Schutzhund und Kinder ist das sicher?
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Yasemin98 : eure Zeit ist jetzt schon knapp und wird mit einem 3. Kind noch knapper.
Auch der Tag deines Mannes bekommt nicht mehr Stunden, nur weil er sich einen Hund wünscht.
Diese Zeit kann er sich nicht unendlich beim Tagesschlaf abknappsen, deswegen wird die Zeit mit dir und den Kindern automatisch kürzer werden.
Und der Hauptteil der Arbeit wird an dir hängenbleiben.
Mit Hund in den Garten lassen ist das nicht getan.
Ich habe 4 kleine Hunde im Haus. Schon da muss ich mehrfach täglich Staub saugen, damit nicht alles komplett eindreckt. Wischen. Und trotzdem sind noch Haare da.
Dazu kommen noch die Spaziergänge. Tierarztbesuche.
Im Urlaub bist du eingeschränkt.
Finde mal jemanden, der sich dann um den Hund kümmert.
Finde jemanden, der sich um den Hund kümmert, wenn ihr mal alle krank seid oder zB zu einer Feier wollt.
Wenn ihr einen professionellen Sitter wollt, kostet der Geld und hat auch nicht immer Zeit.
Hunde machen Arbeit und Dreck. Viel Arbeit und Dreck. Sie verursachen Kosten - und das ihr ganzes Leben lang.
Wenn sie ärztliche Behandlungen oder eine OP brauchen, sind das schnell mal 3- bis vierstellige Beträge.
Und da ist es egal, wie gesund die Rasse angeblich ist oder wie toll man füttert - Pech kann man immer haben.
Wenn man das alles in Kauf nimmt, weil das Herz für Hunde schlägt, dann soll es so sein.
Aber das sehe ich bei euch nicht. Weder bei dir noch deinem Mann. Die Kinder krähen nur nach, was der Mann ihnen erzählt. Sie haben am allerwenigsten Ahnung, was Hundehaltung bedeutet.
Lass dich nicht weichkochen.
Schlussendlich bleibt die Arbeit an dir hängen.
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Übrigens – was mir noch enfiel – hier sind auf vielen Spielplätzen keine Hunde erlaubt.
Also Kind und Hund verbinden (abgesehen davon, dass er vermutlich auch nicht jeden Tag auf dem Spielplatz sitzen möchte) würde dann auch nicht unbedingt gehen – d.h. – man kommt mit den Kindern zurück und muss dann mit dem Hund noch raus.
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Wie ist eigentlich mit Malinois Mischling? Es gibt viele MalinoisxHerder oder MalinoisxDeutscher Schäferhund. Sind diese besser geeignet? Mein Mann sagt sie sind besser für Anfänger weil eine einfachere Rasse mitgemischt hat. Aber was passiert wenn nur Malinois durchschlägt und nicht andere Rasse? Ich glaube seine Logik hat Fehler.
Danke nochmal für eure Antworten. Wir diskutieren immer noch, aber mein Mann beginnt Kompromisse vorzuschlagen. Mal sehen. Ich bin froh diese Forum gefunden zu haben.
Ja, du hast Recht - seine Logik hat Fehler.
1.
Er ist noch sehr weit entfernt von Kompromissen. Seine aktuellen Vorschläge sind ja immer noch Gebrauchshunden mit all den hier benannten Eigenschaften, welche du sicher nicht als Hundeanfänger mit zwei kleinen Kindern im Haus haben magst.
Gebrauchshund mit Gebrauchshund gemixt bleibt ein Gebrauchshund
2.
Und wenn du dann sagst, okay ich hab die Zeit und die Kapazität und wirklich auch selber Lust auf einen Hund, dann überlegst Du, welche Rassen Du dir in eurem Leben vorstellen kannst.
Denn ich habe das Gefühl, das du dich Sache deutlich rationaler und realistischer angehst als dein Mann.
3.
Aber lass dich nicht zu etwas drängen, was du eigentlich nicht willst. Ein Hund ist kein Hobby für nur einen Ehepartner. Ein Hund ist eine Lebenseinstellung und verändert das eigene Leben in fast allen Belangen. Das sollten alle Beteiligten wirklich wollen!
4.
Denn ein Hund macht wirklich viel Arbeit, gerade im Zusammenhang mit kleinen Kindern ist das viel Management, und das funktioniert nur, wenn man es nicht als Arbeit sondern als Bereicherung sieht.
5.
Ich finde es im übrigen sehr toll, dass du hier weiter Rückmeldung gibst!
1. jetzt muss ich für mich aber eben sagen - Anfänger und Gebrauchshund möchte ich nicht unbedingt so kategorisch pauschal ausschließen. Allerdings in der Familie hier
2. denn DAS ist für mich der Knackpunkt. Derjenige, der am meisten den Hund bei sich hängen hat - bei uns bin ich das - muss da vollkommen mitgehen, mitwollen, mitkönnen. Und in dieser Familie wäre das die TE.
3. Das muss man dick unterstreichen! zur "Veränderung im" Leben die letzte Woche skizziert: jeden Tag morgens 1h, Nachmittags 1h, zwischendrin + abends einige Minuten Gassi gehen = gute 3h jeden Tag - und natürlich auch wenns 2 grad und Nieselregen hat. Danach Hund säubern (übrigens muss der das auch erst lernen, dass er nicht nass und mit Dreckpfoten rein rennen darf. Unserer holt sich das Handtuch von der Brüstung der Eingangstreppe und bringt das zum Pfoten wischen). Zwischendrin beschäftigen sich mit dem Tier auseinander setzen muss man sich auch, weil er eben nicht nur in der Ecke liegt, sondern beim Klingeln an die Tür sprintet, beim Kühlschrank öffnen hinter Dir steht, das bunte Spielzeug eines der Kinder begutachten will, weil der Couchtisch so eine nette Hundehöhe hat mal da rum schnüffeln - das kann ich schlecht in Zeit umrechnen. Dazu kommt das Training - Di 1h, Do 2h, Fr 5h (!) plus Fahrt. Das ist aber Training ohne irgendwas mit Schutzhund, sondern einzig das "normale" Obedience und Vorbereitung BH. Was aber trotzdem ZUSÄTZLICH noch trainiert werden muss, sind die gesamten Verhaltensweisen, die Du von dem Hund außerhalb des Hundeplatzes erwartest - wie soll er sich bei Radfahrern verhalten (unserer ist jetzt so weit, dass er sich an den Rand setzt, Rad passieren lässt, Keks abholt - nach über 1 Jahr), wie soll er sich bei Joggern, vorm Bäcker, bei Kindern auf dem Roller, bei Besuch, in der Begegnung mit Menschen mit Rollator verhalten? Oder einfach nur dann, wenn Du beim Gassigang jmd triffst und kurz schwatzt? Da ist die gewünschte Verhaltensweise ja nicht im Hund "mitgeliefert", dass er zB Radfahrer nicht abräumen darf.
4. auch das würde ich gerne dick und fett drucken. Liebe TE - wenn Du das für Dich nicht so sehen kannst, dann macht ein Hund keinen Sinn.
5. ich auch, und ich hoffe Du tust es weiterhin
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Die Hauptlast wird an dir Hängen bleiben. Das ist in Familien irgendwie Gesetz. Also frage dich, ob du das möchtest!
Ein Gebrauchshund passt absolut nicht zu euch, bei aller Liebe. Als völliger Neuling kann dein Mann auch absolut gar nichts einschätzen! Erfahrung kann man sich nicht anlesen!
Dass die Kinder sich freuen... nun ja, Kinder halt. Da muss man als Eltern auch mal der Spielverderber sein.
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Dass die Kinder sich freuen... nun ja, Kinder halt. Da muss man als Eltern auch mal der Spielverderber sein.
Und idR hält die Freude nur einige Tage an ...
Genau. Vor allem, wenn man sich auch noch
eine kleine Beißmaschineeinen Gebrauchshund Welpen anschafft. -
Huch ja.... meine Kinder würden sich auch freuen, wenn ich ihnen ein Pony in den Garten stellen würde oder ein Motorcross-Motorrad, mit dem sie zwischen Schaukel und Hochbeet den Boden umackern könnten.
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Die Freude dauert genau so lange, bis sie zerbissenes Spielzeug und die Haizähnchen im Allerwertesten haben, weil sie der kleine aber doch schon ziemlich große Hund als Sparringspartner aussucht - so richtig mit Auflauern, Anspringen mit Anlauf, an den Klamotten zerren und Zuhacken. Immer wieder. Das tut ganz schön weh, und beängstigend ist es auch für so ein kleines Kind, buchstäblich als Beute gejagt zu werden. Dass das nicht so richtig witzig ist, weiß es nämlich noch instinktiv.
Dann wird aus der Freude ganz schnell - berechtigte - Angst, der kleine Hund dreht immer mehr hohl und ist nicht auf Knopfdruck abzustellen - und du hast das nächste Problem zu handeln. Willst du dir das wirklich antun ,vielleicht noch schwanger und mit Baby?
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Dass Begeisterung in dem zarten Alter der Kids dieser Familie nicht ausdauernd sein kann ist logisch, das können und müssen die Lütten auch nicht erfüllen.
Deshalb ist ja ein iiintensiver Überblick verschaffen umso wichtiger, zumindest um im Ansatz zu erkennen, bei wem die Hauptlast liegen wird.
Klein -im Sinne der mitbringenden Eigenschaften eines Hundes- anfangen ist nicht das verkehrteste.
Wobei ja nun gerade Hunde in jungen/aktiven Familien lebend einen enorm aufreibenden Alltag bewältigen müssen, da sind konsequente Erwachsene gefragt und gefordert!
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