Rumänischer Mischling Paul zieht ein

  • Wie geht es dem "Kleinen" denn inzwischen?

    Bremse einlegen kenen wir hier übrigens auch, gerade in stressigen Situationen, aber auch, wen etwas unbekannt oder neu ist und erstmal in Ruhe eingeschätzt werde soll. Oder, wenn ich selbst gereizt oder genervt bin, dann haut Blanca auch sofort die Bremse rein. Anfangs war es eine ziemlcihe Herausforderung, dann nicht genau davon genervt zu sein, das ist nämlich nicht hilfreich. :rolling_on_the_floor_laughing:

    Tief durchatmen, entspannt die Gegend anschauen und mehr Geduld als der Hund haben hilft da weiter.

    Inzwischen lässt sie sich auch mit Kommandos weiterbewegen, aber auch da manchmal nur ein paar Schritte bis sie wieder stehenbleibt, wenn die Ursache nicht weg ist.

  • Dem kleinen geht es soweit doch ganz gut. Das hinlegen hat sich weitesgehend gelegt, ABER, die Woche hat es ja geschneit was jetzt natürlich richtig spannend ist. Da kommt es, gerade bei aufgehäuften Schnee zu Pausen. Aber diese lassen sich mit einem "komm“ flott regeln. Wobei wir auch kleine Spielpausen einlegen.


    Gefühlt scheint er sich an gewisse Dinge gewöhnt zu haben, aber das er Paul heißt, weiß er leider noch nicht immer 😀


    Abendliche Unruhen lassen sich bzgl Futter leicht eingrenzen. Jedoch die genannte nudel- Diät hat er nicht mitgespielt, auch eine andere Alternative ging nicht, lediglich der Napf wurde verbal bestraft 😀


    Was sich jetzt zuhause zeigt, dass ihm scheinbar teilweise langweilig ist, die Pubertät einsetzt oder der Zahnwechsel ansteht. Alles, wirklich alles wird angeknabbert. Ein kong, ein knotenseil, ein Kuscheltier bringen maximal 10 Minuten Ablenkungen, bevor es wieder an Couch, liege, Teppich und co geht. Zwar lässt sich das häufig beenden. Jedoch muss man immer ein Auge auf den kleinen haben, wenn man keine böse Überraschung haben will. Vier paar Schuhe sind schon zum

    Opfer gefallen. Und das waren maximal 5 Minuten wo er unbeobachtet war.


    Da wir aber auf Proteine verzichten und die oben genannten Mittel auch keine Wirkung bzw langfristige Wirkung bringen - sind wir aktuell in Detektiv Modus sobald er unterwegs ist.


    Eigentlich wollen wir das auch gar nicht, weil wir ja auch so ein wenig in den Alltag zurück müssen. Aber ja 😅


    Hatten auch schon die ein oder andere Begebung beim gassi gehen. Scheinbar kommt er eher mit Damen zurecht. Hier waren die Fronten schnell geklärt und er leckte die Damen anschließend ab. War für uns eine schöne Begegnungen, ihn mal nicht so gestresst und unter Strom stehend zu sehen. Sondern er war in dem

    Moment Hund und wirkte sehr fröhlich. Auch eine andere Begegnung, zeigt eher ein ausgeprägtes spielverhalten.


    Auch wenn bereits im Ort erzählt wurde, der Hund sei aggressiv. Was er definitiv nicht ist. Aber das habe ich ja auch mehr hier gelernt.

  • Auch wenn bereits im Ort erzählt wurde, der Hund sei aggressiv. Was er definitiv nicht ist. Aber das habe ich ja auch mehr hier gelernt.

    Du hattest doch in diesem Thread beim ersten Beitrag folgendes geschrieben.


    gegenüber anderen Hunden ist er massiv aggressiv, wenn man ihn nicht zügeln würde, würde er zu 99 Prozent beißen.


    Hab ich da was falsch verstanden? :ka:
















  • Solche Aggressivität - aus welchem Grund auch immer - ist trotzdem bedenklich.

    da gebe ich dir recht, aber der Hund kommt aus der Tötung in Rumänien, war dann ein Monat im Tierschutz. Kam zu uns und wir haben direkt mit ihm gearbeitet. Wir auf Rat vom Forum auf die Bremse treten sollten, was wir auch taten, brachte hier Entspannung. Nicht unbedingt im gewünschten Maße aber Zumindestens so das er mit anderen Hunden, ohne Leine spielen kann. Zusätzlich arbeiten wir mit einer Trainerin die uns in kleine und passende Gruppen einbinden will und kontrolliert den Hund mehr sozialisieren will.

  • da gebe ich dir recht, aber der Hund kommt aus der Tötung in Rumänien, war dann ein Monat im Tierschutz.

    Ich meine es nicht auf seine Vorgeschichte, sein Leben vorher bezogen .... ich hatte/habe NUR solche Hunde. HSH, deren Mixe und auch andere Mixe aus Rumänien, nach entsprechenden (langen, vollen) Transporten, HSH aus dem TS, wegen Mißhandlung beschlagnahmt usw.


    Ich meine es auf sein Wesen bezogen.

    DAS stimmt bedenklich, da er doch offensichtlich HSH-Gene hat UND ein Familienhund sein soll.


    Dieses absolute und aggressive Vorgehen in vermutlich beängstigenden Situationen, obwohl er doch erst so kurz bei Euch war.

    Das halte ich einfach für latent gefährlich.


    Sollte er solches Verhalten auch nur ein- oder zweimal erfolgreich - auch nur ansatzweise - gegen Euch zeigen, ohne eine entsprechende sofortige und deutliche Korrektur zu erfahren, könnte Hopfen und Malz bereits verloren sein.


    Denn bisher wurde dieser Hund ja nicht geführt.

    Wird er es auch weiterhin nicht, richtet sich diese Aggressivität irgendwann gegen die eigene Familie.


    Traurige Beispiele für so etwas gibts ja leider genügend.

  • Sollte er solches Verhalten auch nur ein- oder zweimal erfolgreich - auch nur ansatzweise - gegen Euch zeigen, ohne eine entsprechende sofortige und deutliche Korrektur zu erfahren, könnte Hopfen und Malz bereits verloren sein.

    Solch ein Verhalten zeigt er gegenüber Menschen nicht, selbst gegenüber fremden Menschen zeigt er das nicht. Lediglich gegenüber Hunden und in naher Vergangenheit eher gegen Rüden.


    Was meinst du, welche Korrektur da in Anbetracht kommt?

  • Im Übrigen, was heißt das schon? "Aus der Tötung"? Er lebt ja noch, war also "lediglich" unter üblen Verhältnissen (wie so viele andere tausende auch) eingesperrt, überlebte, wurde transportiert, war nur vier Wochen im deutschen TS --- das ist zeitlich gesehen und auch was die Umstände betrifft durchaus erträglich, bezogen auf seine Jugend.


    Dass solche Erfahrungen tief verankert sind, ist klar.

    Die machen andere Hunde aber eben auch und entwickeln sich halt anders.



    Meine Empfehlung: niemals vergessen, daß Ihr vermutlich einen HSH-Mix habt. Der wird mal groß, mächtig, kräftig und sehr selbstbewußt. Dahingehend eigenständig, daß er selbst Entscheidungen trifft/treffen wird, sofern Ihr das nicht mit vorbildlicher Contance und Selbstsicherheit vorher selbst für alle verbindlich regelt.

    In den ersten drei Jahren sind HSH wie Teddys - aber danach, so ab vier, mit überstandener Pubertät, sind sie erwachsen und gefestigt, entwickeln nicht nur ihre eigenen Ideen (die haben sie auch lange vorher schon!), sondern führen sie auch - bei mangelnder Führung - kompromißlos durch.


    Es gibt leider einige HSH-Mixe, die sich auch gegen die eigene Familie/Herde/Tierschar wandten. Bei falscher Behandlung über längeren Zeitraum hinweg sogar dann, wenn sie NICHT aus dem TS stammten, sondern seit Welpenalter aus bester Zucht in der liebenden Familie waren.

    Solche, die mit dem Menschen Diskussionen über Ressourcen führten, die auch durchaus mal mit den Zähnen geregelt wurden. Meist treffen diese (Zähne) dann erstmal die Schwächsten der Rangordnung.

    Einmal damit durchgekommen, gibts allerdings kein Halten mehr.



    Der einzige Rat, den ich Euch geben kann, lautet: seid bitte jederzeit souveräne und gelassene, aber immer absolut hundertprozentige Führer dieses Hundes.

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