Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 12
- Murmelchen
- Geschlossen
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Ich weiß genau, was du meinst. Ridgebacks gelten ja nun auch nicht gerade als leicht erziehbar und auch als sehr spätreif. Die tollsten Ratschläge kommen dann oft von den Schäferhunde- und Bordercollie-HH. Nein, wer solche Rassen hält, hat nun mal keine Ahnung von einem so eigenständigen Hund, der in manchen Momenten eben einen Dreck auf dich als Halter gibt. Sorry, ist so. Mein Hund hat auch so Anfälle von absoluter Sturheit, und es hilft nur eins: selbst sturer sein. Mein „Glück“ ist, dass ich bisher nur solche speziellen Rassen hatte, die liegen mir auch einfach, weil sie eben andererseits eine Menge Fehler verzeihen. Und: perfekt will und brauche ich es auch einfach nicht. Meine Ansprüche sind echt gering, das macht vieles einfacher.
Kann ich so unterschreiben, wobei solche Ratschläge bei meinem Boxer z.T. auch gut funktionieren
. Die kommen dann aber von Haltern die wirklich Ahnung von dem haben was sie erzählen. Aber ich für meinen Teil lerne mit meinem Boxer auch so einige Dinge neu.
Der Boxer ist nun kein per se schwieriger Hund (ich finde aber auch nicht das er eine klassische Anfängerrasse ist), und auch kein rassespezifisch eigenständiger Hund, sondern möchte durchaus gefallen und hat auch ordentlich WTP und WTW. Aber es ist eben halt auch im erweiterten Sinn "Molossor" mit drin. Der Stursinn und Dickköpfigkeit, aber auch der schlichte Stumpfsinn, überrascht mich bei meinem Boxer hin- und wieder durchaus aufs Neue. Zuviel Druck (was ich in dem Moment z.B. gar nicht als solchen empfinde) und er schaltet einfach ab - weg, keiner mehr zuhause - und schaut 2-3min. stumpf in die Luft und blendet alles andere aus. Und auf Überforderung reagiert er je nach Situation mit Übersprungshandlungen und überdrehen, oder aber eben halt mit abschalten und minutenlang stumpf in die Luft gucken.
Gut ist, ich komme mit beiden Strategien gut klar und inzwischen verstehen wir uns einfach ziemlich gut. Vieles was ich hier schreibe betrifft auch eher die Vergangenheit als die Gegenwart. Aber das sind alles Step-by-Step Learnings gewesen.. und wir sind noch nicht fertig mit dem Weg.
Meine Hundetrainerin findet Gustaf z.B. super, aber sie sagt auch, sie macht sich regelmässig Gedanken wie wir welche Übungen wie angehen mit ihm, um ihm besser anleiten zu können (auch Alltagssituationen, ich spreche nicht ausschliesslich von UO). Und einiges was ich ihr im Vorfeld erzählt habe über ihn, seine Lernweise, bisher wirksame Konditionierungswege, hat sie als "ja ja wir schaukeln das Kind schon" abgetan.. bevor sie halt gemerkt hat, ok, die SophieCat kennt ihren Hund schon ziemlich gut und wir müssen uns x & y vielleicht doch etwas anders erarbeiten.
Sehr gefreut habe ich mich über vorgestern, als sie mir schrieb das Gustaf ein richtig verrückter, toller Hund ist und ich ihn gut im Griff habe. Sie kennt Boxer bisher nur als "Bomber", was Gustaf auch ist, aber er ist bei all seiner Energie und eher hektischen Ausstrahlung halt auch gehorsam.
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Hi
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Bei uns ist es halt so, dass sich mein Ridgeback eben nur bedingt über Konditionierung lenken lässt. Klar, so eine Alternativhandlung ist ruckzuck aufgebaut. 2-3 Wiederholungen und er hat das Prinzip verstanden. Kekse? Klar. Alles bestens. Wenn er Bock zu hat. Am Ende entscheidet er aber eben immer neu und selbst, ob es lohnt. Kein Keks kann da gut genug sein, kein Training perfekt. Das kann heute so, morgen anders sein. Er bewertet eben jede Situation immer neu und entscheidet in seinem eigenen Sinne. Wie erzieht man solche Hunde? Es gibt zwei Wege, die ich gleichzeitig beschreite. Bei Druck wird er nur störrisch wie ein Esel. Überreden lässt er sich auch nicht, aber überzeugen. Wenn er versteht, wofür er das tun soll, macht er es gern. Und zwar nicht für die Belohnung oder nen Keks, sondern für mich. Das geht also über Bindung. Der Rest ist reiner Gehorsam, bzw. Bleibt ein Rest über, den er eben selbst in seinem Sinne entscheidet. Niemals würde er was tun, weil ich ihn dafür belohne, heißt nicht, dass er eine Belohnung nicht trotzdem mitnimmt. Juckt ihn nur nicht sonderlich, Fressi gibt es eh immer, Spielzeug interessiert ihn nicht. Aber wenn er verstanden hat, dass es mir gefällt, dann tut er es. Meisten eben
Ich mag diese Art Hunde sehr gern.
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Thema Leineziehen:
Anfangs hatten wir das gut geübt. Dann standen draußen erstmal andere Sachen an und ich hab es ehrlich gesagt etwas schleifenlassen.
Seit wenigen Wochen achte ich da wieder sehr drauf, weil Fynn anfing, wirklich zu ziehen. Und er es hat es schnell gelernt und es klappt gut, ich bin zufrieden. Es ist nicht perfekt, für uns passt es aber gut.
Schwer wird es für ihn, wenn Aufregung mit reinspielt, aber gut.
Thema Bett:
Fynn geht abends vor oder mit mir ins Bett und steht nach mir morgens auf.
Er liegt meist an mich gekuschelt, entweder an meinen Beinen, oder neben mir mit auf dem Kopfkissen. Er liebt es so und ich auch.
Wenn wir nicht durch den Wecker geweckt werden und es Frühstückszeit ist, legt er seinen Kopf auf meine Wange und wartet still ab, bis ich wach werde.
Seit neuestem mag er auch zugedeckt werden. Meine zwei Decken übereinander sind ihm aber bisschen zu warm, daher hat er jetzt seine eigene Fleecedecke im Bett.
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Das ist genau so bei uns.
Aber summa summarum mache ich mir jetzt jedenfalls keine Sorgen. Danke, Leute!
Momo hat bis vor so 4 Monaten strikt bei mir im Bett geschlafen. Aktuell wechselt sie in der Nacht zwischen Bett und Flocke. Sie kommt erst kuscheln, wenn ich dann aber zu unruhig vorm Einschlafen bin, geht sie in die Flocke. Irgendwann, wenn ich fest schlafe, kommt sie wieder an und verschafft sich Platz. Ich wache jedenfalls jeden Morgen mit heißem Kopf und verschwitztem Nacken auf, weil ein Backofenpudel dran liegt, und kalter Nase, weil sie mich soweit abgedrängt hat, dass meine Nase an der Granitplatte auf dem Regal neben meinem Bett liegt.
Lilly hat ihren ausgepolsterten Hocker in der Dachschräge direkt neben meinem Bett und schläft fast nur da.
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Der Stursinn und Dickköpfigkeit, aber auch der schlichte Stumpfsinn, überrascht mich bei meinem Boxer hin- und wieder durchaus aufs Neue. Zuviel Druck (was ich in dem Moment z.B. gar nicht als solchen empfinde) und er schaltet einfach ab - weg, keiner mehr zuhause - und schaut 2-3min. stumpf in die Luft und blendet alles andere aus. Und auf Überforderung reagiert er je nach Situation mit Übersprungshandlungen und überdrehen, oder aber eben halt mit abschalten und minutenlang stumpf in die Luft gucken.
Yes- genau das haben wir hier auch. Stumpfsinn, ein Wort was mir noch gefehlt hat. Das ist Ida. Draußen an der Leine, sie zieh wie Hulk, ich korrigiere sie- interessiert sie nicht + sie macht dicht, klopf- klopf: Keiner da. Stur wie ein Panzer, wenn es dann gefährlich ist und sie aus der Zone raus muss hilft im Notfall echt nur Management. Und wenn sie es dann nicht mehr "Wegstumpfen" kann: Überdrehen. Selten, aber ja, genau das kenne ich auch.
Das geht also über Bindung.
Ich glaube über den Weg läuft es hier auch am besten. Je näher wir uns kommen, je mehr sie einen Sinn in irgendwas sieht umso bereiter ist sie eine Aufgabe zu erledigen. Also die Formel: wir haben einen guten Draht + sie versteht was das soll = OK, ich machs.
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Das ist genau so bei uns.
Aber summa summarum mache ich mir jetzt jedenfalls keine Sorgen. Danke, Leute!
Momo hat bis vor so 4 Monaten strikt bei mir im Bett geschlafen. Aktuell wechselt sie in der Nacht zwischen Bett und Flocke. Sie kommt erst kuscheln, wenn ich dann aber zu unruhig vorm Einschlafen bin, geht sie in die Flocke. Irgendwann, wenn ich fest schlafe, kommt sie wieder an und verschafft sich Platz. Ich wache jedenfalls jeden Morgen mit heißem Kopf und verschwitztem Nacken auf, weil ein Backofenpudel dran liegt, und kalter Nase, weil sie mich soweit abgedrängt hat, dass meine Nase an der Granitplatte auf dem Regal neben meinem Bett liegt.
Lilly hat ihren ausgepolsterten Hocker in der Dachschräge direkt neben meinem Bett und schläft fast nur da.
Mein Gott wie süß ist das denn, wie so ein Baby-Beistell-Bettchen, und wie sie da liegt...och Gott.
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Momo hat bis vor so 4 Monaten strikt bei mir im Bett geschlafen. Aktuell wechselt sie in der Nacht zwischen Bett und Flocke. Sie kommt erst kuscheln, wenn ich dann aber zu unruhig vorm Einschlafen bin, geht sie in die Flocke. Irgendwann, wenn ich fest schlafe, kommt sie wieder an und verschafft sich Platz. Ich wache jedenfalls jeden Morgen mit heißem Kopf und verschwitztem Nacken auf, weil ein Backofenpudel dran liegt, und kalter Nase, weil sie mich soweit abgedrängt hat, dass meine Nase an der Granitplatte auf dem Regal neben meinem Bett liegt.
Lilly hat ihren ausgepolsterten Hocker in der Dachschräge direkt neben meinem Bett und schläft fast nur da.
Mein Gott wie süß ist das denn, wie so ein Baby-Beistell-Bettchen, und wie sie da liegt...och Gott.
Ich finds auch echt ultra süß 🥰
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Muss mich mal kurz auskotzen:
Wir arbeiten ja daran, dass mein Hund gelassener wird bei Hundebegegnungen. Wir haben schon sehr viel erreicht.
...und dann rast heute in der Dunkelheit ein unangeleinter schwarzer Labrador-Junghund aus dem Gebüsch und wie ein Pfeil auf uns zu.
An der Bundesstraße. Großes Kino.
Keine Entschuldigung vom Halter, nichts.
Zum Dank ist der V*llidiot dann noch den ganzen Weg direkt hinter uns gelaufen und hat ständig "feiiiiin machst Du das, gaaaanz prima" gesäuselt.
Ist dem eigentlich klar, dass das Verhalten seines Hundes extrem unfreundlich ist unter Hunden??
Der Blitz soll ihn beim Scheißen treffen.
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Muss mich mal kurz auskotzen:
Wir arbeiten ja daran, dass mein Hund gelassener wird bei Hundebegegnungen. Wir haben schon sehr viel erreicht.
...und dann rast heute in der Dunkelheit ein unangeleinter schwarzer Labrador-Junghund aus dem Gebüsch und wie ein Pfeil auf uns zu.
An der Bundesstraße. Großes Kino.
Keine Entschuldigung vom Halter, nichts.
Zum Dank ist der V*llidiot dann noch den ganzen Weg direkt hinter uns gelaufen und hat ständig "feiiiiin machst Du das, gaaaanz prima" gesäuselt.
Ist dem eigentlich klar, dass das Verhalten seines Hundes extrem unfreundlich ist unter Hunden??
Der Blitz soll ihn beim Scheißen treffen.
Hast du dem Halter gesagt wie blöd das für euch ist? Manchmal kommen die einfach nicht selbst drauf und meinen es gar nicht böse. Klar ausgesprochen weiß er es zumindest fürs nächste Mal
Aber ich verstehe dich, ich kann das auch nicht haben.
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Hast du dem Halter gesagt wie blöd das für euch ist?
Man muss es ja nicht zwingend dem Halter sagen, falls man den Konflikt nicht will. Man kann z.B. auf Seite gehen und seinem Hund freundlich erklären: "Komm, wir lassen den mal vorbei, der nervt schon ein bissel, oder?" bzw. "der ist dir zu aufdringlich/zu dem hättest du gerne mehr Abstand, oder?" etc. Je nachdem, wie freundlich man es erklären will.
Also zumindest vorbei gelassen hätte ich ihn schon in der Situation und dabei mit meinem Hund irgendwas nettes gemacht.
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