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Sozial kompetent bedeutet für mich adäquat auf mein Gegenüber zu reagieren.
Wenn man mit jemandem nichts zu tun hat also im besten Fall mit Ignoranz, solange keine Situation eintritt, wegen der man eingreifen muss (Mensch/Tier hilflos, befindet sich in gefährlicher Situation, o.Ä.).
Das gilt aber für mich als Mensch, für den Hund gilt nur der Fall mit der Ignoranz^^
Genauso aber auch klare Grenzen zu setzen, das darf auch der Hund bei bekannten Menschen und Hunden (bei Unbekannten kommt es idR gar nicht soweit).
Jeder darf Angebote machen, sei es spielen oder andere Interaktion, aber genauso darf man bzw. Hund auch sagen „Danke, aber nein Danke“ und das sollte dann vom Gegenüber auch akzeptiert werden.
Falls nicht, da gibt es ja dann einige Möglichkeiten um deutlicher zu werden… spätestens da greife ich dann z.B. auch ein und unterstütze, damit nicht noch eine Schippe draufgelegt werden muss.
Und manchmal ist es einfach immer herrlich entspannt … richtig Schaefchen2310 ?🥰
Das möchte ich gern unterschreiben.
Ich finde es immer ein wenig schwierig, wenn ich hier öfter lese "meiner kann keine anderen um sich rum haben, schon gar nicht an der Leine" (oder ähnliches, jetzt im Wortlaut frei erfunden). Angemessen im Sinne von "sozial kompetent" ist das nunmal nicht. Aber da der HF mit dem problematischen Hund so oft das Opfer von Rücksichtslosigkeiten anderer ist, kommt halt viel Verständnis. Dass das Problem kein Dauerzustand sein muss, geht da manchmal unter.
Für mich bedeutet "sozial kompetent" auch, dass erstmal abgecheckt wird, dass gewissermaßen erstmal geredet wird, bevor draufgehauen (oder begeistert aufgeritten) wird. Damit ich eine Chance habe, zu erkennen "das wird hier nix", und einzugreifen.
Bei uns kommen so überschäumende Reaktionen immer eher von unterbeschäftigten Mitlauf-Hunden... die HF sind überfordert, weil sie einfach immer nur ruhiges Verhalten wollen. Wird mit Hunden gearbeitet, dürfen sie ja auch mal triebig/motiviert sein, und HF kann mit seinem übermotivierten Hund dann auch umgehen.Insofern stelle ich auch einen Zusammenhang zwischen mangelnder Auslastung und sozialer Inkompetenz fest. Die Reize werden falsch eingeordnet, was zur Überreaktion führt.
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Von meinen Hunden hielt/halte ich 2 für sehr kompetent in der Kommunikation. Eine war ne Arschkrampe mit anderen Hunden, der andere ist ein kleiner (unaufgeregter) Charmebolzen. Null zu vergleichen
Aber beide hatten gemeinsam, dass sie nie in Konflikte zum Nachteil ihrer selbst geraten sind, nie unangemessen reagiert haben (wenn auch völlig verschieden!) und ihr Gegenüber sehr gut einschätzen konnten.
Mr. Charmebolzen sagt tatsächlich gerne Hallo, aber eben auch nur netten, passenden Hunden und ganz sicher nicht dem Jungrüden, de nur "ein bisschen wild spielt"
Meine jetzige Hündin würde übrigens auch gerne Hallo sagen, ich halte sie aber für sozial inkompetent
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Ich tu mich ehrlich gesagt etwas schwer soziale Kompetenz mit Souveränität gleich zu setzen.
Einem nicht souveränen Hund würde ich eine gewisse soziale Kompetenz also nicht automatisch absprechen.
Ich kenne einige Hunde die Fremdhunden endlos doof finden. Im eigenen Rudel oder bei bekannten Hunden sind das die Hunde die Konflikten aus dem Weg gehen, sehr nett und deutlich ohne überzogen zu sein Kommunizieren. Eigentlich von ihrem Verhalten und Körpersrache von eigentlichen Sozialverhalten sehr kompetent erst Mal wirken.
Kompetent aber nicht souverän! Da ist oft Unsicherheit dabei.
Aber Unsicherheit heißt ja nicht automatisch dass der Hund in seiner innerärztlichen Kommunikation chinesisch spricht.
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Sozial kompetent ist für mich ein Hund der hündisch kommunizieren kann und das auch tut. Und einer der auch alternative Lösungsstrategien zu drauf hauen kennt. (Klar ist irgendwo eine Grenze, aber drauf hauen sollte halt nicht gleich die erste Option/Standardmethode sein.)
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Ich finde, ein Hund, der auch mittels (gehemmter) Aggression kommuniziert, muss nicht sozial inkompetent sein.
Grade Jungrüpel werden auch mal von älteren Hunden deutlich eingenordet. Und diese Erfahrung sollte man seinen Rüpeljunghund auch mal machen lassen, aber eben nicht auf gut Glück, sondern mit geeigneten Althunden.
Sozial kompetent sind Hunde, die lernen dürfen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten der Reaktion auf Verhalten gibt und dass Kommunikationsverhalten Reaktionen hervorruft. Auf gut Deutsch: wenn man stänkert, kann es auf die Mütze geben. Idealerweise läuft dieses Lernen in einem "überwachten" Rahmen ab und es wird eingegriffen, ehe es für einen Hund richtig unschön oder gefährlich wird.
Ich sehe es schon auch so, dass es viele Konflikte gibt, die daher rühren, dass die Hunde keine saubere Kommunikation und damit soziale Kompetenz erwerben durften.
Ich sehe oft, dass Hunde, die sich öfter im Freilauf begegnen, sich ignorieren oder nur kurz beschnüffeln. Da ist das gar kein Thema und recht entspannt.
Beim ausgemachten Intimfeimd leint man halt an.
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Mein Hund spiegelt quasi andere Hunde. Und zwar meistens auf den ersten Blick, sie ist also gut im Körpersprache lesen. Zu manchen Hunden geht sie nicht, sie weicht aus und vermeidet jeden Kontakt. Mit den meisten kommuniziert sie sehr freundlich und verspielt, wird aber je älter sie ist, wird immer "zickenhafter" und ich muss sehr gut aufpassen.
Das sozialste Verhalten an ihr ist, dass sie, wenn sich ihr Spielpartner auf den Rücken oder auf die Seite legt, ruhig daneben steht und wartet bis der andere Hund wieder bereit ist.
Sollte sie jedoch gerade im Ressourcenverteidigenmodus sein, ist sie größenwahnsinnig, bedroht jeden, der ihr zu nahe kommt und würde wahrscheinlich Ernst machen. Egal ob sie ein Loch verteidigt oder eine Pfütze.
Deshalb sind Hundezonen gestrichen, weil ich keine Lust habe ununterbrochen auf eine tickende Zeitbombe aufzupassen und dieses Verhalten auf keinen Fall unterstützen möchte. Um es auf den Punkt zu bringen: ihre soziale Kompetenz ist sehr ambivalent.
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Wobei das heute ja diesen bizarre Entwicklung genommen hat, dass die sich nicht mehr schlagen dürfen, obwohl sie das unter sich ausmachen sollen.
Ist das wirklich bizarr?
"Früher auf dem Dorf"
waren wohl oft Gebrauchshunde ähnlicher Statur und Sozialisation unterwegs. Wenn du heute Gassi gehst triffst du alles zwischen 2 und 78 kg. (jedenfalls hier ist das so)
Dass da mehr Gschiss gemacht wird, scheint mir durchaus notwendig zu sein.
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Also wo hört da sganze für euch auf oder fängt es an, wie definiert ihr einen sozialen vertraglichen Hund? Auch im Bezug auf Fremdhundkontakt oder im eigenen Rudel.
soziale Kompetenz bedeutet ja, sein Gegenüber einschätzen zu können, sich eingliedern zu können, mit verschiedenen Persönlichkeiten zurechtzukommen. Und zwar nicht nur auf Distanz und auch mit Fremden.
Für mich ist ein sozial kompetenter Hund (wobei ich den Ausdruck irgendwie unpassend finde, hm
) ein Hund, der nicht ständig Anleitung vom Menschen benötigt, der Distanz halten kann und Nähe zeigen kann, so wie es das Gegenüber eben signalisiert (also zb von sich aus den alten Hund nicht belästigen, bei einem ungestümen Junghund nicht gleich ausflippen etc.)
Ein Hund, der gelernt hat, daß nicht nur er allein auf dem Planeten lebt, der sich zurücknehmen kann, aber auch Grenzen setzen kann, der in Aggression nicht die einzige Konfliktlösungsmöglichkeit sieht und tatsächlich auch einfach mal nur mit fremden Hunden spielt, denn ja, das gibt es.
Mir ist es wichtig, Hunde zu haben, die mit anderen Hunden können. Deswegen bekommen meine Hunde auch regelmäßig die Chance, mit ihres gleichen, auch mit Fremdhunden, Kontakt zu haben, ohne daß ein Mensch alles "reguliert" (was Menschen eh seltenst können, auch wenn sie das meinen).
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Wenn ein Hund das aber nicht in jeder Situation kann, ist er für dich dann sozial Inkompent / Unverträglich?
Ich sehe es nicht so absolutistisch, so krass getrennt in schwarz -weiß/ kompetent- nicht kompetent.
Wenn ein Hund nicht in jeder Situation immer gleich absolut angemessen reagieren kann, ist das für mich auch ein Lernprozess. Sozial kompetent heißt ja auch aus Kommunikation lernen, offen sein für Veränderungen, die sich aus dem Miteinander ergeben.
Ist ein Hund der Ressourcen vielleicht überdeutlich (auch mit Loch) verteidigt auch gleich unverträglich? Er könnte ja die restliche 99% der Zeit entspannt in seinem Rudel leben.
Vielleicht muss man unterscheiden zwischen Rudel und Fremdhunden?
Vom Gefühl her ist für mich ein Hund, der ausschließlich im Familienverband friedlich ist und ansonsten zb aber unverträglich, nicht sozial kompetent.
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Wobei das heute ja diesen bizarre Entwicklung genommen hat, dass die sich nicht mehr schlagen dürfen, obwohl sie das unter sich ausmachen sollen.
Ist das wirklich bizarr?
"Früher auf dem Dorf"
waren wohl oft Gebrauchshunde ähnlicher Statur und Sozialisation unterwegs. Wenn du heute Gassi gehst triffst du alles zwischen 2 und 78 kg. (jedenfalls hier ist das so)
Dass da mehr Gschiss gemacht wird, scheint mir durchaus notwendig zu sein.
Komisch, was Du mir im den Mund legst.
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