, Jogger, gröhlende Kinder ect pp.

    Aber generell jeden der drei im Auge zu haben (nicht nur beim Gassi: wie ist der Output, wie geht es Hund X in Situation Y, wer braucht was und wie muss ich bei welchem Hund wie agieren....) finde ich schon anstrengend für mich.

    Gut.. zugegeben: drei Hunde, drei Rassen, drei absolut unterschiedliche Typen mit unterschiedlcihen Bedürfnissen, Anforderungen.
    Selber schuld :rolling_on_the_floor_laughing:
    (zu meiner Entschuldigung soll gesagt sein, dass jeder Hund hier aus unterschiedlichen Beweggründen in die Familie zog... da passte halt der "bekannte Hundetypus" schlicht nicht ungedingt)

  • Ich fände zwei Hunde eigentlich schön, einerseits weil Juro wirklich wahnsinnig aufblüht im Zusammensein mit anderen Hunden und ich glaube, dass ihm das viel geben würde. Andererseits aber auch, weil ich aus persönlichen Gründen gerne nochmal einen Hund mit etwas mehr "Drive" hätte.


    Momentan wäre das aber nicht drin, hauptsächlich weil ich Juro erst gerne einigermaßen "fertig" hätte. Nicht perfekt, niemand ist perfekt, aber eben so ein stabiler Ist-Zustand, bei dem man weiß, dass das jetzt zuverlässig so bleibt. Nicht so ein pubertärer Bengel halt. Aber auch weil mein Partner an einem Hund schon ganz schön zu knabbern hatte und ich da nichts überstürzen und ihn irgendwie "überfahren" möchte. Und zuguterletzt ist es auch ein Kostenfaktor, der mich abschreckt. Bei zwei Hundne würde Stand jetzt nicht viel Geld für andere Freizeit bleiben und darauf habe ich nicht so Lust.

  • Wir haben zwei Hunde und ich finde es schön so. Irgendwie fühlt sich das richtig an.

    Es passt aber auch in die Lebensphase (Kinder schon groß, Berufsleben im Griff, Alltag bestens organisiert). Ich könnte mich im Notfall auch auf einen Hund beschränken. Als ich studiert habe bzw. frisch im Berufsleben / Familienleben stand, habe ich viele Jahre ganz auf einen Hund verzichtet. Aber das war schwer.

    Drei Hunde wären mir irgendwie zu viel, auch wenn ich generell unendlich viele Hunde toll finde, sodass ich mehrere Leben leben müsste, um die dann alle mal im Haus zu haben ... aber ich muss bei mir ein wenig aufpassen, dass ich mit meiner Fürsorge nicht übertreibe. Ich springe schon genug um die Zwei herum, ein dritter Hund würde mich wahrscheinlich emotional überfordern, da muss ich mich vor mir selbst schützen. :relieved_face:


    Wir konnten uns alle in der Familie ein Leben mit zwei Hunden vorstellen, die Idee brachte meine Tochter auf, wir wollten uns aber nicht zu sehr deswegen einschränken (dies vor allem die Vorgabe des Mannes). Im Alltag haben wir überhaupt kein Problem gesehen, eher Sorge haben uns so die "besonderen Situationen", in denen man den Hund mal wegorganisierten muss, gemacht. Daher haben wir uns als Zweithund bewusst für einen kleinen Hund entschieden, da der wahrscheinlich (so unsere Vorstellung) einfacher zu handhaben sei. Wenn wir bspw. mal fliegen (was zwar nur alle paar Jahre einmal vorkommt), könnten wir den Handtaschenhund mitnehmen, so unsere Überlegung und müssten uns nur - wie gewohnt - um die Unterbringung von der "Großen" kümmern. Generell findet man für einen kleinen Hund vielleicht auch mal schneller einen Abnehmer für ein paar Tage, so eine weitere Überlegung. Auch Essen gehen, Freunde besuchen, Stadtaufenthalte etc. fanden wir mit 1 1/4 Hund in der Vorstellung besser als mit zwei "Ganzen".

    Im normalen Alltag hätten es auch zwei große / mittelgroße Hunde sein dürfen, denn wir wohnen im Vorort, viele schöne Wege in der Nähe und wegen Nummer 1 gehen wir eh mindestens 1,5 h täglich raus.


    Unsere Einschätzung hat sich dann als absolut richtig herausgestellt, Nummer 2 macht uns nicht viel mehr Arbeit, man kann ihn wirklich überall mit hinnehmen, und wir haben zudem viel Freude mit ihm, denn mit ihm kann man auch ein bisschen "arbeiten", also tricksen, spielen, kleine Parcours laufen etc. Wir finden ihn so lustig, während unsere Ersthündin unsere überaus geliebte Verrückte ist, die allerdings auch immer mehr von der Problem-Nudel zum Coach-Potato mutiert, vielleicht auch durch Willis Mithilfe.

    Der Fall "in Urlaub fliegen" ist bisher auch genau nach Plan aufgegangen.

    Die Ersthündin ist ebenfalls glücklich über hündische Gesellschaft, wenn Willi unsere Juni auch manchmal etwas arg bevormundet nach meinem Geschmack. Aber da steckt man nicht drin und so lange die beiden sich so augenscheinlich gerne mögen, miteinander spielen und sich wie Bolle freuen, wenn sie sich nach einer kurzen Trennung wiedersehen, scheint ja alles im Lot zu sein.


    Für zukünftige Konstellationen:

    Wir sind tatsächlich etwas überrascht, aber es ist passiert: Wir sind vollkommen hin und weg von den "Kleinen" (wir haben aber auch ne extrem coole Socke erwischt) und werden wahrscheinlich bei zwei kleinen Hunden landen, wenn unsere "Große" (die ja auch nur mittelgroß ist) mal nicht mehr ist. So wie es gerade aussieht, haben wir dann wieder einen älteren und einen jüngeren Hund. Finde ich auch gut so. Aber jetzt darf es auch erst einmal gerne noch viele Jahre so bleiben, wie es gerade ist.


    Der Mann meinte einmal vorsichtig, er könnte sich auch irgendwann mal wieder ein Leben GANZ OHNE Hund vorstellen, ihn reize dieses längst vergessene, ungebundene Leben ohne Hundeleine und -Geschirr. Tja, da wird er dann wohl alleine losziehen müssen, um hundefreie Abenteuer zu bestehen ... :cowboy_hat_face: Er kann dann ja berichten, wie es war.


    Viele Grüße!

  • Andiamo ist bald 13, Farinelli gerade 9 geworden. Eigentlich wäre jetzt ein Welpe genau das was wir alle brauchen aber da stimmen leider die Ressourcen Zeit, Platz und Geld nicht um dann dreien wirklich gerecht zu werden.


    Einzelhundhaltung kommt für mich nicht mehr in Frage. Seit bald 20 Jahren leben hier immer 2 Vierbeiner und (boah ich werd alt) ich sehe ja wie gut es ihnen tut jemanden zu haben der wirklich ihre Sprache spricht.


    Mit diesen Dreien war es perfekt

  • Ich hab zurzeit drei Hunde und es ist schon eine sehr deutliche Mehrbelastung gegenüber dem Alltag mit nur zwei Hunden.


    Gassi mit allen drei ist zwar möglich, aber für mich einfach anstrengend. Heißt also, dass ich meist 6x am Tag Gassi gehe. Entweder gehen die beiden Omis zusammen und Dino einzeln oder Bonny geht bei Dinos Runden mit und Masha bekommt eine Solotour.


    Dazu die finanzielle Mehrbelastung, nicht nur bei den Tierarzt-, sondern auch bei den Futterkosten, der Steuer usw. ...


    Aus dem Grund wird es bei mir keinen Dritthund mehr geben. Ich finde die Dynamik toll, die Bande versteht sich gut miteinander, aber ... es ist viel Arbeit, die als Alleinstehender manchmal doch auch zu "zu viel" wird.


    Für mich sind zwei Hunde optimal. Je nach Erziehungsstand sind getrennte Runden evtl. nicht nötig, außer es gibt gesundheitliche Gründe dafür oder man will eben gezielt etwas trainieren usw.


    Ich mag meine aktuelle Konstellation - zwei alte Hunde, ein Hund im besten Alter für Sport und Co. Sie lieben sich nicht, aber sie kommen gut miteinander aus, spielen mal miteinander und mittlerweile kommt es kaum noch zu größeren Konflikten. Die Große fragt in manchen Situationen nach meiner Unterstützung oder meiner managenden Hand, beim Rüden muss ich bei Ressourcen manchmal noch aufpassen, aber sonst klappts blendend.


    Aufstocken möchte ich zurzeit nicht, auch wenn ich mich aktiv über potentielle Rassen für meinen "Dino-Nachfolger" informiere und auch zu Züchtern fahre.

    Hauptsächlich spielen die Finanzen und der Aufwand eine Rolle dabei. Ich seh oft Hunde, die ich gerne übernehmen würde, weil sie mir vom Wesen her gefallen, sich für meinen Sport eignen usw., aber ich weiß ganz genau, dass das nicht geht und den Aufwand wieder deutlich steigern würde.

    Der Platz spielt da eine eher untergeordnete Rolle - mit drei Hunden auf 75 m² wird's manchmal schon eng, aber mit vier kleinen Hunden sähe das vielleicht wieder anders aus :ka:


    Ansonsten... Hm, ja. Mir ist es so grundsätzlich wichtig, dass die Hunde vom Wesen her zu mir und vor allem zueinander passen.

    Die Omis sind eher gemütlich und ruhig, der Rüde hat ein bisschen mehr Energie und wird manchmal auch zum Flummi. Das passt ganz gut - mal steckt der Rüde die anderen an und es wird getobt, manchmal sorgen die gemütlichen Omis auch dafür, dass der Rüde etwas runtertaktet. Sie ergänzen sich soweit ganz gut, aber es gibt natürlich auch Reibungspunkte |) Lässt sich ja eigentlich auch nicht vermeiden.


    Der Altersabstand ist mir auch recht ... egal. Zumindest aktuell, zu einer tattrigen Bonny würde ich z. B. keinen flippigen Junghund setzen. Dino dagegen kann sich gut auf andere Hunde und deren Bedürfnisse einstellen, da wäre dann auch ein greiser Hund kein Problem. Anleiten muss ich natürlich trotzdem, aber eben weitaus weniger als bei einem Knirps.


    Klar, das Risiko, dass beide Omis kurz hintereinander gehen müssen, recht hoch. Ich bin mir dem aber bewusst und wenn's so kommt, ist das okay für mich. Mein Ziel war und ist es, den Ömchen einen schönen Lebensabend zu bereiten - dazu gehört mMn auch, sich bewusst mit dem Thema Abschied auseinander zu setzen.

    Ich trenne da aber irgendwie zwischen "Ich hole einen bereits alten/kranken Hund zu mir" und "mein ehemals junger, fitter Hund ist jetzt alt (und ggf. krank)". Wenn ich daran denke, dass Dino irgendwann nicht mehr ist... hm. Ja. Ich kann mir kein Leben ohne den Spinner vorstellen.


    Einzelhund? Hm. Nur, wenn der verbleibende Hund dann auch schon so alt ist, dass ich ihm einen Zweithund nicht mehr guten Gewissens vorsetzen kann oder der Hund definitiv und hochgradig artgenossenunverträglich ist.

    Nur einen Hund zu haben hat schon viele Vorteile, keine Frage... Die Kosten sind geringer, man kann sich voll und ganz auf diesen einen Hund konzentrieren usw.

    Aber ich liebe dieses Miteinander, diese Dynamik zwischen den Hunden und ich denke, dass ich meinen dreien da auch einen Gefallen tue. Auch wenn's anstrengend sein kann, hier wird's vermutlich immer zwei Hunde geben. Und zwischendurch vielleicht den ein oder anderen Pflegi als Dritthund auf Zeit ... Ich kenn mich, ich kann's dann vermutlich eh nicht lassen :pfeif:

  • Hier leben zwei Hunde, nachdem unsere Seniora fast 11 Jahre als Einzelprinzessin hier gewohnt hat. Aber mit einer hiesigen Kettenhündin, die ich betreut habe, 4 von 7 Tage die Woche zusammen war. Und mit weiteren Gassihunden.


    Nach dem Tod dieser Hündin und Rückzug aus der aktiven Tierschutzarbeit und einer Verarbeitungspause kam hier die zweite Hündin aus dem Tierschutz. Zum Einen, weil Ronja sich innerlich ein wenig zurück gezogen hatte, nachdem die Kumpeline nicht mehr da war. Und zum Anderen, weil ich es mir gewünscht habe. Auch in Hinblick darauf, was ist, wenn Ronja nicht mehr da ist.


    Auch wenn das hier keineswegs die große Hundeliebe war, ist die alte Dame doch wieder aufgeblüht. Nachdem wir jetzt miterlebt haben, wie sehr die Hunde voneinander profitieren, werden hier auch immer 2 Hunde leben, so lange wir noch können.


    Ich selbst hätte lieber 3, ich finde die Dynamik mit Dreien nochmal spannender. Aber mein Mann lehnt 3 Hunde strikt ab, das ist ihm zu viel. Also 2. Mit ab und an mal einem Gast da.


    Zeitlich ist es kein Problem, wir arbeiten Teilzeit und ich werde auch nach Corona den größten Teil der Arbeitszeit im HO verbringen. Finanziell ist es auch ganz gut zu stemmen. Und die Versorgung uns überlebender Hunde ist testamentarisch geregelt. „Vernunftseinwände“ gibt es also keine.

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