Hund anschaffen - ja oder nein? Zwergpudel für meine Lebenssituation geeignet?

  • Aber die Fragen des TE sind schon richtig. Das sind die Gedanken die man sich vorab machen muss. Fragen die man vorab stellen muss. Viele holen sich einen Hund ohne eine Idee zu haben was das an Zeitinvest eigentlich bedeutet.

    Genau so sehe ich es auch. Der TE hat hier ja schon eine Menge Feedback dazu bekommen, wie viel Zeit und Aufwand so ein Hund bedeutet.


    Für mich liest es sich so als wäre es ja überhaupt noch nicht in Stein gemeißelt, dass der TE sich wirklich einen Hund anschaffen wird. Er wirkt zwar (noch) etwas uninformiert, aber dann ist er hier doch goldrichtig, um das zu ändern :) und auch was die Rassewahl angeht fragt er doch hier explizit nach, ob diese passend wäre. Und das alles bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist und der Hund schon da ist und Probleme macht

    Vielleicht überdenkt er ja nach all dem, was hier geschrieben wurde seinen Hundewunsch auch nochmal, oder er entscheidet sich dafür mehr Zeit für einen Hund in seinem Alltag einzuplanen. Oder für eine andere Rasse, oder doch gegen einen Welpen, wer weiß

    Das kann aber durchaus vorhanden sein, nur etwas unter den Bedenken begraben … deshalb schade, das die Frage wieso, was willst Du mit ihm machen, worauf würdest Du Dich so richtig freuen einfach etwas untergegangen und nicht beantwortet wurde

    Busher hat sich der TE doch nach dem Eingangspost gar nicht mehr zurück gemeldet, oder habe ich irgendwas übersehen?

    Vielleicht wird er ja all die Fragen, die hier gestellt wurden, noch beantworten :) er muss ja auch erstmal dazu kommen hier alles zu lesen


    Ich finde jedenfalls viele Annahmen hier eher spekulativ und da wird ggf. auch vieles in den Eingangspost rein interpretiert, denn so viele Informationen haben wir ja noch gar nicht.

  • So richtig LUST UND VORFREUDE haben so unheimlich, unheimlich viele. Aber Lust und Vorfreude ist nicht gleich gute Idee.

    Naja zwischen blauäugig naiv und nur Bedenken liegen aber einige Graustufen 😉


    Ich finde halt, minimal Anspruch, wenn ich mir überlege einen Hund anzuschaffen ist:

    - ich gehe sehr gerne raus und bewege mich auch gerne draußen (auch bei nicht so guten Wetter)

    - ich habe Lust mit dem Welpe zu „arbeiten“ … wenigstens Grunderziehung und etwas Hundeschule sollte drin sein … und eigentlich finde ich auch, es macht nur Sinn wenn man sich wenigstens ein bisschen darauf freut.

    - ich freue mich darauf Zeit mit Hund zu verbringen und finde es auch spannend zu schauen in wie weit ich mein Leben so zu organisieren, dass er möglichst viel teilhaben kann (Urlaub, Sport, …)

  • Aber das passiert doch hier. Es wird überlegt, sich einen anzuschaffen und geschaut, inwieweit das passt. Dazu werden sogar noch andere befragt.


    Dazu braucht es aber keine lesbaren Herzchen in den Augen und die von manchen geforderte Begeisterung.


    Im Gegenteil, Herzchen in den Augen verleiten ganz viele dazu, etwas vollkommen verklärt zu betrachten, sich schönzureden und dann entgegen der objektiven Gegebenheiten einen Hund anzuschaffen, bei dem es dann schon in den ersten Tagen am Alleinbleiben hapert und der Halter aus allen Wolken fällt. Da helfen die initiale Begeisterung und Vorfreude ebenso wenig wie all die Liebe dieser Welt.

  • Nicht die paar Tage, wo mal kleine Brötchen gebacken werden. Sondern das permanente knapp auf knapp und eng gestrickt

    Hundehaltung macht so auch einfach keinen Spaß. Ich bin ja schon genervt, wenn ich gehetzt die 30min Zeit morgens um 6Uhr habe, weil spätestens um 6.35Uhr muss ich im Auto sitzen. Da steh ich schon mit Kacktüte über die Hand gezogen und warte, bis der letzte sich auch mal bequemt hat, damit wir zurück laufen können und ich nicht zu spät komme. Und das ist der ganz normale Morgenstress, nicht 4x am Tag. Wieso sollte man sich diesen Stress antun wollen, wenn es täglich so abläuft?

    Hier schrieb jemand das jeder Hund "individuell und nicht planbar ist". Genau da liegt doch die größte Herausforderung. Es kann sein das der Zwergpudel sich an einem Tag mit 30 Minuten begnügt. Es kann aber auch sein, das er eine Woche lang den Drang hat, jeden Tag 3x 60 Minuten raus zu wollen + Kopfarbeit. Und da muss der TE sich die Frage stellen ob er das leisten kann und möchte und sich auf die individuellen Bedürfnisse eines Hundes einlassen kann

    Gewollt ist ein Zwergpudel. Ein sehr langlebiger sehr agiler Begleithund mit wachen Verstand.

    Der würde sich schon an die 30min gewöhnen. Begleithunde machen das mit, die hängen einem bei Unterforderung eher nicht im Arm... Sie verblöden einfach. Sie werden kläffig und eignen sich Unarten an, die zwar nerven, aber nicht lebensbedrohend sind. Und dann leben die eben so ihr tristes Dasein.


    Ich weiß aber gar nicht, was da jetzt dagegen spricht, dass man sich nach der Schule erstmal den Hund schnappt und 1-1, 5h unterwegs ist. Tagsüber ist der Hund mit der Partnerin zuhause und kommt mal kuscheln und verpennt den Tag und danach geht's die große Runde raus. Und während er von seinem Gassigang träumt, wird abends noch am Schreibtisch gesessen. Ist doch hier nicht anders.

    Also so dramatisch sehe ich das nicht.


    Kompliziert wird es hier bei Konferenzen, bei Klassenfahrten, bei Schulwettbewerben, Fachtagungen, bei Vertretung, wo man deutlich länger da ist, bei Schilfs... Alles, was außerhalb des Stundenplans ist. Und wenn dann noch der Partner parallel etwas hat, Überstunden, Geschäftsessen etc.

    Da muss man sich als Paar einfach gut absprechen und organisieren. Aber das ist doch völlig machbar, wenn beide Leute einen Hund haben und sich darum kümmern möchten. Da noch ein Sitter im Hintergrund für Notfälle, dann ist das doch tacko.


    Zusätzlich dazu kommt beim Zwerg noch das Bisschen Pflege dazu. Das ist aber bei so einem kleinen Hund keine Stunde Arbeit alle 2-3 Wochen mal. Mehr muss man da eigentlich nicht ran.


    Die Bedingungen sind also nicht schlecht, es klang halt nur im Ausgangsposting nicht wirklich an, dass man darauf so richtig Bock hat. Ich glaube, das ist vielen Usern hier aufgestoßen.

    Hier will einfach jemand wissen, wie einschränkend Hundehaltung ist. Und das ist sie. Insbesondere mit einem jungen Hund, wo nichts nach Uhr läuft.

  • BellaMN

    Ich glaube wir sind gar nicht soweit auseinander, Du interpretierst bei mir nur was rein.


    Realismus statt Herzchenregen und ich Lieeeebe Tiere finde ich durchaus sinnvoll.


    Aber für mich hat etwas eine Analyse des eigenen Lebens und was er gerne macht und ob dies zum Hund passt.

    Wir verbringen sehr gerne sehr viel Zeit draußen … da passt ein Hund schon mal gut dazu.

    Meine Kinder verbringen viel Zeit in Turnhallen und auf dem Tennisplatz … da passt er weniger, wie organisieren wir das?


  • Wie kommt ihr auf diese Aussagen?

    Ich würde für einen Einzelhund 5 Stunden täglich als Obergrenze setzen (und auch das nicht gern) mit folgender Begründung (die aber allein auf meiner Erfahrung beruht).

    Meine Einzelhunde schliefen/schlafen in meiner Anwesenheit tagsüber 2-max 2,5 Stunden am Stück. M

    Joa, DEINE Hunde sind aber halt auch nicht JEDER Hund.

    Und ob 5h oder 6h wird man halt individuell entscheiden müssen, am jeweiligen Hund.


    Mein entspannt alleinbleibender Hund pennt während der 6h, wenn ich die im Home Office mache :ka:


    Und nur weil die Hunde in deiner Anwesenheit alle 2h aufwachen, gehst du davon aus, das tun sie auch, wenn du abwesend bist, okay...

  • Nur dass du dieses Klischee so fett betonierst mit deinen eigenen Äußerungen, auf die sich sowohl die Aussage von Lucy_Lou als auch meine bezogen...


    Wie kommst du darauf, dass mich das trifft?

    Ich bin keine Lehrerin, habe aber etliche Jahre mit diesen zusammen gearbeitet - und habe wie Lucy_Lu dabei "solche und solche" Lehrer kennen gelernt ... die mit viel Freizeit, und die, die engagiert waren und ihre Pflichten nicht auf den Präsenzunterricht beschränkten.

  • Es gibt in JEDEM Beruf „solche und solche“. Ich wüsste nicht, wieso das nur den Lehrerberuf betreffen sollte. Wenn man mit sich und seinem beruflichen Engagement im Reinen ist, sollten Einen solche Klischées doch kalt lassen. Mir ist das vollkommen egal, was andere Leute meinen über mich und meinen beruflichen Einsatz zu wissen. Die Leute auf die es ankommt, wissen das schon richtig einzuschätzen…

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!