Canis Kynos - Die Rechte des Hundes

  • Als ehemaliger Altphilologe find ich den Namen einfach so sinnlos.

    Es heißt Hund-Hund.

    Das verwirrt mich immer. Was soll das aussagen? Soll das eloquent klingen?

    Welcher Name denn?

    Die heißen Canis, Zentrum für Kynologie


    Canis Kynos wird nirgends auf der Homepage als Name dieser Institution benutzt, keine Ahnung, wie Garm im Eingangspost darauf kommt?


    Und zum Wolf: der ist nun mal der Vorfahre des Hundes. Biologisch sind Hunde Wölfe. Eine Hundeschule, die Verhalten und Bedürfnisse nicht vor dem wiss.. Hintergrund des Wolfsverhaltens ( auch das seiner Haustierform) interpretiert, wäre für mich unseriös.


    Was ich mich frage ist allerdings, ob der Hund Rechte haben kann, er hat ja auch keine Pflichten.

    Ich würde eher von Bedürfnissen sprechen, die ein guter Hundehalter erfüllen sollte.


    Die Mäusesache würde ich so formulieren:


    Als Haustierform des Wolfes haben Hunde Jagdtrieb, der individuell unterschiedlich ausgeprägt ist. Der Hundebesitzer muss eine individuell angemessene jagdliche Betätigung oder Ersatz- Betätigung anbieten..


    Das kann dann auch für den Hof-Spitz oder Terrier die Mäusejagd sein.



  • vermutlich, weil die Webseite so heißt…..canis-kynos.de

  • Und zum Wolf: der ist nun mal der Vorfahre des Hundes. Biologisch sind Hunde Wölfe. Eine Hundeschule, die Verhalten und Bedürfnisse nicht vor dem wiss.. Hintergrund des Wolfsverhaltens ( auch das seiner Haustierform) interpretiert, wäre für mich unseriös.

    Nein, Hund und Wolf haben einen gemeinsamen Vorfahren, haben sich in der Entwicklung aber schon vor längerer Zeit getrennt. Der heutige Wolf ist auch nicht mehr wie der damalige mal war. Deshalb macht der Vergleich mit Wölfen nur bedingt Sinn, wenn es allgemein um Verhalten von Hundeartigen geht. Wolfsrüden helfen z. B. bei der Aufzucht der Jungen mit, machen Hunde nicht.

  • Im Speziellen kann man da viel kritisieren. Also einige dieser Rechte, ob Hunde Rechte haben können, die genauen Beschreibungen... Ich bin auch nicht unbedingt Canis-Fan.

    Ich finde es aber erstmal einen guten Ansatz, darauf aufmerksam zu machen, dass Hunde Bedürfnisse haben. Und dass das erfüllen dieser Bedürfnisse nicht optional ist, sondern eine Voraussetzung sein sollte, wenn man sich einen Hund anschafft. Das "Rechte" zu nennen finde ich rein für die Vermarktung und fürs (umgangssprachliche) Verständnis gar nicht so dumm.

    Wie gesagt, ich verstehe durchaus die vorgebrachten Kritikpunkte und ich sehe da auch einiges kritisch bei den Rechten in dieser Form. Aber den Ansatz finde ich nicht verkehrt.

  • Canis Kynos wird nirgends auf der Homepage als Name dieser Institution benutzt, keine Ahnung, wie Garm im Eingangspost darauf kommt?

    Weil die Instagramseite von denen so heißt 🙂

  • Als ehemaliger Altphilologe find ich den Namen einfach so sinnlos.

    Es heißt Hund-Hund.

    Das verwirrt mich immer. Was soll das aussagen? Soll das eloquent klingen?


    Mir drängt sich dann als erstes die Frage auf, ob die Konzepte auch nach mehr klingen als sie sind.

    da werden aber weitreichende Schlüsse aus einem Domain- Namen gezogen.

    Weil die Instagramseite von denen so heißt 🙂

    Hier wurde die Homepage zitiert und auf der steht der (sinnvolle) Name ganz deutlich…

  • Nein, Hund und Wolf haben einen gemeinsamen Vorfahren, haben sich in der Entwicklung aber schon vor längerer Zeit getrennt

    Ich weiß nicht, wie du diese Aussage begründest, aber biologisch ist der Hund ein Wolf. Die genetische Trennung war viel zu kurz, damit eine neue Art entsteht. Ein Beweis dafür ist, dass sich Hund und Wolf verpaaren und ihre Nachkommen uneingeschränkt fortpflanzungsfähig sind. Dafür ist eine Verhaltensmäßige (ethnologische), anatomische, genetische und immunologische Nähe nötig, die es bei Tieren aus getrennten Arten nicht gibt.

    Übrigens hat der Biologe Erik Ziemen dazu umfassend geforscht, einer der Gründer der Canis-Ausbildung.

  • „Auch wenn bei der als Veränderungsprozeß (Hediger, 1939) erkannten Domestikation kein Merkmal unverändert bleibt, so wird doch die Artgrenze nie überschritten. Alle Haustiere sind folglich Unterarten (Rassen) der wildlebenden Vorfahren und bleiben mit diesen fruchtbar.

    Aus

    https://www.spektrum.de/lexiko…gie/haustierwerdung/30896


    Alle Gene, alle Verhaltensweisen, die Hunde zeigen, stammen vom Wolf. In der Domestikation wird selektiert, mancheMerkmale/ Gene gehen verloren, aber es entsteht nichts neues.

    Z.B. sind sämtliche Jagd- und Hüte-Verhaltensweisen im Jagdverhalten des Wolfes vorhanden. Daher braucht man Wissen über den Wolf, um Hunde zu verstehen.

  • Es geht doch um den Vergleich von Wölfen mit Hunden und nicht um Arten oder Fortpflanzungsfähigkeit. Wie du selbst zitiert hast "Veränderungsprozeß". Weshalb der Vergleich Wolf/Hund nur bedingt sinnvoll ist, weil sie sich in wesentrlichjen Merkmalen unterscheiden, etwa Aufzucht der Jungen. Da zeigen Hunde ein völlig anderes Verhalten als Wölfe.

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