Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 13

  • Ich hab hier auch ein komisches Phänomen


    Jyn war noch nie der Zerstörer. also bis auf Pflanzen anknabbern, war auch als Welpe ect nie i was kaputt gegangen.


    Außer ein paar Tage vor den Stehtagen geht die Sicherung kaputt . Das hat uns letze mal Tierklinik beschert, weil sie kompletten Stecker gefressen hat.


    Und jetzt hat sie einem Deko Affen die Beine und Arme abgerissen und teilweise gefressen.


    Das ist immer einmalig also ein Tag und immer vor den Stehtagen .


    Jetzt überleg ich schon ob ich's nochmal riskiere oder einfach den Baby Knast für die Zeit wieder rausholen.

  • In der Pubertät schießen die Hormone einfach situativ das Hirn weg - der Hund DENKT nicht, sein Handeln wird allein von den Hormonen bestimmt.

    In dieser Phase achte ich z. B. sehr darauf, zum Einen meine eigenen Ansprüche an den Hund auf das Wesentliche zu beschränken, weil seine Lernfähigkeit in dieser Phase begrenzt ist.

    Zum Anderen achte ich darauf, ihn so zu führen dass Fehler keine gravierenden Folgen haben, sowohl für meinen Hund, als auch für mich, als auch für Andere.


    Nach der Pubertät, basierend auf dem nun vorhandenen Selbstbewusstsein, probiert der Hund sich aus, er DENKT, und stellt dann auch Dinge in Frage, wie z. B. bisher Erlerntes, oder auch den Umgang mit Artgenossen.

    Die daraus möglichen Verhaltensweisen können nicht mit einem Achselzucken als "pubertär" hingenommen werden, sondern bedürfen eines gezielten Lenkens und Lernens durch den Menschen.


    Für mich ist das ein großer Unterschied, gerade auch im Umgang mit meinem Hund, ob ich weiß, dass er gerade nicht anders kann, weil ihm seine Hormone querschießen (sein Handeln also nicht willentlich bestimmt ist), oder ob er durchaus weiß, was zu tun (und zu lassen) ist, es aber macht, weil er für sich erkannt hat dass er es kann.


    Möglicherweise "meint" ihr das anders, wenn ihr hier von pubertierenden Hunden nach der Geschlechtsreife, aber eben noch nicht mental und sozial ausgereiften Hunden sprecht - aber in der Realität erlebe ich halt einfach zu oft, dass Verhaltensoriginalitäten in dieser doch langen Phase von 2-3 Jahren als "pubertär" bezeichnet und dementsprechend hingenommen werden.


    Das Ergebnis sind dann erwachsene Hunde, deren Umweltkompatibilität sehr fragwürdig ist.

  • Möglicherweise "meint" ihr das anders, wenn ihr hier von pubertierenden Hunden nach der Geschlechtsreife, aber eben noch nicht mental und sozial ausgereiften Hunden sprecht - aber in der Realität erlebe ich halt einfach zu oft, dass Verhaltensoriginalitäten in dieser doch langen Phase von 2-3 Jahren als "pubertär" bezeichnet und dementsprechend hingenommen werden.

    Das hat aber wenig mit verwendeten Begrifflichkeiten zu tun und viel damit, wie man allgemein mit dem Hund umgeht und ihn führt...


    Wir sprechen hier ja über sehr komplexe Prozesse im Hundehirn, nicht über ein "Bis Tag X ist er pubertär, danach adoleszent"...so funktioniert das nicht.

  • Hundundmehr Ich weiß, du denkst oft, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

    Dem ist aber nicht so:


    Zitat

    legen, dass es während der Adoleszenz zu einer grundlegenden Reorganisation des Gehirns kommt (7). Der Abbau von synaptischen Verbindungen (8) bei der gleichzeitigen Zunahme der weißen Substanz (9, 10) sowie Veränderungen in Neurotransmitter-Systemen (11, e1, e2) zeigen, dass die anatomischen und physiologischen Reifungsprozesse der Adoleszenz weitaus dynamischer sind als ursprünglich vermutet. Demnach ist von einem Umbau der kortikalen Schaltkreise auszugehen, die den adoleszenzspezifischen Veränderungen in kognitiven Funktionen und in der Affektregulation zugrunde liegen könnten (12).


    https://www.aerzteblatt.de/arc…51-45e5-83b7-b8966f49a984


    Und hier ist nochmal ausführlich beschrieben, warum der Hund auch NACH Ende der Pubertät genau solche Phasen des "nicht anders könnens" hat.


    https://animalbehaviourkent.co…-in-dogs---whats-going-on


    Letztendlich zeigt das, dass nicht die anderen sondern du ein falsches Konzept der Entwicklung von Hunden hast und damit potenziell unfair bist, weil du ihnen nach der Pubertät unterstellst, bewusst Dinge nicht umzusetzen...


  • Wie bei dir üblich haust du diskriminierende Bemerkungen, die du dann mit Studien untermauerst, die zu zwar - vermutlich - gelesen, aber nicht verstanden hast :lachtot:


    In beiden von dir verlinkten Artikeln wird von ADOLESZENS als Zeitraum vom Jugendlichen zum Erwachsenen geredet, während die Pubertät sich auf den Prozess der Reifung der Fortpflanzungsfähigkeit beschränkt.


    Zitat


    Die Adoleszenz unterscheidet sich auch von der Pubertät. Die Pubertät ist die Zeit der sexuellen Reifung, die vor allem durch hormonelle Veränderungen ausgelöst wird. Bei Rüden tritt dies im Alter zwischen 6 und 9 Monaten und bei Hündinnen zwischen 6 und 16 Monaten auf (Harvey, 2021). Die Adoleszenz tritt jedoch immer noch bei kastrierten Hunden auf, obwohl keine Sexualhormone vorhanden sind, was darauf hindeutet, dass es sich um sehr getrennte Prozesse handelt.

    Dieses Zitat stammt aus dem zweiten von dir verlinkten Artikel :pfeif:


    Das hier ist mal wieder nur ein für dich typischer Fehlschluss:

    Letztendlich zeigt das, dass nicht die anderen sondern du ein falsches Konzept der Entwicklung von Hunden hast und damit potenziell unfair bist, weil du ihnen nach der Pubertät unterstellst, bewusst Dinge nicht umzusetzen...

    Das hier hatte ich geschrieben:


    Nach der Pubertät, basierend auf dem nun vorhandenen Selbstbewusstsein, probiert der Hund sich aus, er DENKT, und stellt dann auch Dinge in Frage, wie z. B. bisher Erlerntes, oder auch den Umgang mit Artgenossen.

    Da steht "auch" - und nicht "immer und ausschließlich".


    Ich unterstelle meinen Hunden gar nichts, aber ich erkenne sehr wohl, wann sie sich bewusst widersetzen, oder aber impulsiv-hormongesteuert handeln, oder auch aus Unsicherheit agieren.


    Abschließend:

    Und hier ist nochmal ausführlich beschrieben, warum der Hund auch NACH Ende der Pubertät genau solche Phasen des "nicht anders könnens" hat.

    Ich habe nirgendwo geschrieben, dass es diese Phasen nach Erreichen der Geschlechtsreife nicht mehr gibt.

  • Und jetzt nochmal bitte. Muss mich outen, ich musste den Begriff erst googlen. Absolut nicht Teil meines Sprachgebrauchs und eindeutig Wissensdefizit.


    Habe hier ja eine frühkastrierte Hündin aus dem Tierschutz, bei der ich mit Freude erlebt habe, wie normal die sich entwickelt hat. Alle typischen Entwicklungsphasen und für mich gänzlich unerwartet und überraschend auch die typischen Sprünge zum Erwachsen werden im Läufigkeitsrythmus. Obwohl ich da vermutet hätte, das der Mangel an Hormonen doch die "Pubertät" abdämpft.

  • Für mich ist das ganze ein bisschen Haarspalterei, weil das Wort "Pubertät" eben geläufiger ist und jeder ja im Prinzip weiß was gemeint ist, auch wenn es vielleicht per genauer Definition nicht mehr für einen knapp 2 jährigen Hund (wie meinen) gilt.


    Aber fand es trotzdem ganz interessant, dass diese Diskussion hier statt fand. Von daher, danke dafür Hundundmehr



    Habt ihr eigentlich auch Bilder von euren Hunden aus der Dusche/Badewanne?


    Eigentlich find ichs ja fies, dass ich mich mit dem Bild über sie lustig mache, aber irgendwie kann ich auch nicht anders, weil sie ja dabei trotzdem noch so niedlich ist. |)

  • Ich kenne es ehrlich gesagt so, dass man auch bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 (grobe Zeitangabe) sagt, dass die gerade in der Pubertät sind bzw. sich pubertär benehmen. Deshalb finde ich es nur logisch, dass beim Hund auch so zu machen.

    Dass das nichts mit der biologischen Definition zu tun hat, mag sein, aber jeder weiß was gemeint ist und das reicht doch :ka:




    Mazie liebt es zu duschen. Wenn irgendjemand die Dusche offen lässt, ist sie sofort drin und hofft, dass jemand Zeit hat sie zu waschen :rolling_on_the_floor_laughing:

    Fotos hab ich ein paar, wo sie mit ihrem geliebten Tony in der Dusche liegt, aber die finde ich auf die Schnelle nicht.


    Inzwischen wasche ich sie aber in der Waschbox der Pferde. Das ist für alle Beteiligten angenehmer.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!