Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 13
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Das stimmt. Ich glaube man kriegt oft einfach das Gefühl vermittelt alles muss da sitzen und sie kann das und das schon. „Die ersten Wochen sind die wichtigsten, da lernen sie alles besser, da musst du dranbleiben“ und dann verliert man das Auge für das Wesentliche - eine gute Grundbasis, Vertrauen und Bindung schaffen und natürlich Kennenlernen der Hausregeln und des Alltags. Etwas entspannen und einfach mal zusammen wachsen ist da wohl die bessere Herangehensweise, solange man nicht anfängt, den Hund alle Entscheidungen treffen zu lassen.
😂👍 sehr gut, na dann berichte ich die Tage mal, wie das damit läuft. Und achte nochmal deutlich auf mich, um zu gucken ob da doch was an Inkonsequenz durchhuschte.
Stell dich mal hin, Arme ausschütteln, Schultern mal hochziehen und fallen lassen…Atmen
Hallo liebe 1.Hundehalter,
Vermeidet euch Druck zu machen.
Beziehung wächst doch von alleine. Und damit auch die Bindung. Beim Collie ist das eh drin.
Er/sie jammert viel.
Doof, aber was machst du, wenn Hund jammert und kurz vorher?
Weißt du schon, das jeder Blick zum Hund vfpr diesen eine Aufforderung evt . auch schon Druck ist?
Was ist wichtig in der ersten Zeit?
Ankommen im Leben, behutsam von dir die Welt gezeigt bekommen.
Was braucht’s nicht?
Stress..
Ich hab hier einen 7 monatigen Hund, der war in der Welpenzeit 2 Wochen krank .
Manche Welpen brauchen auch länger.
Mein Collie zum Beispiel, dem hab ich was Neues gezeigt, dann musste der mindestens 1 Tag drüber sinnieren, dann ging’s erst weiter.
Manche Sachen, die ich ihm beibringen wollte haben NULL funktioniert.
Part Monate später, neuer Versuch und plötzlich ging es.
Du hast ZEIT!
Nimm dir die Zeit!
In der Ruhe liegt die Kraft.
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Es wir enorm viel Druck aufgebaut mit der Sozialisierungsphase.
Da muß man dem Welpen unbedingt alles gezeigt haben, er muß am besten alle anderen Hunde und Menschen im Umkreis von 50 km kennen gelernt haben, alle Kommandos zumindest einmal trainiert haben und noch vieles andere.
Zusätzlich soll er aber 18-20 Stunden ruhen.
Das kann sich nicht ausgehen.
Ja natürlich muß Welpi viel kennen lernen, aber in seinem Tempo. Hunde lernen ihr Leben lang, nicht nur die ersten Monate.
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Sie hat eine sehr geringe Frustrationstoleranz
Wenn eure Basis sitzt kannst du auch gezielt Übungen für Frustrationstoleranz einbauen. Ohne diese gezielt zu fördern, hätte mein Hund heute noch 0,0 davon.
Auch beim Spazieren ist sie oft am fiepen.
Fiepen bedeutet immer eine Art Unwohlsein. Schmerzen, Stress, Überforderung, Harndrang, Schlafmangel, Langweile, Frust...
Dh ich leine sie zuhause an und stelle mich auf die Hausleine, gebe ein Ruhesignal und ignoriere sie dann konsequent, damit sie lernt auch einfach mal auszuhalten, wenn nichts passiert. Sie soll da nicht gelobt werden und kriegt auch keine Leckerlis oder irgendwas.
Das habe ich auf Anraten einer Trainerin auch mal versucht. Hund an die Heizung geleint und prompt hatte ich eine Leine weniger. Beim zweiten mal hat er ein solches Getöse veranstaltet, dass ich ein Meeting im Homeoffice abbrechen musste.
Erkenntnis: Nichts für uns. Anfangs half nur zusammen kuscheln & schlafen. Bedeutete zwar, dass ich dafür tagsüber ständig herumgelegen bin oder einen Schoßhund im Homeoffice hatte, aber dafür hat ihm die Körpernähe extrem geholfen.
Parallel dazu habe ich Abgrenzung & Wegschicken geübt sowie Deckentraining und Aufbau seiner 2 Safe Spaces (Bett & Box).
Das hat mit der Zeit dazu geführt, dass er auch ohne mich zur Ruhe kommen konnte.
Wir machen tagsüber welpengerechte Spaziergänge, Übungen und spielen zusammen. Auch der Schnüffelteppich macht ihr Spaß. Eigentlich machen wir genug.
Wie sieht das denn genau aus, magst du mal einen Tagesablauf schildern?
Sie ist ja noch sehr klein und soll ja lernen, dass es eben auch oft langweilig wird und nichts spannendes passiert, wenn ich zb einfach den Haushalt mache.
Viele machen leider den Fehler, den Hund ab Einzug nicht mehr aus den Augen zu lassen und gerade bei Bellen/Fiepen direkt angespannt nach jedem Pups zu lauschen.
Der Trick ist oft das Gegenteil: Hund ignorieren und dein eigenes Ding machen - aber das funktioniert erst, wenn sie weiß, was sie dann tun soll.
Also über Nacht hatte ich immer eine Hand unten bei ihr.
Wo schläft sie denn? Hast du mal probiert, ob sie lieber bei dir im Bett schläft?
Aber dann beginnt wieder das beißen/schnappen, weil sie ja so überdreht ist.
Das kann auch vom Umzug, neuer Umgebung, neuer Mensch, ggf. neue Ernährung, neuer Alltag usw. kommen. Wenn dann noch Schlaf fehlt... nach müde kommt blöd.
Bei Darko half nur gezielt runterkommen helfen. Entweder er hat was in die Schnute gesteckt bekommen, das er bearbeiten konnte (er holt sich bis heute ein Spielzeug, wenn er Energie loswerden muss), wir haben eine Runde gezergelt oder ich habe ihn in den "Schwitzkasten" genommen, bis er ruhig war. Die Arme um ihn legen, Hund fest an sich halten und dann spürst du, wie nach dem Zappel-Aal die Körperspannung abfällt.
Weißt du, wie der Alltag im ehemaligen Zuhause aussah?
Die spitzen Welpenzähnchen hinterlassen da ordentliche Spuren. Auch an der Beißhemmung arbeiten wir noch. Da hatte die Hundeschule auch empfohlen, kurz aufzu“jaulen“, dass es weh tat und dann kurz den Raum zu verlassen, um danach gleich wieder rein zu kommen und das Spiel weiterzuführen und immer weiter so, bis sie sanfter zu „packt“.
Es gibt Hunde, bei denen funktioniert das nicht. Schon gar nicht das Prinzip "vom Hund weggehen" oder gar als Belohnung das Spiel fortsetzen. Bei denen hilft nur ein Abbruch, ggf. unterstützt mit einer Alternativhandlung, zB. dem Hund ein Spielzeug geben.
aus Wiesbaden
Schau dir mal Eva von Charakterköpfe an. Da bekämst du eine super Hilfestellung, gerade was das Zusammenleben anbelangt.
Danke schon mal für Eure Anmerkungen, werde mal viel mehr direkt neben ihr sitzen und sie streicheln, so fern sie es halt zulässt.
Es muss nicht unbedingt streicheln sein. Manche wollen nur Nähe, andere Kontaktliegen oder eben Schwitzkasten, wenn sie alleine gar nicht mehr runterkommen. Eine Hand ruhig an die Brust oder Hüfte zu halten mit sanftem Druck bringt oft mehr als aufgeregtes Streicheln.
Jetzt frag ich mich noch was ich mit dem gebuchten Kurs mache. Vieles dort fand ich auch gut und nützlich.
Falls du nicht stornieren kannst: Geh weiter hin, nimm mit was dir taugt und ignoriere alles andere.
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Frust zu haben ist aber auch völlig normal und richtig und wichtig bei einem Säugetier.
Denkt doch mal an Babys, die schreien, wenn sie Hunger haben, ihnen kalt ist usw.
Im Verlauf des völlig normalen Lebens lernt jeder Frusttoleranz.
Als empathischer Erzieher wird man das sehen und wohlwollend unterstützen.
Übungen, gezieltes Training kommt später!
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Frust zu haben ist aber auch völlig normal und richtig und wichtig bei einem Säugetier.
Ja. Aber ab einer gewissen Ausprägung nicht mehr.
Im Verlauf des völlig normalen Lebens lernt jeder Frusttoleranz.
Nicht jedes Leben verläuft normal und jeder Hund ist anders. Manche lernen das nebenbei, andere haben trotz Training lebenslange Probleme damit.
Als empathischer Erzieher wird man das sehen und wohlwollend unterstützen.
Übungen, gezieltes Training kommt später!
Wenn eure Basis sitzt kannst du auch gezielt Übungen für Frustrationstoleranz einbauen.
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Nyx03 Was mir hier bei all den wirklich guten Antworten noch zu wenig Beachtung gekriegt hat ist das Thema Schmerzen.
Natürlich kann das Hundchen 'einfach' völlig überreizt sein. Aber die Anzahl an Hunden, die bereits von den ersten Lebenswochen an Verdauungsprobleme und Bauchschmerzen haben, die oft monate- oder gar jahrelang unentdeckt bleiben, ist sehr, sehr hoch. Ich würde da also sehr genau hinschauen. Gerade bei einem Hund, der scheinbar grundlos dauergestresst ist, fiept und sich zudem noch ungern anfassen lässt.
Und lass Dich dabei bitte nicht von irgendwelchen Heilsversprechen von bestimmten Marken (z.B. absurd hoher Fleischgehalt) oder Ernährungsphilosophien (Barf, Prey, etc.) beeindrucken, sondern finde selber heraus, was Dein Hund braucht und verträgt.
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Schau dir mal Eva von Charakterköpfe an.
Bitte auf gar keinen Fall!
Wir reden hier von einem ganz normalen Colliewelpen der von Anfang an bei Nyx03 lebt, nicht von einem aggressiven „Problemhund“.
Nyx03 : Lies dir vielleicht das hier mal durch: https://www.stvv.ch/dokumente/…em_1lnwsrRltX9jpwZRf8ndNg
Lass dich nicht von diesen veralteten Aussagen verrückt machen, dass Welpen mindestens 48 Stunden am Tag schlafen müssen.
Wenn körperlich alles in Ordnung ist: Lass deinen Hund spielen bis er von selbst müde wird, trenn ihm dafür vielleicht einen Bereich mit einem Welpengitter ab, vergleich deinen Hund nicht mit den anderen, ruhigeren Welpen in der Hundeschule (ich würde nie wieder in eine Welpengruppe gehen, man ist mit nem Collie da immer am lautesten und nur wenige Trainer haben gute Tipps für „solche“ Hunde) und genieß die Welpenzeit. Sie ist viel zu schnell vorbei und dann kommt erst die anstrengende Zeit
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Mein bestes Erlebnis mit meinem ersten Collie war ein riesiges Collietreffen. Mindestens 50 Collies, fast gleiche Stimmen und mit Leuten, denen das nicht auf die Nerven geht.
Collies sind bellfreudig .
Wenn man einen leisen erwischt , freut man sich und gut ist. Alle anderen bellen.
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Wenn man einen leisen erwischt , freut man sich und gut ist.
Aus erster Hand kann ich berichten, dass die die nicht bellen umso lieber fiepen
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