Unsere Hündin hat gebissen. Muss sie weg?
-
-
Kleinkinder kennen beide. Wir haben einige in der Familie und bis jetzt waren die beiden auf allen Familienfeiern dabei, beide seid Welpenbeinen an. Da gab es noch nie Probleme und diese Kinder sind auch manchmal grob und unvorsichtig.
Kann sein , dass es da schon Probleme gab und ihr das nicht wahrgenommen habt.
Das gebissene Kind hat vielleicht nur das Fass zum überlaufen gebracht.
-
- Vor einem Moment
- Neu
Hi
hast du hier Unsere Hündin hat gebissen. Muss sie weg?* schon mal geschaut? Dort wird jeder fündig!
-
-
Kleinkinder kennen beide. Wir haben einige in der Familie und bis jetzt waren die beiden auf allen Familienfeiern dabei, beide seid Welpenbeinen an. Da gab es noch nie Probleme und diese Kinder sind auch manchmal grob und unvorsichtig.
Kann sein , dass es da schon Probleme gab und ihr das nicht wahrgenommen habt.
Das gebissene Kind hat vielleicht nur das Fass zum überlaufen gebracht
So würde ich das auch sehen.
Aber abgesehen von dem was schon gesagt wurde: Ihr habt offensichtlich 2 tolle Hunde. Beide nehmen die Kinder innerhalb der Familie mit sehr sehr sehr sehr sehr viel Geduld an. Ich würde zu 99% wetten, dass beide Hunde bei den Familienkinder schon mehr wie einmal Beschwichtigt haben und ihr als Eltern nur grinsend daneben standen und euch gefreut habt, dass Kind und Hund so toll klar kommen.
Beide Hunde waren und sind entsprechend wirklich sehr nett, bisher. Aber dieses fremde Kind, was nicht in den Familienkreis gehört hat und was frech und übergriffig war, dass war nun eben dem einen Hund zu viel.
Was ihr aus den Vorfall lernen solltet ist, dass jedes Lebewesen ein lebendes, echtes Wesen ist, mit eigenen Ansprüchen an Freiraum, Ruhe und Schutz. Das gilt für dein Kind, Familien-Kinder, fremde Kinder UND auch euren Hunden.
Hunde dürfen im Trubel dabei sein, aber sie müssen sich zurückziehen können und dürfen. Zukünftig solltet ihr also, abgesehen von erwähnten Sicherheitsmaßnahmen, dafür Sorge tragen das eure Hunde auch geschützt sind vor den Kindern. Eure Kinder, Familien-Kinder, fremde Kinder. Ein Hund der weiß das er sich zurückziehen kann und darf und dann geschützt ist, wird dies im Regelfalle auch tun. Ein Hund der lernt das jedes Kleinkind auf ihm herumtrampeln darf, wird irgendwann sich eben selbst schützen.
Aber das ist nicht dem Hund oder den Kindern anzulasten. Sondern euch
-
Kleinkinder kennen beide. Wir haben einige in der Familie und bis jetzt waren die beiden auf allen Familienfeiern dabei, beide seid Welpenbeinen an. Da gab es noch nie Probleme und diese Kinder sind auch manchmal grob und unvorsichtig.
Kann sein , dass es da schon Probleme gab und ihr das nicht wahrgenommen habt.
Das gebissene Kind hat vielleicht nur das Fass zum überlaufen gebracht.
Das vermute ich auch. Allein die Aussage diese Kinder sind auch manchmal grob und unvorsichtig lässt ja schon stark darauf schließen, dass die Kinder die Hunde bedrängen konnten, wie sie lustig sind.
Juli93 Du solltest deine Hunde IMMER davor bewahren, bedrängt zu werden, auch und vor allem durch Kinder. Da könnten noch viel gefährlichere Situationen entstehen zumal es deinen Hunden gegenüber auch mehr als unfair ist. Deine Kinder hättest du doch sicher auch niemals von irgendwelchen anderen Menschen grob und unvorsichtig betstschen lassen. Und nicht nur deine Kinder sind auf deinen Schutz angewiesen, sondern auch deine Hunde.
-
Weißt du was du deiner Tochter sagen solltest?
„Liebes Kind, es tut mir schrecklich leid! Wir als Eltern hätten dich nie in so eine Situation bringen sollen. Wir haben dir eine Verantwortung auferlegt, die ausschließlich wir tragen. Dich trifft keinerlei Schuld, Lilly trifft keine Schuld und das Kleinkind auch nicht. Wir haben uns übernommen und unser Hundeverständnis überschätzt. Wir als Eltern werden jetzt die Verantwortung übernehmen und uns für die Zukunft besser mit dem Thema Hundehaltung auseinander setzen. Gerne darfst du dort auch mitmachen, wenn du das möchtest. Zukünftig werden wir aber dafür sorgen, nicht mehr in eine solche Situation zu kommen!“
Und zusätzlich mal einen Kinderpsychologen drauf gucken lassen, der sich mit Angstbewältigung auskennt Und nicht selbst rumdoktern.
-
Liebe Juli,
ich kann total verstehen das eure Familienhund Idylle hier gerade ins wanken gerät u es sicherlich auch erstmal braucht bis sich das hier in deinen Gedanken setzen kann. Ich musste vor vielen Jahren auch lernen das Hunde Zähne haben. Natürlich hab ich das vorher gewusst. Aber auch ich war hier naiv u von unserem ersten Hund und seiner Art mit Kindern umzugehen total verwöhnt. Sein Nachfolger hat uns schnell gezeigt wozu seine Zähne da sind. Und es war definitiv nicht seine Schuld
und auch nicht die von unserem Sohn. Der Zwerg ist damals unglücklich über den Hund gestolpert und der Hund hat ihn abgeschnappt, aber bis auf einen blauen Fleck durch die Hose, nicht wirklich verletzt. Trotzdem hat es mein gesamtes Management von Kind und Hund geändert. Ich war viel aufmerksamer und vorsichtiger. Der Hund war im übrigen ein absolutes Lamm. Bis zu seinem letzten Tag unterwürfig. Immer zu allen Menschen zugewandt u nie agressiv. Nur meinem Sohn hat er jahrelang nicht mehr getraut.
Mein heutiger Hund ist auch ganz brav, er geht aus Situationen die ihm unheimlich sind raus. Trotzdem achte ich gerade bei Begegnungen mit Kleinkindern immer darauf das sie nicht an den Hund kommen können. Wenn nur mit Anleitung u ich erkennen kann das der Hund sich in der Situation gut fühlt.
Hier im Hundeforum schreiben viele langjährige Hundehalter mit Erfahrung und oft unterscheidet sich das auch von dem was 'Otto Normal' Hundehalter so denkt. Das geht halt oft gut, bis dann was passiert u die rosa Blase platzt.
Ihr solltet euch dass hier geschriebene wirklich zu Herzen nehmen und euch was Hundesprache u Verhalten angeht informieren.
Eure Tochter solltet ihr nicht mehr alleine mit dem Hund los schicken, nach dem Motto wer vom Pferd abgeworfen wurde, sollte wieder aufsteigen. Bitte begleitet sie. Nehmt Einzelstunden bei einem Trainer. Gebt ihr Unterstützung.
-
-
Dass die Eltern des Kleinkindes eine Mitschuld tragen, sehe ich ebenfalls so. Schließlich waren sie genauso unaufmerksam wie meine Tochter. Und von erwachsenen kann man schon erwarten, dass sie auf ihr Kind aufaufpassen.
Da wären wir wieder bei der Gefährdungshaftung. Ihr als HH haftet allein schon aufgrund der bloßen Existenz des Hundes.
Schuld haben weder der Hund noch Eure zwölfjährige Tochter, das Kleinkind oder dessen Eltern. Euer Hund hat verletzt - Punkt. Als HH haftet man im blödesten Fall auch bei der Blödheit anderer. Aber den Hut wollt Ihr ja Eurer Tochter aufsetzen statt sich mal gehörig an die eigene Nase zu fassen...
-
Ein Beispiel. Ich hatte seit ich klein war wahnsinnige Angst vor Spinnen, meine Eltern haben mich in dieser Angst bestärkt, indem sie immer alle Spinnen für mich beseitigt haben.
hätte es deiner Angst als Kind geholfen wenn dich deine Eltern in einen Raum mit tausenden Spinnen gesperrt hätten? Nur um dich mit deiner Angst zu konfrontieren?
Bestimmt nicht! Das wäre nach hinten losgegangen.
Aber du hattest ähnliches mit deiner Tochter vor. Anstatt ihre Angst ernst zu nehmen hättest du sie erneut dieser Angst ausgesetzt. Alleine!
Das kann nicht funktionieren! Hätte es nicht bei dir als Kind, aber auch nicht bei deiner Tochter. Oder einem anderen Kind!
-
Eine richtig blöde Situation. Ich würde die Tochter auch mit dem anderen Hund nicht mehr spazieren gehen lassen. Kinder können Situationen nicht so einschätzen wie erwachsene. Da die Eltern des anderen Kindes dabei waren hat sich deine Tochter vielleicht auch nicht getraut die Situation abzubrechen bevor etwas passiert. Ich hätte mich als 12 jährige nicht so getraut einem Erwachsenen zu sagen er soll sein Kind nicht den Hund streicheln lassen.
Zu dem Thema der Hund war vorher immer nur freundlich mit Kindern: Schau dir mal die canine ladder of agression an (einfach eingeben bei Google, sehr anschauliches Modell über verschiedene Vorstufen des beissens). Es können schon sehr subtiele Zeichen andeuten, dass der Hund etwas nicht möchte. Oft werden die "leiden" Zeichen einfach übersehen und dann kommt es einem so vor als wäre der Biss aus dem nichts gekommen, ist er aber nicht.
-
Deine Tochter hatte so ein traumatisierendes Erlebnis und du hast keine bessere Idee als sie allein auf die Straße mit eurem anderen Hund zu schicken?
Ich habe keine Kinder, aber schon alleine um meiner Tochter Willen würde ich sie ab sofort immer selbst mit den Hunden raus gehen. Wenn sie möchte kann sie mitkommen und wenn nicht dann nicht.
Weißt du wie blöde sich das auch als Gegenüber anfühlt, wenn da ein Kind an einem großen Hund hängt und wie ein Fähnchen hinterher wedelt? Und du als Gegenüber/Erwachsener überblickst alle Risiken und weißt du bekommst auf einmal, ungefragt, sämtliche Verantwortung für den Ausgang der Situation aufgedrückt nur weil Eltern dachten "das geht schon klar."
Mit eurer Lilly ist nichts falsch, wer weiß wie oft sie den Familienkindern schon durch entsprechendes Verhalten gesagt hat, dass sie sich unwohl fühlt?
Und wer sagt denn das Lilly aggressiv zugebissen hat? Vielleicht hat sie nur abgeschnappt, das geht rasend schnell, und dabei die kleine Hand erwischt und fest gehalten. Was ist denn so eine kleine Hand im Gegensatz zu einem Maul mit 42 Zähnen die auf Beute greifen ausgelegt sind? Nichts.
Ich verstehe die anderen Eltern total. Die hatten auf einmal eine Situation mit einer schreienden 12-jährigen, einem brüllenen und verletztem Kleinkind und einem fremden Hund, von dem sie auch nicht wissen wie er reagiert wenn sie eingreifen, zu regeln, die du ihnen aufgezwungen hast und dann stehst du nicht mal zu dem Mist den du gebaut hast. Nein, du suchst Schuldige. Lily, das Kleinkind und nun die anderen Eltern. Wer war denn nicht da? Du.
Ich setze mich jetzt auf meine Finger.
Naiv sein kann man, aber dann muss man auch dazu stehen wenn man Mist baut.
Und das ganze noch "privat" regeln zu wollen ist der Gipfel der Frechheit. Wir reden doch nicht über einen Kratzer am Auto oder eine zerbrochene Glasscheibe.
-
Ich habe auch 2 Collie-Hündinnen. Beide sind wirklich geduldige und sanfte Hunde und haben eine relativ hohe Reizschwelle. Sie wurden schon bei der Züchterin an Kinder gewöhnt, weil wir mehrere Kinder haben plus deren Freunde plus Enkel.
Aber.....die kleineren Kinder dürfen nur unter Aufsicht und mit Anleitung an die Hunde. Da hat kein Kind am Fell zu ziehen oder grob auf den Hund zu hauen und schon garnicht ans Maul zu gehen.
Meine beiden Collies haben gelernt, dass ich das regle, wenn sie genervt sind und "melden" mir das entsprechend. Dazu muss ich aber eben immer ein Auge auf das Geschehen haben. Und da kommen wir zum springenden Punkt.....ein 12-jähriges Kind kann das nicht leisten. (mein jüngster Sohn ist auch fast 12) Weder kann es die Situation richtig einschätzen, noch kann es dezente Reaktionen des Hundes sehen oder deuten und dann auch noch adäquat reagieren..
Was ist, wenn plötzlich ein Reh, Fuchs, Hase vor dem Hund aus dem Gebüsch springt? Der Collie ist ein Hütehund und würde da erstmal aufschrecken und hinterher wollen. Könnte deine Tochter den Hund dann halten?
Ein anderer Hund kann euren Hund nicht leiden und will auf ihn losgehen. Könnte deine Tochter das managen?
Der Hund verletzt sich unterwegs ....könnte deine Tochter da ruhig bleiben, dem Hund helfen und beruhigen?
Nein, könnte sie alles nicht, weil sie einfach zu jung ist. Da ist eine viel zu große Verantwortung für ein Kind.
Geh doch lieber in Zukunft zusammen mit deiner Tochter und den Hunden eine Runde. Gib ihr Sicherheit und gib den Hunden Sicherheit. Beobachtet die Hunde, lernt, seine Körpersprache zu lesen. Aber lass deine Tochter bitte nicht mehr alleine mit einem Hund rausgehen.
-
- Vor einem Moment
- Neu
-
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!