Qualzuchten IV

  • Das betrifft aber ganz schön viele Rassen und würde da tatsächlich mal Wert drauf gelegt und das kontrolliert werden... Hui wär der Genpool verkleinert und das Gezeter groß. |)

    Genauso wie wenn man Rassen dazu nimmt, wo Welpen früher von Mutter und Geschwistern getrennt werden müssen, weil sie sich gegenseitig verletzen.

    • Neu

    Hi


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    • Ja, Leben in Angst ist eine Qual. Bei der Zucht das Wesen ausser Acht zu lassen ist schon grobfahrlässig.


      Ich habe mal auf der VDH Seite nachgeschaut, die überlassen das leider den jeweiligen Zuchtvereinen. Das war früher in der Schweiz auch so. Splash hat seinerzeit den Verhaltenstest am und im Hauptbahnhof Lausanne absolviert. Inzwischen gibt es ein standardisiertes Grundgerüst für alle Rassen bezüglich übermässiger Aggression und Ängstlichkeit, mit genügend Freiraum für rassetypisch speziellere Eigenschaften. Finde ich besser so, so sind keine Pseudotests mehr möglich, die ein absoluter Witz sind (in D als Figurant erlebt, die ZO des betreffenden Klubs ist immer noch so gültig).

    • Ich finde immer, man muss aufpassen, dass man Qualzucht nicht zu weit definiert, damit die wirklich krassen Auswüchse nicht dadurch relativiert werden.


      Aber diese Unsicherheit, Ängstlichkeit bei einigen Begleithunden finde ich auch wirklich erschreckend.

      Dann sagt man Anfängern: Geh zum VDH-Züchter, nimm einen klassischen Begleithund - und wenn die Pech haben, ist das Tier ein nervöses Wrack.


      Was mir überhaupt nicht einleuchtet: Wenn Begleithunde vorwiegend den Job haben, den Menschen *zu begleiten* - warum gibt es da nicht ebenso standardisierte Prüfungen, die sie ablegen müssen zur Zuchtzulassung?

    • Geh zum VDH-Züchter, nimm einen klassischen Begleithund - und wenn die Pech haben, ist das Tier ein nervöses Wrack.

      Wobei ich sagen muss... Von 100 WuschelHunden in meinem Salon sind maximal 10 vom VDH-Züchter. Wenn's hoch kommt.

      Die meisten sind vom Vermehrer, irgendwelche Mixe, von "die muss unbedingt Mal Welpen kriegen" bis "hupsi, haben wir nicht gemerkt". Da guckt niemand auf pflegbares Fell, Wesensfestigkeit, die meisten kommen in ihrem Leben kaum länger wie ne Stunde am Stück aus dem Haus, für die ist der Gang vom Auto durch unsere wirklich verschlafene Kleinstadt bis zu meinem Salon schon eine komplette Reizüberflutung.

      Und seit es zu Corona diese Hundeschwemme gab, wird das mit den verhuschten, (über) sensiblen, in Angst lebenden Hunden immer schlimmer.

      Qualzucht oder nicht will ich dabei aber immer noch nicht beurteilen... Wer weiß wie diese Hunde bei einem guten Züchter und/oder anderen Haltern geworden wären.

    • Ich finde immer, man muss aufpassen, dass man Qualzucht nicht zu weit definiert, damit die wirklich krassen Auswüchse nicht dadurch relativiert werden.

      :warning:

      Erscheint mir wichtig, dass zu zitieren und hervorzuheben.


      Ich bsp. mag es, wenn Hunde Fell haben, welches sie vor jeglichen Witterungseinflüssen schützt.

      Darum sind Hunde ohne Fell trotzdem keine Qualzuchten.

      Es sind halt Hunde, die ich nicht habe und meine Gründe sind egal, solange es keine Qualzucht per Definition ist.


      Wobei ich sagen muss... Von 100 WuschelHunden in meinem Salon sind maximal 10 vom VDH-Züchter. Wenn's hoch kommt.

      Nicht alles, was nicht VDH ist, ist Vermehrer oder Qual...........

      Wuscheligkeit sicherlich nicht.

    • Ich bleib dabei Angst kann für mich auch Qual sein.


      Dieses übertriebene Ängstliche hat ja nicht nur Auswirkungen auf das Auftreten des Hundes sondern auch auf die Gesundheit.


      Wie viele übertriebene Ängstliche Hunde haben Magen und Darm dazu oft auch noch Verspannungen.

      Ich hab Hunde angefasst die so Verspannt waren das sie angefühlt haben als ob sie Steine wären, das kann auf Dauer einfach nicht Gesund sein.



      Natürlich ist Luft Not schlimmer aber man sollte ja Dinge nicht mit dem schlimmsten Vergleichen.

    • Wie gesagt, das Problem ist, das niemand "beweisen" kann, ob der Hund durch die Abstammung so krass "übersensibel" ist oder durch die (Auf-)Zucht.

    • Naja bei den Beardie den ich kenne war das ganz klar, meine Bekannte hat mir Fotos auch gezeigt wie das Gehege bei den Welpen war.


      Da waren Flaschen mit Zeugs drin was Geräusche gemacht.

      Es gab Tausend Verschiedene Untergründe, es gab Wippe und Co.

      Und die berühmten DVDs.



      Aber alle Hunde der Züchterin sind so, ich durfte sie einmal auf einer Hunderunde kennen lernen.

      Über 15 Beardies auf einen Haufen die alles ankläffen und sich in Sachen hinein steigerten.


      Kein einziger der Hunde war Entspannt alle wirkten so als ob sie gleich das Unheil hinter jeder Ecke vermuteten und viele hatten Durchfall.


      Der Rüde hat zb auch irgendwann Magentabletten bekommen weil er sich dann im Alter ständig übergeben hat wegen den Stress.

      Als Junghund gabs nur Schonkost wegen seinen Sensiblen Gedärm und Magen.


      Die Halter waren alle bemüht aber das war bei den Hunden einfach in der Genetik.

      Sonst könnte ich mir nicht vorstellen wie 15 Hunde dieses gleiche Verhalten zeigen können bei einer eigentlich guten Aufzucht

    • Aber was hat das denn jetzt mit Qualzucht zu tun?


      Ich denke, dass die Hundehaltergemeinde durchaus Durchschlagskraft hat oder hätte, wenn man dran bleibt.


      Leider knallen da dann persönliche Präferenzen aufeinander.


      Umso wichtiger ist es, den Terminus Qualzucht nicht zu verwässern.


      Persönliche Aversionen spielen da einfach keine Rolle.


      Welche Rassen meine Favoriten sind, ist nicht relevant.


      Wenn ich lieber Hunde mit Fang mag, dann ist das relevant, weil es um die Chance auf freie Atmung geht.

      Es geht darum klar zu definieren, welche Rassen, unabhängig vom individuellen Geschmack, keine Chance auf ein gesundes Hundeleben haben.

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